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dak zusammen, denn jetzt ging Sa8 Drängen los. Und das Geschrei. Kein Geschrei: ein Geheul von vielen tausend Stimmen, ein Jubel ohne Ende. Und majestätisch stieg inmitten der jauchzenden Menschheit das gewaltige Huft- schiss mit flatternden Fahnen zum Himmel auf. . . .
Feßler beeilte sich, wieder in sein Hotel zu kommen. Er wollte die begonnene Skizze etwas weiter aussühren. Und dann fiel ihm ein, Satz er sich zum Bankett rüsten müsse. Wer als er seinen Koffer durchkramte, sah er, daß er seinen Frack vergessen hatte. Er fluchte laut und beruhigte sich schnell. Er sagte stch> er Pfeife auf das Bankett. Dreitausend kauende Menschen — das war kein Anblick für einen Künstler. Dann fluchte er nochmals, als er die Rechnung bezahlte, und war schließlich froh, als. er todmüde im Zuge saß.
(Fortsetzung folgt.)
Dar Eichhörnchen als Waldverderber.
(Schluß.)
In Stangen- und Stammhölzern der Fichte beißt das Eich- HBrnchen, um zu den männlichen Blutenknospen zu gelangen, von Ende Oktober ab bis in das Frühjahr hinein die äußersten feinen Reiser, an denen diese Knospen sitzen, instinktmäßig immer ziemlich genau an derselben Stelle ab, nämlrch kurz hinter der Anhäufung der quirlförmigen Blütenknospen (an der Basis) und begibt sich dann auf den Ast, bis zu einer stärkeren, ihm genügenden Halt bietenden Stelle zurück, um die Knospen in aufrechter Stellung, den abgebissenen Zweig mit den Vorderfüßen haltend, auszufressen. Hierauf läßt es die ihm wertlosen Zweiglem zu Boden fallen. Diese springen, zumal in Blütenjahreu der Fichte, unter Rand- stämimen auf der Schneedecke sehr ins Auge und sind in den forstlichen Kreisen unter deut Namen „Absprünge" allgemein bekannt. Vermutlich werden auch weibliche Blütenknospen von den Hörnchen abgebissen, denn man bemerkt an Stämmen, auf denen diese Tierchen den ganzen Winter gehaust haben, im ganzen nun wenige Zapfm.
Ueber die Ursachen dieser Absprünge hat man in der Literatur sehr verschiedene Hypothesen aufgestellt. G l e d i t s ch erklärte sie 1788 für unreife Triebe, die von selbst alljährlich abgestoßen würden, wie die Geweihe der Hirsche. Aber schon B e ch - stein schrieb sie 1821 den Eichhörnchen zu (und den Kreuzschnäbeln). O e t t e l t bezeichnete sie als Vorboten reicher Samenjahre, weil er beten Eintritt insbesondere nach dem Vorhandensein massenhafter Absprünge im Winter zuvor beobachtet hatte. Kellner konstatierte durch genaue Beobachtung, bei welcher ihn seine Eleven, Kvebchen ich in den Jahren 1854 und 1855 gehörte, unterstützten, die betreffende Beschädigung lediglich ein Werk der Eichhörnchen sei, und später fand diese Beobachtrmg von mehreren! Seiten Bestätigung (Leypold, Beling u. a.).
Allerdings soll zugegeben lverden, daß unter Umständen auch gewisse Vogelarten (wie Bergfink, Kreuzschnäbel, Kernbeißer und Hakengimpel) hier und da junge Schosse von Fichten abbeißen und zu Boden falleit lassen. Allein in größerem Umfang findet dies nach meinen Beobachtungen nicht statt. Ferner können infolge eines starken Hagelwetters im Vorsommer massenhafte Zweige zu Boden geschlagen werden. Diese such jedoch weit größer, oft noch mit Nebenzweigen versehen und überhaupt den eigentlichen Wsprüngen gar nicht ähnlich. Endlich fallen in Fichteribeständen Tausende! von Zweigen, die aber aus mehreren Jahrestrieben bestehen, infolge eines starken Orkans. — Allein an den durch Hagel und Wind zu Fall gebrachten Spitzen und Zweigen sind doch die Knospen Nicht ausgefressen, und selbst die etiva von Vögeln behufs Verzehrung von Knospen abgebissenen Triebspitzen haben mit den so charakteristischen Absprüngen (— man sollte richtiger „Wbisse" sagen —) nichts zu tun, weil ihnen die Regelmäßigkeit dieser, d. h. das Wgenagtwerderr unmittelbar unter dem Knospenquirl, abgeht. Auf die Täterschaft eines Nagetieres deutet schon die faserige, bezw. durch das Abschneiden zackige Beschaffenheit des unteren Endes der Absprünge hm. Die genannten Vögel brauchen, nm sich der Knospen W bemächtigen, nicht den ganzen Trieb vorher abzubeißeu, weil sie bei ihrem geringen Gewichte noch an Sei) äußersten Zweigspitze balancieren können. Das Eichhörnchen kann dies aber nicht, muß daher erst den Trieb abbeißen. Höchstens ist noch der Siebenschläfer verdächtig; allein diese Schlaf- Maus ist mehr im Buchenhvchwald als im Nadelwalde heimisch. Die Beobachtung O e t t e l t s steht mit der Täterschaft der! Hörnchen durchaus nicht im Widerspruche. Tie Vorbedingung eines Samenjahrs ist bekanntlich die Entwicklung vieler Blütenknospen. Je Mehr solche vorhanden sind, desto mehr Eichhörnchen ziehen sich pack den betreffenden Walddistrikten; desto mehr Absprünge gibt es daher. Zugleich wirkt die reichliche Kost günstig auf die Ver- Miohrung der Tiere. Noch ein gegen die Eichhörnchen als alleinige oder wenigstens hauptsächlichste Täter vorgebrachtes Argument möchte ich entkräften. Man hat gesagt, wie können diese Tausende und Abertausende von Wsprüngen, die oft ganz plötzlich bezw. mit einem Male den Boden bedecken, besonders auffallend^
wenn etwa Tags zuvor ein leichter, frischer Schnee gefallen ist, von den Eichhörnchen herrühren? Matt müsse dann doch auch diese Tierchen in großer Zahl wahrnehmen? Das sei aber nicht der Fall; man habe oft Mühe, in solchen Distriften auch nur ein einziges Tierchen zu erblicken. Das Argument erscheint sehr plausibel, ist aber dock) nicht richtig. Zunächst muß wiederholt! darauf hingewiesen werden, daß das Treiben der Eichhörnchen in den hohen Fichtengipfeln ein sehr verstecktes und zumal an trüben November- mü> Dezembertagen schwer wahrnehmbares ist. Ferner verhalten sich die Eichhörnchen bei Annäherung von Menschen wegen ihres scheuen Wesens sehr ruhig. Um seinen Hunger zu stillen, bedarf das Eichhörnchen in Jahren, wo die Fichte keine Zapfen trägt, Tausende von Knospen. Es haust nicht nur Tage-, sondern mitunter Wochenlang auf alten, kronenreichen Fichten, Die von ihm abgebissenen Zweige fallen, wegen des dichten Kronendackies der Fichte, nicht gleich sämtlich, sondern nur zum fteinsten Teil auf den Boden. Wenn aber der Wind oder gar ein Sturm die Bäume schüttelt, dann fallen sämtliche auf den dachähnlichen Zweigen der Fichte liegen,gebliebenen, von früherem Fräße herrührenden, Abbisse zu Boden. Auf diese Art kann es sich sehr wohl ereignen, daß man am Morgen nach einen stürmischen Nacht ganz plötzlich Tausende von Absprüngen in Beständen wahrnimmt, wo Tags zuvor nur vereinzelte gelegen hatten. Fällt frischer Schnee kurz vor dem Sturme, so müssen die Wsprünge begreiflich noch auffallender sich präsentieren.
ad 4. Das Rindenschälen an stehenden Stämmen ist offenbar die schädlichste Gewohnheit des Hörnchens. Glücklicherweise hat man es bis jetzt nur selten im größeren Maßstabe! beobachtet. Angenommen werden fast alle Holzarten, aber in erster Linie die Lärche vom etwa 15—20 jährigen Alter ab bis etwa in die 40er Lebensjahre. Die Beschädigung beginnt an dieser Holzart etwa 0,5—1 Meter unterhalb des Gipfels an solchen Stellen, wo die Rinde noch glatt ist. Das Hörnchen schneidet die Rinde mit den Nagezähnen an und sucht sie dann abzuziehen. Ist ein Platz von etwa Handgröße entblößt und die Rinde zu Boden gefallen, so hängt sich das Hörnchen in der Weise an den Stamm, daß es die betreffende Stelle abnagen oder ablecken kann. Auf die schleimige Holzfaser und den Bast der Rinde ist es hierbei abgesehen; man findet beide im Magen des Tieres. Die Wipfel nehmen infolge dieser Beschädigung ein Aussehen au, als wenn sie vom Hagel beschädigt wären, unb gehen vielfach ein. In zweiter Linie leibet die Kiefer. Das Benagen geschieht hier zwischen den Astquirlen. Das Eichhörnchen sitzt auf einem starken Aste und Plätzt die Rinde an dem unmittelbar darüber gelegenen Schaftteil. Oft werden schmale Längsstreifen abgenagt, vorwiegend an der Nordostseite, um gegen den meist von Westen und Südwestett kommenden Wind und Schnee geschützt zu sein. Mitunter verlaufen auch die Schälwunden spiral. An dritter Stelle wird unter den Nadelhölzern die Tanne geschält; am wenigsten gern schält das Eichhörnchen die Fichte. Man beobachtete den Schälschaden an Nadelhölzern zuerst etwa 1810 im Fürst!. Lei- nmgenschen Forste Lohrbach in einem 18jährigen Kiefernbestande. Großartiger Schälschaden an Lärchen und Kiefern fand 1882 in den Waldungen des Murtals, unweit der Stadt Judenburg (in Obersteiermark) statt. Im ganzen wurden hier ettoa 3000 Stämme von 20—üOjährigem Alter befallen. Schmale Rindenstreisen von 5—14 Zentimeter Länge bedeckten — als charakteristisches Merkmal für den Fraß — massenhaft den Boden. Spiralige Ringelungen wurden bei diesem Fräße nicht bemerft; das Abnagen geschah vielmehr in mehr roher, unregelmäßiger Weise (zackige Stückchen und Streifen). — In den Stadtwaldungen am Grusiobergs (Schweiz) fern Seit die Beschädigungen an etwa 1000 Weißtaunen statt. Beobachtet wurde außerdem das Schälen an Nadelhölzern in Westfalen, Gumbinnen, Oberschwaben, int badischen Schwarzwald, auf der Insel Rügen usw. Die Hauptschälzeit fällt in die Monate Mai bis Juli, zumal in trockenen Jahren. Die Beschädigungen finden beim ersten Morgengrauen statt, entziehen sich Satter leicht der Beobachtung. Der Schaden tritt oft ganz unerwartet auf. Es macht fast den Eindruck, als wenn zunächst nur wenige Individuen als Attentäter auftreten und erst später andere dem böten Beispiele folgen.
Von Laubhölzern werden partiell entrindet: Eiche, Buche, Hainbuche, Weiden, auch Birke und Aspe, vereinzelt Bergahorn, MaßholSer und Elsbeere. Jedoch stehen die bezüglichen Schäden Seiten in Nadelholzbeständen sowohl in Bezug auf Ausdehnung als Wirkung bedeutend nach. Auch hier erfolgt das Schälen nur zur Saftzeit.
Unzweifelhaft geschieht das Schälen hauptsächlich der Ernäh- rung halber. Doch kann auch Spielerei ober Sucht, das rasch nachwachsende Gebiß abzunutzen, bte Veranlassung bilden, zumal da, wo Sas Rindenschälen vereinzelt auftritt.
ad 5. Tatsache ist es endlich, daß das Eichhörnchen VogÄ- eier und junge Vögel annimmt, somit viele Bruten von Singvögeln zerstört. Seine Mordlust ist so groß, daß es sich unter UmstänSen sogar an jungen Tauben oder Vögeln ähnlicher Größe vergreist. In einem Falle beobachtete ich sogar ein Eichhörnchen auf einem etwa 8 Tage alten Hasen, dem es verschiedene Bißwunden beibrachte. Im Stadtforst bei Eberswalde tourben in den 1870er Jahren gegen 90 Starenkästen am Eingangsloch so stark ausgenagt, daß die Eichhörnchen ins Innere gelangen konnten, und die Bruten in jenen waren ruiniert. Ueber


