Ausgabe 
9.3.1910
 
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hocke gebleiwe.

(tiefe

Do

en

(Fortsetzung folgt.)

woas e Unglück, wenn boot die Leure gewoahr tvern. Et ö'-tt ,Wtli J-örg erneuerte 'fein Bitten in flehentlichem Dond. «edw Lage fing an, wirS-ich ungemütlich zu werden,soll mch dann envod falle un de Hals breche?" . ,. t. ,,

Nein, das durste nicht sein, da trüge sie j(t die schuld hem Tode des Burschen.. Mühsam Mstpfts fie sich zmw Ent- Musse durch. . .

No dann komm et'in! , , .... n,

Im nächsten Moment stand er, von ihren kräftigen Armen

ftWoan mch em alle Kstoche oam Leib tapÄ, do kannste Gift unterbrach er plötzlich seine zornige Rede: "DmiU^kel^, Liesch?, de Letter wackelt, «tas T)unn je doch ftst

Aich gliiwc, se ritscht, Liesche, Lied, haal nimm, il fallt t.nnt, D6«i»rt:i' »if in W W*.****,?

znriick.

«»un Ifrtng e "zwischen Himmel und Erde, halb iuc scklüf- MMÄ.'n des HMskisesten Mädchens im. Dorf und W in Yv»v Luft Getahr war zwar Beine vorhanden, aber was nan?

W ihm neidische Kameraden einen, uiigMohMichen Streich gespielt, war ihm klar, umsomehr, als man Mr ra nnterr 'höhnisches Kichern und eiliges Mktlmifsn vernahm.

QtoÄrfip 11 Hl ..Dion imistt maich eninn lasse, Hai kann

Mit voller Macht' kam ihr jetzt ihrs kritische Lage zum Be- Mißtsem. Mein sie war eine energisch? Natur.

~ setz daich hin uff de Loare," wres ste dem nachtuchu- einen Platz an, indes sie sich möglichst weit entfernt: dem Bettrand riiederließ,wann alles fest schlecht, mach

Ja, jne&afö Ä Ein gewisses TanWefüU gegen die boshaften Gesellen liest ihn ihren losen- Streich jetzt in. bedeutend milderem Lichte betracpteir Ganz mutterseelenallein bei dunkler Nacht in des reizendsten Mädchens (3 (til ft' ^ft nt 4n c y d) c n »Qin

Er' setzte sich und zündete fein Pfeifchen an. Kann wan's

Nur "schade, daß feine Partnerin sich so Wenig redselig zeigte. Und sie war doch sonst nicht aufs Maul gefallen!

Nur einsilbige Antworten hatte sie,auf seine eifrigen AN- strengrmgen, eine zweckentsprechende Unterhaltung in die. tayege feiten

Dion, LieSche," begann er nun,gelte et is dir leed, oawer «ch kann doch naut dofür, komm doch e bische bei maich nff de Loare, mer sucht sich joa goar nant."

Aich sitze Hai gont gemiiik," wehrt sie ab,wann drrs do -nant hast, konnste Da drausze geWeiWs." ,

Er tat nachdenAich ein paar Zuge und ruckte vom Muster ab bis ans die äußerste Kante des, altmodische Möbelstückes.

Liesche, mer Hann doch schnn oft beinanner gefeite, worum bann hont Twend nit? Guck entöl, woas häi noch fn vul Platz is."

Dann branchste daich oach nit ze drücke," parierte sie lviedcr.

,Manns oawer crans timmt," meinte er darauf unverdrossen, bann glaewe die Leure doch mit, das; mer nit beiennnner ge- feffe batte."

Las; die Leure gleewe, ivoas se wolle.

Liesche, sei doch net asn zwerch, sott «ich bei daich komme, gell, aich darf?"

Er wollte sich erheben.

Nee, nee, bleib sitze, ethfcr aich kreische," rckf sie ihm er--

§11.

Kreische, daß et die ganz Nachbarschaft tzoert?" _

Zva," bestätigte sie! entsWossen,bet ganz Dorf." Mrg fiel eine Weile in resigniertes Schweigen.

Liesche," -erneuerte er darauf sein Drängen,Liesche,

xenzige. Kuß, dann setz aich mich wirrer."

Damit erhob er sich. , ,,, t . , , .....

Kamm mer joa nit her," verteidigte sich das wilde Mäd­chen,ci, diou Göarschtvnhl gichst gleich wirrer nfs die Loare!"

VertmisehLer.

* Tie amerikanische Schuljugend im Kampf It'itt "die drahtlose Telegraphie. Di« amerikanische Re- titenntg befindet sich in einer schwierigen Lage, denn die Jugend Amerikas überschüttet sie. mit leidenschaftlichen Borwürfen und hat das.Kriegsbeil gegen (He Herren von Washington ausgegraben.

Francis Nesbit, ein sclbstbewlißtcr Jüngling' von' 15 Jahrckt, tot sich zum Wortführer der empörten Schuljugend gemacht, emp­fangt Interviewer und beschuldigt die Behörden, .daß sie durch dureankratische Engherzigkeit den. in der amerikanischen Jugend gärenden Erftndnnasgeist gewaltsam knebelnund unterjochen wolle. Die drahtlose Telegraphie ist es, die diesen sonderbaren Konflikt heraufbeschworen hat. Ueboratt in Amerika haben Schulttmgost und laienhafte Freunde der Technik auf ihren Häusern, Schuppen und Ställen auf eigene Faust Stationen für drahtlose Tele­graphie -eingerichtet, nnd die erfinderische Jrigend nristbraucht nicht selten diese privaten, drahtlosen Versuchsstationen, nm durch allerlei fingierte Alarmnachrichten die ganze amerifanisHe Kitsch in Auf­regung zu versetzen. Notsignale und die Hilferufe «schiffbrüchiger werden durch drahtlose Telegraphie, austzesprengt, und mehr als einmal sind Rettungsbvvtd nnd Regiernngsdampscr jn größter Hast .ausgesandt worden, um: dann später erkennen zu müssen, daß die Phantasie der Sck'nMlgeitd sie zum Narren gehalten hatte. Die Fätte sind so häufig geworden, daß die Regierung nut ener­gischen Maßnahmen diesem Mißbrauch der wertvollen Entdeckung- ein Ende machen will. In den: großen Städten werden Apparate für drahtlose Telegraphie, die für kurze Entfernungen berechnet sind, zn billigen. Preisen verkauft: für die Summe von wWigei« Dollar bis hinauf zum Preise von 30 Dollar und mehr kann jedermann solche Apparate kaufen. Man nimmt au, daß nicht weniger als 50000 solcher Stationen von ninchrnchmenden ame- rikMischen Schuljungen heimlich eingerichtet worden sind. Tw Nachricht, daß die Behörden einschveiten wollen, hat,die lebhafte Entrüstung der jungen TelegraMsMr erweckt. IN, ecneur Juter- View erklärte der Wortführer der Jugend, F-raneis Ncsbrt, die Absicht der Regierung fürnnameritaniscü", undurchführbar und für eine schwere Knebelung des erfinderischen Talents. Er arbt zu, daß hin nnd wieder falsch- Alavmnachrichtm verdrecket werdest, aber in ihrer Gesamtheit seien bie jmtmm Amateure der draht-? losen Tel«qr«p'hie höchst -achtenswerte und härmlose Staatsbürger; wMvvÜ-eüd gibt er der «Regier»,rg ben Rat,auf ihren ptatnmen moderne Apparate «ufzustellen, die die Genauigkeit steigern mid zugleich die Gefahr laienhafter Einmischung beseitigen wurden". Der Keine Francis erklärt, daß Tausende, von Schuljungen hinter ilmr ständen, nm, wenn.nötig, ihre Rechte auch vor dem Kongretz zu verfechten.Es ist meine .Pflicht, zn protestieren, beim, der Schäden, der durch die Amateurtelegraphrst-en hin nnd wieder verursacht wird, ist mehr als .ausgeglichen durch, die guten Re­sultate. die sie durch ihre mühsamen und scharf.unni.gen Probest nnd Versuche erringen." Doch die Abwehr der Jugend erstreck« sich nicht ans die eigene Verteidigung: getreu dem Grundsätze, daß der Hieb die beste Abwehr ist, hat der junge. Franris tue. Re­gierung angegriffen: er bchauptet, daß die draWofen Telegraphie- äpparate der Union alle veraltet wären. General .Altan., deck Chef des Signalkorps. hat auf diese Anklage mit einer Recht­fertigung geantwortet, in der er mM'chrt, datz die Apparate deck Armee und der Marine mit allen Verbesserungen gleichen ischrrtk gehalten hätten; er weist di« Beschuldigung der Schuffugend als unverschämt und unbegründet zurück. Francis Nesbit aber hat sich erboten, den Beweis für feine BchanPttmgM. zu erbringest und will Hunderte von Schuljungen namhaft machen, die m ihrer Geschicklichkeit nnd Zuverläfligteit in der .Handhabung der Apparate die Regierimgstelegraphisten bei wertem übertreffest würden Ganz Amerika verfolgt mit Eifer diesen wunderlich-st Konflikt zwischen, den Schuljungen und der Regierung der Ver­einigten Staaten von Amerika.

* Bacon:Eine Frau, die das Stimmrecht wünscht, nennfi mau eine Suffragette, nicht wahr?" Egbert:Nun in, wenigstens in Gegenwart von Damen." r.

* U n bedachte Bescheiden h e i t. Hofrätm:,, . . . Ich werde nun doch, trotz meines Versprechens, davon Abstand neh­men müssen, in. dem morgigen Wohltätigkertskonzert mrtzuwrrken! Komiteemitglied (bescheiden):Aber gnädige Fran das können wir eigentlich gar nicht annchmen."

* Der magere Schneid e r.Wissen Sre auch, Frau- jein Else, was uitt bft» HepK iii btt Brust warm erhält? Gewiß, Herr Zwirn die Watte!"

Kapselrätsel»

Regeiiwasser Landmaun Vahnwärtcr -- Griinderjahrc - Szepter Seemacht Modedame Wasgcmvald Kalkulator Goldgrube Hanpkmesse -- Viehhandel Vrie«ivage Birne.

AuS dem ersten der vorstehenden Wörter sind drei, aus jedem der übrigen Wörter zwei zusammenhängende Buchstaben- zu ent­nehmen, so das? sich daraus ein Sprichwort ergibt.

.Auslösung in nächster Nnmmcr.f

Auflösung des Rösselsprungs in voriger Nummert

Ach, ivie flüchtig, ach wie nichtig

Sind der Menschen Tage!

Wie ein Strom beginnt zu rinnen Und mit Lausen nicht hält innen, So feifert unsre Zeit von feinneu.

Nedaktion: K. Neurath. NotationSdruck und Verlag der Brühl'scheu Universitäts-Buch- und Steindruckerei, N, Lange, Gießen.