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Redaktion: E. Anderson. — Rotationsdruck und Verlag der Brühl'jchen Universitäts-Buch» und Steindruckerei, R. Lange, Gießen.
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Auslösung in nächster Rümmer.
Auflösung des Zitaten-Rätscls in voriger Nummer r Wer seiner ßtuigc hat Geivalt, Der wirb in.it Ehren grau und alt.
Vie in Deutschland geraucht wird.
Nach dem Maßstäbe der verfeinerten Lebensgeitüsse beurteilen viele Statistiker Kultirrsteigerung der einzelnen Nationen. Ein jedes Volk der Erde hat sein sorgenbannendes Narkotikum. Wenn man vom Menschenfeind „Alkohol" absieht, so bietet für den Deutschen, wenigstens was die großen Massen betrifft, das Rauchen mit den geeignetsten Maßstab für die gesteigerte Lebensführung. Die „Allgemeine Berliner Korrespondenz" hat durch ihren L. S.-Mitarbeiter bei den größten deutschen Firnien für Tabakfabrikate eine Umfrage veranstaltet, tote in Deutschland das Geld der verschiedenen Gesellschaftsklassen in Rauch aufgeht. Die Erkundigungen ergaben kurz zusammengefaßt folgendes Resultat:
Der Konsum an teuren Zigarren ist ein verhältnismäßig geringer. Am meisten wird in mittleren, namentlich Beamtenkreisen die 6—8 Pfennig-Zigarre geraucht; viel weniger gehen die 10, 12 und 15 Pfennig-Zigarren, ganz selten aber kommt es vor, daß Zigarren zu 50 Pfennig oder gar zu 1 Mk. verkauft werden. Beide Hauptsorten, die zu 6 und zu 8 Pfennig, iverden von Abnehmern bezogen, die täglich im Durchschnitt ca. 12 bis 15 Zigarren rauchen. Unter den Arbeitern ist die 5 Pfennig-Zigarre die beliebteste; Zigarren zu 3 uitd 4 Pfennig, die früher sehr viel von ihnen bezogen wurden, werden nur noch selten verkauft. Mer auch die 6 Pfennig-Zigarre wird von den besseren Arbeitern, Mechanikern, Elektrikern tisw. gern gekauft, und des Sonntags leisten sich diese ivohl auch häufig eine 10 Pfennig-Zigarre. Der tägliche Verbrauch der Arbeiter gleicht an Zahl ungefähr dem der gesamten sogenannten besseren Kreise und beträgt im ganzen ungefähr durchschnittlich 10 bis 12 Stück. Allerdings gibt es n. z. sowohl unter den Abnehmern, die sich aus höhersttuiertert Kreisen rekrutieren, als auch unter denen aus der Arbeiterschaft Männer, die nur 2 bis 3 Zigarren täglich ratlcheu. „Ja," erzählte der Geschäftsführer eines allgemein bekannten Zigarrengeschüfts, „wir haben sogar einen Kunden, der wöchentlich nur eine Zigarre raucht. Jeden Sonntag kommt er, ein Mann besserer Herkunft, jetzt Droschkenkutscher, in unsere Filiale unb verlangt — eine echte „Bock" zu 30 Pfg." Frauen als Abnehmer von Zigarren komnten selten, fast gar nicht vor.
Bei den Zigaretten ist zunächst einmal ztt bemerken, daß ihr Import aus fremden Ländern erheblich abgenommen hat, da viel mehr inländische Fabrikate verarbeitet werden als früher. Am meisten geht die 2 imb 3 Pfennig- Zigarette, doch iverden auch solche zu 4—10 Pfennig gekauft. Es koutmen hierbei auf den einzelnett Kunden durchschnittlich 15—20 Stück täglich, oft aber auch noch mehr, lieber» Haupt ist der Konsum an Zigaretten gegen früher bedeutend gestiegen und ivird der Zigarette eine größere Zukunft, als
der Zigarre Vovausgesagt. Auch an Damen werden Zigaretten verkauft, doch rauchen diese nur 3—4 Stück zum Durchschnittspreise von 3i/2 Pfennig täglich.
Kautabak wird lange nicht mehr soviel gekauft, totes früher. Die Abnehmer desselben sind zumeist Schiffer und Matrosen, doch auch die Tiroler Musikanten, Jodler usw.§ die alljährlich zur Karnevalszeit nach Deutschland kommen, verlangen Kautabak. Schnupftabak wird fast nur noch von älteren Herren, seltener Frauen, gekauft; die Wnahnte ist immer mehr im Schwinden begriffen. Auch der Rauch-
Damen Anspruch darauf machen, höflicher und empfindsamer, mich wohl gefühlvoller zu sein als die Männer,- so ist die Schleppe gerade ein Beweis für das Gegenteil. Nun ivird in London die Schleppe im Ballsaal immer häufiger und die Thnzer sind in ihrer Kunst nicht nur sehr behindert, sondern sogar gefährdet, denn entweder verwickeln sie sich in die Schleppe ihrer eigenen Dame oder einer anderen und werden dadurch hättfig zu unliebsamer Bekanntschaft mit dem Erdboden gezwungen. Um nun diese sowohl unschöne als auch gesundheitsschädliche Sitte, die eigentlich mehr Rücksichtslosigkeit ist, int Keime zu ersticken, haben sich eine große Anzahl von Herren aus der sogenannten besseren Gesellschaft zusammettgetan und sich gegenseitig verpflichtet, nur mit solchen Damen zu tanzen, die keine Schleppe tragen, die anderen aber als liebliche Mauerblümchen einsam und verlassen blühen zu lassen. Es dürfte unzweifelhaft sein, daß bie Männer in biesem Kampf die Sieger bleiben werden, denn die Damen iverden doch wohl lieber beit Anspruch auf ein kleines Füßchen aufgeben wollen, als der Lust des Tanzes zu entsagen.
* Der Damenhut. Die N. Fr. Pr. berichtet aus Prag: Der Architekt Josef Prochazka ging in der Wassergasse an einer Dame vorbei, deren Hut jene Dimensionen besaß, die heute modern sind oder wenigstens bis in bie allerletzte Zeit modern waren. Dieser Rieseithtit war auch mit den entsprechenden Hutnadeln versehen. Ter vorbeigehende Architekt wurde durch eilte der Hutnadeln der Dame an der Nase verletzt. Er erlitt eine zwar unbedeutende, aber recht schmerzhafte Wunde und geriet hierüber in solchen Uebermut, daß er die „Uebeltäterin" durchs einen Wachmann verhaften und zur Polizei eskortieren ließ. Der Wachmann kam der Aufforderung des Architekten pünktlich nach. Es wird weiter gemeldet, daß von einer Bestrafimg der Riesenhutnadelbesitzerin abgesehen werden wird. Uebrigens dürfte schon die Eskorte auf die Wachstube, die einiges Aufsehen hervorgerufen hatte, die Dame veranlassen, zur allernächsten Mode des Turbans oder Pelz- kalpaks überzugehen, die wenigstens solche Fährlichkeiten nicht im Gefolge haben.
Königspromenade.
Man dar? die einzelnen Wörter uitb Silben nur in Der Weise miteinander verbinden, dast man — wie der König an! dem Schachbrett — stets von einem Feld ans an? ein benachbartes übergeht.
merad aus Palermo hatte sich schleunigst gesund gemeldet — aus Eifersucht. Und dabei hält man hier den Paler- mitaner für ganz ungeeignet. Zwei Tage waren so für die Soldaten verloren gegangen, da sie Befehl und Gegen- befehl erhielten. Weitere Zeitversäumnis entstand dadurch, daß der Generalstab in Rom telegraphierte, nichts eher zu unteritehmen, als bis der strategische Plan ausgearbeitet und bie Einteilung der „citta morta" in Zonen erfolgt sei — in Rom nämlich. Unter diesen Umständen muß ja jede Armee desorganisiert und demoralisiert werden. Aber es scheint, die Italiener haben, so sagt eine italienische Zeitung selbst, weder von Lissa (1836), noch von Abessynien (1896) gelernt. Viele Politiker sagen daher hier auch, daß die Folgen der Katastrophe schlimmer eien, als ein verlorener Krieg, und mit Schrecken denken te an eine künftige Mobilmachung. Ein schönes Zeichen .ft es auch, daß die 'italienische Presse jetzt voll von Polemiken zwischen den Abgeordneten und den Marineoffizieren ist, die von den ersteren angegriffen wurden. C. W.
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