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die »naleich größer rvareil als die KaMe, dre je .in der «aharcr oder in «Asien in Karawanen dahinzieheu. ^Mr, dte die gesurch- teten indischen Riesenkatzen Lei.weitem an. Motze «wertttstrn, suchten damals in den südmucrikamschmi. Waldern chre Beute, und es nab auch eine Zeit, >ch die Elesmiten van Asnka Wt die westliche Kalbkugel wanderten und sausend« von wahren in Amerika sich nusiedelten. Wenige Meilen von Aeuuvrk entfernt Kal man die Skelette solcher Riesenelefaiite» gefunden..und auch in dem südlichen Texas machten die Kumdeuiager ähnliche Beute Es ist eine aufopferungsvolle und harte Arbeit, die die Manuels auf sich nehmen, die in jenen unwirtlichen Regionen nach eopuren einer längst dähiugegangenen Tanna forschen. Wenn der gelehrte eine Stätte gesunden hat, die ihm nach ihrer geologiichen Beschaffenheit besondere Chancen zu versprechen scheint, so beginnt zunächst ihre sorgsame Untersuchung, der Erdoberfläche. Alle einzelnen Teile, die durch ihre mattbraune Farve auffallen, werden genau untersucht; denn wenngleich ihr Anschein auch kaum der eines Knochens ist, ergibt die nähere Betrachtung bisweilen doch, dass es sich um die fossilen Ueberreste von Tieren handelt, die durch die Jahrmillionen säst unkenntlich geworden sind. Ergibt die erste Untersuchung des Bodens nichts, so tritt die «chaufel in ihre Rechte. An verschiedenen Stellen werden. Probegrabungen gemacht, und diese langwierige Arbeit kann Wochen, ja Viele Monate währen, ehe den geduldigen Forscher ein Fund belohnt, der neue Hoffnungen erweckt. Oft noch im letzten Augenblick, wenn man entmutigt von monatelaugem fruchtlosen Suchen das Werk aufgeben will, stützt der Spaten klirrend gegen einen Knochen, und der Zufall wirst einem im letzten Augenblick noch enteilt reichen Fund in den Schatz. Ist die Entdeckung gelungen, w beginnt die Sammlung der Knochen. Tas ist oft eine harte Arbeit, denn bisweilen sind die Skelette in Tausende von westen verstreut und einzelne Knochen liegen oft zwanzig, dreißig und mehr Meter von den anderen entfernt. Eine genaue Kenntnis des Knochengerüstes der fossilen Tiere ist tiötig, nm die richtigen Teile zu finden und zusammenzusetzen. Sie werden dann nummeriert und zu der langen Reise sorgsam verpackt. Sind die Knochen gebrechlich oder hohl, so wird ihre. Widerstandskraft durch Em- süllen flüssigen Gipses gestärkt, oft werden die Tausende^von Teilen Stück um Stück mit Seidenpapier oder dünnem -Stoff ümwickelt, um sie möglichst gegen die Einwirkungen der Luft zu schützen. Schlietzlich werben sie dann in Gips gepackt und so in die Kasten gebettet, die erst in den Untersuchungsranmen der- Museen wieder geöffnet werden. Große Knochen müssen oft Mühsam durch besondere Wiudevorrichtungen. aus der Erde , gehoben werden und trotz ihrer Grütze tote die kleinsten Splitter sorglich umhüllt und geschützt werden. Ein einziges ungechMtes Anstößen mit der Schaufel oder mit der Hacke kann da die morschen Ueberreste beschädigen und vernichten und der Forschung nut einer ungeschickten Bewegung unersetzlichen Verlust bereiten.
Vermißtes.
* sA mtli ch e Erziehung zur Höflichkeit. Als, die amerikanische Flotte im Oktober vorigen Jahres in den Höfen Japans erwartet wurde, lies; der Gouverneur von Kanogawa, einer Stadt an der Bucht von Tokio, folgenden Erlaß den Bewohnern bekannt werden: Müßiggänger sollen sich nicht um die Fremden scharen. Kaufleute dürfen von ihnen nicht übertriebene Preise fordern. Es ist nicht erlaubt, .mit Steinen nach den Hunden zu werfen, die die Ausländer begleiten; die Fremden sind mit Höflichkeit Und Herzlichkeit zu behandeln. Wenn sie in ein Amtszimmer treten, mutz ihnen ein Stuhl angeboten werden; auch ist nicht zu verlangen, daß sie den Hut abnehmen, lieber ihre Kleidung, ihre Religion und ihre Gebräuche dürfen keine spöttischen Bemerkungen gemacht werden, noch weniger dürfen ihnen rohe oder beleidigende Worte zugerufen werden. Ihnen neugierig ins Gesicht zu sehen oder sie unverschämt anzustarreu, ist nicht erlaubt. Niemand darf das Haus eines Ausländers mit schmutzigen Stiefeln betreten. Fremde Missionare hat man ebenso zu respektieren wie die japanischen Priester. Wenn die Ausländer ihre Spiele, treiben oder spazieren gehen, dürfen ihnen nicht Scherben, Knüttel oder Steine in den Weg geworfen werden. In den Eisenbahnwagen oder den Schiffen, in denen Fremde mit euch reisen, ist es verboten, auf den Boden zu spucken, Obstschalen ober Zigarrenreste hiuzuwerfen. ES ist untersagt, nach einer auÄ- ländischen Dame mit dem Finger zu zeigen, sie durch übermütige Redensarten zu belästigen oder gar ohne Grund nach dem Alter zu fragen. Wenn ihr mit einem Ausländer geht, haltet euch einen Schritt von ihm entfernt, und wenn er die Uhr herauszieht, so merkt, das; er noch andere Besorgungen zu machen hat. — Die Japaner, meinen dazu die Grenzboten (Verlag F. W. Gruuow!, Leipzig), gelten int allgemeinen als ein höfliches Volk; es scheint aber doch, daß die Erziehung und amtliche Vorschriften mehr dazu getan haben als natürliche Anlagen. Auch bei uns merkt man ja in jedem Torfe sogleich an dem Benehmen der Jugend, Wie hoch man den Schulzen und den Lehrer einzuschätzeu hat.
* dl n mutige Frauen! S tark m u t i g e M ä u n e r! Unter dieser Anrede lesen wir int „T ii r m e r" (Herausgeber Frhr. v. Grotthutz) folgende launige Aussprache: „Es gibt ein
Work, wurzelecht und bodenständig, ehrenfest und dickfellig, derb und treu, das- zum Gruß geworden, eine Entartung erlebt hat. Es ist das Wort Mahlzeit. Es gibt Leute, die sich den ganzen Vormittag oder gar noch länger mit diesem Wort begrüßen, als wäre Essen und Trinken Sinn und Zweck ihres Lebens, der Inhalt ihrer Seele, das Ding an sich oder ein tiefer metaphysischer Begriff. Da lobe ich mir den alten akademischen Brauch, guten Morgen zu sagen auch über die Mittagslinie hinaus. Mau wollte damit die Kraft, die Schönheit und den Segen des Morgens auch für die zweite Hälfte des TageS wünschen. Es gibt einen Wunsch französischer Herkunft, der etwas von der Oberflächlichkeit und Leichtigkeit seiner Heimat an sich trägt. Ich meine das Wort: „Amüsieren Sie sich, gutes Amüsement!" Wieviel besser und inhaltvoller der Wunsch: „Viel Freude!" Denn zwischen beiden ist ein weiter ethischer und ästhetischer Abstand. Das Amüsement wählt sich leichte, minderwertige Objekte; rechte Freude wendet sich wahrhaft würdigen Gegenständen, dem Wahren, Schönen, Edlen und Guten zu. Wer sich amüsiert, unterschätzt oder vergleichgültigt dabei die geistigen Werte, während man in der Freude die Erstgeburt des Geistes festzuhalten, zu betonen und anzubauen weiß. Im Amüsement leidet der Wille Schaden, während die. Freude nicht nur nicht eine Aushöhlung des Willens verschuldet, sondern in seiner Vertiefung und Verankerung die rechten Akzente findet und setzt. Das Amüsement zerstreut und zerflattert, wahre Freude sammelt und konzentriert, Das Amüsement wirkt zerflossene, rechte Freude starke Persönlichkeiten. Jenes ist schlietzlich Monotonie, diese Symphonie. Jene wirkt unklare, diese einheitliche und stilvolle Individualitäten. DaS Amüsement veräußerlicht, bindet und belastet. Wahre Freude verinnerlicht, macht frei und leicht. Im Amüsement erfolgt der Anruf der niederen Instinkte, in wahrer Freude die Auslösung der edlen, vornehmen Triebe. Freude fängt Sonnenlichter ins Gemüt ein und weiß sich auS ihnen ein Lichrkleid zu weben; wer sich nur amüsiert, legte Spinnengewebe und Wolkenschatten über seine Stimmung. Rechte Freude schafft Sonntagskinder, wie denn überhaupt in der Freude echte Kindesart kund wird. Man kann sich freuen wie ein Kind. Wie widersinnig dagegen wäre die Rede: Man amüsiert sich tote ein Kind! Darum werden die Klassiker des neuen Testamentes nicht müde, die Umartung in Kindersinn mit dem größten Kinderfreunde, der je unter die Leute ging, zu preisen und zu fordern. Wahre Freude hat olympischen Glanz, himmlische Hoheit und Würde. Ihre ebenbürtige Schwester ist währende Dankbarkeit; das Amüsement dagegen leidet in der Regel unter einem bitteren Bodensatz im Gemüt, wo rechte Freude auf dem Goldgründe sonnenhafter Erfahrung und Erquickung sich aufrichtet und Gott int Himmel Lieder singt. Also fort mit dem Amüsement, aber allen den Wunsch: „Viel Freude!"" ___________
Der fremde Hund.
Was fällt da im Boskeltgesträuch Dem fremben Hunde ein ? Geht mau vorbei, io bellt er gleich Und scheint wie toll zu sein. Der Gärtner holt die Flinte her. Es knallt int Augenblick.
Der arme Hnnd, getroffen schwer, Wankt ins Gebüsch zurück.
Vier kleine Hündchen liegen hier Nackt, blind und nnbewutzt.
Sie saugen emsig alle vier _ . ,
An einer toten Brust. Wilhelm Dusch-
Charade.
Meine erste Silbe, zwei Zeichen zwar nur, Ist dock äußerst wichtig zu nennen;
Sie entscheidet gar oft über Leben und Tod, Kann Menschen vereinen und trennen.
Meine zweite verkündet dir einen Gott, Der auf Griechenlands klassischer Erde Einst liebte den Tanz, die Jagd und Musik Und auch noch beschützte die Herde.
Mein Ganzes, ein mächtiges Jnselreich, Umbrandet vom tosenden Meere, Hat sich in der Welt einen Namen gemacht Durch siegreiche Schiffe und Heere.
Äuskösuug in nächster Nummer.
Auflösung des Arithmogriphs in voriger Nummer: Hagen — Ahorn — Gab — Eder — Degen — Drden — Rau -* Nero;
Hagedorn. _
Redaktion: K. Neurath. — Rotationsdruck und Verlag der Brühl'scheu Universitäts-Buch- und Steiudrnckerei, N. Lange, Gießen.


