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stattet frei aus ityrtim retten Gefühl heraus lehendurchgluhte, blutvolle Bilder von entzückender! Schönheit und ungeinemem Keiz.
Auch die Schulen Beginnen endlich einigen Wert auf ein rhytmischesi Und metrisches 'Beherrschen der Glieder zu legen. Das beweist, daß man vielerorts das Turnen mit Musikbegleitung abhält. Für die Tailzkunst selbst aber blerbt eben nur der Tanz- künstler von Bedeutung, von,dem man aber genau ,o viel ver- langen muß, wie vom Schauspieler. Daß c§ 7,iwg 1 rc£> ift, wiesen, aber der Schwierigkeiten sind viele. Nicht zu.eht werden die Leute vom Fach" und die Dilettanten zetern, aber das ist eben'nicht zu vermeiden. Und ... Keim tms des Körpers und Achtung vor seinen Darstellungsmöglichkeiten, ent ^h°res ntuii» italisches Gefühl und nicht zuletzt eine eigene Person ichken gehören dazu. Nicht zu vergeßen etne gewistenhaste, tüchtige Gchu- Lina Aber das alles ist noch lange nicht alles. .
^Beobachten wir uns doch selbst einmal. Wiwiel Menschen können denn überhaupt gehen! fast gar feiner. ote taUen-falt alle iuenn wir von unseren Schauspielern absehen, l-ud e^> gehörte doch eigentlich zur Erziehung, das Geheii-lernen, und em gebildeter Mensch müßte doch gehen können. Es, ist aber Nicht der Fall. Und ist doch gar nicht schwer, nur em klein wenig Wollen gehört dazu und ein klein wenig Eigenart. „Und doch gehen wir alle in Übereinstimmung mit unseren ^suhlen und Gedanken. Der Werliebte geht ander» wie der Gatte, bt.r —raurige anders wie der Fröhliche. n
Und das ist in gewissem ötuue auch -tentg. Es ist die Umformung innerer Zustande in entsprechende Bewegungen des Körpers, in Gebärden. Tanz ist Gebärde. Und ,o ^ergibt sich von selbst ein weiteres. Tanz ist em „sich versenken m sich selbst, ist alleinsein mit sich selbst, ist eine Verzückung. Das bebingt nun wieder Naivetät, Natürlichkeit, so daß der Tanz wenn er sinnlich ist, und das muß er jein, ein natürliches, reine» uu-
Man könnte behaupten, und es ist behauptet worden, die Tanzkunst sei gesunken, weil das Publikum ihre Feuiheiten lucht mehr verstanden habe. Nein, weil keine wirklichen Lanzkunstler da waren, darum hat man das Gefühl dafür verloren, st"d weiterhin, weil man dm Liebhabertanz, unseren Geiellfchaftstan!,. als Hauptsache angesehen hat, und weil der Tanzknnstler sich selbst oder vielmehr seine Kunst als Nebensache angesehen hat.
Tanzkünstler sind ebenso selten tote andere Künstler, und so nahm man, in Ermangelung eines besseren Ersätze», die Halb- künstler die Techniker, die nichts Eigenes zu sagen hatten, als vollwertig an, wie es einzelne mit Madame Madeleine,getan hatten, deren Tanz doch auch nur tänzerisch illustrierte Musik ge- lt,e'%af' war eben der Fehler, daß man dm Tanz immer von der Musik ans bewertet hat, ihn kaum noch als eigene Kunst gelten ließ, und ihn so verlort
Nun brauchen wir Künstler, die keine Skizzen,, sondern ganze, fertige Werke schaffen. Und dazu braucht es Personlichkeitm . . . und Freude. Freude an einem starken, diesseitigen Leben, tote es bei den Griechen war. Apollon und Dionysos müßen uns wieder segnen, Menschen müssen toir wieder werden, Menschen der Schönheit ilnd der Freude, die auf sich selbst gestellt mit zukunfts- freudigen Augen hinausfahren in das toogenbe Monnenmeer der Freude. _______ _
vermischtes.
* Das Tektonhaus. Eine seltsame, bedeutungsvolle Neuerung auf dem Gebiete des Hausbaues stellt, so schreibt die „Bert. Volksztg.", das sogen. Tektonhaus des Architekten Baurat Karl Hengerer, Stuttgart, dar, das aus der Bauausstellung in Stuttgart errichtet wurde, und das zu seiner vollständigen Herstellung die unglaublich, kurze Zeit von nur zwei Tagen benötigte, eine Frist, die in Zukunft noch bedeutende Verkürzung erfahren soll. Das in Platten geformte Baumaterial wird fix und fertig angeliefert und bedarf nach erfolgter Zusammenfetzung keiner weiteren Behandlung mehr. Das technisch Bedeutsame der Sache ist jedoch in der Struktur des Baumittels zu suchen. Indem nämlich hier ähnlich wie bei dem schon länger geübten Vorgang des Eisenbetoubaues ein zugfestes und ein druckfestes Material kombiniert und so die Vorzüge beider m rationellster Weise ausgenutzt werden, entstehen die tragfähigen Bauteile der neuen Konstruktion durch Einbetten von Holz in eine künstliche, druckfeste, zugleich schützende Masse derart, daß bei gleichzeitiger Konservierung des vergänglichen Holzes seine Zug- und Biegungsfestigkeit für die auftretende Beanspruchung dieser Art nutzbar gemacht wird, während die Druckbeanspruchuug von der Umhüllungsmasse ausgenommen wird.
* Im „Jahrhundert des Kindes". „Ich begreife sticht, Mama, wie du so häufig lächeln kannst." — „Ist denn dafür das Leben zu ernst?" — „Nein, aber zu fad."
„Lust. Woche."
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Paul Heyfe, Novellen, Band 19. . Stuttgart, Berlin, I. G. Cotta.
W. Stu belli, Frühlingswehen, Roman. Leipzig-Gohlis» Bruno Bolger.
G. Hildebrand, Herr mach uns frei! Leipzig-Gohlis/ Bruno Bolger.
A. Wohlgemuth, Der Edelknabe, Schauspiel. Leipzig- Gohlis, Bruno Bolger.
W. Häntzsch el-Clair mo u t, Mysterien des Isis, Drama. Leipzig-Gohlis, Bruno Bolger.
N. Jordan, Khzikos, Komödie. Leipzig-Gohlis, Bruno Bolger.
M. C. v. M a l a p e r t - N e n f v i l t e, Schottische Laud- 'chaftsbilder. Leipzig-Gohlis, Bruno Bolger.
E. Stein, Wenn toir Dichter lieben —! Roman. Leipzig- Gohlis, Bruno Bolger.
Th. Strasser, Wenn es tagt, Epos. Leipzig-Gohlis^ Bruno Bolger.
M. D r e ß l e r j n n., Elisabeth, Tragödie. Leipzig-Gohlis/ Bruno Bolger.
I. Fr iedricho iv i ez , Der verhängnisvolle Fund, Schauspiel. — Der Bund der Bier, Schauspiel. Leipzig-Gohlis, Bruno Bolger.
B. Sasse, Rubbert und Jrmingarb, Ein Trauerspiel. Leipzig-Gohlis, Bruno Vvlger.
E. Trampe, Serbin und Lecha, Tragikomödie. Leipzig- Gohlis, Brmw Bolger.
M. v. S t r ü m p e l, Nervosität und Erziehung. Leipzig F. C. W. Bogel.
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Der heilige Garten, Beiträge zur Aesthetik der Kittd^ beit, 3. Jahrg., Heft 10 und 11. Leipzig, K. G. T. Scheffer.
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Gesetz betreffend die Für s o rg e ka s, e für Gemeinde-Beamte, erläutert von W. Best, Darmstadt, Selbstverlag.
Bild er faul der christl. Welt, herausgeg. von B. Rogge/ Stuttgart, Union Deutsche Berlagsgesellschaft.
Mode und Haus, 25. Jahrg., Nr. 2. Berlnt, I. H«
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Wie gründet man erne Aktiengesellschaft? Von Dr Rob. Georg Senftner. Stuttgart, Muthsche Verlagshandlung.
Los vom Storch! oder „Kindes-Ursprung" von Dr. G. Z. Warmuud. Bruno Bolger, Berlagsvnchhaudlung> ^eiPzch-Gohtts. h e n z g a r t e n", Ein Novellenkranz von dldolf Dreßlcr jun. Leipzig-Gohlis, Brutto Bolger. '
Sie beißt". Burlesker Schwank tn 4 Akten von Walter Mortier. Leipzig-Gohlis, Brtttto Bolger.
Rätsel.
Den nennt man so, der vieles kann und tveiB, Deut vieles sich erschloß durch Muh' und Fleiß, Und ohne Zweitel schätzt ihn jedermann.
Doch stellt ein kleines Wörtchen man voran, So wird vom Weisen er gar leicht zum Toren, Demi die Bescheidenheit ging ihm verloren.
Auflösung in nächster Nummer»
Auflösung des Rätsels in voriger Nummer: Orb — Kor b.
Redaktion! E. Anderson. — Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schert Universitäts-Buch- und Sleindrttckerei, N. Sange, Gießetr.


