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mir ein einziger von diesen aus seiner ursprünglichen Lage gewichen war. Die Freilegung des seltenen Fundes ist noch nicht ganz vollendet, doch konnte die Länge des Tieres einwandfrei gemessen werden. Ein rechtes Bild von dresem Ungetüm wird man sich erst machen können, wenn das Skelett im Museum der Wyoming-Staats-Universltat, der reichsten und größten Fossilien-Sammlung der Welt, Ans- stellunq gefunden haben wird. Aber schon allem auf Grund der Längenangabe von 96 Meter und der werteren Mrtter- lung, daß eilt einziger der versteinerten Ruckenwrrdel de» Tieres nicht weniger als 450 Kilogramm wiegt, muß rnan unwillkürlich an die Verwüstungen denken, die em solches Ungeheuer zu seiner Zeit auf Erden angerichtet haben muß, schon allein um sein Nahrungsbedürfnis zu befriedigen.
* Wie oft füttert ein Bogel? Mit welcher Unermüdlichkeit und Ausdauer die Vögel ihre Jungen füttern, ist zwar bekannt, ohne aber bisher eine ziffernmäßige Feststellung gefunden zu haben. Interessant ist deshalb eine von Forstmeister Kurt Loos in Liboch a. Elbe tit Böhmen mitgeteilte Feststellung, welche sich auf eine Schwalbe bezieht, deren eine Ehehälfte abgesangen worden war, so daß der einen Schwalbe die Sorge nm die Brut allein überlassen war. Die Beobachtungszeit dauerte am 15. Aug. von 61/4 früh bis 7/4 Uhr abends. In dieser Zeit wurde gefüttert durch Anflug zum Nest von
61/,— 77. Uhr
vormittags 85mal
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bei Sonnenschein, ieiüveise bewölkt
bewölk! und kühl, schwacher Regen
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Im ganzen wurde also 526innt Futier gebracht.
Wiederholt hatte die alte Schwalbe soviel Nahrung int Schnabel, daß sie zwei und drei Junge damit beteilen konnte. Wird die Menge der für den eigenen Unterhalt erforderlichen Nahrung hinzugezählt, die der herbeigeschleppten Nahrung wohl gleichkommen dürfte, so ergibt sich eine während der Brutpflege von einem Schwnlbenpaare täglich Vertilgte Jnsektenzahl von über 80C0 Stück.
Bühne und Welt.
• Um eine einheitliche deutsche Bühnenaussprache hat sich schon vor zehn Jahren eine Konferenz bemüht, die auS hervorragenden Theater-Fachleuten und Bertretern der wissenschaftlichen Phonetik tzusammengenifen worden war. Das Ergebnis der Arbeiten dieser Konferenz erschien dann von Prof. Siebs „Die deutsche Bühnenaussprache". In den letzten Tagen ist nun, wie wir in der „Boss. Ztg." lesen, in Berlin eine zweite Konferenz in dieser Sachs abgehalten worden. Anwesend waren abermals mehrere unserer Lautwissenschaftler mit Professor Sievers an der Spitze; das Theater war hauptsächlich durch Künstler vertreten, dis sich auch als Bortragsmeister und Lehrer einen Ruf erworben bnbeit, wie Prof. S irakisch, Oberländer, Reicher, Oberregisseur Dröscker vom Berliner Opernhaufe, Forch- hammer aus Frankfurt a. M., Direktor Martersteig aus Köln und Scheidemantel aus Dresden; die Kritik hatte besonders germanistisch vorgebildete Vertreter: Dr. Osborn, Dr. Jacobs, Dr. Landau und Dr. Eloesser, abgeordnet. Mit einer sehr warmen Ansprache, die die Notwendigkeit und Wichtigkeit der gemeinsamen Aufgabe in praktischer und idealer Hinsicht begründete, eröffnete Herr Held vom Deutschen Theater in Berlin die Arbeiten der Konferenz. Es handle sich nicht darum, meinte er, künstlerische Individualität zu reglementieren oder der Kunstsprache das Quellwasser der Mundarten abzugraben: sondern man wolle eine Einigung schaffen, wo Unsicherheit herrsche, künstlerisches Gewissen, Verantwortlichkeitsgefühl erwecken, wo Nachlässigkeit gesündigt habe.. Die Bühne müsse eine lautlich gesunde und reine Sprache schaffen, müsse sie veredeln, damit sie weiter vorbildlich wirken könne. Auch Prof. Siebs hob hervor, daß die Leitsätze, seines zur Verhandlung stehenden Buches nur für die Berssprache und gehobene Prosa gelten sollen; eine Einschränkung der Forderungen, so führte er aus, stelle sich von selbst ein, wenn es für den Schauspieler in unstilisierter Rede nach Stammcsart, Lebenskreis, Individualität zu charakterisieren gelte. Die Wissenschaft wolle feine Gesetze nach bloß historischen Rechtfertigungen aufstellen, sie berücksichtige den allgemeinen Sprachgebrauch, die besoudern Be
dürfnisse der Bühne, von der sie gemäß ihrer Erfahrung lebhafte Mitarbeit erivarte. Leider sei diese Erwartung in vielen Fällen nicht gerechtfertigt worden. Von 204 Fragebogen über die Re«, gelung der Aussprache, die der Arbeitsausschuß der Bühiken-Ge- nossenschast versandt habe, feien nur 75 beantwortet worden. Mehrere bedeutende Berliner Bühnen hätten es nicht der Mühe für Wert gehalten, auf das' Thema einzugehen, während München, und Wien überhaupt stumm geblieben feien.
— Als Vorläufer zu den in nächster Zeit erscheinenden „Ausgewählten Werken" Karl Gutzkows liegt uns jetzt die Biographie des Dichters aus der Feder von Dr. H. H. Hauben vor.' (Karl Gutzkows Leben und Schaffen. Mit drei Bildnissen und einem Briese als Hmidfchrisiprobe. Leipzig, Max Hesses Verlag. 126 S. Mk. 1.50.) Diese literarische Arbeit dürfte in ihrer gediegenen Wissenschaftlichkeit grundlegend für die künftige Gutzkow-Forschung werden. Nicht nur das Schaffen des Dichters wird analysiert, auch die Persönlichkeit Gutzkows unb namentlich die noch wenig bekannte letzte LebenSperiode finden eine manche psychologische Rätsel ausklärende Beleuchtung. Gutzkow erstickte bekanntlich int Jahre 1878 bei einem Zünmerbrände in Frankfurt et. M. Sein Grab aus dem Franksurter Friedhöfe, das ein würdiges Denkmal ziert, sollte kein Literatursrennd zu besuchen versäumen.
Gster-PreisraLse!.
Wiederholt.
Auch zunt Osterfeste Unterbetten wir unseren Abonnenten eii$ Preisrätsel. Tiefes Viereck ist derart auszusüllen, dass
™" die einzelnen Reihen folgendes bedeuten:
__________________ 1. Eine Lästerung.
2. Ein Rätsel.
.....................—---- 3. Eine Frucht.
4. Ein Nebel.
------------—-— 5. Eine Reise.
Die Anfangs- und Endbuchstaben der ~~~ ° richtig gefundenen Wörter richtig gestellt
__________________ ergeben einen Wunsch der Redaktion, (Eingesandt von Dr. E, Rennmg.)
Als erste Preise beabsichtigien wir im Interesse der körperlichen Ausbildung tut Je r er ländliche n Jugend eine Anzahl von
..........................—. Fugen dfpielgerätc» ■■-------------------- nach den Orlen mtseres Verbreitungsbezirks gelangen zu lassen/ aus benen uns die in e i ft e n richtigen Löjuuge u zugehen.
Ferner haben wir auch fünf wertvolle Bücher aiS Preise in Aussicht genommen, die in derselben Weise wie bei unseren früheren Preisrätsel-Ausschreibungen zur Verteilung kommen sollen»!
Lösungen nehmen wir bis zum 15. April entgegen. Da das Rätsel allgemein nicht als leicht empfunden zu werden scheint, haben wir den Ter m in um einige Tage h i n a u s g e s ch o b e n, um namentlich recht vielen jungen Freunden unseres Blattes noch Gelegenheit z« geben, an der Losung sich zu beteiligen. Die PreiSverkündiauug wirb in unserer Rümmer vom 16. April erfolgen, so daß die Preis« möglichst zum Ofterseste in den Händen der Gewinner sein werden.
Rätsel.
Drei Worte ich zum Strauße winde,- Ach, schönern hast du nicht gejehn. Und niemand, wer ihn auch nur finde, Kann seinem Zauber widerstehn l Tas evfle wird gar viel besungen In deutscher Sprache edlem Laut, Zwar aus der Fremde eingedrungen, Doch teuer uns und so vertraut.
Das zweite war einst heißes Sehnen Dem Welteutdecker in Gefahr, Unb seiner Hoffnung banges Wähltet; Es wurde herrlich offenbar.
Tas dritte triffst du am Gewehre, Bei Stiefeln und sonst vielfach au,. Weil es mit des Gerätes Schwere Gar nützlich sich verbinden kann. Dem Ohr es drum prosaisch klinget, - Jedoch als letztes angereiht Dem ersten, es dem Ganzen bringet Ter Schönheit wunderholdes Kleid. A, Ammatllt»
Auslösung in nächster Nummer.
Auflösung dc§ Silbemälsel in voriger Nummer r Gemse.
Ida.
Erregung. Säbel. Sauerland. Errettung, Reger, Gießen, Marburg.
Redaktion: P. Wittko. — Rotationsdruck unb Verlag der Brühl'scheu Universitäts-Buch- unb Steindruckerei, R. Lauge, Gießen,


