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Staaten von Amerika mit ganz geringen Mitteln ausgewandert bin. Dlein Vermögen habe ich ziiersl als fiau'mantt nnd Vieh­händler und später als Grundstückssvekulant und Reeder (A!it- tecber) erworben.' Das war alles. Die zuständige amerika- tiijdie Behörde machte dem Bmgcrmeisteramt Hansen Atikieilung, und e8 wurden Erben gesricht. Aber trotz öffentlichen Anschlages ani Plärr- und Schulhause und trotz wiederholter Bekanntmachung in verschiedenen bayerischen und außerbayerischen Zeitungen nieldeie sich kein Erbberechtigter. So vergingen zwei Jahre. Da kam ganz zuiällig diesen Cfiobcr die Iran eines Münchener Schusters nach Hausen, tvo ihr Marn heimalberechtigt ist. Tie Iran las den?ln- scklag und erinnerte sich, hast die langst verstorbene Mutter ihres L) annes eine geborene Hederich gewesen war. 9itm betrieb der SUiaim mit allem Nachdruck die Erbschaftsangclegenheit. Derameri- konische Sonderling war tatsächlich der eiiizige Bruder seiner ver­storbenen Mutter geiveien. Mithin ist der Schuster der alleinige Erb« des inr ihn sabelbasten Nachlasses. Wie versichert wird, handelt es sich in diesem Fall tatsächlich um eine verbürgte ameri­kanische Erbschaitsgeschichte. Iltis dein Kirchenbuch des Piarr- amtes Hansen erfahrt man, dasi der alte Hederich seinerzeit nach Itmerika gefluchtet ist, iveil er im Verein mit zwei Kameraden einen Bäuernburschen beimFensterln" erschlagen hat.

In einsamen Stunde».

Ich traute in des Frühlings goldnon Tagen, Wenn nns're Erde lieblich sich verjüngt. Wenn froh und freier alle Herzen schlagen. Sich neues Hoffen um die Menschheit schlingt.

Ich traute bei des Herbstes rauhen Stürme» Und bei des Winters kalter, starret Macht, Wenn wild und wilder sich die Wogen türmen Und jedes Blümchen sinkt in dunste Nacht.

Mein teures Lieb, es ist von mir gegangen Und liest verlassen, einsam mich zurück; Ob sich wohl noch erfüllt mein Heist Verlangen, Ob ich noch hoffen darf auf neues Glück?

Ach, tiefe Nacht hält sie in ihren Armen, Ihr liebes Auge ist ein irrend Licht, O Herr des Himmels, gibt es kein Erbarmen, Damit die Kette dieser Leiden bricht?

Ter du doch sähest all' die bitter» Tränen, Tie ich in Einsamkeit so viel gemeint.

Ob wohl erfüllt wird meines Herzens Sehnen, Ob meines Lebens Sonne wieder scheint?

Und ob das Her; den Frieden wieder findet. Ob froh und heiter wieder wird mein Blick? Ob treue Liebe mir noch Kränze windet Und mich umschwebt mit stillem, spätem Glück?" So ruf ich klagend mit dem Blick nach oben, Tahin, wo alles Heil und Segen quillt, Zu ihm, den wir als lieben Vater loben, Ter unsre Wunden heilt und Schmerzen stillt. Doch jeder Hoffnungsschimmer bleichet Tas Her; schlägt müde mir und bang und schwc Ter Kumm r k wem Tag der Freude weichet Und öd und öder wird es um mich her.--

mag. Das gibt Wohl den drei Novelle» ihre eigene Wärme und Innigkeit. Die, von denen da gesprochen wird, sind uns traute Bekannte, ja schliesslich nahe Freunde geworden. Sind wir ihnen vielleicht gar schon einmal begegnet?---

Den liebem Kleinen bringt die bekannte .Hendel« Bibliothek eine Reihe schöner Märchenbücher, u. a. von Andersen (1,75 u. 2,75) und den Ergänzungsband dazu, der nicht weniger als 44 der schönsten Märchen enthält, die in der Hauptausgabe nicht mit aufgenommen sind. Ferner B e ch st e i n (0,75 u. 1,30), Grimm, vollständige Ausgabe (1,75 n. 3,), Auswahl daraus (0,75 u. 1,50), Hauff (1, u. 1,50), Mnsän 4 (0,75 u. 1,50), Tausend und Eine Nacht (2, u. 2,50), die sämtlich zum Weihnachtsfeste allen Elterir empfohlen seien,

Aus fernenZonen. Originalberichte berühmter Forscher und Reisenden. Herausgegeben von Johannes Hennsngsen. Mit zahlreichen Textabbildungen und zwei Farbendruckbildern. Ge« bunden Mk. 6.. (Verlag von Otto Spamer in Leipzig.) In diesem Buche ist der gediegene Inhalt in eine glänzend« Fern: gekleidet, die dm Leser, c6 alt oder jung, immer von neuem fesselt, und indem sie alle Beobachtungen in das Gewand des frischesten persönlichen Erlebens hüllt, ihn in einer von Seite zu Seite sich steigernden Spannung erhält. Ver­treten sind in diesem Bande die glänzendsten Namen auf dem Gebiete der Erdforschung, wie Nordenskjöld, Sven Hedin, Joachim Freiherr von Brenner u. a. m. Ter Band mit seinem abwechselungsreichen Inhalt bildet eine wertvolle Gabe für di» Jugend, der damit ein unversiegbarer Quell der Belehrung und der Unterhaltung dargeboten wird. Aber auch der Er-» tvachsene, ja der Hochgebildete wird in dem Bande mit der­selben Teilnahme lesen.

Eine prächtige Ausgabe von Grimms Kinder-- und H a u s m Ü r ch e n mit einer Einleitung von Tr. Robert Riemann n. kraftvoll schönen Zeichnungen des Hessenmalers Otto U b b e - lohde hat der Turmverlag in Leipzig zu Weihnachten hera's-- gebracht. Die Grundlage aller nationalen Poesie bilden die Volksmärchen. Ter ganze Reichtum dichterischer Gedanken» b.e ein Volk besitzt, ist bereits in ihnen enthalten. Unendlich reich und gemütvoll in der Schilderung ist vor allem das deutsche Märchen. Deshalb gibt es auch kaum ein Poesie-- und gehal> volleres Werk als, die Sammlung der Brüder Grimm, die i« dieser neuenJubiläumsausgabe" in zahlreiche» deutschen Häio- iern eines der wertvollsten Kindergefchenke zum Christfeste z« iverden berufen ist.

Molreue Worte.

Wenn alles eben käme. Wie du aewollt es ball, Und Gott dir aar nichts nähme Und gab' dir feine Last: y ie tvgt§ da um dem Sterben, Du Menstbeulnrd, bestellt? Du müsttett tclitcr verderben. So lieb wär dir die Wett!

de la Motte Fonguk

Schreibe, ivie du redest, so schreibst du sch-Ln.

Lessing >30. Dez. I74U.) *

Der Mensch ist yerelnungswürdig, der den Polten, wo er sieht, vanz austüllt. Sei der Wirknug-kreis noch ko Urin, er f|t in seiner 7tt gross Wie ungleich mehr Gutes würde geiciiehcn, tmb tute vwl glücklicher würden die Menschen sein, wenn sie ani feie,eit Llandpunkk gekommen wären. Schiller.

O gütger Vater über Sternen Höhen, Aus tiefstem Herzensgrund ruf ich dir zu; Erhör doch meiner Demut innig Flehen Und führ' sie ein zu deiner Himmelsruh.

Ttetzen. Theodor Loos.

Weihnachts-Literatur,

E-Müllenhoff, Was aus ihnen wurde. 3 No-- En. 274 S. Verlag von Alfred Töpelmann in Gießen. u *«. ,btc des berühmten Germanisten mit ansge- reuteu Proben ihres starken Erzählertalen.s hervor. Der statt- czmn dand unrfasit drei Novel.en. Wie bei allen erfolgreichen Margarethe Böhme, Gustav Frenssen, Timm Kröger, fr.Mr1,» JRiei*7 «.lMMt. uns auch bei der Müllenhoff diese fühlbare warmherzige Liebe zu den Personen, die sie schildert, S Klemmalerei geübt mit rührender Treue und L'M'Mer Sorgfalt. Zu den Kindern, die da über die engen Milt ^Cns 5 den Originalen der kleinen Stadt, zu den <Mei't"n'n,bre auS -der Enge ihres abgelegenen UpaEaIL °w Weite streben, zu den alten Mädchen die best­beobachteten öignren der Müllenhomckum Novellen aelanaen SLr ein persönliches Verhältnis ähnlich dem, das Ä chen der Erzählerin und ihren stillen beschaulichen Helden bestehen

Silbenrätsel.

«, co, dem, di, e, ger, le, las, 1<-, li, li, ni, o, ot, pal, ra, tri,

Tillie

Ans vorstcliendcn Silben und Buchstaben sollen sieben Wörter gebildet unb derart unter einander g segt loet hen, bah Die Anian gr» bttclislaben, von oben nach unten, und die Endbuchttabeu von uniett noch oben gelesen das Ziel mancher Forscher bezeichnen, sooe das Hindernis, das der Erreichung dieses Zieles enlgegeiifleht. Es bedeuieir die einzelnen Wörter Folgendes:

1. Emen Strom.

2. Einen Vornamen.

3. Einen Feuer Wertskörper.

4. Einen Schmuckgegenstand.

5. Eine Gottheit.

6. Eine Ortschatt in Italien.

7. Eine Küstengegend.

Auflösung m n ;fter Nummer.

Auflösung des LogoariphS in voriger Ntlmmerr Filter, Folter, Falter.

Die Einseirduiig Hübscher Nöt el, von treuen Lesern unserer Fauiitieiiblätter" verfatzt, an die Redaktion derFamilien« blätter' ist sehr erwünscht.

Redaktion: P. Wittko. - Rotation-druck und Berlag der Brühl'scheu Unwersttäts-Buch- und Stickerei, N. Lauge, Giesiem