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(Fortsetzung folgt.)

Katharina versuchte, einen Mick in die Hütte zu werfen, aber der dicke Karl Steinmetz füllte die Hütte aus.

Ich möchte ihm gern danken und ihm wenigstens Gast­freundschaft anbieten; denn bezahlen läßt er sich wohl nicht?"

Nein, bezahlen läßt er sich nicht", antwortete Stein­metz ernst.

Eine kleine Pause entstand, und aus dem Inner:: der Hütte drang das dankbare Gemurmel der Bauern hervor, das von Zeit zu Zeit von schmerzlichem Schluchzen unter­brochen wurde. Es war das Schluchzen eines Mannes und klang nicht sehr angenehm. Katharina hörte es, und ein plötzlicher Krampf der Teilnahme verzerrte ihr häßliches, kraftvolles Gesicht.

Lassen Sie mich hinein", drängte sie mit einer un­geduldigen Bewegung.Vielleicht kann ich helfen."

Steinmetz schüttelte den Kopf.

Lieber nicht", sagte er.Außerdem ist Ihr Leben für diese armen Leute zu kostbar, als daß Sie sich unnötig Gefahren aussetzen dürften."

Und @iefragte sie mit einem seltsamen, bitteren Lächeln.Und Paul?"

Man hat nie gehört, daß Paul in die Hütten geht", sagte Steinmetz lebhaft.Bei mir ist es etwas anderes, aber von Paul haben Sie das nie gehört."

Nein", antwortete sie langsam,und es ist ganz recht. Sein Leben, bei ihm ist es etwas anderes. Wie wie geht es Paul?"

Danke, gut."

Steinmetz blickte auf sie nieder. Sie schaute über die Ebene zu den grenzenlosen Fichtenwäldern hinüber, die zwstchen Thors und der Wolga liegen.

Ganz gut", fuhr er in freundlichem Tone fort.Er hosst, morgen oder in den nächsten Tagen herüberzukommen, um die Gräfin zu begrüßen."

scharfen, guten Augen sahen in den: flackernden Lichte der Laterne, was fte zu sehen erwarteten.

Zu diesem Augenblick wurde Steinmetz von innen wea- Mosten, und ein junger Manu taumelte, von beträchtlicher ^ihpJlnaM^BsR Hbert' £ltf bte Straße. Hinter ihm flogen Kleider und Bettzeug heraus.

,, "Hichmbl!" prustete Steinnretz.Nehmen Sie sich in acht, Katharina!" Katharina war an ihm vorbeigeschlüpft aber im Nu hatte er sie an der Hand gepackt. J ' PT'

Burudf!" schrie er.Sie dürfen nicht da hinein!"

S:e haben irgend einen Grund, mich fernzuhalten" autivvrtctL pe, sich gegen seine starke Hand wehrend.Aber ich will, ich will hinein!" Mit einem Ruck hatte sie sich losgerissen unb trat in das trübe beleuchtete Zimmer aus 9letC$ biwctuf brach sie in ein spöttisches Gelächter

Paul!"

Die Albulabahn.

(Nachdruck verboten.)

lieber die Gegend, die diese neue Bahn, von der wir iu unserem Blatte schon berichtet haben, durchquert, er- halte:: ton von einem Leser folgende Schilderung:

Den schon bestehenden Bergbahnen hat sich in letzter hna* <mtne= 1ltHC .je ^ur Seite gestellt, die an Kühnheit des Plans keiner ihrer Schtoestern nachsteht: die Albula- bahn. Von Thusls her, am Eingänge zur Biamala, durch­quert sie die rhatischen Alpen und bringt den Reisenden ber schönsten Hochtäler der Schweiz, ins Engadin. Ter Hauptort dieses köstlichen Landstrichs, St. Moriz, ist zugleich Endpunkt der Linie. Der Weltruf, den die dortige!, roh len saurereich en Eisenquellen und ihre Heilerfolge bei Blutarmut rc. dem Badeorte in den beiden letzten Jahr- zehnten verliehen haben, gaben den ersten Mstoß zum Bahubau. Seither ivar das Tal so gut wie ganz von allein ö'^^n Weltverkehr abgeschnitten. Zwar verkehrten über alle Zufahrtstraßen täglich vierspännige Postkutschen; doch sie brauchten zur Ausführung ihrer Route einen ganzen Tag, sodaß eine Wagenfahrt ins Engadin auf keinen Fall zu denGenüssen" zu rechnen war. Auch der Fußtourist wird diesem nun dort verschwindendeii Verkehrsmittel keine Trane uachweinen. Bei der Talfahrt setzten nämlich die Rutschen ihre Hemmschuhvorrichtung in Tätigkeit und

verivandelten dadurch die Oberfläche der Landstraße sand- hoch in eine feine Staubmasse. Staubüberzogen und halb erstickt keuchte dann der arme Wandersmann bei dem dortigen starken Fuhrwerksverkehr den steilen Weg empor. Mit Eröffnung der Bahn wird sich deshalb die Fußwander­ung aus der Albulastraße entschieden genußreicher gestalten. Es ist dies umsomehr zu begrüßen, als die Gegend von ent­zückendem alpinen Gepräge ist. Da die Bahn dem Laufe der Albula, einem Zufluß des Hinterrheins, folgt, so hat sie östlich von Thusis sofort den engen Schynpaß zu über­winden. Zwischen Himmelausteigenden »Felswänden donnert hier in einer Tiefe bis zu 80 Metern unter der Fahrstraße die eingezwängte Albula dahin. Das düstere Bild, das der Reifende von dieser Wegstrecke empfängt, wird noch erhöht durch lange tunnelartige Schutzbauten gegen drohen­den Steinschlag, die nur hier und da einen Ausblick in die Tiefe gestatten. Bon Tiefenkasten an, wo die JUlierstraße zum Engadin abzweigt, verliert die Landschaft zunächst das Wildromantische. Die Bahn berührt den kleinen Bade­ort Alvaneu, um dann hiuter der nächsten Haltestelle, Filisur, in die eigentliche Hochregion einzutreten. Hier beginnen die Hanpischwierigkeiten für den Bau. Ans der kurzen Strecke von 10 Kilometer folgen jetzt 8 Viadukte, die die Bahn in schwindelnder Fahrt über tosende Bäche und wildzerrissene Schluchten tragen. Das imposanteste unter diesen Bauwerken ist die Landwasserbrücke in einer Höhe von 65 Meter und einer Länge von 130 Meter. An dem nächsten Haltepunkte der Bahn, in Bergün, Pflegen Herzleidende, die zur Kur nach St. Moriz reisen, einige Zeit Aufenthalt zu nehmen, um sich vorerst an das veränderte Klima, vor allem an die dünne Bergluft zu gewöhnen. Auch als Aus­gangspunkt großer und kleiner Bergtouren eignet sich dieses interessante Bergdörfchen ganz vorzüglich. Freunde der alpinen Flora kommen im benachbarten Val Tuors vollauf auf ihre Rechnung: Enzian, Edelweiß, Almrausch, Andro- saeeen unb Saxifragen, nicht«.v vergessen die niedliche Silene acaulis, winken ihnen hier in Menge als Ausbeute. Hinter Bergün tritt bie Bahn in bas Gebiet eines gewal^- tigen Felssturzes ein, dessen Name Val bei Diavel bie Stimmung richtig wiedergiebt. In der Nähe ber Albula- quellen, bei hem Weiler Preba, verläßt die Bahn bie Al­bulastraße, um in 5,8 Kilometer langem Tunnel, ber vor Jahresfrist vollendet wurde, durch den Gebirgsstock der Giumels (Zwillinge 2785 Meter) ins benachbarte Bal Bevers durchzubrechen, das bei Samaden ins Oberinntal einmündet. Bon Samaden aus erreicht die Bahn in wenig Minuten ihr Ziel St. Moriz, am gleichnamigen See gelegen. Noch vor wenig Jahrzehnten ein armes Bergdörfchen, genießt dieser Badeort nicht nur als solcher internationale Bedeutung, sondern erfreut sich auch von Jahr zu Jahr wachsender Be­liebtheit bei den Touristen. Und in der Tat, die Gegend verdient es! Schneebedeckte Bergriesen schauen ernst her­nieder und fpiegelU sich im blaugrünen Wasser ber drei Seen, die bent Tal feinen eigenartigen Reiz verleihen. Feierliche Ruhe atmet bie ganze Umgebung, ein Lcmdschafts- charakter, dessen Zauber sich kein empfängliches Gemüt zu entziehen vermag. Wer einige Zeit in jener Gegenb zu weilen vermag, wirb unvergeßliche Einbrücke gewinnen unb ein Leib uub Seele gekräftigt von bannen ziehen. C.

Gemeinnütziges.

* Um rostige Bügeleisen w ic b e r blank unb rein zu machen, verwenbet man gelbes Bienenwachs unb Kochsalz. Ein Stückchen Bienenwachs wirb mit einem Lappen umwickelt unb sobald das Bügeleisen heiß ist, reibt man es damit, sodann mit einem Papier, welches mit Kochsalz bestreut wurde.

* Tabaks lecke entfernt man aus Weißen Taschentüchern wie folgt: Man reibt die Flecken der tote gewöhnlich gewaschenen Taschentücher mit Eidotter unb Spiritus ein, läßt sie eine halbe Stunde weichen, wäscht sie darauf erst mit Branntwein und dann mit heißem, klarem Wasser aus und spült die Tücher mehrere Male tüchtig durch.

* Stockflecke aus Glacehandschuh en lassen sich durch den Dunst von Hirschhornsalz vertreiben. Damit dieser nicht verfliegt, legt man das Hirschhornsalz in ein sestverschlietzbares Gesäß und die Handschuhe lose darüber. Man deckt dann den Deckel fest ans das Gefäß und läßt die Handschuhe einige Stunden oder, wenn die Flecke sehr stark