416
* Das
haben, und überwunden
Bilderrätsel.
(Nachbildung verboten.)
Lehrer", hat die Behandlung der Dramen int deutschen Unterricht zum Gegenstand und folgenden Wortlaut:
„Nie, niemals hat ein dichterisch Geblüt Sich zum Magister aller Welt verstiegen. Es ist bei ihm die Schöpfung das Gemüt, Er sagt euch frei, was and're euch verschwiegen." „Die schönsten, edelsten der Triebe, Die je ein Mensch aus sia, verriet. Von Vaterland, von Lust und Liebe, Sie drückt der Dichter aus in seinem Lied."
Der die „Stümper" besonders freimütig anredenden Zeile dieses Gedichts war von der zarten Hand', jedenfalls emes „Recht so! Schul-
/amtbild von ihrem inneren Leben zu entwerfen. Mit viel Umsicht und Gründlichkeit bemüht sich bte Versa,serm namentlich, das psychologische Verständnis für den Charakter ihrer Heldin zu erschließen.
Urteil des Primaners. In der „Zeitschrift für den deutschen Unterricht" teilt der Oberlehrer Dr. Carl Müller in Dresden ein von einem Primaner verfaßtes Gedicht mit, das er in des Schülers „Poesiealbum" gefunden hat. Dieses Gedicht, betitelt: „Gedicht über die
„Was sprecht ihr da, ihr öden, hohlen Köpfe, Was dieser Mann und jener hat gemeint, Wohl über dessen Geistes edelste Geschöpfe Was euch gar am beschwerlichsten erscheint!" „Ich wills euch sagerl: Was ihr glaubt, Hat nie der Mann in seiner Dichtung sagen wollen, I h r habt ihm Regeln der Aesthitik in den Mund geschraubt. Und Euch, Stümper, hätt' man niemals glaube« sollen."
ist- ____
Vermischter.
(Auflösung in nächster Nummer.)
Auflösung der Schachaufgabe in vor. Nr.:
I. Dh5—f7, Se4 2. DgGf. — 1. . .> Le5 2- Sd2'!"- X*' - Sg7 2. Sföf. — 1. . beliebig^. De6f.
ehtent anderen Bahnsteig, viele Kilonieter von seiner yer- mat entfernt, ohne Vater, Mutter und Lieschen, aber es machte sich nichts daraus, denn es schlief seinen gesunden Verdaminasschlaf weiter. Und niemand aus der fremden Station ahnte hinter den blauen Vorhängen Babys Anwesenheit mit Ausnahme einiger Fliegen, die bte Mitch- rette am Fläschchen unb auf dem Kissen aufsaugten und danil auf Babys warmen roten Bäckchen herumspazierten. Auf einmal wurde die Stille des Bahnhofs durch dcu> Mnalinalina des Telegraphen unterbrochen, und der Draht erzählte dem Stationsvorsteher das Abhandenkommen des Kinderwagens. Eine Viertelstunde später kam em Zug m umgekehrter Richtung durch, der Wagen wurde hmemgesetzt und fuhr wieder der Heimat N- M- Dort stand Lieschen m Hanger froher Erwartung auf dem Bahnsteig, und als das Wägelchen aus dem Packwagen geschoben wurde, ries sie nur: „Ist dem Kinde auch nichts Pas,iert? „Welchem Kind?" fragte der Packmeister zurück, denn auch er halte von Babys Anwesenheit nichts bemerkt. Baby war wirklich sehr lieb gewesen, und schlief iioch weiter, als Lieschen das Wägelchen nach Hause rollte. Nur sehr naß war es, als es aus seinen Kissen genommen wurde, aber das kam o —...
auch sonst vor, ohne daß man aus Reisen gmg. Lieschen Backfisches, die Randbemerkung beigefügt: kam zwar eine Kleinigkeit zu spät nach Hause, aber dav | meistert» eish eit ist unausstehlich!" schadete nichts, denn der Herr selber kam auch zu spat,
d« er als richtiger Strohwitwer vom Bureau aus ms
Kasino zum Spätschoppen gegangen war. So endete Babys I Literarisches.
Srn1’S6 bn-1 Kerne AusreiA? selbst hatT^etwas davon Snutfe, Gro ß Herzog in vo - Wei-
~ I von Eleonore von Bojanowski. XII und 429 S.
Gemernnirtzrges. Stuttgart, I. G. Cotta Nachfolger. — „Sie sind gar nicht
* Gegen Heiserkeit ist der Gebrauch des I einander gemacht, und haben sich nie geliebt", schrieb kalten Wassers innerlich und äußerlich sehr zu em- I r*on 1776 Christian von Stolkberg an den befreundeten »fehlen. Der Patient trinkt des Morgens während des Klvpstock über das junge Weimarer Furstenpaar; und Ankleidens ein Glas frischen klaren Wassers, aber nicht auf I zeitlebens sind bte Beziehungen zwischen den Gatten „krt- cittmal; auch muß den ganzen Dag hindurch fortwährend tifd) kühl" geblieben. Es war ettt tragisches Geschick, daß eine kleine Quantität frischen Wassers getrunken werden. I die Prinzessin Luise von Hessen, diese Frau nutbeut Der Abends vor dem Schlafengehen nimmt der Kranke eine Mgen, starken und doch so feinftthligen Getst an die Seite Serviette, taucht sie in kaltes Wasser, drückt dieselbe aus, Herzogs Karl August fesselte. Wenn auch' ihr hochfaltet sie zusammen wie ein Halstuch und legt sie sich um gesinnter Stolz es verbot, sich über das Verhältnis zu ben Hals: eine trockene Serviette wird ebenfalls zusammen- ihrem Gemahl, auch Vertrauten gegenüber, auszusprechen, gefaltet, über die erste gelegt und befestigt. Alsdann legt f0 klingt doch durch alle ihre Aeußerungeu und Briefe sich der Patient ins Bett und decke sich recht warm zu, um der Grundton herber Resignation hindurch. Goethe brachte eine neue Erkältung zu verhüten. Diese Kaltwasserkur, ihr anfangs eine schwärmerische Verehrung entgegen; zett- e wa acht Tage fortgesetzt, wird das liebel sicherlich be- weise war der mystisch angelegte Lavater ihr Ver rauter; feitiaen am längsten und tiefsten wirkte der Einfluß des von
* D e r H a n d s ch w e i ß itt ein höchst lästiges, bei feinen gleich hohem, sittlichen Ernst erfüllten Herder, bis auch Handarbeiten, beim Klavierspiel, Zeichnen, beim Händedruck bie Beziehungen zu diesem wegen ferner Sympathien sur unangenehm empfundenes liebel, dessen Beseitigung der bie französische Revolution s^ abkuhlten Es ist em sehr damit Behaftete sich angelegen sem lassen sollte. Die falsche bankenswertes Untertiehmen, die Nachrichten über. Luise Meinung, daß eine Beseitigung des Handschweißes schließlich | .u sammeln und ailf Grund dieses Materials em Ge andere Krankheiten zur Folge haben könnte, ist ungerecht- famtbild von ihrem inneren Leben zu entwerfen. Mit fertigt. Man muß allerdings dem ganzen Körper etne ge- 5 - --- — f,rf’
eignete Pflege angedeihen lassen und durch Bäder und Abreibungen auf eine gleichartige .Hauttätigkeit hinarbeiten.
Die Hände sind in Lohebädern oder Abkochungen von Eichenrinden zu waschen und durch Wechselbäder in kaltem und warmem Wasser zu kräftigen. Das Einpudern mit einem Streupulver hat nur beschränkte Wirkung, indem dasselbe momentan zwar die Haut trocken macht, aber nicht dauernd die Schweißbildung beseitigt.
* Tierquälereien bei Ausflügen. Auf Ausflügen soll man bedenken, welche Qualen die Pferde in der glühenden Sonnenhitze vor stark überfüllten Wagen und auf steil ansteigenden oder sandigen Wegen zu ertragen haben. Können die Pferde nur schwer vorwärts kommen, so sollte das Publikum, besonders bei heißem Wetter, aussteigen bis die überarbeiteten Tiere sich erholt
' so weit zu Fuß gehen, bis die Schwierigkeit
Redaktion: August Götz. — Notativnsdruä und Terlag der Brübißchen Universttvls-Buch. und Stemdruckerei. R. Lange, Gießen.


