Ausgabe 
2.2.1903
 
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Dann

JugeuLstil-Sinieu und -Farben zum MoÄenI

Ware» einmal die Arrntäldelern in reicher AuSwaL ver­

Modenöericht üöer Waskenliostüme.

Bearbeitet iinb mit Abbildungen versehen von der Internationalen Schnittmannfaktur Dresden-N. Reichhaltiges Modcnalbum und Schnittmusterbuch zu 50 Pfg. daselbst erhältlich.

ES ist eine bekannte Sacke, daß der Geist einer gewissen Feit ein Spiegelbild findet in der Form der Kleidung, wie es die Zopfzeit, die Revolutionszeit, die Biedermaierzeit rc. beweist. Jene Beobachtung nun, von der Bühne der Welt, wiederholt sich im Keinen auf den alljährlichen Masten- festen, die wenigstens teilweise ein Spiegelbild der Zeit­ereignisse in der hohen Politik sowohl, als auch aller sonstigen Erscheinungen des modernen Lebens geben. Alles was als aktuell im Vordergrund des Interesses steht, findet seinen mehr oder minder gelungenen Ausdruck bei den

treten, die Geishas und Japanerinnen gab es seinerzeit ebenfalls in den verschiedensten Variationen, und auch Ma­dame Sans Gene hat reichlich Nachahmerinnen gefunden. Fast jeder Karneval hatte auf diese Weise sein Gepräge. Ter diesjährige dürfte nun ohne Zweifel stark von den Reformbestrebungen der Vereine für Verbesserung der Frauenkleiüung beeinflußt werden, denn Ausstellung auf Ausstellung von Reformkleidern sucht die Vorzüge derselben klar zu machen, und bedeutende Künstlerseste schreiben direkt die Refi>rmkleidung vor. Ta wird denn wieder alles, was. mit diesen losen, ohne feste,l Anschluß in der Taille ge­arbeiteten Gewändern harmoniert, zur Entfaltung kommen. Gerade diese Formen sind nun glücklicherweise sehr gut dazu geeignet, die verschiedensten M>een in kleidsamer Weise darzustellen, sodaß es trotz der Uebereinstimmung der Grund-

ten. Was ist nickt alles schon im Laufe der Jahre gewesen und wieder veraltet. Tie letzten Jahre " ° -'ng mit

22. Kapitel. Eine Wettfahrt.

Inzwischen hatte sich Terence ins Frühstückszimmer be- geben, wo er Mr. So bett vorfand, der blaß und verstört auf und ab ging, und in seiner Aufregung eine Cigarette «m die andere rauchte.Bei Gott, der Kutscher!" ries er, plötzlich stillstehend.Was führt denn Sie hierher?"

kam mit Miß DArch, die ihre Schwester auszu- sslchen wünschte", antwortete er ruhig.

Ta soll doch der Teufel dreinfahren! Die schwarz- itugige Amazone ist also ins Fell» gerüdt?"

,Lch habe eine Botschaft für ©te von Lady Fanshawe." Gut, so schießen See los."

Sabtj Fanshawe fühlt sich zu müde und angegriffen, um persönlich mit Ihnen zu verhandeln. Sie findet, daß sie durch ihre Abreise von Ballybay einen entsetzlichen Irr­tum beging, und wird in wenigen Stunden dorthin zurück- kehren."

Nachdem sie mich gründlich zum Narren gehabt, ries Lovell mit ärgerlichem Lachen.

Besser ein Narr, als ein Schurke. Gin Mann, der eine Frau wirklich liebt, wird sie niemals entführen."

Tas ist ja reizend, der Kutscher hält Moralpredigten! Gehen Sie nur, und sagen Sie Lady Fanshawe, daß ich meine Entlassung annehme ne hat nämlich einen ver­flucht launigen Charakter, daß ich es jedoch höchst sonder­bar finde, einen solch heitten Auftrag einem Kutscher anzuvertrauen." /

Einen Augenblick lang stand Terence ihm mit blassem Gesicht und zorrisvrühenden Augen gegenüber, antwortete aber in völlig ruhigem Tone:Wenn Sie keinen anderen Groll gegen Lady Fanshawe hegen, so ist das ja sehr erfreu- lich, denn ich bin nicht nur ein Kutscher, sondern auch ein gebildeter Mann."

Wirklich? Ihre Sprache wenigstens ist jetzt die eines folcheu. Gewiß waren Sie Unteroffizier in einem Kavallerie- Regiment Ihr Gang läßt darauf schließen."

Terence antwortete nicht sogleich, sondern zog eine Schachtel Streichhölzer heraus und zündete sich eine Ciga­rette an. Nachdem er einige Züge getan hatte, sagte er plötzlich:Sie kennen wohl die schwarzen Ulanen?"

,La, wenigstens viele davon."

Z. B. Snowden?"

,Mas hat der mit Ihnen zu schaffen?"

Hörten Sie ihn jemals Den Namen Desmond er­wähnen ?"

Ten seines' Busenfreundes, gewiß. Er sott ein famoser Reiter, ein glanzender Polospieler, und dabei ein äußerst beliebter Kerl gewesen sein, der Pferde, Infanteristen und Tragoner gleich gut bändigte, und der dann zu den Gold­gräbern nach Mexiko ging. Was ist mit dem?"

Tiefer Desmond bin ich"

Beim heiligen Georg!" rief Lovell, plötzlich stehen bleibend.

Und jetzt bin ich Kutscher, nachdem ich b er gebens ver­sucht habe, als Viehzüchter in Kalifornien mein Glück zu machen. Ich Sonnte das Leben dort auf die Tauer nicht ertragen."

Was bürgt mir für diese Aussagen?"

Snowdens Handschrift werden Sie wohl kennen. Hier Habe ich einen Brief von ihm, den ich erst diesen Morgen erhielt. Sie kennen ihn lesen, wenn Sce wollen."

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Nein, nein", rief er, das Schreiben zurückswßend.Ich glaube, daß Sie der junge Tesmond sind. Was wünschen Sie weiter?"

Ich möchte gern, daß Sie die dummen Briefe jener törichten Frau herausgeben. Wenn Sie ein Freund Snow­dens sind, haben Sie auch die BerpslichtunA in seinem Sinne zu handeln."

Schars sah Lovell ihn an, und wohl eine Minute lang standen sich die beiden Männer schweigend Auge in Auge gegenüber, dann ging Lovell auf seine Reisetasche zu, nahm ein Paket Briefe heraus und warf es aus den Tisch.

Ta, nehmen Sie!"

Es find doch wohl alle, nicht wahr?"

,La, Ich bin fertig mit chr und bebaute es im Grunde auch gar nicht, denn sie hat ein verflucht launisches Wesen und eine infame Zunge. Aber es ist doch immerhin eine verteufelt unangenehme Situation für einen Mann, wenn die Sache so plötzlich abgebrochen und die Tame eingefangen und zurückgebracht wird. Ich hoffe nur, daß die Geschichte nicht in London bekannt wird."

Und auch hier nicht", fügte sein Zuhörer eifrig hinzu. Wir wollen beide unser Möglichstes tun. Mit Tagesanbruch fahren die beiden Damen ab, um noch vor Sir Greville in Ballybay einzutreffen, der um mittag dort erwartet wird."

Becm heiligen Georg, wenn das nur kein totes Rennen giebt!"

,Hoffentlich nicht! Um eines möchte ich Sie jedoch noch dringend bitten, und das ist, mein Inkognito zu wahren." Lovell nickte zustimmend.

ES wäre mir leid, wenn ich meine Stellung hier aus­geben müßte", fuhr Terence fort,denn ich werde gut bezahlt, der Aufenthalt in frischer Luft und die Beschäfti­gung mit Pferden sagt mir zu. Em. Mann muß eben sehen, tote er sich anständig durchs Leben bringt. Selbst ein be­scheidener Beruf ist besser, als seinen Freunden zur Last zu fallen. Doch nun leben Sie wohl. Wenn Sie wollen, so können Sie Snowden von mir grüßen."

Ach nein, das iverbe ich lieber unterlassen, er könnte sonst nach der Veranlassung unseres Zusammentreffens fragen. Sie sind wirklich ein guter Kerl, Desmond ganz so, wie man Sie mir immer schilderte, und ich habe mich Ihnen in dieser Angelegenheit in einem verflucht schlechten Lichte gezeigt", fügte er, seinem Gegenüber die Hand entgegenhaltend, hinzu.

(Fortsetzung folgt)

Bilderrätsel.

(Nachbildung verboten).

(Auflösung in nächster Nummer.)