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Merkrätsel.

Redaktion: Curt Plato. Rotationsdruck und Verlag der Brübl'schen UuiversitLts-Buch- und Steindruckerci (Pietsch Erben) in Gießen.

Auflösung des Rätsels in vor. Nr.: Fersen, Ferien.

(Nachdruck verboten.)

Badereise, Napfkuchen, Nothelfer, Einfälle, Gruftnische, Wacht- meister, Zweifel, Altvordern, Bomst, Kammer

Von jedem Wort sind drei nebeneinanderstehende Buchstaben zu merken, die im Zusammenhänge gelesen ein bekanntes Sprichwort ergeben. (Auflösung in nächster Nummer.)

Reimer-Berlin! eine Zusammenfassung der bisher gewon- I überhaupt eine künstliche Zeugung der Träume.^Daß nieimer^ er nn) e ö l i u a fj)rid6t7 ilt fe{nem I beides möglich ist, wird durch zahlreiche Beispiele be-

Auftatz im VLren üb?r EvU LLm'e, die wiesen. Schon im Altertum sogar soll die Möglichkeit künf^ er noch in eine Anzahl von Gruppen unterscheidet. Zu- I licher Traume bekannt gewesen sem. jedenfalls aber ist 1,/irbkt sind da die Erscheinungen, die als hysterische I man damit noch Nicht wett genug gediehen, um eme Träume zu bezeichnen wären und meist bei Frauen vor- günstige Beeinflussung von Krankhertssallen zu gewähr- kommen. Ihnen hängt in außergewöhnlichem Grade dre leisten. -----------

Eigenschaft an, daß es den betreffenden Personen schwer ncrmiicbtCS»

fs. . , - , . , , a 4«. ..«.. Die rettende Ciaarre. Man schreibt aus London:

Ein wohlbekannt» Md hochangesehener Londoner Jurist! rm wachen Abstande geschehen ist. nner ^e^eyung neuliche wie hiesige Blätter erzählen, eine merkwürdige Gelegenheit, seinen Scharfsinn und .seine Advokaten-Ge- ^leinere oder größere Tiere'auftreten, wie Katzen, Ratten, I wandtheit in eigener Verteidigung in einem ^0^

a 4e üLwerer die Erkrankung ist, desto kören Falle zu bethätigen. Der Herr war auf ber Rnck- r, 'n cm ö fi 1 r f f rft n-ucnf der Schlaf desto lebhafter auch I reise von dem Landsitze eines Freundes nach London be- der Traum. Das Erwachen erfolgt meist jäh wie aus einem I griffen und sah friedlich, in einem Ranch^oupee erster Klastö vlöblichen Schreck heraus. Was den Inhalt der Träume I als auf einer Station, wo der Zug Hielt, eme elegant ge- betrifft, so unterscheidet der um solche Forschungen höchst kleidete, hübsche WngeDame mdas Abteil emstieg,die verdiente römische Arzt Sante de Sanetis Kontrastträume, er schon auf einer früheren Haltestelle auf dem Perrow bereit Fnhalt dem Gedanken gang des wachenden Zustandes | bemerkt und am Züge hatte entlang gehen sehen. ~er g rade entgegenläuft, und stereotype Träume, die sich in Herr Jurist ist ein starker Rancher und war^ gerade nn mehreren aufeinander folgenden ^Rächten gleichuiäßig Begriff, sich eine fische Zigarre anzuzunben, als die Dame wiederholen und gewöhnlich den geistigen Zustand nach- einstieg und der Zug sich in Bewegung setzte. Höflicher haltig beeinflussen. Dah aufregende Traumbilder über- ! Weise fragte er um die ErlaubNis, weiter rauchen W Haupt auf eine Krankheit verschlimmernd wirken, liegt auf dürfen, was der jungen Dame Veranlassung gab, mne leb der Land. Bei den Hysterischen bleibt dadurch das Nerven- ! hafte Unterhaltung zu eröffnen. Nach etwa ro ucinuren system oft Tag und Nacht in dauernder Erregung. Auch änderte sich die bis dahin ganz angenehme Sachlage sehr Herzkranke leiden vielfach unter lebhaften und quälenden plötzlich, indem der weibliche Passagier ben mannüchen nn Träumen die jedoch keine Nachwirkung zeigen. Eme zweite I vermittelt um Aushändigung seines Baarvestanoes ooer Grnvve^^der n^vösen Träume btldeii bte ber Epileptiker, eines Cheks ersuchte, mit ber Drohung, dah sw int die ftst immer schreckhaften Inhalts sind Und häufig einem gerungsfalle sofort dieJ^tletnetöWtt,a210^efnf|JuJere: Cramvfanfall vorausgehen. Eigentümlich ist dabei die That- I daß, der Herr soeben em unsittliches Attentat auf f fÄÄberSnt« InSm Sll- an W W- Sm

erinnert, an den Anfall aber nicht, dessen sich allerdings unser Juristaauffahren, besann sich^dann aber Bessern die Epileptiker überhaupt nur selten bewußt werden. Ist weigerte sich ganz entschieden, ^^^^Surucken nno die Krankheit veraltet, so erlischt das T-raumleben fast blieb ruhigm seiner Ecke sitzen und' Dw "

völlig, wie sich ein solches auch, bei Schwachsinnigen nicht brachte bann tönen i$re !»ung unb i^te »nfttttn n finben kann. Es gilt überhaupt im allgemeinen der Satz, ordnung, warf ihr Gepäck durcheinander, zogi dre Rotte daß, nur der em Traumleben haben kann, der tut wachen und schrie fürchterlich, um Hilfe. Der Zug lMt, Kond Zustande geistig regsam ist. Dieser Satz darf wohl aber I teure Und Schaffner eilten herbei, hörten die ®etötöte nicht umgekehrt werden, denn es muh entschieden bestritten desAttentates" pflichtschuldigst an, em, Schaffner wurde werden, daß jeder geistig regsame und bedeutende Mensch .als Wachtposten in das Koupee gesetzt, und der Zug fuhr notwendig auch, ein reiches Traumleben besitzen müsse In- bis zur nächsten Station Die

teressant ist ferner noch die von Lombrvso und anderen Vorsteher unb die Polizei herbeigerufen wurden. Die vertretene Ansicht, dah die Träume der Epileptiker vom Dame blieb bei ihrer Behauptung,. der PolMst verlang , Witterungswechsel und namentlich von raschen Aenderungen dah die Beteiligten aussteigen sollten, worauf der Jur f, des Luftdrucks beeinflußt werden. Die dritte unb all- ber W) in feiner Ecke kaum bew^t ntö munter weiter gemeinste Gruppe krankhafter Träume ist bie ber Neurasthe- geraucht hatte, unter Angabe seines AENsdarauf nifer, ber Nervenschwachen. Bezeichnend ist für sie ihr stand, daß das Protokoll im *

häufiges Eintreten, ihr quälender Inhalt, wobei Schlangen | werde. Er verteidigte sich dann kurz und bündig wie folgt, und andere Ungetüme, Leichen und Mörder eine RolleVon ber Station X. bis hierher smd es bekanntlich^ 0 spielen, Albbrücken, ruckartiges Erwachen. Begreiflicher- Minuten; ich zündete meme Zigarre an, als wir A. ver weise ist in den Ereignissen des Traums die träumende liehen und habe nicht aufgehört zu^ rauchen, wie Siecm Person selbst stets der unterliegende Teil, ber sich von I ber absichtlich und sorgfältig erhaltenen Asche, die noch Tieren oder Menschen bedroht unb gemihhanbelt sieht. Oft vollstänbig an ber Zigarre sitzt, ersehen können. Wie kann bezieht sich der Traum gerade auf den Körperteil, an ich mit dieser Zigarre in ber §aub m w lebten dem ber Kranke auch im wachen Zustande leidet. Die Minuten ein Attentat auf jenei^me versucht h Träume der Geisteskranken endlich sind für den Forscher Tie Logik dieser Beweisführung war den BEten sofort ver ein ungemein fesselnder Gegenstand. Man braucht nur an stündlich und einleuchtend, aber auch der schlauen und um den Ausspruch Kants zu erinnern:Der Verrückte ist ein nehmungslustigenDame', denn sie benutzte dre » n Träumer int Wachen." Won anderer Seite ist auch der taue Ueberraschung auf feiten ber Beamten, nm a v gewöhnliche Traum als ein kurzer Wahnsinn des Träumers Koupee zu springen und den Versuch zu wachen davon zu bezeichnet worden. Diese Beziehung zwischen Traum und taufen, was ihr aber «töt gelang denn sie wurde prompr Wahnsinn wird schon von den Philosophen des Altertums eingeholt und gefangen gesetzt. Die spatere Unter,ucyung hervorgehoben. Der Vergleich beruht hauptsächliche auf der ergab, dah man es mit einer ab0efeimten Schw n Verwirrung und der unzusammenhängenden Art, in ber I nnb Betrügerin zu thuu hatte, bie schonfrnye y bie Vorstellungen aneinander gereiht werden, ferner in ber I mit ähnlichen Tricks- ihr Gluck versuchte. $

phantastischen Umbildung und Uebertreibung jedes Gescheh- füfy ber Londoner Jurist mit Hilfe seiner ZtWrre-au», nisses. Wie der Wahnsinnige, so hält auch der Träumer j einer immerhin sehr heiklen und unangenehmen Situation, gegen alle Erfahrung an erdichteten Dingen fest und ver­mag selbst einen nach den Naturgesetzen ganz immöglichen Unsinn nicht als solchen zu erkennen. Saute de Sanetis! hat die wichtige Frage aufgeworfen, ob ein Traum den Ausbruch einer Geisteskrankheit veranlassen könne, unb eine bejahenbe Antwort barauf gefunden. Bei Kindern findet man nach lebhaften Träumen zuweilen einen Zustand, ber diese Behauptung glaubhaft macht- Endlich wäre noch von dem zu sprechen, was man neuerdings als eine Traum­therapie bezeichnet hat, nämlich eine Beeinflussung ober