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Hanger von Obstkost beherzigen sollen. Eine warme Suppe, die man mit dem allezeit dienlichen Liebig's Fleischs-Extrakt und jungen Gemüsen jetzt so schmackhaft herstellt oder eine leichte Fleischspeise; das eine oder andere sollte jedem Magen geboten werden, bevor man ihm zumutet, daß er eine größere Menge von Obst ohne Nachteil für die Gesund­heit bewältige. Tas Wassertrinken direkt nach dem Obst- genilß hat sich als durchaus schädlich, erwiesen, weil da­durch der Magensaft verdünnt, und die Verdauung ge­radezu gehemmt wird. Tie Schwierigkeit dieser nimmt selbstverständlich in demselben Maße zu, wie man etwa zu reichlich! Obst genossen hat. Ter Magm sieht sich vor eine Aufgabe gestellt, der er nie und nimmer gewachsen ftin kann.. Um den Turst, der sich nach! Obst bei manchen Naturen so gern einstellt, fernzhuhalten, sollten Kinder und schwächliche Naturen immer zugleich! ein Stückchen Brot essen. Es ist dies ein fast unfehlbares Mittel, um sie vor Turchfall zu schützen.

Obst soll ferner immer nur in völlig sauberem und gereiftem Zustande als Nahrungsmittel für den Menschen verwendet werden. Früchte, die eben erst von Baum oder Strauch gepflückt wurden, sind, wenigstens in hygienischem Sinne, stets beschmutzt. Eine Staubschicht lagert immer auf cher schale; oft ist diese sogar mit allerhand schäd- lxchen oder Ekel erregenden Ingredienzien behaftet; wider­liches Gewürm nahm darüber hin seinen Weg oder suchte sogar hier seinen Appetit zu stillen. Man bedenke schließ- M durch tote viele Hände Apfel und Kirsche, Melone und Pfirsich kommen, bevor sie in unseren Besitz gelangen. Wer möchte,, wenn er all Das in Erwägung zieht, auch nur em einziges Mal solche Frucht über die Lippen bringen, ohne fte zuvor auf das Peinlichste gesäubert zu haben! Bn Kernobst, tote Aepfel und Birnen, möge stets die schwer­verdauliche Schale vor dem Genüsse beseitigt werden; nur durchaus magenfeste Naturen dürfen solche Unterlassungs­sünde ohne Reue auf sich nehmen. Tas Gleiche gilt von den Kernkapseln des Steinobstes, zu dem Aprikose, Kirsche, Pftrstch und Pflaume gezählt werden. Wir wissen alle, tote häufig Kinder Obstkerne verschlucken; wir wissen aber auch, wie schwer diese zu verdauen sind, und wie bös- artige Krankheiten meistens die Folgen solchen Leichtsinns oder solcher Unachtsamkeit zu sein pflegen. Am gesündesten E??. allgemeinen Obst im gekochten Zustande; dagegen laßt sich' nun einmal nicht leugnen, daß bei einigen Arten das Aroma, die köstlichen Säuren und Salze in ihrer Reinheit und Ursprünglichkeit vorwiegend dann zur Geltung kommen, wenn sie ungekocht genossen werden.

Unreifes Obst ist als Nahrungsmittel nicht allein wert- los, sondern meist sogar schädlich,. Anderseits weist es gekocht hm und wieder eine Zartheit der Säure, eine Mündlichkeit für den Gaumen auf, daß selbst die reife Aucht neben solchem Kompott ganz und gar nicht Stich sieht: ebenso reichhaltig und mannigfach wie dm Obstarten selber an sich sind, gestaltet sich auch ihre Verwertung im Haushalte des Menschen. Eine ganze Reihe geheimer Kräfte hat die Beobachtung im Bunde mit der Wissenschaft zu seinem körperlichen Wohlergehen bereits ausfindig gemacht wie viele andere mögen noch in all den vielgestälteten, mannigfachfarbigen Spenden der Vege­tation ichlummern, nur des Augenblicks harrend, wo wir fte in hygienischer Hinsicht noch höher schätzen lernen!

Deutsche Rundschau für Geographie und Statistik.

Unter Mitwirkung hervorragender Fachmänner heraus- ^ebenvon Prof. Dr. Fr.Um lau ft. 23. Jahrgang 1901. (A. Hartlebens Verlag in Wien, jährlich 12 Hefte zu Mk 115 Vorauszahlung einschl. Franko-Zusendung Mk. 13 50 )' ' _ Dw nahezu seit einem Vierteljahrhundert erscheinende Deutsche Rundschau für Geographie und Statistik" erfreut i uy in den weitesten Kreisen des besten Rufes, da sie jeder- mann, der an der Erdkunde Interesse nimmt, eine Fülle von geographischen Mitteilungen aller Art bietet. Dazu I1 die größeren Aufsätze von trefflichen, durchgehends nach Photographien angefertigten Illustrationen begleitet und Zedern Hefte liegt eine wertvolle, vorzüglich ausgeführte Karte bei. Ate Reichhaltigkeit dieser Zeitschrift ersieht man

auch, wieder aus dem eben erschienenen z hüten Hefte des XXIII. Jahrganges:

Isfahan, die persische Kunstmetropole. Von Dr. Walter Schulz-Baumgärtner in Berlin. (Mit 3 Abbild:) Die Färöer. Von G. Schoener. (Mit 1 Karte.) Fortschritte der geographischen Forschungen und Reisen im Jahre 1900. 1. Asien. Von Dr. I. M. Jüttner. Astronomische und physikalische Geographie. Ueber die Veränderlichkeit der Kimm. Politische Geographie und Statistik. Tie Ergeb­nisse der Volkszählung in Ungarn.(Berühmte Geographen, Naturforscher und Reisende. C. Egeberg Bvrchgrevink. (Mit 1 Porträt.) Geographische Nekrolvgie. Todesfälle. Kletne Mitteilungen aus allen Erdteilen. Geographische und verwandte Vereine. Vom Büchertisch (Mit 3 Abbild ) Kartenbeilage: Karte der Färöer. Maßstab: 1 : 670 000

Der äußerst mäßige Bezugspreis derDeutschen Rundschau für Geographie und Statistik" ermöglicht ihr eine weite Verbreitung. ~

, Gemeinnütziger.

Die Rose, die nicht ohne Grund die Königin der Blumen genannt wird, hat sich, in der That im Reiche der Flora eine herrschende Stellung erobert. Nicht nur tn jedem kleinen Garten, sondern auch in den Prunk- und Blumengärten von Fürsten und Königen nimmt die Rose dte erste , Stellung ein. Auch, Schloß Friedrichshof, von dem man jetzt so viel hört, da es Sitz und Eigentum der kranken Kaiserin Friedrich ist, besitzt neben einem mustergiltigen Parke im landschaftlichen Stile einen höchst wirkungsvollen, terrassenartig angelegten Rosengarten. Rings umschließ!en ihn Buchenhecken, vor diesen Gehänge von Rosen und Klematis. Auf den wagerechten Teilen ~F Terrassen erheben sich in stolzer Schönheit majestätisch dte Rosenhochstämme, unterpflanzt von Sommerblumen in färben- uttb formenreicher Fülle. Tie Böschungen sind mit Epheu bepflanzt, der in seiner dunllen, gleichmäßigen Belaubung einen angenehmen Gegensatz zu den zart- farbigen, eleganten, Frohsinn predigenden Rosen bildet. Es ist gewiß für manchen Blumenfreund von Interesse, diesen Blumenberg wenigstens im Bilde zu sehen. Tie neueste Nummer des praktischen Ratgebers enthält einen

Artikel über Schloß, Friedrichshof mit vier Abbildungen, aus deren zweien man auch! die prachtvolle Architektur des Schlosses zu bewundern Gelegenheit hat. Tiefe Nummer des praktischen Ratgebers in der noch verschiedene Rosenfragen erörtert werden, kann man vom Geschäftsamt zu Frankfurt a. O. erhalten.

/'^iches Wasser zum Waschen. Taß das harte Wasser das schlechteste, das Flußwasser besser und Regen­wasser das beste zum Waschen sei, ist wohl bekannt. Hat man weder Fluß- noch Regenwasser, so kann man sich dadurch helfen, daß man in einen Zuber voll Wasser etwa eine halbe Schopfgelte gelöschten Kalkes schüttet und umrüyrt, dann still,tehen läßt. Ter Kalk schlägt sich nieder, und das ^aJj.er' Welches man klar abgießt, ist so gut als anderes weiches Wasser.

Aür die Küche.

e, $e!Täs vom Metzger gut gereinigte

Kalbsgekrose wird in kochendes Salzwasser, dem man eine Zwiebel mit Nelke besteckt, Suppengrünes und ein Lorbeer-

S^gegelieTi, langsam weichgekocht und in Stücke ge- chnitten. Tann bereitet man eine weiße Butter- oder eine braune Ragont-Sauce, läßt diese gut durchkochen, giebt die Fleischbrühe hinein und läßt sie darin heiß werden. Vor dem Anrichten kräftigt man das Ragout noch im Geschmack Mit einem Aheelöffel Maggi-Würze. Sehr gute Beilage sind Kartoffeln oder Klöße. U. & R.

Kapselrätsel.

(Nachdruck verboten.)

Balustrade, Vormund, Lieschen, Besen, Grossmama, Schenkung, Kojen, _Wunder, Schwarm, Beitrag, Erleichterung.

LS ist em Sprichwort zu suchen, dessen einzelne Silben der Reibe nach eingekapselt sind in vorstehenden Wörtern ohne Rücksicht auf deren Silbenteilung. Auflösung in nächster Nummer.

Auflösung des Bilderrätsels in voriger Nummer: Arbeit und Zeit helfen über manches Leid.

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