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Dann aber richtete sie Ä Aahrhxrt begriffen hatte, bindung erzielt, die jede Konkurrenz unmöglich macht. Jede und gab in kurzem äebietm-is^e!^^ Erstaunen hoch auf. der Farmen hat ihre gesonderten Verkaufsräume, die Fa- von Erregung bie Saen ÄfeM^ ^'- °fcib brrkatwn erfolgt jedoch gemeinschaftlich in den vereinigten
T0ten nicht s?üen und toDlIte bie A°brrken aus der eure Viertelstunde Seefahrt entfernten
sollte ih? A bl?ck entLQ n \SeSetben äderen Damen Uel Murano, wo sich auch das bedeutendste Gläsermuseum
Fabrik Salviati vor. Salviati war es, der die Venetianer Glasindustrie neu belebte, der den Markt ausschließlich beherrschte, bis ihm in Baron Fronchetti und vor allem in dem Geldmanne Testolini — kleine Firmen ungerechnet — eine bedeutende Konkurrenz erwuchs. Seit einiger Zeit haben sich die drei genannten Firmen zu der Venedig- Murano-Glaskompagnie vereinigt und damit eine Ver
wunderung ! Wie schon erwähnt, bietet das Gläsermuseum m Murano eine Menge von Vorbildern, die so weit wie
erlöschenden Lebenskraft furchtbare Rache an dem der-' haßten Peiniger genommen.
Niemand wagte es vorerst, die Leichen zu berühren ,etn(£r 9tng, die Gutsherrin von dem gräßlichen Vor- fall in Kenntnis zu setzen. Elisabeth hörte wie im Traume die verwirrt und stammelnd vorgebrachte. Meldung an unb zwermal mußte der Mann seinen Bericht von neuem
sich freilich der Vervielfältigung, da mit dem Künstler, der sie geschaffen, auch das- Geheimnis ihrer Herstellung ins Grab gesunken ist, und keinerlei spätere Mühe eine' auch nur annähernde Kopie zu stände gebracht hat.
Da bei beit Arbeiten in ber so rasch erftarreitben Masse viel vom Zufall abhängt, ist es kaum möglich, zwei vollkommen gleiche Stücke herzustellen, unb auch bas einzelne Stuck weist bei näherem Betrachten fast immer kleine Fehler und Unregelmäßigkeiten auf. Nach ber Tabellosigkeit ber Arbeit richtet sich ber Preis, und so kann es kommen, daß derselbe für ein und dasselbe Muster oft um das dreifache wechselt. Man kann dann auch in jenen kleinen Venetianer Geschäften Gläser, die dem Nichtkenner noch ganz hübsch erscheinen, zu erstaunlich billigen Preisen kaufen; auch die ins Ausland geschickte Ware ist gewöhnlich nicht erster Qualität. Vor mir stehen, während ich dies schreibe, einige hübsche Stücke, die ich in Venedig kaufte, keine prunkvollen Blender, aber durchaus tadellos in der Ausführung; unter anderm ein schlankes Kelchglas aus bläulich opalisierendem leise mit Gold überstäubtem Glase, dessen Fuß sich aus zwei lyraförmig gebogenen Schnüren zusammensetzt, die genau wie aus einzelnen Goldfäden gedreht, erscheinen Ihre Außenränder werden von einem ganz lichten, zackigem
sollte ihr siini w uuucwl Zainen 1 wo icy. au-ey oas veveutendste Gläsermuseum
' Man bringe ÄLÄ* s r der Welt befindet, dessen Sammlungen weitaus die meisten
vhirhhP« in dem leeren Wagen- I Vorbilder ergeben. Außerdem besitzt die Firma noch eine
Zauna unb be ^r bis ihre Ein- Fabrik in Venedig selbst am Canal? grande-^n Haus an
den^rforderlichen^BeRwt^a?9^ später demselben Kanal ist über und über init Glasmosaiken be-
? I dw Behoroen schreiben." deckt, - em gewaltiges, nicht zu übersehendes Reklame- gange faitete ffrifnhpm^T^ Nach seinem Weg- bild der Murano-Compagnie, die auch in der Ausführung
Elijabeih die Hande und hob sie wie in | von Glasmosaik unübertreffliches leistet, wie sie dies am
•ein S h“?' Fimmel empor. Ihr Gewissen war I glänzendsten bei Restaurierung und Ergänzung der Glas- Vorieban? PiTlPM n" nicht von der I mosaiken ber Markuskirche erwiesen hat. Unter anbern
ariihpif mr .In 'T.' patte sie bisher darüber ge- | sind dabei zwei Füllungen der Rundbogen über dem Portal
nidtiu '^^ckgekehrt war und I der Markuskirche durch bie Murano-Compagnie neu her- TPht Miitßt» r ? 'Ä mdyt 5Ur Wahrheit gemacht hatte. I gestellt worden, ©eenen aus ber Geschichte Veuebigs, bie wiua ' baKntdS euT? verspätete Regung des Ebel- I Figuren in farbenprächtige Gewänber gehüllt, bam matter tierfiinhM? hn^r11 Es Stärkeren ihn daran I Goldgrund. Die Wirkung ist überaus prächtig, wenn auch
.v^tte, und daß sich bei dieser Erkenntnis keine I unser, tu Venedig so auf die Schätzung des Alten gestimm- npmirt»91b ^-^iletds für den Unglückseligen in ihrer I ter Geschmack, die drei alten Füllungen, mit ihrer durch " ®eeIe regte, wer hatte ein Recht gehabt, sie I Verwitterung ausgeblaßten, feineren Farbenstelluna oarum zu verdammen! I vorzieht. a
Schluß folgt. I ' Der Besuch beider Fabriken, sowohl ber in Murano,
----------- . I wie ber in Venedig, steht dem Fremibling unentgeltlich
Die Venedig-Murano-Glaskompagrüe. ausschließt, daß der AugesteM Edjr^msk'erstjo Lebens!
c~, Nachdruck verboten. I und uns moralisch zu einem Ankauf zwinat ■— ein 23er»
^..^^elalter stand in Venedig das Kunst-'! fahren, das sich ja auch in den Spitzenfabriken und gewerbe tn höchster Blüte, und auch noch heute werden I anderswo in Venedig wiederholt.
bort wundervolle Erzeugnisse der angewandten Kunst her- I Es ist außerordentlich, interessant m fefieu mir mra Tn ben 9Jiu[een angehäuften Schätze, bie I dem rotglühenden, halbflüssigen Glasklumpen durch?Blasen
kunstvollen Kirchengeräte, und nicht zuletzt die reiche und mit einem langenßifenroSr“bie öSfS S ^MUiette Venetianer Architektur liefern dem bildenden wie bann die veWeb nen E senstZchÄt^L Zanam in M? fceCmhiÄ^ Olsten Motive und wenn auch Thätigkeit treten, um an HefX XäTR 2,e v vde, bie Ruchicht auf das kaufende Publikum ihn I kalken die feinere Ausarbeitung vorzunehmen Das ner» t»"bs-^hno-^tn9en' 1° äv-ch, ber Ge- | langt ein hastiges unb geschicktes Arbeiten; denn ist einmal
j.hmack durch die ständige Mhlung mit all dem Schönen | der richtige Zeitpunkt versäumt ist das Glas erstarrt fn
d", b-i alten CMfnp. ftteng« Ist g machÄ Lst-Lnch AL ,.üd sichjk
Grenzen eiiigehalten werden, und es kaum je zu Aus- I formen sich die kunstvollen Gläser die großen Blüten hir
r,unb Geschmacklosigkeiten kommt, wie das I einen Kronleuchter, die gebogenen' Arme die diese Blüten
deutsche Kunstgewerbe sie zuweilen leider aufweist. tragen sollen; allerdings ist jedet der Arbiter Sveziali
aHpr^nmnh^n C°n Markuskirche, dem Ausgangspunkt I und nur auf eine oder ein paar Formen eingeübt'nnnier- Wanderungen kommend, an ber reichten Seite des I hin verdient bie Gewanbtheit des Schaffens höchste Be- Markusplatzes^ unter den alten Prokuratien hinschlendert, | wunderung! Wie schon erwähnt, bietet das Gläsermuseum fJnex- nJd)lt proßen Laden stoßen, in | in Murano eine Menge von Vorbildern, "bie so weit wie nm S £ aenSfi I ««ÄS* <*“?. wider,eßen
unwiderstehlich fesseln, Prunkpokale, Vasen in'phantastischen Formen, großen Blüten, Delphinen, die eine Muschel- Mle tragen, schlanke Kelchgläser, tiefe, sonderbar gebogene schalen. Die Farben sind zart, ein mattes grün und rosa, I opalisierendes Glas mit Gold durchschossen, farbloses Glas, durch das sich weiße, bunte und goldene Wellenlinien ziehen, bie sich zu Streifen unb Bändern zusammensetzen, oöer dunkelblaues, bas eins der entzückenden Venetianer Spitzenmuster in Weiß einzuschließen scheint; ein eigener Reiz, ber sich zubem noch burch die Vorstellung des Zerbrechlichen, Vergänglichen verstärkt, liegt über dem Ganzen.
Es ist das Verkaufslokal ber Firma Testolini, b. h. wiederum nur ein Muster ber eigentlichen großen Maga- I Sme, bie bas ganze erste Stockwerk ber alten Prokuratien I klnnehmen. Namentlich bei Abend, wenn hinter den an- I einander gereihten Riesenfensterii eine Flut von elektri- I schem Licht aufflammt, wenn die gläsernen Herrlichkeiten, I bie mächtigen Blumenkronenleuchter strahlen unb blitzen, I ist der Anblick burch bie Massenhaftigkeit des hier Ver- I einigten überwältigenb. I
Wenn man von „Venetianer Gläsern" spricht, so | schweben einem dabei noch immer die Erzeugnisse ber |


