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Humoristisches

aller Frühe ankomme, und mit Dir?"

Sie werden nicht erschrecken," beruhigte sie der glück­liche Liebhaber,die Mutter hat manches Mal gesagt: Du verlobst Dich doch noch einmal unter der Weide."

Sie gingen schweigend, Hand in Hand, hin. Da tönte Glockengeläut aus der Ferne, und wie auf Verabredung standen sie still, die Hände fromm ineinanderfaltend, an­dachtsvoll und von dem süßen Gefühl ihres jungen Glückes durchschauert. Erst nach einer Weile lösten ihre Finger sich wieder.

Jetzt gehen wir unsre Palmen pflücken," sagte Fritz.

Verbreitung von Kmnkheiterr durch Kleider.

Von Dr. Otto Gotthilf.

------- (Nachdruck verboten.)

Gerechte Empörung. Fritz: "Du Ede, Dein Anzug wird aber ooch schon schlecht". Ede:Wat schlecht. Den Anzug hat ja mein Vater un mein Bruder schon ge­tragen, un nu soll er uff eenmal schlecht fin ? 1"

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Vorsichtig Hausfrau:Sie können sich einMittag- efsen verdienen, wenn Sie mir den Haufen Holz da klein machen." - Bettler:Hm ... was haben Sie denn gekocht?"

Wäsche und Kleidung sp elen in der Geschichte der Ver­breitung ansteckender Krankheiten entschieden eine viel wichtigere Rolle, als man gewöhnlich annimmt. Ebenso tote der Staub setzen fick auch die Krankheitskeime in den Kleidern fest und werden dann aus dem Krankenzimmer auf gesunde Mit­menschen übertragen. Dies ist durch zahlreiche Beispiele, namentlich bei Epidemien, nnzweifelhaft vewiesen, und zwar fast für alle Jnfectionskrankheiten, wie Pest, Cholera, Pocken, Typhus, Diphteritis, Tuberkulose (Schwindsucht). Daher ist es durchaus nothwendig, daß man Kleider, welche mit der­artigen Krankheitskeim-n behaftet sein können, desinflclren läßt- einfaches Klopfe und Bürsten genügt nicht zur voll­ständigen Entfernung derselben, ja wühlt sie sogar aus ihrem bis dahin unschädlichen Ruhestande auf.

Besonders groß ist die Gefahr der Kcankhettsuber- traguna beim Einkauf schon getragener Kleidungsstücke. Wie ost werden Wäsche und Kleider eines verstorbenen Familien­mitgliedes, nach nur oberflächlicher Reinigung an Alchändler verkauft. Solche Geschäfte bilden für die ärmere Bevölke­rung ohne Zweifel eine große Gefahr. Daher sollte gesetzlich geboten werden, daß Verkäufer getragener Kleidungsstücke diese nicht abgeben dürfen ohne den schriftlichen Nachweis, daß sie dieselben haben desinfieiren lassen. Natürlich müßte dieser Schein, am Anzug befestigt, dem Käufer mit aus- geliefert werden, damit er nicht noch zu einem ähnlichen Anzug verwendet werden könnte. Dann erst wäre man sicher, sich beim Einkauf eines getragenen Kleidungsstückes nicht etwa zugleich den Keim von Krankheit und Tod zu holen. Was nützt alles Forschen und Beweisen der i hygienischen Wissenschaft, wenn die Gesetzgebung daraus nicht die nothwendigen Folgerungen zieht!

Aber nicht nur der Verstorbenen Kleider können an­steckend sein, sondern auch derjenigen, welche an einer noch nicht zum vollen Ausbruch gekommenen ansteckendenschleichenden Krankheit leiden. Dies gilt besonders bei Tuberkulose, Dr. Kirchner sagt:Wer sieht, wie häufig der nicht von Jugend auf zur Reinlichkeit erzogene Menfch sich Mund und Nase am Rockärmel abwischt, oder Auswursreste an das Beinkleid schmiert, der kann sich einen Begriff davon machen, wie es möglich ist, daß Eiterkokken in getragene Beinkleider, und Tuberkelbazillen in getragene Röcke gelangen." Auch | in der Armee sollten nach der Entlassung der Reservisten

und vor einem unendlich wehen, bittern Gesüh, das sie noch nie gekannt hatte. Sie hatte es nie mit einem Menschen ; böse gemeint, und alle meinten es gut mit ihr- es war die erste wirkliche Kränkung, die ihr widerfuhr, und sie schmtt ihr tief ins Herz. Sie weinte unaufhaltsam fort, unbe­kümmert, ob Jemand sie in ihrer Demüthigung und Trost­losigkeit sah.

Und es sah sie Einer, er hatte auf der Lauer gelegen, als sie kam- und jetzt trat er leise und langsam näher mit einem Gesicht, das kaum geringeren Kummer verrieth, als der ihre war. Sie hörte ihn nicht kommen und schreckte zusammen, als er leise ihren Arm berührte und mit beklommener Stimme sagte:

Ich wollte wahrhaftig, ich hätte mir lieber einen Finger abgehackt als den Baum, weil Du Dich so sehr darum grämst."

Sie saßte sich schnell, so gut sie ko.tnte- sie wandte den Kopf nicht nach ihm um und sagte so trotzig wie das nicht zu unterdrückende Schluchzen es zuließ:Du hättest gar nicht nöthig gehabt, den Baum abzuhacken. Denn wenn Du mir damit sagen wolltest, daß Du alle Gedanken an unsere Kinderjahre längst abgehackt und ausgerissen hast, das wußte ich längst."

Er sah sie verwundert an.Das wußtest Du langst," sagte er langsam.

Jawohl."

Und Du, Rose?"

Ich?" Sie hielt den Kopf noch immer abgewandt und bohrte die Spitze ihres Schuhes in den Boden.Ich habe gedacht, wir könnten doch noch gute Kameraden sein, wie wir als Kinder waren und und"

Und darum warst Du immer so kurz angebunden und hast immer aus mich von oben herabgesehen."

Ich!" Jetzt flog der Kopf herum, und die Augen blitzten ihn an.

Was konnte ich anderes thun, als warten? Konnte ich Dir einen Krux machen und sagen: Bitte, sei so gut und sprich' ein Paar freundliche Worte mit mir."

Er mußte wider Willen ein wenig lachen. In die Augen konnte er ihr nicht sehen, denn sie hatte sie wieder abgewandt und gesenkt, aber er nahm ihre Hand. Sie zuckte wohl ein wenig, um sich ihm zu entziehen, aber als er sie fest hielt, blieb sie in der seinen, nicht ruhig- er fühlte, daß sie zitterte. Dann legte er feinen Arm um Roses Schulter und zog ihren Kopf an seine Brust, und , -

dann dann küßten sie sich unter Thränen und Lachen- die von denselben getragenen Wasche- und Kleidungsstücke

und das Merkwürdigste war, daß sie gar nicht mehr an ihre erst sorgfältig destnfietrt werden, bevor man sie den

alte Kindersreundschaft dachten, an der ihnen doch eben erst Mannschaften n Benutzung grebt. Besonders aber m°n

so viel gelegen war. wohlhabende Leute nie Kleider oder Wasche von Kranken

Der arme, schöne Baum!" sagte Rose nach einer oder Verstorbenen verschenken, ohne sie vorher einer De -

Weile und versuchte zu schmollen. infeetion unterziehen zu lassen.Welches Danaergeschenk sie

Er wird es schon überwinden," lachte Fritz glücklich, damit machen, ist ihnen jedenfalls ntdjt bewußt, sie wurden

Ich bin gewiß, wir werden noch Palmen von ihm pflücken, es sonst ganz gewiß nicht thun. Sie üben dann

als ein gesetztes Ehepaar. Für heute haben wir sie noch | Willen eine unbarmherzige Wohlthatigkett aus. nicht verloren, die Krone liegt auf unserem Hof - komm mit."

Aber was werden Deine Eltern sagen, wenn ich in

Redaction: I. V.: Hermann Elle. Druck und Verlag der Brühl'schen UniversitätS-Buch- und Steindruckerei (Pietsch & Scheyda) in Gieße«.