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2 Liter Kartoffeln und schneidet ste in Scheiben, ebenso für 5 Pfg. Zwiebeln. In ein Kafferol giebt man eine Schicht Kartoffeln, dann Fleisch, dann Zwiebeln und fährt so fort, zuletzt wieder Kartoffeln- gießt Wasser daran, bis es die Masse knapp bedeckt, deckt daS Kafferol zu und läßt das Gericht zwei Stunden dämpfen.
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Das Verkitten der Futzbodenfugen, auf das in neuerer Zeit aus hygienischen Rücksichten hingewiesen wird, läßt sich leicht und dauerhaft durch eine Mischung von frischem Käse (sogenanntem Quark) und ungelöschtem Kalk bewerkstelligen. Man nimmt auf fünf Theile Käse einen Theil Kalk und setzt, wenn man den Kitt gefärbt zu haben wünscht, gelben Ocker, Terra de Sienna, Caput Mortuum oder andere Erdfarben hinzu. Dieser Kitt wird in den Fugen zu einer steinharten Masse, die sich nicht im Wasser auflöst und dem nassen Scheuern widersteht. Das Dichtmachen der Fugen ist um so dringlicher geboten, als die Füllböden (Zwischenböden) gar oft mit altem Schutt und Abbruchresten abgerissener Häuser vollgefüllt worden sind, in denen sich Krankheitskeime befinden können, oder die organischen Krankheitsträgern zur willkommenen Zuchtstätte dienen. Dem Ungeziefer behagen die Füllböden ebenfalls als Brutnest, woher es kommt, daß Häuser oft trotz aller Mühe nicht von unangenehmen Mitbewohnern aus dem Jnsecten- reiche frei zu halten sind. Das peinlich genaue Verkitten der Fußbodeufugen macht dem Uebelstande sofort eine Ende.
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Um Metallgegenständen einen fast tiefschwarzen/ sich sehr gut bewährenden Anstrich zu geben, der sehr billig ist, schnell trocknet und ziemliche Hitze aushält, löst man pulverisirten Gummi-Asphalt in Terpentinöl auf und taucht die betreffenden Gegenstände in diese Lösung oder bestreiche sie damit. Die so lackirten Gegenstände erhalten ein sehr gefälliges Aussehen und die Lackirung ist sehr haltbar.
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Makartsträttste zu reinigen. Man bereitet aus weißer Seife, etwas Soda und warmem Wasser eine Lauge, in welcher man das Bouquet oder besser die einzelnen Gräser oder Wedel mehrmals hin und her schwenkt. Das Waffer, das Anfangs schnell schmutzig wird, muß oft erneuert werden. Auch beim Spülen ist wiederholter Wasserwechsel nolhwendig. Die Pampaswedel drücke man zwischen Tüchern vorsichtig aus und lockere sie durch häufiges Schütteln. Dann hänge man die einzelnen Stücke, auf Schnüre gezogen, an einer sonnigen Stelle frei auf, bis die Gräser locker und die Wedel glänzend weiß und dicht sind.
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Wie kann mau eine Gypsfigirr mit Kupfer broneirett? Die Figur muß vorher gründlich gereinigt werden. Dann streicht man sie mit einem guten, leicht trocknenden Leinölfirniß an, und zwar mittels eines weichen Pinsels, und so oft, bis sie keinen Firniß mehr annimmt. Dann bereitet man einen Lack von 150 Gramm Leinölfirniß, 150 Gramm nicht spirituosem Copallack und 10 Gramm Terpentinöl, indem man den Leinölfirniß mit dem Copallack auf mäßigem Feuer vereinigt und das Terpentinöl hinzumischt Mit diesem Lack wird die Figur ein bis zwei Mal überstrichen, bis sie einen gleichmäßigen Glanz erhalten hat. Nach 24 Stunden, wenn der Ueberzug nur noch ein wenig klebt, überpinselt man die Figur mittelst eines weichen Pinsels mit Kupferbronce und reibt sie so lange, bis sie ein schönes, glänzendes Aussehen erhält, mit Watte.
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Herstellung von Pauspapier. Man löst 10 Theile Paraffin in 90 Theilen Benzin oder stellt eine Mischung von Benzin tritt gebleichtem Mohnöl her, durchdrängt damit Seidenpapier gleichmäßig oder bestreicht es mit einer weichen Bürste.
der Darbe itt der Wäsche. Essig sogleich zur Waschbrühe gegeben, erhält blaßrothe und'grüne, zum letzten Waffer gegeben stellt er veränderte hochrothe Farben wieder her. Soda erhält purpurroth und bleiblau- reine Potasche erhält und bessert Schwarz auf reiner Wolle. Ist Farbe durch Saucen verändert, so stellt Salmiakgeist, mit 12Lheilen Wasser verdünnt, sie wieder her; ist sie durch Alkalien verändert, so stellt Essig sie wieder her.
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Wie find Wasserflaschen $« reinigen? Eine kleine rohe Kartoffel wird in feine Stückchen geschnitten, diese mit nur wenig Waffer in die Flasche gethan und umgeschüttelt. Schon nach wenigen Augenblicken wird man den guten Erfolg sehen und nach gehörigem Nachspülen vollständig klare« Glas haben.
Vermischtes.
Aberglaube in der Küche. In früheren Zeiten schrieb man einzelnen Speisen eine besondere Wirkung zu. Gebackene Hammelschwänze sollten Heiterkeit erzeugen und das Gedächtniß kräftigen. Schweinefleisch galt als ein Mittel gegen die Fallsucht. Gebratene Tauben sollten von trostbringender Wirkung auf den Genießenden sein- die Araber jedoch meinten, daß der Genuß von Taubenfleisch Fieber Hervorrufe. Hirschfleisch wurde allgemein für schädlich gehalten, besonders sollte es dumm machen. Dem Hasen rühmte man nach, daß der Genuß seines Fleisches schön mache. Msse sollten das Blut verdünnen und versüßen, und Mandeln vor Trunkenheit schützen. Granatäpfel, meinte man, erzeugen Liebe, Hagebutten dagegen Haß.
Die Vereinigten Staaten von Nordamerika hatten 1896 eine ungeheuer ergiebige Obsternte und überschwemmten Europa im vergangenen Winter mit Aepfeln, über deren Geschmack vielfach hin und hergerstritten wurde. Jedenfalls war plötzlich und unvermuthet besonders den deutschen Apfelzüchtern ein recht unangenehmer Nebenbuhler entstanden. Da wirb es gewiß großem Interesse begegnen, daß der »Praetische Rathgebrr Im Obst- nnö in seiner
neuesten Nummer aus der Feder eines sachverständigen Landsmannes, des Herrn W. A. Richter, der im Staate Wisconsin am Michigansee lebt, eine eingehende Darstellung der Apfelausfuhr aus Nordamerka giebt. Danach ist die Einfuhr nach England allein von 606 394 Faß im Jahre 1894 und 206 906 Faß 1895 bis auf 1 238 422 Faß 1896 gestiegen und dabei ist die Statistik noch nicht einmal abgeschlossen. Außerordentlich lehrreich sind die Beschreibungen, in welcher Weise der Auskauf, die Verpackung, der Versand und Verkauf der Aepfel geschieht, — Vieles, sehr Vieles läßt sich für uns Deutsche daraus lernen - wir könnten das Geschäst genau so gut machen, wie die Amerikaner. Die Nummer des practischen Rathgebers im Obst- und Gartenbau, in der der Aufsatz enthalten, wird auf Wunsch gern umsonst zugelchmt von derBerlagsbuchhandlungTrowitzsch u. Sohn in Frankfurt a. v.
Für Cacteenliebhaber. Die Cacteenliebhaberei ist s eit einigen Jahren in Deutschland und auch anderwärts wieder im Emporblühen begriffen, ein Erfolg, der wohl in der Hauptsache auf die rührige „Gesellschaft der Cacteenfreunbe" (Sitz Berlin) und auf die »Mävat«. schritt fttr «aeteentunbe'* (Neudamm) zurückzuführen ist. Auch ° e Wissenschaft hat sich naturgemäß in der letzten Zeit mehr mit dien eigenartigen, so lange stiefmütterlich behandelten Pslanzenfammi: » schäftigt. Nach langjährigen und eingehenden Studien in den 8™»* Sammlungen des In- und Auslandes hat sich der Vorsitzende „Gesellschaft der Cacteenkunde", Herr Professor Dr. C. f
Berlin, entschlossen, ein derartiges Werk abzufassen; dasselbe «l<9 unter dem Titel „Gesammtbeschreibung der Eocteen (Monograp Caotacearam) von Professor Dr. Carl Schumann. Mit einer tu 8 Anweisung zur Pflege der Cacteen von Karl Hirscht", in 10'm«“ 8 zum Preise von je 2 Mk. reich illustrirt im Verlage von I. Reummw in Reudamm (Provinz Brandenburg). Alle zwei Monate wird Lieferung herausgegeben, deren erste soeben erschienen ist. Cm P bogen, welcher einen genauen Ueberblick über die Art des g M Werkes bietet, wird von genannter Verlagsbuchhandlung iedem j essenten umsonst und postfrei geliefert.
Redaction: 8L Schetzda. — Druck und Berlag der Brübl'schen Miiverfitäts-Buch- und Steindruckerei (Pietsch & Sch-Yda) m «tat*
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