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RiUlinir, MM LN

f er Meister kann aus einem Messingstück

Leicht einen Berg von luft'gem Rauschgold schlagen;

So schlägt, rver's kann, aus einem Fünkchen Glück Sich einen Schwarm von heit'ren Tagen.

Frieda Schanz.

Gesegnet sei Dir beides, Schmerz und Lust, Und jedes Werk, das Du vollenden mußt. Doch Gott behüte Dich zu Deinem Heile Vor Krankheit, Mißmuth, Langeweile.

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Der Majoratsherr. i

Roman »en Nataly v. Eschstruth.

Der Graf nickte mechanisch.Gewiß, gewiß! es ist mir sehr lieb, wenn ich diese unerquickliche Angelegenheit nicht zu erörtern brauche!" und dann schritt er auf dem weichen Teppich abermals auf und nieder und murmelte: Er wollte auf das Majorat verzichten? unmöglich! es kann nicht wahr sein! wie sollte Rüdigers Sohn so aus der Art schlagen?" und nach kurzer Pause fuhr er wie im Selbstgespräch fort:Hartwig tobt. Es war wohl ein Glück für ihn. Wir Menschen spinnen unsere Pläne, aber der liebe Herrgott spricht nur allzu oft: Mein ist die Rache!"

Und der Majoratsherr von Niedeck sank schwerfällig in den Sessel zurück, stützte den Kopf in die Hand und starrte sinnend vor sich nieder.

Die Gräfin legte den Arm um ihr Töchterchen und zog sie in das Nebenzimmer.

Laß uns plaudern, Fränzchen, Du weißt, wie mir dies Alles und wohl noch mehr die Zukunft, das Herz bewegt!"

Da warf die Kleine den Kopf frisch in den Nacken. Nein, Mütterchen! wir wollen keine Pläne mehr machen! Hörest Du es nicht soeben vom Papa, daß der liebe Gott s nichts danach fragt, sondern seine eignen, wunderbaren Wege l geht? Darum fort jetzt mit allem Grübeln und aller l Menschenklugheit. Es wird schon Alles gut werden, und der gerade Wege bleibt immer der beste! Lies ein hübsches Buch, Mamachen, und zerstreue Dich! und ich"

Und Du?!"

Ich gehe einmal zu Pia und sehe, ob sie mich wohl einläßt I"

Die Gräfin nickte trübselig vor sich hin.

Der Regen rauschte gegen die Scheiben und die Welt sah so grau und trübe aus, wie sie vor den Augen eines Menschen liegt, welcher aus rosigen, hoffnuugsfrohen Träumen zur traurigen Wirklichkeit erwacht.

Sie konnte jetzt nicht allein sein.

Sie schritt zurück nach dem Nebenzimmer, setzte sich an die Seite ihres Gatten nieder und nahm seine Hand in die ihre. So hatten sie manch liebe Stunde daheim am Erker­fenster in Niedeck gesesfen und jenen großen, geheimnißvollen Plan ihres Lebens ausgesponnen, welchen Gottes Hand am heutigen Tage so wunderbar zu durchkreuzen schien.

* * *

Pia saß in ihrem kleinen Thurmzimmer und starrte thränenlos auf die grau in grau verschwimmende Rhein« landschaft hinaus.

Noch hatte sich der Sturm, welcher ihr Inneres durch­tobte, nicht gelegt, noch war sie kaum im Stande, die ganze Größe ihres Elends zu fassen und zu begreifen. Wie eine dumpfe, bleierne, unheimliche Schwere lastete es auf ihr und benahm ihr das Denken, und während ihre Pulse wie in Fieberschauern flogen und ihr Herzschlag sie zu ersticken drohte, empfand sie eine Eiseskälte, welche sie durchschauerte.

Nur eine einzige Wahnvorstellung beherrschte sie.Du bist auf das Schändlichste hintergangen und betrogen, von ihm, den Du geliebt hast, mehr wie je einen Menschen auf der Welt!"

Und sie preßte die Lippen, auf welchen seine Küsse noch brannten, in herber Qual zusammen und starrte voll wilder Sehnsucht nach dem Fluß hernieder.Möchte er doch heute mich selbst in kühlen Wogen betten, so wie er gestern meinen blühenden Liebcsgruß schimmernden Fluthen wiegte!"

Und dann preßte sie die kalten Hände gegen die Stirn und dachte voll bitteren Wehs:Was ist noch echt und wahr auf der Welt, wenn seine Liebe erlogen ist?"

Draußen sauste der Wind, der Treulose, als einzige Antwort auf ihre Frage.

Tante Johanna wußte von Wulff - Dietrichs listigem Anschlag und begünstigte ihn, das deuchte Pia sonder Zweifel.

Warum hätte sie sonst den freundschaftlichen Verkehr mit einem Affessor Hellmuth geduldet, selbst dann noch ge-