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Genr-innütziger.
Um das Odst recht lange und gut anfzndewahren, empfiehlt ein Abonnent des „Practischen Wegweisers", Würzburg, auf Grund seiner eigenen Versuche, dasselbe in Kisten mit Torfmull zu verpacken. Auf den Boden der Kiste kommt eine 5 Centim. hohe Schicht Torfmull, dann legt man die Früchte, wie sie vom Baume kommen, nebeneinander, doch so, daß sie sich nicht berühren und von den Kistenwänden 5 Centim. entfernt bleiben. Ueber jede Lage Obst wird so viel Mull gestreut, daß die Lücken zwischen demselben gefüllt und es von oben gut gedeckt ist. So fährt man fort, bis die Kiste gefüllt ist. Obenauf bringt man wieder eine 5 Centim. hohe Torfmullschicht. Auf diese Weise erhält man eine frostsichere Ucberwinteruug und es bleibt sich gleich, ob die Kiste auf dem Dachboden oder sonst in einem nicht frost- sreien Raum stehen muß. Selbst angestoßenes Obst fault langsamer und man thut gut, das tadellose mehr unten in d'e Kiste zu packen, das angestoßene aber nach oben, damit cs eher verbraucht wird.
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Aepfel-Airflauf. Acht Stück Borsdorfer Aepfel schält und reibt man, treibt sie mit 120 Gramm Zucker, 8 Dottern, dem Saft und der abgeriebcnen Schale einer Citrone flaumig ab, mischt den Schnee von fünf Eiweiß leicht darunter und bäckt es in einer mit Butter ausgestrichenen, ausgestaubten Form.
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Zur Herbstbepflanzung der Blumenbeete eignen sich, wie der „Praetische Wegweiser", Würzburg, schreibt, die verschiedenen Sorten Vergißmeinnicht und Stiefmütterchen, Silenen und Bellis. Im Herbst ist bekanntlich mehr Zeit zum Bepflanzen vorhanden, die Pflanzen entwickeln sich schöner und blühen zeitiger und die Beete bieten einen ordentlichen Anblick. Im Winter schützt man die Pflanzung durch Bedecken mit Tannenreisig vor dem Ausfrieren.
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Zur Düngung des Spargels im Herbste eignet sich, wie der „Praetische Wegweiser", Würzburg, schreibt, vorzüglich Abtrittsdünger. Wo dieser nicht in geeigneter Weise beschafft werden kann, wende man das stickstoffreiche Blutmehl an, welches sehr günstig auf den Ertrag des nächsten Jahres wirkt.
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Um eiserne Oefen zu putzen, entfernt man mit einer Borsten- oder Drahtbürste Staub und Schmutz von denselben und trägt in Essig aufgelösten, feingestoßenen Graphit mit einer kleinen Schmierbürste auf. Darnach wird m t einer anderen Bürste blank geputzt. Auch eiserne Ofen- thüren werden, so behandelt, schön blank.
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Esfigkürbis. Der Kürbis wird geschält, geschnitten und nachdem man alles Weichliche entfernt hat, auf 24 Stunden in Küchenessig gelegt. Anderen Tag's kocht man Weinessig mit Zucker (1 Liter Essig, 500 Gramm Zucker), gießt ihn kochend über den Kürbis und läßt ihn zwei Tage so stehen. Darauf gießt man den Essig ab, läßt ihn kochen, schäumt ihn ab, schüttet den Kürbis hinein und läßt ihn gläsern kochen. Er wird nun in Töpfe gethan, Zimmt und Nelken darauf und andern Tages zugebunden.
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Birneu-Compot (warm). Gute Birnen schält man, bestreut sie mit Mehl und bäckt sie goldbraun aus Rindsschmalz. Man kocht sie nun in Wein mit Zucker und Zimmt weich. Wenn sie angerichtet werden, läßt man den Saft allein noch etwas einkochen und gießt ihn darüber.
Blut vei Schnittwunden wird schnell gestillt, wenn man, wie der „Praetische Wegweiser", Würzburg, schreibt, Watte in heißes Wasser taucht und schnell tuf die Wunde legt.
VeriiEehtes.
Die Radlerin. Aus der Schweiz sendet dem „B. G.-A." eine academische Freundin folgendes niedliche Gcdicht- chen über ihren neuesten Sport:
Die Radlerin.
Anfangs hab' ich's auch getadelt. Und ich schwur, ich führe nie — Und nun hab' ich doch geradelt, Aber fragt mich nur nicht — wie?
Als ich neulich pfeilgeschwinde Steil herab gefahren bin, Flog mein Zweirad gleich dem Winde, Aber fragt mich nicht — wohin?
Ach, da gab es großen Schrecken Und mein Körper schmerzt mich so Von den vielen blauen Flecken, Aber fragt mich nur nicht — wo?
Und mein Rad, das arg ruinirte, Trug die Eisenbahn an's Ziel, Und der Radarzt liquidirte, Aber fragt mich nicht — wie viel?
Daß ich ausglitt, wenn's geregnet,
Leute anfuhr unverhofft, Ist mir gleichfalls schon begegnet, Aber fragt mich nicht — wie oft?
Angstvoll les' ich in den Sternen, " Ob ich jemals fahren kann — Ja, gewiß! Ich werd' es lernen, Aber fragt mich nur nicht — wann?
Schlechtes Zeugniß. Professor (eine Schwabe in der Suppe bemerkend: „Sie, was ist denn das für ein Thier, was in der Suppe herumschwimmt?"—Dienstmädchen: „Und der ist nun Professor der Zoologie?" * * •
Verplappert. Frau (die verreist war): „Dafür, daß Sie mich während meiner Abwesenheit so gut vertreten haben, können Sie sich eins von meinen seidenen Kleidern auswählen- welches wollen Sie?" — Dienstmädchen: „Na, dann schenken Sie mir das gelbe ... in dem blauen bin ich schon zu bekannt!" * * *
Bettlerfrechheit. „Gnäd'ge, schenken's mir was!" — Ja, können Sie denn nicht arbeiten?" — „Na, bis man von so schmutzigen Leuten was herauskriegt, das ist schon Arbeit genug!"
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Immer im Geschäft. Edith: „Mosesleben, heut' wird gegeben im Theater der „Kaufmann von Venedig!" — Der schwerhörige Moses: „Wie heißt de Firma?"
Literarisches
Die „Wiener SWo&e" veranstaltet bekanntlich eine große internationale Preis-Concurrenz für alle Arten weiblicher Kunstfertigkeit; unter den Mitgliedern der Jury für die Abthcilung A (Handarbeiten) finden wir auch Frau Tina Freiberger, Vorsteherin der Düsseldorfer Kunststickereischule, was für die zahlreichen kunstbefliffenen Damen aus unserer Gegend von besonderem Interesse sein dürfte. Heft 1 des elften Jahrganges der „Wiener Mode", welches das Programm dieser Preis- Concurrenz und die Liste der Jury-Mitglieder enthält, ist in jeder Buchhandlung erhältlich und wird auch aus Verlangen vom Verlage der „Wiener Mode", Wien, Wienstrahe, zugesendet.
Nedaction: 8L Scheyda. ■ Druck und Verlag der Brsthl'schen Universitäts-Buch- und Steindruckerei (Pietsch & Schehda) in Gieße«.


