Ausgabe 
23.7.1896
 
Einzelbild herunterladen

!in Franzose, t im Schiffs« ein kräftiger :n mit dem [en schrahlte entgegen, so hte; nur die gute Tacke« t schwierigen Viel widriger nangenehmen thätigen Auf« rnschaft auf» i mit den in ebenso aus it Mannschaft nal ein paar der kräftigen res Matro'en rnrner wieder jähzornigen lejjen Grimm YY ----- * - u «egen Den rr vier Augen tungen wegen er die Noth­ellen, daß ich

wir in der rite mich, er« Tagesdienst, zurückgezogen löchsten Zorne kte. Deutlich

Es dürfte me- mlitische Gleich- itium Wyoming Lahlrecht. Von der Frauen in ingig, während iten von Nord­vorigen JahreS och Vielweiberei ;cht den Frauen :n dem Aufsatze enenen Heft 20 : der vortrefflich le und elegante >ie sie in Bade- Sommerkleider, Garderobestücke

DieWiener ä 45 Pfg.) und

schrift für das nant j. 2). H- l Sigismund, en und enthält: :-Kreisen. Bon . P.) (Schluß ) Die Einnahme e 1760. Von en. Von Gene« ädchen-Parade.

Der Luftballon für Westafrika Gedenktage.

Splitter und

in Gießen.

Unterhaltungsdlatt zum Gießener Anzeiger (General Anzeiger).

re'

t /< Lg, -i 1

MM

Die Töchter des Popen.

Roman von Marguerite Poradowska. Deutsch von M. Pillet.

(Fortsetzung.)

Endlich zog derVerein der Ruthenen" trlumphirend mit lauter Begeisterung ein, Musik und Fahne an der Spitze, gleich dahinter dieVerbindung der Patrioten" und dieZu­kunft Galiziens".

Jeder Gesellschaft voraus schritten zwei junge Leute, die Brod in Form einer Torte und Salz trugen.

O, das Salz, was für eine bittere, symbolische Ironie auf die Freuden des Ehestandes, die der Thierarzt bisher genoffen! Er hatte den scharfen Geschmack derselben nicht bloß auf der Zunge, sondern auch in der Seele und in seinem ge« brochenen Herzen.

Die Deputationen waren in das Zimmer getreten; sie hatten militärisch Halt gemacht vor dem Seffel des Haus­herrn; aber die tapferen Patrioten geriethen ganz außer Fassung bei dem Anblick, der sich ihren Augen bot. Wie kam es, daß sie, anstatt ein zärtliches Turteltaubenpaar im Nest zu überraschen, in ein verräuchertes Spielzimmer geriethen und daß der Held, dem sie eine feierliche Huldigung darbringen wollten, hingefunken dalag, im unordentlichen Anzuge, mit auf­gedunsenem Gesicht und irren Blicken?

Diese Situation konnte nicht lange währen. Nun erhoben sich auch die Spieler, begrüßten die Vordermänner und er­klärten ihnen die Sachlage in wenigen Worten. Aber kaum war Vincenz' Verhalten bekannt geworden, als ein allgemeines Hurrah erscholl; Jeder wollte dem tapferen Kämpen, welcher immer auf der Bresche stand und stets seinen Grundsätzen und sich selbst treu blieb, die Hand drücken. Ja, ihn hielt weder Familie, noch Gattin, noch Liebe zurück, das Vaterland ging ihm über Alles, hurrah!

Die Begeisterung war so groß, daß nicht viel dazu fehlte, so hätten sie den Thierarzt aus dem Sessel gehoben und ihn im Triumph im Garten herumgetragen.

Diese orthodoxen Hunde! Wir werden sie entlarven, ver­nichten! Wie ließe sich da» ausbeuten für die nächsten Wahlen! Denn die Sache muß ein großartiges, ungeheure» Aufsehen

erregen, überall, in ganz Europa! Alle Zeitungen werden davon sprechen I Nicht» zi.ht ja mehr in der Politik, al» wenn ein Stückchen Roman dabei ist. Vincenz wird der Held Galizien» werden! Wir bekommen wenigsten» zehn Abgeord­nete mehr in den Reichstag!"

Nach diesem schwungvollen Ausdruck der Begeisterung mußte man nothwendig etwas trinken.

Die Brautführer schenkten ein. Aber diese lärmende Lust bildete einen peinlichen Gegensatz zu dem niedergeschlagenen Gesicht des so lebhaft Beglückwünschten. Er versuchte zwar aufzustehen, zu reden, aber die Worte erstickten ihm in der Kehle. Trotzdem mußte er die Toaste mit anhören, die auf seinen Muth, sein großes Herz, das Gelingen der beabsichtig­ten Scheidung, den Sturz der Feinde ausgebracht wurden.

Man hatte freilich gehofft, den Thierarzt die Scene vom Abend vorher mit einem erneuten Ausbruch der Entrüstung noch einmal wiederholen zu sehen; aber man mußte sich auch ohne dies Schauspiel zufrieden geben, denn er schien durchaus nicht dazu aufgelegt, sondern wirklich übermüdet zu sein.

Nach und nach beruhigten sich die Patrioten. Eine Hand- bewegung ihre» Führers wies sie an, sich ordnungsmäßig auf- zustellen, nachdem die drei vereinigten Musikchöre Vincenz zu Ehren das berühmte Lied:Bartholomäus, verlier' die Hoff­nung nicht . . anzestimmt hatten.

Noch einmal sah man auf dem grünen Rasengrunde die rothen Confederatkas zu zwei und zwei vorüberziehen, dann verschwanden sie alle hinter dem dunklen Laubwerk der Kirsch­bäume.

Al» e« wieder still im Hause geworden war, fragte einer der Kartenspieler, sich dehnend, ganz phlegmatisch:Nun, spielen wir die Partie zu Ende?'

Ja, natürlich."

Und wie die Pferde zu der Krippe, kehrten sie zu ihren Karten zurück.

Vincenz sah ihnen mit Widerwillen im Herzen zu und ihre Gleichgiltigkeit gegen seinen Kummer verletzte ihn tief. Sie schienen da» fast übermenschliche Opfer, da» er brachte, nicht zu bemerken und nur die eine Frage, die Politik und den Nutzen, den ihre Partei an» dem Zwischenfall ziehen könnte, im Auge zu haben.

Während der Unglückliche in schmerzliche» Sinnen versank,