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hatte keine Bedienung, sie that Alles wie auch sonst allein und Wolf fragte nicht einmal darnach, ob es ihr auch zu schwer würde. So hatte fie ihn schon verwöhnt.
Die Entscheidung war nun entgiltig für Corfu gefallen. Man ging mit mehreren Nachtstationen nach Brindisi, um sich von dort auf einem Lloyddampfer nach dem sagenreichen Eilande einzuschiffen. (Fortsetzung folgt.)
Gemeinnütziges.
Gemüsegarten im März Wenn bas Wetter im Februar Aussaaten nicht gestattet, müffen, sobald der Boden dazu geeignet ist: Früherbsen, Puffbohnen, Schwarzwurzeln, Petersilie, Möhren und Zwiebeln gesäet werden, von Mitt« März ab auch Salat, Spinat, Kohlrabi und Radies ins freie Land. Für schweren und verunkrauteten Gemüseboden ist Reihensaat da» beste, damit sehr bald gehackt werden kann. Die aufkeimenden Erbsen werden durch überspannte blaue Baumwolle gegen Spatzen geschützt. Spargelbeete werden flach untergraben. Wirsing und Blumenkohl für Frühkultur säe ins freie Land, nur wenn keine Mistbeete vorhanden. — Mistbeetaussaaten werden fortgesetzt. Mistbeete gqätet, ge- goffen, gelüftet. Ende des Monats kommen von Kohlrabi, Salat rc. bei günstigem Wetter die Fenster ab, damit Anfang April ausgepflanzt werden kann. Schnittlauch, Esdragon werden neugepflanzt oder umgepflanzt. Die im Herbste aus- gelegten Erdbeerbeete ausgebeffert und nachgepflanzt. Winter- falat wird gepflanzt, im Herbst gepflanzte Wintersalatbeete nachgebeffert.
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Das Anfertigen von Frühbeetfenstern ohne Gßas bildet jetzt, wo im Freien noch nicht viel vorgenommen werden kann, eine nützliche Beschäftigung. Man spanne auf ein Lattengestell in Fenstergröße Pergamentpapier, oder starkes in Oel getränktes weißes Papier, oder Muffelin mit Oelfirnts überstrichen. Diese billigen, Licht durchlaffenden Fenster find im März beim Anbau der Gemüsesetzlinge als Schutz gegen Kälte oder zu starke Sonnenstrahlen gut zu verwenden, sie verhindern die Wärmeausstrahlung, geben also in nicht zu kalten Nächten genügenden Schutz; die Auslagen hierfür sind viel geringer als für Glasfenster. *
Um Strohmatte«, welche zum Decken der Mistbeete rc- Verwendung finden, außer Gebrauch vor dem Verderben bringenden Mäusefraß zu schützen, verfährt man aus folgende Weise: Die Strohmatten werden in trockenem Zustande alle auftecht dicht aneinander gestellt, auf die oberen Sturzenden wirst man dann eine größere Menge ganz trockenen, feinen Sand. Sobald fich die Mäuse einnisten wollen, rieselt durch die geringste Bewegung der Sand nach unten. Die Mäuse werden sich sofort verziehen, denn fie ertragen es nicht, wenn der Sand in ihre Augen kommt. Sollen die Matten alsdann gebraucht werden, so läßt fich der Sand sehr leicht durch ein paar Schläge herausschütteln.
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Allen Papageiarten, hauptsächlich aber den größeren, wohnt ein ausgezeichneter Nagetrieb inne, der von jden Be- fitzern solcher Thiere leider noch immer zu wenig beachtet wird. Zur Befriedigung dieses Nagetriebes, bezw. zur Beschäftigung für ihre Schnäbel, müffen diese Thiere deßhalb öfters Nagestoffe, wie weiches Holz, Eierschalen, ein Stückchen Sepia oder zuweilen eine Nuß erhalten. Erhält der Vogel diese Stoffe nicht, so greift er schließlich sein eigenes Gefieder an und verstümmelt es aufs Scheußlichste. Das Schlimmste aber bei der ganzen Sache ist, daß man einem solchen Vogel, sobald er erst einmal Federn zu fressen angefangen hat, diese Untugend nur sehr schwer, mitunter gar nicht wieder abgewöhnen kann und der Besitzer desselben ist in der Regel stets geneigt, alle möglichen anderen Ursachen, wie Ungeziefer und
dergleichen als Ursache anzunehmen, anstatt seiner eigenen, unrichtigen Behandlungsweise.
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Den hohen Werth der Geflügelzucht al» Neben- erwerbszweig der Landwirthfchaft hat man in anderen Ländern, wie Frankreich, Belgien, Italien und Ungarn schon längst erkannt. Bei uns aber verschließt man sich noch immer dem Gedanken, daß aus so Kleinem Großes geschaffen werden kann und widmet deßhalb der Sache keine Aufmerksamkeit. „So hat er mein Vater gemacht und es war gut, so kann es auch bei mir bleiben."
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Die Entenzucht wird in manchen Wirthschaften noch lange nicht in der Weise betrieben, wie sie es ob ihres großen Nutzens eigentlich verdient. Die leichte Aufzucht der Enten, sowohl wie ihr wohlschmeckendes Fleisch sollte schon Veranlassung genug sein, daß die Zucht derselben weit mehr betrieben wird, als es bi« jetzt der Fall ist. Doch nicht dieser Vortheil ist es allein, den uns die Entenzucht bietet, wir erhalten auch sehr schöne, große Eier von diesen Thieren, je nach Ra„e 80—120 Stück, die fetter und nahrhafter al» Hühnereier sind, nur nicht den feinen Geschmack derselben haben. Al» einen Schwimmvogel, von der Natur auf» Wasser angewiesen, muß man der Ente dieses nach Möglichkeit bieten. Und gerade dieser jUmstand scheint bisher der Ausbreitung der Entenzucht sehr im Wege zu stehen. Es ist nun freilich nicht auf jedem Hofe ein kleiner Bach oder Teich vorhanden, doch kann man sich nöthigenfalls durch Herstellung eines gemauerten Bassins in der Nähe eines Brunnens sehr gut helfen. Die» Bassin muß von Zeit zu Zeit mit frischem Brunnenwasser angesüllt werden und eine Vorrichtung zum Ablassen des schmutzigen Wassers haben, ferner muß das Bassin so tief sein, daß die Enten vollständig untertauchen können, und ist der Boden desselben zollhoch mit grobem Kies auszusteuern. Die Enten kann man mit Recht zu den Allesfressern rechnen, denn alles, was sie überhaupt nur finden und verschlucken können, fressen sie auf, obwohl fie die Fleischnahrung jedem anderen Futter vorziehen. Sehr gut ernähren sie fich auf kleinen Gräben oder Pfuhlen, deren Oberfläche mit Meerlinsen bedeckt find, da es in denselben von allerlei Gewürm und Jnsecten wimmelt. Die Enten haben die Gewohnheit, ihre Eier zu verlegen, daher fühle man die Enten in der Legezeit (Februar bis Juli) am frühen Morgen, bevor man sie aus dem Stalle läßt und halte die legenden so lange eingesperrt, bis sie das Ei geworfen haben. Zum Ausbrüten der Eier benutzt man mit Vortheil Hühner oder Puten (Brüte- zeit 28 bis 30 Tage). In den ersten Tagen nach dem Ausschlüpfen erhalten die Küchlein geriebenes Brod, hartgekochte und gehackte Eier, später frischen Schmierkäse mit gekochten und gequetschten Kartoffeln, mit gehacktem Salat vermengt. Nach 8 bi» 14 Tagen können sie mit Gerste und Erbsenschrot, gekochten und gequetschten Kartoffeln und dicker Milch gefüttert werden und muß dieses alle zwei Stunden am Tage geschehen. Als Hauptsache ist für frisches Trinkwaffer zu sorgen. Zum Mästen der Enten sind Maisschrot, Rüben, sowie Gerste zu empfehlen. Am Tage empfiehlt es fich, nur Weichfutter zu füttern, und zwar in warmem Zustande; zur Nacht wird ihnen Gerste vorgeschüttet. Als empfehlenswerthe Raffen sind die Aylesbury-, Peking- und Rouen-Enten anzusehen.
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Seezungen aus normänische Art. Man salzt die Seezungen, wendet sie in Eiweis und geriebenem Brode, brät sie in Butter und richtet sie mit folgender Sauce an: Drei rohe Eidotter verrührt man auf Eis mit ‘/4 Liter Pco- venceröl, einen Theelöffel Senf, zwei Eßlöffel dicker Auflösung von Liebigs Fleischextract, einem Eßlöffel Estragonessig, dem Safte einer Cttrone, Pfeffer, Salz und gewiegten feinen Kräutern zu einer dicken Sauce° die man kühl stellt und sie apart zu den Seezungen servirt.
Redaction: A. Gcheyda. — Druck und Verlag der Brühl'schen UniverfiKts-Buch- und Steindruckerei (Pietsch & Scheyda) in Gießen.


