Ausgabe 
20.7.1895
 
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V,

LII.

btirf ?i l ch so dringend gebeten, jeden Augen.

!i ;pjrer bedürfe, Sie rufen zu lassen, machen Sie ein so mürrischer, vorwurfsvolles Gesicht wie mein Onkel" bft8uöe Mädchen schmollend.Ich habe große

Ä wollen.""" flW W äU fw roas ich Ihnen hätte bin S« Em recht gut, daß ich jeden Augenblick bereit

3hnen zu dienen, wenn Sie mich wirklich brauchen, aber enn Sie mich nur aus kindlichem Muthwillen herbeiaerufen haben, so setzen Sie uns Beide nur einer großen Gefahr aus."

Nun, jedenfalls hätten Sie mit Ihrem Urtbeil warten kennen, bis Sie gehört, was ich Ihnen zu sagen habe," lautete ihre muthwillige Antwort.Wissen Sie, was Onkel Treville 2 Er will Miß Cora, das räthselhafte Fräulein lassen, weil sie meinem seligen Papa twas gestohlen hat und Lord Belfort bei seiner Flucht behilf­lich gewesen ist . . . er hat sich auch bemüht, Alles über sie ^^..^sah^n, wie sie noch Kind war, bevor Papa sie im Lause e allen Frau gefunden hat; und wenn sie erst Hier ifl ÄM, S d°«°E machen w« MS M Ä * gfVV »«, unb I» bin di-,-« Strange«, 2 SSt rS'k WJKunb die flammende Röthe auf ihrem Gesicht ließ das Geständntß ahnen, das sie abzulegen 1

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»Ich will fort von hier . . . wenn Sie mir hob«: i behilflich fein wollen, wenn Sie mich wirklich lieben, RuperU« re, " x °' ®Je scherzen! rief der junge Mann erschreckt Es wäre geradezu Wahnsinn, wenn ich . , ?

norU'Ä Ä i($ meine es völlig im Ernst "

Elihl.Sie sagten mir schon vor langer Beit dak lieben . . . . wenigstens würden Sie sich sonst mir I Warten?" gezeigt haben. Und was nützt auch dar

Netto, es wäre Wahnsinn!" beschwor sie Ruvert e Sie auch jetzt darüber denken mögen, später würden Sie bittere Reue empsinden, wenn Sie die »krau etnp» nrnt»« unbekannten Menschen wären, anstatt die Ihnen rechtmäßig waae"ick"ni»?^ung in der Welt einzunehmen. Nein, das L'Z-Arenh« zn ,V"°' °°" * ** - trtÄSÄÄSJ* b" - SSLftte u."d.mit .w-is-inb-.

Lord Ernst Belforts Loos stand in traurigem WidersvruL mit seiner ruhelosen Natur. Geduld und Entbehrunaen mar?n die harten Prüfsteine, di- ihm während vieler Monäte"na» ftinem unglückseligen Duell mit

SZÄ ^enthalte auf Schloß Biddulph war die Z"' fangenschaft in der einsamen Schlucht gefolgt und nun fmtt# ---in-Witte MuWtoe in DmWIand T ,S ßiUen, einfachen Hanfe gefunden. Es war sehr ärgerlich für einen langen, ihäligen Mann, der an ein inxnriöfes Leben ae. »«"t »«. i« einer Stte «ingefperrl inein, ble tin?m Ä. ««f-n wäre. Und

geworden^ AuL^g/ s^ "^b "g, wäre Ernst melancholisch geworoen. Auch,etzt saß er, wie gewöhnlich, wenn er allein ®a,r' ben Kopf in der aufgestützten Hand ruhend, die Auaen °uf das Meer gerichtet, das ihn von feine?

NkünLanbr lrermle, (n dgM Reichthum, Ehre und große Be« wiebttznrüRe^n bfomite.b* * **

Cora, meine arme Cora l" murmelte er leise <m m« I aber sanftem te und mit zweifelndem,

Z°Mch'zu klagen, während Du dt so "viel für'Zch ge" Gesich?^ SIid ^oute er nieder in ihr schöne-, erhitzt.

mbaakbar ist." ' )e!!' ri^ delforl nicht ganz j J!'6 "14 nicht, sonst tonnten Sie mich

w« ÄÄ W ** H »e % aber er W« W 3"t" m"« mertte K « B!Ä^uÄ,feh' -b-r"L' 'S Ein Zen-e, baß ich Sie liebe,- Werte er, SW"* J VMä »D®,

tBun?" fr"Jnfpn h? e EE^^^NNN ich irgend etwas für Sie g mird mich als habsüchtigen, hassenswerthen Glücksjäger ver-

®tin1tne Adeles, der Nichte der urtheikn. Sparen Sie mir biete «una i<5 m

Lord Bel or n^ st. " ^Ä"^nem Hause bei Bremen hatte ü6ec wachen, Ihnen helfen, Sie beschützen."

un gkfund n feiner ^uA aus England Zuflucht gebucht ... »ffo meinen Sie es aufrichtig und wollen stets gut und

ÄW w-nbi-stch -rfchr-cht um. »FÄftÄ-W«! »

trautia^ 8' 5t8uleln Adele .... nichts!" antwortete er. , »Ja» ja, meine einzig Geliebte, Abgott meiner Herzens!"' ^uung. I sagte er leise und wollte gehen.

Lord'w Är ble Fnlerlistige Adele, als sie dem ~ Aber in demselben Augenblicke hörte man, wie sich schwere

Kons SS Aulen wandte.Und ich hätte doch meinen Tritte dem Zimmer näherten.

basten w?" baß er den Namen des räthsel- r, «Barmherziger Gott . . . das ist mein Onkel!" rief sie nannt b e unä Allen gefährlich wurde, vorhin ge- I erschreckt aus.Aber seien Sie unbesorgt, er wird nicht ein-

m 8aL treten, bevor Sie fort sind. Ich werde die Thür verschließen

MIL I und ihn so lange draußen warten lassen, bis Sie in Sicher-

aber Werte er. !

' 018 " i«-m Banbair be.SU J Ät'ÄSX« ÄÄS bevor er hinabstieg.

Ringsum schien Alles still und sicher; nichts verrieth die Nähe eines Menschen und Rupert ließ sich hinab.

Schon war er dem Boden nahe, aber in demselben Augen- blick, wo sein Fuß die Erde berührte und er von dem gefähr­lichen Orte fliehen wollte, legte sich eine Hand auf seinen Arm und eine kräftige Stim iie rief:Junger Mann, was soll das heißen? Sie treiben sich, wie mir scheint, in unerlaubter Ab sicht hier auf meines Herrn Besitzung herum!"

Widerstand wäre nutzlos gewesen, da noch eine stämmige Gestalt neben der ersten auftauchte. Und voll Wuth, Scham mrd Entrüstung überließ sich Rupert schweigend dem festen Griff, der ihn zurück dem Hause zuführte.

LIV.

Ponsford, der von keinem wirklichen Criminalbeamten, sondern nur von einem Beamten eines Privatdetectiv-Jnstituts begleitet war, hatte beschlossen, über Bremen nach Frankreich mit Cora zu reisen. Er wollte dort wie zufällig eine Begeg­nung Coras mit Frau Falkner herbeisühren und auf diese Weise vielleicht etwas Licht in die dunkle Herkunft Coras bringen.

Einige Stunden nach der Ankunft der drei Personen in Bremen wurde die Thür des Hotelzimmers geöffnet und halb