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ich es bin. Ich habe keine Möglichkeit, Ihnen meine Dank­barkeit anders als durch Worte zu beweisen; aber Sie werden mir hoffentlich glauben, daß sie darum nicht weniger tief und aufrichtig ist.» (Fortsetzung folgt.)

Gemeinnütziges.

Zur Behandlung von erfrorenem Obft. Bei erfrorenem Obste find zwei Fälle zu beachten. Entweder ist das Obst gänzlich erfroren und dann ist es nicht zu retten oder es ist, wie es glücklicher Weise meistens der Fall, nur angefroren und dann ist es verhältnißmäßig leicht wieder in guten Zustand zu bringen. Sobald man bemerkt» daß das Obst gefroren ist, sollte man dasselbe sofort erwärmen, damit der Gefriervorgang nicht weiter fortschreiten kann. Dieses Erwärmen soll aber möglichst langsam stattfinden. Ein Untertauchen des Obstes in Wasser ist zu verwerfen, wenn man das angefrorene und wieder herzustellende Obst hinter­her noch längere Zeit aufheben will. Auch ist das Angreifen mit warmen Händen zu vermeiden. Ist es möglich, den Lagerraum bald etwas zu erwärmen, so läßt man die Früchte am besten liegen; andernfalls bringt man sie unter Vermeidung von warmer Berührung und von Druck in einen wärmeren Raum, wo sie, zugedeckt, langsam aufthauen können. War das Gefrieren so stark, daß das Obst sich durch langsames Auftauen nicht mehr retten läßt, so versucht man dasselbe in gefrorenem Zustande zu behalten und allmälig zu consumtren. Werden aber gefrorene Aepfel in Wasser gelegt und dann sofort gekocht, so verkochen sie wie gesunde und haben auch den Geschmack von solchen. Läßt man sie aber aufthauen und an der Luft liegen, so bekommen sie infolge chemischer Umsetzungen einen eigenthümltchen Beigeschmack und auch das Verkochen geht weniger gut von statten.

Hand und Fuß. Ihre Pflege, ihre Krankheiten und deren Verhütung nebst Heilung von Sanitätsrath Dr. I. Albu. Mit 30 Abbildungen. Preis 1 Mk. 80 Pfg. in Original-Leinenband 2 Mk. 80 Pfg. Verlag von I. I. Weber in Leipzig. In sehr lehrreicher und allgemein ver­ständlicher Form schildert der Verfasser alles Wissenswerthe über den Bau und die Funktionen dieser wichtigen Körper- theile. Der Hauptwerth des kleinen Werkes beruht aber in der sorgfältigen Beschreibung aller für die Pflege von Hand und Fuß zu berücksichtigenden Punkte, und gerade dieser Haupt­abschnitt wird für jeden gebildeten Leser nicht nur sehr an­regend, sondern auch nutzbringend und werthvoll sein.

Vevumsehtes.

Kindermund. Onkel:Wie gefällt Dir denn Euer Arzt, Hänschen?» Hänschen:Ach, gar nicht! Neulich hatte ich einen Husten, daß ich mindestens 14 Tage hätte aus der Schule bleiben müssen, aber der dumme Doctor hat mich schon in zwei Tagen wieder gesund gemacht!»

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Galant. Richter:Wie heißen Sie?» Zeugin (alte Jungfer):Anna Meyer!» Richter:Wie alt sind Sie (sich zu ihr vorbeugend, leise) vor fünfzehn Jahren ge­wesen?» Zeugin (erleichtert):Fünfundzwanzig Jahre!» »

Erklärlicher Vorbehalt. Erster Student:Ist es wahr, daß Dein Alter sämmtliche Forderungen von Dir übernommen hat?» Zweiter Student:Das heißt nur die, welche ich nicht selber auspauke!" $ *

D ann allerdings. Cousine:Also Du hast Dich gestern verlobt, Cousin; ach, das denke ich mir poetisch I Hast

Du denn bei der Erklärung vor Deiner Braut auf den Knien gelegen?» - Cousin (zögernd):Nein, dar könnte ich nicht sie saß ja darauf!»

Immer Fachmann. Besucher (einen Musiker um Bescheid fragend):Wohnt hier Herr Müller?» Musiker: Nein, eine Octave höher!»

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Zu rücksichtsvoll. Maler:Was hör ich, verehrter Freund, Sie waren vergangenes Jahr auch am Aequator? Wie ist es nur möglich, daß wir uns dort nicht gesehen haben?» Professor:Pardon! Ich hab' Sie freilich ge­sehen. Sie waren aber so beschäftigt, und da wollt ich nicht stören.»

Militärisch. Lieutenant:Ich höre Stimmen im Salon. Ist denn Deine Kaffeegesellschaft noch nicht zu Ende?» Gattin:O ja, längst! Ich habe nur noch einige Damen zur Kritik versammelt!" *

Hyperbel. Unteroffizier (zum Rekruten, der in seinem Civilverhältniß Postbeamter ist):Wie der Mensch wieder am Reck da droben baumelt! Mit den Händen telegraphirt er und mit den Beinen trägt er Briefe aus!"

Höfliche Zurechtweisung. Student (heimwärts- gehend, singt):Guter Mond, Du gehst so stille» Gendarm: Na, so nehmen Sie sich doch an ihm ein Beispiel!»

Literarisches

Ein interessantes Kapitel vom Wahrsagen enthält ba£ neueste Heft der beliebten illustrirten Familien-Zeitschrift ««tt« Et»nde» (Berlin W. Deutsches Verlagshaus Bong & Co., Preis des Vierzehntagsheftes 40 Pfg.) In den ältesten Zeiten verwendete man gern Thiere zum Wahrsagen, und schließlich war jeder Hahn dazu gut genug, um Demjenigen, der sich Raths von der Zukunft erholen wollte hülfreich zur Seite zu stehen. Man schrieb einfach das Alphabet aus die Erde, legte auf jeden Buchstaben ein Weizen- oder Gerstenkorn und stellte dann diejenigen Buchstaben, von welchem der Hahn, den man vorher hatte hungern lassen, die Körner absraß, zu Wörtern zusammen. Ein Schriftsteller des Alterthums berichtet uns, wie ein Hahn auf solchen Wege der Wahrsagung die Thronfolge im römischen Reiche entschieden hat. Durch einen Hahn sollte nämlich bestimmt werden, wer nach dem arianischen Kaiser Valens den Thron besteigen würde, und die Chronik meldet:Libanius Rhetor und Jamblichus, des Prochius Lehrmeister, haben durch energische Andeutungen eines Hühnerhahnes, wer nach Kaiser Valens das Reich erhalten würde, sich zu erkundigen unter­wunden; sind darauf Herkommen und haben die 24 Buchstaben in den Staub, womit eine area oder Platz bestreuet gewesen, umschrieben, haben auch auf jeglichen Buchstaben ein Körnlein Weizen oder Gersten gelegt. Darauf ist der Hahn nach etlichen recitirten Gebeten losgelassen. Von welchen Buchstaben der Hahn die aufgelegten Weizen- oder Gersten- Körnlein genommen und verschlungen, selbige haben sie zusammengesetzt und daraus vermeinet, den Namen des nachfolgenden Kaisers zu er­halten. Weil nun aber der Hahn damals von den Buchstaben Th. E. O. D. die Körnlein weggenommen, ist gleichwohl die Sache zweifelhaftig gewesen, denn die Buchstaben den Namen Theodosium, auch Theodorum, auch wohl Theodotum haben bedeuten können. Nachdem solches Kaiser Valens vernommen, hat er nicht allein auf unterschiedliche, so besagte Namen gehabt, einen Argwohn geschöpft, im Besonderen auch dieselben gar lassen aus dem Wege räumen. Aber es hat gleichwohl ein hi­spanischer tapferer Kriegsheld mit Namen Theodosius, welcher der Ordnung nach der 43. Kaiser worden, Szepter und Krone bekommen müssen.» Diese Art des Wahrsagens mit dem Hahn existirt übrigens heute noch, und zwar am meisten in Rußland. Dort lassen sich die heirathslustigen Mädchen durch einen Hahn vom Alphabet die Körner aufpicken, um aus den bezeichneten Buchstaben den Namen des Zukünftigen zusammen­zustellen. Ungemein fesselnd sind wieder die Romane der Zeitschrift, obenan Alexander Baron von Roberts tiefergreifende Kriegserzählung Schlachtenbummler" und Rudolf Elcho's meisterlicher RomanDi- Pflicht des Starken." Die populairen Artikel bieten reiche Abwechselung; in den Illustrationen ist jedes Heft ein Sammelalbum der besten Werk- modernen künstlerischen Schaffens, und in der GratisbeilageJllustrirte Klasstkerbibliothek" mit Eichendorff's Gedichten wird ein Schatz für jede Bücherei geboten.

Redaetion: A. Scheyda. Druck und Verlag der Brühl'schen UniverffMs-Bnch- und Steindruckerei (Pietsch & Scheyda) in Gieße«.