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hat «uch mir ihr rttitM Herz, ihre «ebe und Treu« bewahrt und ist entschlossen, mein Weib zu werden/
(Fortsetzung folgt.)
Der „Voss'sche Milbenfänger."
(Deutsche» Reichs-Patent No. 78010.)
Der in seiner Fürsorge um die Pflege und den Schutz unserer Stubenvögel unermüdliche Hoflieferant Herr Gustav Vor« in Köln hat neuerdings das Inventar der Hülfs» mittel zur Pflege der Vogelwelt und des größeren Haurge- flügelr um eine Erfindung bereichert, welche in interesfirten Kreisen berechtigtes Aufsehen macht und unstreitig als ein gewaltiger Fortschritt auf dem Gebiete der Vogelpflege zu bezeichnen ist. Es handelt stch um nichts Geringeres, als um die radikale Vertilgung der Milbe, diese« zähesten und schlimmsten Bedrängers der Stubenvögel und de» Hausgeflügels.
Wir waren von altersher gewöhnt, die Milbenplage als ein liebet anzusehen, gegen welche« „lein Kraut gewachsen" sei, denn wenn er auch an klugen Rathschlägen und allerhand Mittelchen zur Bekämpfung derselben niemals gefehlt hat, so wußte doch der Vogelfreund au» eigener Erfahrung, daß im günstigsten Falle vielleicht eine vorübergehende Milderung, keineswegs aber eine totale Beseitigung der Plage erzielt werden würde. Die winzige Milbe, mit bloßem Auge kaum sichtbar, weiß sich gegen jede Verfolgung sehr geschickt zu schützen. Man mag den geplagten Vogel noch so gründlich reinigen, ihn mit milbenmordenden Sub- stanzen noch so sehr bespritzen und einreiben: die Milbe wird in dem dichten Gefieder an schwer erreichbaren Stellen immer ein sichere» Versteck finden. Tagsüber halten sich diese Schmarotzer bekanntlich zumeist in den geheimsten und verborgensten Ecken und Winkeln des Käfigs, in den Ritzen der Sprunghölzer und Sitzstangen verborgen und erst wenn das Dunkel und die Stille der Nacht hereingebrochen, fallen sie in großen Massen über ihre Opfer her, sättigen sich stundenlang am Blut derselben und suchen erst mit eintretender Tageshelle ihre Schlupfwinkel wieder auf.
Nur der bewährte Fachmann, der da» lichtscheue »er» derbliche Treiben der Milbe vielfach zu beobachten Gelegenheit hatte, nur der wirkliche Vogelfreund, der Mitgefühl besitzt für die Leiden der gefiederten Welt, konnte sich dazu verstehen, Zeit und Mühe auf die Erfindung eine» Mittel» zu verwenden, dessen Bewährung im Vorau» nicht» weniger al» gesichert erschien. Keiner war berufener zu dieser Aufgabe al» Herr Vos», dessen ornithologische Großhandlung mit ihren unerreicht vortrefflichen Vogelfutter-Speciall- täten, die allein ein ruhmreiche» Blatt in der Geschichte der Vogelpflege ausmachen, durch ganz Deutschland stch verdienter Anerkennung erfreut.
Der „Voss'sche Milbenfänger" besteht aus zwei ungleichen Metallhülfen. In die kleinere Hülfe wird da« Käfig-Sprungholz refp. die Geflügel-Sitzstange gesteckt und dieselbe dann in die größere Hüffe — den eigentlichen Milben- sänger — eingeschoben, so daß die einzelnen Thelle zu einem Ganzen vereinigt sind und jetzt nur noch die Befestigung im Käfig refp. in den Geflügelställen erübrigt, welche stch in bequemster Weise bewerkstelligen läßt. Gestützt auf die langjährige Beobachtung de» Erfinder», daß bte Milben nach verrichteter Arbeit stch an den Sprunghölzern und Sitzstangen entlang in ihre Schlupfwinkel zurückziehen, ist in dem Milben- Unger selbst ein sicherer und warmer Schlupfwinkel dargeboten. Die größere Metallhülse — der Mtlbenfänger - ist vielfach durchlocht, damit die Milben in da» Innere der HAfe einkriechen. Hier befindet ftch eine Wattpolsterung, die mit einer zur Tödtung der Milben entsprechend präpa-
rirten, völlig geruchlosen und für Vögel und Geflügel absolut unschädlichen Substanz imprägnirt ist. — Schreiber diese» hat mit dem Milbenfänger sehr gründliche Versuche angestellt und war von den Rusultatm auf'» Höchste Überrascht. Er fand 12 Tage nach Anbringung de» Milbenfänger« int Vogelkäfig Tausende Schmarotzer leblo» in der Metallhülse vor und er kann nach diesen, selbst ermittelten und nach gleichen von anderer Seite bestätigten Resultaten nicht dm geringsten Zweifel hegen, daß der „Vo««'sche Milbenfänger" seine Ausgabe voll und ganz erfüllen wird. Bei dem geringen Preise desselben: 25 Pfg. pro Stück für Canarienvögel, Finken und andere kleinere Vögel; 40 Pfg. pro Stück für Amseln, Staare, Drosseln, Sittiche und andere Vögel dieser Größe, und 50 Pfq. pro Stück für Hühner, Tauben u. f. w. ist die Anschaffung Jedermann ermöglicht.
Jean Bungartz, Ritter p. p., Thiermaler und Redacteur.
Vermischtes.
Haus und Häuslichkeit.
Wozu ein großes Haus? Es nützt nicht voll, noch leer,
Zu einem großen Hau« gehört ein große» Heer,
Zu einem großen Herr gehört ein reicher Sold, Zu reichern Sold gehört ein eigner Schacht von Gold. Zum Schacht voll Gold gehört viel Müh' wohl, ihn zu graben; Drum will ich auf der Welt ein kleine» Hau» nur haben. Das größte Hau» ist eng, da» kleinste Haus ist weit, Wenn dort ist ein Gedräng und hier Zufriedenheit.
Rückert, e • ♦
Selbstgefühl. Ein Meister wirst feinem Lehrling vor, daß er feinen Verdienst verbraucht habe. „ . . - Dazu kommt noch", bemerkt er, „daß Du 3 Mk. 60 Pfg. für zwei eingeschlagene Laternen zu zahlen hast!" — Lehrling (stolz): „Meister, da» find Ehrenschulden."
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Guter Rath. Gast: „Wie viel Hectoliter schenken Sie täglich au»?" — Wirth: „Im günstigsten Falle sieben." Gast: „Ich wüßte ein Mittel, wodurch Sie täglich mindesten» acht aurschenken." — Wirth: „Und da» wäre?" — Gast: „Schenken'» nur jede» Gla« gehörig voll ein."
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Kniff. Herr: „Sie betteln und thun nicht einmal Ihren Hut herunter!" — Strolch: „Ja, sehen Sie, wenn ich den Hut abziehe, so merkt schon von Weitem ein Gendarm sogleich, daß ich bettle. So aber meint er, ich führe blo» im Stehen ein freundliche», Gespräch I"
Enttäuschung. „O, lieber Mann, da seh' nur einmal diesen zudringlichen Menschen, der uns schon eine halbe Stunde folgt. Wenn es nur keine Effersuchtsscene gibt —" — Mann (einfallend): „Daß Du Recht hättest, liebes Lottchen l Leider hat» der Kerl auf mich abgesehen, ich bin ihm noch die ganze Einrichtung schuldig, e« ist der Schreinermeister Wunderlich."
* G
Der Sohn de» Politiker». Vater: „Nun, Karl, hast Du schon wieder nachsttzen müssen?" — Karl: „Ja, leider. Ich sage e» ja immer: E» wird nicht eher besser in der Welt, al« bi« die Schule vom Unterricht getrennt wird."
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Nur nobel. Ein Eckensteher wird von seinem Kameraden gefragt: „Donnerwetter, wa» rauchst Du denn da für einen Stummel?" — Der Gefragte antwortete stolz: „Havannah-Auflese."
Redactisn: «. Ech.yda. - Druck mtb Verlag der Brühl'schev Druck«« (ge. «hr. Pietsch) in Giejzcn.


