Ausgabe 
9.2.1895
 
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Unterhaltungsvlatt pim Gießener AnMger (GeneraL AnMger).

1895

smilienßlüttsk

Herzenswege.

Novelle von F. Stöckert.

(Fortsetzung.)

Doctor Schmit trat herein. Sein sonst blasses Gestcht war gerölhet vor innerer Erregung.

Emmy, Fräulein Emmy!« rief er.Sie ahnen, Sie wissen, warum ich hier eindrtnge. Schon draußen auf dem Eise wollte ich es aussprechen, da» das schwergefundene Zauberwort. Doch wozu noch viele Morte, wir wissen es ja längst, daß wir un« lieben und da Ihr Schwager neulich auch meinte, es wäre nun endlich an der Z;it, daß die Welt davon Kunde bekäme, da denke ich, wir zögern nun nicht länger mehr, uns unfern lieben Mitmenschen als Brautpaar zu präsentiren."

Das war nun die endliche Erklärung des geistvollen Mannes. Elise hätte gewiß gelacht, wenn Re dieselbe mit an. gehört, und Emmy benahm sich nach dieser Erklärung durch, au» nicht wie eine hold erröthende, selige Braut, es blitzte sogar in rhren braunen Augen.

Mein Schwager veranlaßte Sie?" stieß ste mit bebenden Lippen hervor; und es war ihr, als hätten rauhe, harte Hände in dem Blumengarten ihrer Liebe herumgetastet.

Nun ja, Ihr Schwager, was ist da weiter dabei, es ist deben nur der erste fremde Ton, der da hineingedrungen in unser Glück. Einmal müssen wir die träumenden Augen doch öffnen und uns besinnen, daß die Welt, in der wir leben, Rechte an uns hat!"

Während er noch sprach, fiel sein Blick auf das Bild Srdoniens.

Sidonie Welten! Mein Gott, wie kommt das Bild hier, her?« rief er erstaunt.

. »Sie kennen Re ? Sie kennen Sidonie Welten?" Blaß und tief erschrocken starrte Emmy ihn an.

V'S '4 sie kenne, diese Sidonie, o gewiß,' Re war sogar ?ie Heldin einer kurzen Episode meine» Leben», ich will Dir später einmal davon erzählen, Kind.«

,,p nein, das ist nicht nöthig, ich glaube diese Episode ziemlich genau zu kennen. Waren Sie nicht einmal zusammen

auf einem Maskenball? Sidonie als Gretchen, Sie als Faust costümirt?"

Ja, dieses Maskenballes entstnne ich mich noch ganz gut, doch wozu alle diese alten Geschichten jetzt zu dieser Stunde, Emmy? Haben wir uns nichts Anderes zu sagen? Darf ich nicht in die Rechte Deines Verlobten eintreten?"

Er trat näher zu ihr heran und wollte ihre Hand er- fassen, Emmy aber entzog ihm dieselbe; mit bebender Stimme fuhr Re fort, ihn zu inquiriren:Auf diesem Maskenball haben Sie Sidonie Ihre Liebe erklärt? '

Gott ja, es ist schon möglich, daß ich an jenem Abend, fang wie ich war, und in der Champagnerlaune einige un* bedachte Worte gesprochen habe, ohne mir weiter etwa» dabei zu denken. Sidonie wird Re längst vergessen haben.«

Sie hat sie nh vergessen. Sie ist an diesem Spiel, da« Sie mit ihr getrieben, zu Grunde gegangen. Sterbens- krank traf ich Re letzten Sommer in Langooge und jetzt ist sie gewiß tobt, sonst hätte ich sicher ein Lebenszeichen von ihr er­halten."

Und ich, ich soll Schuld Ende?"

tragen an diesem traurigen

Allerdings!" kam es kalt, fast rauh von den Lippen des jungen Mädchens.

Emmy! ft mb! Geliebte! Besinne Dich! Soll unser Beiber Lebensglück daran zu Grunde gehen, weil ich einmal in bet Champagnerlaune einem schwärmerischen jungen Mäbchen thörichte Worte gesagt?"

Sie hat an Ihre Liebe geglaubt," etroiberte Emmy feierlich,bis Sie ihr an einem Abend mit einer anderen Dame am Arm begegnet, mit welcher Sie jedenfalls dasselbe Spiel getrieben.«

Großer Gott, Sie machen ja einen wahren Don Juan aus mir! Jene Dame war eine Cousine von mir, und zu solchen Vorwürfen, wie sie mir Ihre Freundin denselben Abend noch machte, dazu wat durchaus kein Grund vorhanden- Ich sagte ihr das natürlich, vielleicht war ich etwas zu heftig bei diesen Auseinandersetzungen."

Grausam waren Sie!« fiel Emmy ein.

Nun meinetwegen auch grausam. Der Sache mußte eben durchaus ein Ende gemacht werden- Es war ein Spiel, eine Tändelei- Dich aber, Emmy, liebe ich mit der ganzen