Unterhaltungsblatt jum Gießener Anzeiger (General-Anzeiger).
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nebm^i^^r^" Belfort hatte sich einstweilen in einem vor« nehmen Hotel in Folkestone niedergelassen.
hrt6 (Ä war bei ihr, obwohl sie wiederholt bemerkt hatte, baß sie sich nicht verpflichten könne, dauernd bei ihr zu bleiben. Ersch^fung ^erhott^E ®tä^n ^tte sich einigermaßen von ihrer
Die Tochter des Meeres.
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(g*rtfett*e.)
rt '-Ja," lautete die Antwort Coras. „Wenigstens ist es sehr bekannt, daß . . . ich meine, die Umstände des Unglücks sind zu bekannt, als daß ich mich ihrer nicht erinnern sollte. Aber ich glaubte .... ich glaubte gehört zu haben, seine Mutter sei tobt?"
Die Fremde lächelte matt.
„Es ist ein Jrrthum," sagte sie, „obgleich ein sehr natürlicher. Meine Gesundheit war schon lange vor meines Gatten Tod bedenklich erschüttert und als ich sah, daß ich infolge meines Leidens bei der Erziehung meines Sohne» gänzlich unnütz war, beschloß ich, in dem milden Klima Egyptens Zuflucht zu suchen und jede Verbindung mit der Außenwelt abzubrechen. Das ist die Ursache von dem Gerücht, das Ihnen zu Ohren gekommen ist. Aber," fügte sie hinzu, „jetzt ist keine Zeit, über derartige Dinge zu sprechen und ich möchte letzt wohl lieber ein wenig ruhen, statt zu sprechen. Gott sei Dank... der Sturm hat sich auch gelegt."
Und sie sank in die Kissen zurück und schloß die Augen, sitzen und beobachtete sie sinnend, noch nicht entschlossen, was sie selbst wohl nun thun sollte. Jetzt hatte IuxeS^!;n8 e^e Gelegenheit, Lord Belfort die Friedens- botschast zukommen zu lassen, mit der sie beauftragt war; doch Mutter de» Flüchtigen sagen, daß sie ihren ÄS» genau gekannt hatte und daß sie die eigentliche Ursache seiner Gefahr und seines . . . Verbrechens war, wenn man es so nennen sollte?
k-x^^rstrich rasch und am folgenden Tage ging die Fahrt sehr glücklich von statten.
Sie saß auf dem Sopha und ihr Auge ruhte mit halb fragendem, halb mißtrauischem Blick aus Cora.
„Cora — da das Ihr Name ist, wenn ich mich recht entsinne," Hub sie an, „Sie gaben mir auf dem Schiffe zu verstehen, daß Ihnen die Vergehen meines armen Sohne« nicht ganz unbekannt sind. Sagen Sie mir offen die Wahrheit, wie ich das von den einfachen Naturkindern, unter denen ich gelebt habe, gewöhnt bin! Kannten Sie meinen Sohn? Ich meine, welche Banden bestanden zwischen Ihnen Beiden, daß Sie bei der Mittheilung, ich sei seine Mutter und beabsichtige, ihn aufzusuchen und die ganze Wahrheit, so weit sie ihn betrifft, zu erfahren, eine solche Verwunderung und Erregung verriethen?"
Coras liebliches Gesicht erröthete leise. Aber sie bezwang ihre Erregung und versetzte in leisem, aber festem Tone: „Sie werden sich wohl kaum denken können, daß vielleicht Niemand auf der ganzen Welt Lord Belforts Unglück und Alles, was damit zusammenhängt, so genau kennt wie ich. Die Veranlassung zu der Gefahr, der er erst jetzt entgangen ist, gab ein unglückseliger Jrrthum und Streit, an dem ich unschuldig Theil hatte. Und ein gütiges Geschick gab mir die Mittel, ihm zur Flucht zu verhelfen."
Lady Belfort richtete sich überrascht von ihrem Lager auf.
„Sie!" rief sie. „So ist das Gerücht wahr, das mich erreichte und es war eine Eifersuchts-, eine Liebesaffaire, die meinen armen, irregeleiteten Ernst in's Unglück stürzte!"
„Ich gestehe, mir kommt es nicht zu, über etwas zu ur- theilen, was mich selbst so nahe angeht," antwortete Cora ruhig, „aber Lord Belfort wird Ihnen den wahren Sachverhalt mittheilen. Ich kann weiter nichts sagen, als daß ich noch jetzt sehnlich wünsche, ihn ausfindig zu machen und ihm die Botschaft zu überbringen, mit der ich beauftragt bin und die ihn hoffentlich von jeder weiteren Sorge befreit."
„Und wer-sind Sie? Da» zum mindesten zu wissen habe ich als seine Mutter wohl ein Recht," sagte die Gräfin.
Cora schwieg einige Augenblicke.
„Ich kenne Sie zu wenig," erwiderte Cora endlich. „Wie kann ich Ihnen da das theuerste Geheimniß meines Herzens anvertrauen? Sie können mich verrathen, wo es von größter Wichtigkeit ist, daß das, was ich Ihnen zu vertrauen hätte, völlig geheim bleibt."


