Vermischtes
Geineiirniitziges
Ui
Leinwand und Baumwolle in Geweben zu unterscheiden Man gießt einen Tropfen feines Oel auf ein Stückchen Leinwand. Verläuft derselbe zu einem kreisrunden Fleck, so ist die Leinwand unverfälscht, zieht sich dagegen das Oel streifig in die einzelnen Webefäden, so ist sie mit Baumwolle vermischt, besten losere Fäden das Oel schneller aufsaugen, als Flachsgespinnst. *
Haarbürsten zu waschen. Zum Waschen der Haar- bürsten bediene man sich niemals der Seife- Man nehme etwas Soda, löse sie in warmem Master auf und lege die Bürste mit den Borsten nach unten hinein, so daß das Master nur die letzteren bedeckt. Sie werden sehr bald weiß und rein werden. Man läßt sie dann in freier Luft mit abwärts gekehrten Borsten trocknen.
Oelanstrich und Qelgemälde zu reinigen- Einige große Kartoffeln werden roh geschält, sauber abgewaschen und dann gerieben. Man gießt nun frisches Master darauf, rührt den Brei um und gießt das Kartoffelwaster in ein Gefäß. Mit diesem Master und einem wollenen Lappen wäscht man Thüren und Fensterrahmen, übergeht sie dann nochmals mit sauberem Brunnenwaster und trocknet mit einem reinen Tuch nach. Das Getäfel steht nach dieser Behandlung sauber und frisch aus. Auch Oelgemälde wäscht man mit einem sauberen Siwämmchen, in Kartoffelwaster getaucht, ab- T1' ~ wird nicht angegriffen und aller Schmutz verschwindet.
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dazwischen Kapern, Oliven, Mais, Lachs, Blicken, Muscheln, Wurst, Pfeffergurken, Litronenscheiben gelegt und mit Essig und
Gerichtspräsident (richtet ein Mahnwort an den ... ...... wiederholt Bestraften und sagt zum Schluß): „Endlich aber
Die Farbe i spreche ich die Erwartung aus, daß wir Beide nie wieder mit einander zu thun haben werden I" — Angeklagter: „O, woli'n Se denn abdanken, Herr Prästdente!"
präpariren und dann für die Frau oder eins der Kinder. —
Halt, kein Master wieder, draußen kommt genug vom Himmel, , Vl. fuhr er fort, als Müller abermals in Thränen ausbrechen \ viel Oel vergossen.
wollte. (Fortsetzung folgt.) ।
Uebermäßige Vertheidigung. Abraham hat Moses verklagt, weil er einen dem Mosesson geborgten K«ug angeblich zerbrochen zurückbekommen hat. Bei der Verhandlung vor dem Schiedsrichter vertheidigt sich Mosesson, indem er folgende drei Punkte anführt: „Erstens hat er mir gar kan Krug nit geborgt. Zweitens war der Krug schon zerbrochen, wie er mir'n gegeben hat. Drittens hab' ich ihm den ganzen Krug zurückgegeben." * *
Gattin: „Liebes Männchen, darf ich Dich stören?" — Gatte: „Nicht gerne, Du weißt, ich studire; doch da Du einmal da bist, fchlage mir doch schnell in dem dicken Buch dort oben „Hamlet" auf; ich muß da etwa» nachfehen." - Gattin (nach langem Herumblättern): „Hamlet, HamletI Gibt es nicht, lieber Mannl" — Gatte: „Ja um's Himmelswillen, wo suchst Du denn?" — Gattin (gekränkt): „Nun, wo werde ich suchen? Im Adreßbuch I" * ,
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Küchengespräch. Thereschen (weinend): „Weißt Du schon, Kathi, daß mir der Fritz untreu geworden?" -- Katht : „Run, wenn's weiter nichts ist! Wende Dich nur an den Minister, der verschafft Dir einen Andern; ich habe erst gestern in der Zeitung gelesen, daß er Schatzanweisungen ausgibt."
Wasserdichtes Papier. Um ein beliebiges Papier .
wasserdicht, undurchdringbar für Fette und durchsichtig zu Student: „Besorgen Sie mir doch gütigst n bischen machen, wende man folgendes Verfahren an: In einer gefättig- Abendbrod, eine Knackwurst und ein Milchbrüdchen- — W r. ten Lösung von Borax in Master wird bei gelinder Wärme ihm: „Sie vergessen vermuthlich, daß Sie von Herrn Knau;er eine Kleinigkeit Schellack aufgelöst und mit dieser Mischung das zum Abendessen eingeladen sind I" — „Richtig! Da bringen Papier getränkt. Durch Zusatz entsprechender Anilinfarben I Sie mir doch lieber zwei Knackwürste und zwei Milchbrüdchen kann das Papier auch farbig gemacht werden. * , *
* • * „Aber Lina, wie kannst Du nur mit dem alten häßlichen
Apselreis. Man bereitet einen Apfelmus von zwölf g^enf^en j0 kokettiren?" — „Ich weiß gar nicht, was Du
bis füwzehn guten Musäpfeln oder Reinetten; dieselben werden eigentlich hast — es ist ja doch sonst Keiner da!"
abgefchält? zerschnitten, das Kernhaus herausgenommen, mit • * *
Zucker, wenig Master und der abgeriebenen Schale einer halben Im Bade. „Herr Baron reisen schon ab?" - „Ja,
Citrone zu steifem Mus gekocht, mit gut gereimgten Corinthen, ^be Milla. Die Haute Saison ist vorüber; was jetzt zur
Rosinen, einigen süßen und zwei bis drei bitteren Mandeln R kommt, ist Plebs, Leute, von denen man nicht einmal eine
vermischt, man läßt ihn dann noch eine Weile an heißer Stelle Q( i lnfeit Äumnen kann "
ziehen. Man kann denselben auch in eine mit Butter aus- Kietnigteu pumpen rann. *
gestrichene, mit geriebener Semmel bestreute Form geben und snut.iu <» . Di» Müller ist schön,
eine halbe Stunde in der Ofenröhre bocken lasten. Derselbe , Schlagendes »eHjleL ,,®le Müller ist Mn, wird beim Anrichten mit Zucker und Zimmet bestreut. Ein sag ich Dir, sie hat so regelmaß^geZ g ...
wen^Rum den Aepfeln beigefügt, gibt einen fehr pikanten was, 4
41t frtrfK’tt must auch gelernt sein. EinneuesWort. A. (sein Clavier zeigend): „Da Man läß? die Bohnen 48 Stunden in kaltem Master übergossen habenwir uns«auch was Neues angeschafft." - B.: „ ha, stehen. Nach dieser Zeit gießt man das Master ab, bedeckt seh schon - Nervenreibeisen!
das Gefäß, läßt die aufgequollenen Bohnen nochmals 24 Stun- _ r, ....
den feucht stehen und kocht sie dann erst mitRegenwaster oder Aus der Kinderstube. Karlchen spielt mit seinen weichem Flußwaster. Selbst alte Bohnen werden bei dieser Kameraden „Indianer". Nachdem sie sich tüchtig gegenseit g
Behandlung innerhalb drei Stunden weich und gut verdaulich, durchgeprügelt haben, entsteht plötzlich em Streit um den Sieg
* * und Karlchen läuft weinend zur Mama mit den Morten.
Sardellensalat. Ein halbes Pfund Sardellen werden „Willy fagt, sie haben gesiegt, und wir hatten ausgemacht, wer
gewaschen, gespalten, entgrätet, auf einen Teller geordnet und I drei Menschen aufgefressen hat, ist erst Sieger.
Redaction: A. Scheyda. — Druck und Verlag der Brühl'schen Druckerei (Fr. Chr. Pietsch) in Gießen.


