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Äittel greift, um seine falsche Rolle weiterspielen zu können. Die Rede machte tiefen Eindruck auf die Geschworenen. Nur Einer saß dort, der lächelte: Destder Jvanyi — und unter den Zuhörern war Eine, der quollen unter dem schützenden Schleier die Thränen aus den Augen: Margarethe Weber.
(Fortsetzung folgt.)
Genrernnntziges.
Ohreripflege bei Kindern ist für Eltern und Erzieher ein überaus wichtiger Gegenstand; erfahrungsgemäß entwickeln sich durch Außerachtlassung einer ratonellen Ohrenpflege zahl« reiche tiefgreifende Ohrenerkrankungen. Die Pflege des Ohres hat schon in den ersten Lebenslagen zu beginnen, da das Gehörorgan der Neugeborenen in Folge seiner eigenthümlichen anatomischen Verhältnifle durch äußere Einflüffe sehr leicht erkrankt. Bei der üblichen Methode des Badens der Säuglings kann durch das öftere Eindringen von Wasier in den Gehörgang eine Entzündung hervorgerufen werden; desgleichen kann während des Badens durch das Einschlürfen von Wasier in die Naseröffnungen die Flüssigkeit durch die bei jungen Kindern noch kurze und weite Ohrentrompete eindringen und eine mit Zerstörung des Trommelfelles verbundene eiterische Entzündung des Mittelohres verursachen. Daraus ergibt sich, daß beim Baden der Säuglinge der Kopf derselben derart in erhöhter Lage zu halten ist, daß das Wasier weder in das Ohr, noch in die Nasenhöhle eindringen kann. Da angeborene oder nach der Geburt entstandene Schwerhörigket oder Taubheit im ersten Lebensjahre häufig übersehen wird, so empfiehlt es sich, in einiger Entfernung hinter dem Rücken des Kindes zu pfeifen oder zu singen; ein Kind mit normal entwickeltem Hörvermögen wird den Kopf nach der Stelle, von wo das Geräusch kommt, hin- zuwenden trachten. Wird nach öfterer Wiederholung dieses so einfachen Versuches das Fehlen jeder Bewegung des Kopfes constatiert, so werden sorgsame Eltern sofort einen Arzt con- sultiren, weil die Gehörstörungen bei einer möglichst frühen ärztlichen Behandlung nicht selten recht gute Heilresultate geben; bei Nichtbeachtung der Hörstörungen können sich bleibende Veränderungen entwickeln, welche später eine Heilung der Schwerhörigkeit ausschließen. Die Eltern müssen ferner beherzigen, daß im normalen Zustand die Athmung bei Kindern stets durch die Nase geschieht, und daß daher das anhaltende Athmen durch den geöffneten Mund auf eine krankhafte Verhinderung der Nasenathmung hinweist. Es empfiehlt sich, bei längerer Dauer der verhinderten Nasenathmung durch genaue ärztliche Untersuchung das Hinderniß feststellen und beseitigen zu lassen; letzteres wird meist in chronischen Nasenkatarrhen bestehen und ihre Heilung ist insofern von großer Bedeutung, als die mit jener Affection behafteten Kinder nach den Ergebnissen neuerer Forschung denkfaul sind und eine große Unlust zum Lernen an den Tag leben und diese Symtome nach Heilung des Katarrhs schwinden.
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Der Durchfall bei Enten stellt sich meist bei anhaltender nasser Witterung ein. Die kranken Thiere hält man in einem warmen, reinlichen, trocknen Stalle, gibt ihnen Kleie mit Spreu, und streut jeden anderen Tag etwas Tabakasche auf dieses Futter. Auch braun geröstetes Brot, gestampft und mit Wasser angerührt, stillt den Durchfall. Ins Trinkwasier legt man kleingehackte Zweige von Fichten oder Wachholder.
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Gegen die verderblichen Holzw»»rmer hat sich eine Auslösung von 5 g Karbolsaure in 100 g Wasser bewährt. Die Lösung bringt man mit einem feinen Pinsel wiederholt in die Löcher.
VevinischteO.
DasstärksteThier. Lehrer: „Welches ist das stärkste Thier?" Kleiner Otto: „Der Storch; er hat gestern in der Menagerie ein junges Rhinocoros gebracht."
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Der kleine Hans fragt seinen Freund Fritz: „Du, ist Deine Schwester eigentlich schon verlobt?" — „Nee, aber es geht nächstens los." — „Woher weißt Du denn das?" — „Na, sie gibt mir doch jeden Abend 'n Groschen, daß ich nicht in'n Salon kommen soll!"
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Der Unparteiische. „Das Pariser Leben," so schreibt der Gil Blas, „treibt wunderliche Blasen: Heute früh soll in der Umgebung von Paris ein Duell zwischen zwei jungen Leuten der besten Gesellschaft stattfinden. Grund: eine junge und schöne verheirathete Frau. Der Gatte derselben befindet sich nicht unter den Duellanten!"
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Unerwartete Antwort. Assessor: „Ah, Frau Rath, wie geht's? — Was macht Ihre Familie? — Ihre Tochter Marie ist wohl jetzt längst verheirathet?" — Frau Rath: „Aber ich bitte Sie, Herr Assessor, da kennen Sie meine Marie schlecht; die hätte auf Sie gewartet und wenn es noch länger gedauert hätte!"
Nur die Tiefe birgt das Kleinod.
Packt der Sturm die tiefen Fluthen, Brausen sie bis auf den Grund, Die noch eben friedlich ruhten, Gähren nun im mächt'gen Schlund.
Bald ein Wallen — Ueberschäumen, Leichtes Wirbeln — Aufwärtsschnellen, Majestätisches Ausbäumen Unbezähmbar stolzer Wellen.
Dann ein finstres tiefes Grollen, Daß sich trübt des Meeres Schein,- Bei dem schaurig dumpfen Rollen Faßt Entsetzen alles Sein.
Aber wenn die Stürme schwinden, Wieder sanfter wogt die Fluth, Wenn auf Zephyrs duftiglinden Schwingen wieder alles ruht:
Schöner ist's umher dann wieder, Klarer wallt das Meer dahin,- Heller steigt die Sonne nieder, Reine Freud' ist Königin. —
Seichte Wasser rührt kein Tosen, Hebt kein Brausen himmelan;
Träg und stumm die Regungslosen Zieh'n gemach die alte Bahn.
Nur wo Tiefe, da ist Leben
Gährung, Unruh, Leidenschaft- Aus der Tiefe kommt das Streben, Was da Großes — Schönes schafft.
Nur die Tiefe birgt das Kleinod, Birget Perlen Sternen gleich, Nur die Tiefe birgt ein Frühroth, Das einst strahlt am Weltenreich.
Ludwig Eichler.
Redaction: A. Scheyds. — Druck und Verlag der Brühl'schen Druckerei (Fr. Chr. Pietsch) in Gießen.
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