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Außer den jungen Forellen beseitigte dieser Schädlung noch zahllose Wafferinsecten, ohne daß er eine Gewichtszunahme aufwies. Manche Arten von Wafferinsecten, z. B. Flohkrebse, waren gänzlich ausgerottet. Demnach sind Aale als gefährliche Räuber von allen Brutanstalten fernzuhalten, da sie mit Vorliebe trotz aller Hindernisse das ergiebige Jagdgebiet immer wieder Heimsuchen. Höchstens in Karpfenteichen sind sie in geringer Zahl zu dulden.
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Kaninchenbraten auf Wildart. Man legt den Rücken eines Kaninchens drei Tage lang in eine Flüssigkeit von einem halben Liter Essig, einem halben Liter Waffer, vier gehackten großen Zwiebeln, einen Theelöffel voll gefloßene Wachholderbeeren, Pfeffer, vier Lorbeerblättern und Thymian- Sodann spickt man den Rücken wie beim Hasen und belegt ihn mit Speckscheiben. Nachdem man etwas Salz aufgestreut, legt man den Braten in die Pfanne. In einer Stunde ist der Braten weich und erscheint dunkelgelb, und man gießt dann eine halbe Taffe saure Sahne oder Milch an die Butter- Sauce, welcher man einen Löffel Mostrich zugesetzt hat, und läßt sie noch 10 Minuten braten. Der Sauce wird noch etwas Kartoffelmehl zugesetzt.
Teltower Rübchen. Man schwitzt etwas feingestoßenen Zucker bräunlich, gibt unter fortwährendem Schwenken des Cafferolles die sauber geschälten und gewaschenen Rübchen in den Zucker hinein und läßt sie damit gut vermengen; dann gießt man gute Bouillon dazu und wenn nöthig etwas Salz und läßt dann die Rübchen zugedeckt über nicht zu starkem Feuer weich dämpfen, was in 20 bis 30 Minuten geschehen sein sollte. * *
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Zur Gänsemast. Man gebe den Gänsen zuerst Rüben und gelbe Wurzeln, später Hafer; daneben bereite man ihnen eine Raufe mit Heu, aus der sie beliebig pflücken können. Gutes Wiesen- oder Kleeheu ist am geeignetsten. Reben der Raufe muß ein Trog mit reinem Waffer stehen. Es wird dann ein Vergnügen fein, zu sehen, wie die Gänse das Heu emsig herausholen und Waffer dazu trinken. Wohlsein und Mast wird durch diese Fütterungsart um ein Bedeutendes gefördert.
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Zur Bereitung des Birnenweines ist gewöhnlich eine Vermischung von Birnen mit Aepfeln erforderlich. Das ist bei der Silibirne (auch Süli- oder Seilebirne) überflüssig. Oft muß der aus dieser Birnsorte hergestellte Wein noch mit Waffer vermischt werden.
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Blumen frisch zu erhalten. Will man sich Abends mit Blumen schmücken, so schütte man durchfeuchteten Sand auf einen Teller und lege die abgeschnittenen Blumen darauf. Alsdann stellt man den Teller sammt den Blumen in einen Schrank oder Schublade, d. h. an einen Ort, wo weder Luft, noch Licht zutreten kann.
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Um Haarbürsten zu waschen, bediene man sich nicht der Seife, sondern nehme etwas Soda, löse dieselbe in etwas warmem Waffer auf, lege die Bürste mit den Borsten nach unten hinein, so daß das Waffer nur die letzteren bedeckt. Sie werden sehr bald weiß und rein werden. Man läßt sie dann in freier Luft mit abwärts gekehrten Borsten trocknen.
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Linoleumteppiche erhalten sich sehr gut, wenn man sie täglich mit kaltem reinen Waffer abwäscht und alle 14 Tage bis 3 Wochen mit dem in jedem größeren Linoleumgeschäft käuflichen Linoleumwachs einreibt. Zu diesem Zweck wird das Wachs mäßig erwärmt und dann mittels eines Bäuschchens auf das Linoleum aufgetragen. Dabei darf es aber nicht in dicken Strichen, fondern muß ganz sparsam eingerieben werden.
Lahnthalsagen
Von Ludwig Eichler.
2. Burg Holeufels.
Inmitten weiter, prächtiger Forsten, Auf reich zerklüftetem Gestein, Wo Bussarde und Falken horsten, Ein Fels ragt in das Land hinein.
Hier zeiget sich den freien Blicken Ein reizend Stück Nassauer Laud, Auf dem das Auge mit Entzücken Ergötzet ruhet unverwaudt.
Romantisch aus entschwundnen Tagen Schaut von des Felsens hoher Wart', Schon durch Jahrhunderte getragen, Burg Holeufels zur Gegenwart.
Und unten, tief zu Berges Füßen Ein frischer Quell dem Stein entspringt, Der uns nach herzlichem Begrüßen Die Sage von dem Schlosse singt. —
Es stritten Limburgs mächt'ge Grafen Einst gegen dieses Schlosses Herrn!
Doch dieser hielt mit seinem Braven Die Feinde lang den Mauern fern.
Es gab ein blutig heißes Ringen, Die Luft erscholl vom Schwertgcklirr, Und todcsmuthig vorwärts dringen Die Stürmer in dem Kampfgewirr.
Man sah die trotzig kühnen Recken Mit lvuchtig starker Eisenfaust Biel tapfre Ritter niederstrecken, Bon Lanzenspitzen wirr umsaust.
Das^urgthor schon zum nächsten Ziele Hat ausersehn der grimme Feind;
Man wankend bald im grausen Spiele Sich oben überwnnden meint.
Ein Ritter da zum Mauerrande Entschlossen eilt in wilder Hast, Wo auf dem schmalen „Bienenstände" Ein fleißig Völkchen seine Rast.
Sie zu Alliierten sich ersehen, Wie's ihm ein guter Geist eingab, Die Bienenkörbe von den Höhen Er schlendert auf den Feind hinab.
Nun drangen wild in dichten Schwärmen Die Bienen auf die Stürmer ein;
Dort gabs ein Fluchen, Wüthen, Lärmen, Von oben sah man lustig drein.
Am Panzer schwer die kleinste Fuge, Die Eingang bot dem selt'nen Heer, Ward diesen Recken nun zum Fluche, Da half nicht Lanze, Schild, noch Speer.
Den Kühnsten unter Limburgs Mannen War dieser Feind zu ungewohnt, Sie zogen eiligst drum von dannen;
So blieb Schloß Holeufels verschont.
Redaktion: A. Scheyda. — Druck und Verlag der Brühl Aschen Druckerei (Fr. Chr. Pietsch) in Gießen.


