trägen, unentwickelten, noch schlummernden Geist zu wecken und zu beleben, dann wäre Vieles anders geworden. Aber er ging stet» gleichgültig, kühl und reservirt neben dem schwachen, halt­losen Geschöpf einher, bis schließlich alle Beide jenen Zusammen­hang miteinander verloren. (Fortsetzung folgt.)

Gemeinnütziges.

Wie schützt man Kartoffeln im Keller gegen das Faulen? Alle faulen und angefaulten Knollen, die Triebe der ausgewachsenen Blätter, Erde und Schmutz sind zu entfernen und die gesunden in niedrigen Haufen auf Latten­roste zu legen. Diese letztern müssen in einer Höhe von wenigstens 30 Centimeter über dem Boden auf Ziegelunter­lagen angebracht sein, so daß unter denselben die Luft durch­ziehen kann; auch müssen sie in der Mitte des Kellers frei* stehen, damit nicht der Kartoffelhaufen mit nassen Wänden in Berührung kommt. Während der frostfreien Zeit sind die Fenster und Thüren offen zu halten, damit der Keller aus­trocknet und auslüftet. Aus dem Haufen sind natürlich wieder von Zeit zu Zeit die neuerdings doch angefaulten Kartoffeln zu entfernen.

Um Flecke« von Anstrichfarben aus Kleidern zu entfernen, verwendet man gleiche Theile von Ammoniak und Terpentin. Selbst trockene und harte Flecken können noch beseitigt werden, wenn sie damit gehörig getränkt und dann in Seifenbrühe ausgewaschen werden.

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Eine Fliegenfalle, einfach und billig und nicht so unangenehm im Anblicke wie die sonst gebräuchlichen Leim- ruthen, erhält man, indem man ein Stück dünne Pappe wie ein flaches Kästchen zusammenfaltet. Oben bekommt dasselbe einen oder mehrere Ausschnitte. Ehe man das Papier zu­sammenfalzt, wird die ganze Innenseite mit Fliegenleim be­strichen, an dem die hineinkrtechenden Fliegen dann hängen bleiben.

Fischen den schlechten Geschmack zu benehmen. Um den Fischen den modrigen Geschmack zu benehmen, welchen sie in manchen Gewässern erhalten, werfe man beim Kochen derselben eine Brodrinde in den Kessel und lasse dieselbe mit­kochen, wodurch sich der Geschmack verbessert. Den Fischen aus stehenden Gewässern kann man den Übeln Geschmack auch dadurch benehmen, daß man sie einige Stunden in gepulverte Holzkohle oder reines Brunnenwasser, worin man Salz und Kleie gethan hat, legt- Man wäscht sie hernach ab und wiederholt dies so oft, bis das Wasser nicht mehr schleimig aussieht. Glühende Kohlen in das Fischwasssr geworfen, benehmen den Fischen gleichfalls den widrigen Geschmack.

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Als Wirksames Mittel gegen den Hausschwamm wird Petroleum empfohlen. Das Holz wird von dieser Flüssig­keit leicht durchdrungen, der Pilz vollständig zerstört und die weitere zerstörende Einwirkung desselben verhindert. Bestreicht man Holz und Mauer tüchtig mit Petroleum, so wird der Pilz schwarz, die an dem Mauerwerke haftenden Theile des Pilzes lösen sich los, und der Schwamm stirbt gänzlich ab.

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Riffe und Spalten im Holz werden am Besten mit einer Masse, die aus einem Theil zerfallenem Kalk, zwei Theilen Roggenmehl und soviel Letnöl-Ftrniß, daß dadurch eine knetbare Mischung entsteht, verkittet.

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Raucherpapier. Schreibpapier taucht man in eine Salpeterauflösung und läßt es trocknen, bestreicht das Papier

mit einer Mischung aus Benzoe, etwas Storax und Äeiti- geist. Diese Art Räucherpapier glimmt von selbst fort und gibt einen angenehmen Geruch.

Vermischtes.

Recht anzüglich. Bekannter (zur Tochter des Hauses): Für wen sticken Sie denn die Pantoffeln, gnädiges Fräulein?" Bräutigam:Die sind für mich bestimmt!" Bekannter: So, so, die Herrschaften wollen heirathen!"

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Eine liebenswürdige Gattin- Mann:Na, Frauchen! Wirst Du heut' wieder darauf bestehen, daß wir beim Mittagsschlaf mit unseren Stühlen tauschen?" Frau: Nein, Albert; heut' ist es nicht mehr nöthig." Mann: "Aber warum denn gestern?" - Frau:Ja, sich mal, Männchen! Da war mir eine Nähnadel auf da« Polster ge­fallen. Heut' hab' ich sie glücklich gefunden." Mann: Soo! Ich also konnte mich dreist daran verletzen." Frau:O, da war mir nicht bange! Du hättest eventuell ja doch nichts gespürt."

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Ein Stratege!Einjähriger, war werden Sie thun, wenn Sie im Kriegsfälle den Auftrag bekommen, mit einer größeren Abtheilung den Bahnkörper für den Feind unfahrbar zu machen?" Ich werde sofort alle Lokomotiven durch die Leute wegtragen lassen!"

Der gelehrige Balzer. Balzer, der neu angestellte Bursche des Herrn Lieutenant, kommt in aller Frühe, während sein Herr noch im süßesten Schlummer liegt, plump wie ein Elephant ins Schlafzimmer und brüllt:Gut'n Morgen, Herr Leitnam!" Lieutenant:Dummer Kerl! Wenn ich zu Bett liege, mußt Du ganz leise austreten, damit ich Dich ja nicht höre. Merk' Dir das!" Balzer:Zu Befehl, Herr Leitnam!" Am folgenden Morgen schleicht Balzer sachte ins Zimmer seines Gebieters. Dieser schläft ruhig fort. Freudenerfüllt stellt sich nun Balzer dicht vor das Bett und betrachtet den Herrn Lieutenant eine Minute lang mit dem Ausdrucke einer wachsenden Befriedigung. Endlich tupfte er ihm mit dem Zeigefinger bescheidentlich auf die Stirn und fragt:Herr Leitnam, haben's mich heut' gehört?"

. Aus der Jnstructionsstunde.Sagen Sie mal, Einjähriger Mayer, wie können wir Deutsche uns mit Stolz nennen?"Das civilisirteste Volk der Welt, Herr Feld« webel!"Ach, Quatsch 's Civil spielt gar keine Rolle!"

Auf Commando.Aber Johann, was machst Du heute für ein dummes Gesicht?"Entschuldigen S, gnä Herr, ich hab' Jhna noch net g'sehn werd' gleich ein anderes machen!"

Kleines Mißverständniß. Richter (sich abmühend >em Zeugen die Bedeutung des Eides klar zu machen):... Na, was passtrt Euch denn, wenn Ihr falsch schwört?" Zeuge:Wenn ich falsch werd', dann hau ich zu!"

Verständig. Gutsherrin:Wieviel Küchlein hat die Henne ausgebrütet?" Magd:Sechzehn, gnädige Frau." Gutsherrin:Dann lasse schleunig Milch warm machen." ÖL: denn, gnädige Frau?" Gutsherrin:Nun,

cille Küchlein kann die Henne doch unmöglich säugen-"

Begründung.Dieser grobe Mensch chickt mir einen unfrankirten Brief, der hat gar keine Manieren, denn er müßte doch wissen: Bildung macht frei!"

Sicdrction: A. Schcyda. Druck und Verlag der Brühl'schen Druckerei (Fr. Lhr. Pietsch) in Gießen.

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