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Hort der mächtigsten Geschlechter, jene Zeit hervorgebracht.
2ß:e schlingt sich heut' mit Ephenranken dein Gemäuer grau und alt, deines Kirchleins dunkle Zinnen Sage würdige Gestalt!
Als einst Turenne, der Landverwttster,
1. Burg Greifenstein.
Alt Greifenstein auf steilem Berge, Einst Schloß von -selt'ner Grüß' und Pracht,
Eine bedeutende Ersparnitz will W. Hiller zu West-Cowes beim Brennen von Kerzen dadurch erzielen, daß er oben auf die Kerzen einen trichterförmigen Metallkörper aufsetzt, aus dessen mittlerer Oeffnung der Docht hervorragt. Dadurch wird die strahlende Wärme der Flamme von der Kerze abgehalten und findet ein unnütz Abschmelzen derselben nicht statt, sondern der Docht saugt eben nur so viel geschmolzen nes Brennmaterial auf, wie derselbe braucht, während die Kappe bei der Verbrennung von selbst mit nach unten sinkt. (Mit- getheilt vom Patent» und technischen Bureau von Richard Lüders in Görlitz)
Rhabarber-Compot mit Zucker. Man schäle die Blattstiele des Rhabarber, schneide sie in schwache Scheiben, gebe sie in Conservenbüchsen, setze per Kilo Blattstiele circa 125 Gramm Zucker zu und koche die Büchsen ca. 15 Minuten im Dampf» oder .0 Minuten im Wasserbade, fülle sie nach — der Rhabarber setzt sich beim Kochen — und verschließe sie lustdicht in noch heißem Zustande.
Erdäpfettrapferln als Fleischbeilage. Man kocht sieben runde größere Erdäpfel und passirt sie durch ein Sieb. Dann treibt man 70 Gramm Butter ab, gibt zwei ganze Eier, drei Eßlöffel Rahm, etwas Petersilie und einen Eßlöffel Mehl hinein und die passirten Erdäpfel dazu, salzt nach Geschmack und sticht kleine, fingerdicke Krapferln oder formt kleine Knödel, bestreut dieselben mit fein gesiebten Bröseln und bäckt sie im heißen Fett.
Sein Lager hielt bei Hermannstein, Ward ihm Befehl von seinem Hofe, Nirn auch zu nehmen Greifenstein.
Ganz siegsgewiß mit seinen Schaaren Zog er nun vor den Burgkoloß, Wo ihn des Schloßherrn tapfre Mannen Empfingen mit heißem Geschoß.
Turenne sah bald sein kühn Beginnen Erfolglos bei genauem Blick/ Unnehmbar ihm die Mauern schienen, Wo scheiterte sein Feldherruglück.
Als dieses er nach Reims berichtet, Ward ihm die Weisung auch sofort', Von der Zerstörung abzusehen, Bald zu verlassen diesen Ort.
Wie nun vernahm die frohe Kunde Graf Wilhelm, Herr auf Greifenstein, Lud er, vergessend feindlich Grollen, Turenne bei sich zu Gaste ein.
Nach aufgehob'nem reichen Mahle Man durch das ganze Schloß hinschritt; Der Burgherr listig von dem Gaste Wünscht die Gewährung einer Bitt.
„An jedem seines Schlosses Thore, Das sie durchwandelten allein, Möcht' er im Frieden mit ihm leeren Ein'n Becher voll vom besten Wein!"
Allzeit beim schäumenden Pokale Sich jeder echte Held bewährt, Drum auch Turenne schnell ohn' Bedenken Des Grafen Bitte gern gewährt.
Es waren ihrer zwanzig Thore, Dem stärksten Held ein hohes Ziel! Kaum waren sie zur Hälft' durchschritten, Dem Franzmann beuchten sie zu viel.
Bald über'n Durst zu sehr getrunken Vom all zu guten Rebensaft, Fühlt er den Schwerpunkt merklich wanken Und schwinden seiner Füße Kraft.
Welches Glückl sind am 3. März 1863
Lieutenant: „Wie, Comteffe, Sie geboren? O, Sie Glückskind!" —
„O Greifenstein, du edles Haus! Ich dachte erst dich zu besiegen, Nun zieh' besiegt ich von dir aus!"
Kalbfletschfuppe. Abfall vom Kalbfleisch (eircä 750 Gramm bis 1 Kilo) wird klein verhackt, mit geschnittenen Zwiebeln und Schmalz aus's Feuer gebracht und gut gelb gebraten, Mehl darüber gestreut, etwas mit anziehen lassen und Alles untereinander gerührt. Hierauf wird das so zubersitete Fleisch mit Wasser oder Brühe abgelöscht zwei Stunden zusammen gekocht und durchgeseiht. Diese Suppe ist außerordentlich kräftig und nahrhaft, besonders auch für Kranke zu empfehlen.
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Die Güte eines Spiegels kann man mittelst eines einfachen Verfahrens genau beurtheilen. Bekanntlich sieht man in dem einen Spiegel öfter anders aus, als in einem anderen. Man halte, wenn man einen Spiegel prüfen will, dicht an denselben lose ein weißes Taschentuch. Erscheint dieses im Bilde so weiß, wie in Wirklichkeit, so ist das Glas wasserhell; man wird aber häufig finden, daß das Taschentuch grünlich, röthlich, gelblich u- s. w. erscheint. Solche Gläser sind nicht gut. Die Prüfung von Glasscheiben auf Farbenton geschieht genau in derselben Weise, nur nicht durch Vor-, sondern durch Hinterhalten eines weißen Taschentuches.
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Ein Staubbad von Sand, Holzasche und Schwefel im I Hühnerhofe wird verhindern, daß das Gestügel von Läufen I geplagt wird. Die Hühnerhäuser sollen jedes Jahr einmal | mit Kalk weiß angestrichen werden.
Wohlmeinend. Fuhrmann (nachdem er seinen halsstarrigen Ochsen durchgeprügelt hat): „Schau, wenn d' net gar so bockbeinig wärst — wir zwei könnten zusammen leben wie zwei Brüder I"
Sie: „Glückskind? Wieso, Herr Lieutenant?" — Er: „An diesem Tage hat auch mich das Licht der Welt erblickt!"
Von Ludwig Eichler.
Siebaction: A. Scheyda. — Druck und Verlag der Brühl'scheu Druckerei (Fr. Thr. Pietsch) in Gießen.


