vPl'
,<•1
MW^WGMS8-MWW8 ,,-Wch^M-^W^ nrZ'L2L^ '.?-- rxr-'i-^r;” ,i»i..;
i > ‘ilgrw'yfciÄ?,. ——----- --*JLua■ -,. :.1 * / ui^s«-x’SJ•/dl. < | ■ ^.-r>jr .<-«- _ .*?■*,l:x>- *S>>-esäA/v-- iS 5 HMT.ZF
^uggWi' fWA^W^WWil lHMMWÄ
len
n): „Wenn ten Sie sich iten Sie an
en Sie mit al Unlängst e eingesandt
hat er den I führte der am Weiden« rnd bei uns c gewünscht
um reichen Hand Ihrer doch meine
! sehr, Herr dem Herzen, darf ich aus
: „Ebadta ib diese ver« derfitz'n, als
। Dir sagen, gst Du nie h eine solche
le kamen sie Nachten Sie ter: „Nein,
„Bleib' weg, abscheulicher Mensch!" rief die empörte Jungfrau. „Er ist an meinem Mißgeschicke schuld, ich sah ganz deutlich, wie er eine Teufelsfratze schnitt und mir dadurch ein Bein stellte."
Malwine krabbelte in die Höhe, rutschte aber wieder aus, doch so, daß sie diesmal zum Sitzen kam.
„Wenn Herr von Bardenstein noch hier wäre," sprach der Henker zu der Dasitzenden, „liefe ich schleunigst hin und holte ihn herbei, er versteht es meisterhaft, ausgerutschte Jüngferlein auf den Armen nach Hause zu tragen."
„Ich befehle Ihm noch einmal, sein rohes Mundwerk zu halten!" rief Malwine in hellem Zorn. „Augenblicklich entferne Er sich aus meiner Nähe. Ich werde Anzeige bei dem obersten Herrn Justizcommiffarius machen, damit Ihm feine Nichtswürdigkeiten ausgetrieben werden."
Meister Zacharias verbeugte sich in hanswurstmäßiger Weise und zog sich hinter den Strohwagen zurück, hinter dessen Räder er hervorlugte.
„Muß doch sehen, wie das dicke Jungfräulein vom Eise kommt!" sprach der Wicht.
Zum dritten Male erhob sich Malwine — und zum dritten Male rutschte sie auf dem spiegelglatten Eis« aus. Hilfesuchend schaute sie sich nach den Häusern in der Nähe um in der Hoffnung, eine Menschenseele zu erblicken. Aber Niemand zeigte sich. Die Fenster waren bis oben hin zugefroren, man konnte nicht hinein-, noch hinausschauen. Im Gasthaufe zum Darmstädter Hofe saß Heinz Rabenholt, der einzige Gast am Hellen Tage; in früheren Zeiten gingen die Leute am Hellen Tage nicht in die Wirthshäuser. Heinz ging auch nicht in's Wirthshaus, um etwas zu verzehren, sondern um Neuigkeiten aufzuschnappen und sich zu wärmen. Der Darmstädter Hof- wirth fchob stets gewaltige Buchenklötze in den großen Kachelofen und hatte immerwährend eine ungemein behagliche Wärme im Gastzimmer- Eine solche Wärme liebte Heinz, er drückte sich an den Ofen heran und schnaufte, pustete und stöhnte vor Behagen. Nun schaute der wohldurchwärmte Heinz an einer Ecke am Wirthsfenster, wo das Eis abgethaut war, hinaus auf die Straße und bemerkte gerade, wie Jungfrau Malwine den Henker zurücktrieb, gleichzeitig aber auch zum zweiten Male zum Sitzen kam. c p
„Eigentlich müßte ich hinaus und der Jungfrau aus- helfen," sprach Heinz. „Aber da ist erstlich, daß ihr der Henker in zauberischer Weise ein Bein stellte, denn es ist bekannt, daß die Henker und Schinder mehr von Zauberei, schwarzer Kunst, Wahrsagen und Sterndeuten verstehen, al» die meisten Hexen. Mir würde er alsbald auch eins stellen, also bleibe ich davon. Zum zweiten hat mich diese dicke Mal-
(Fortsetzung.)
Malwine ging nach Hause; der Schnee knisterte unter ihren Schritten. Bon weitem hörte man das eigenthümliche Greinen von Fuhrwerk in dem kalten, festgefrorenen Schnee. Es waren zwei Wagen mit Stroh, die dem Henker geliefert wurden, um das Blutgerüste zu maskiren. Geschäftig kletterten die Henkersknechte auf den Wagen und dem Hochgerichte umher, stauten die Strohbunde in und um das Gerüste und bemühten sich, dem nach und nach entstehenden Haufen eine hübsche Form zu geben. Meister Zacharias stampfte und trampelte fortwährend hin und her, weil ihm die grimmige Kälte kalte Füße verursachte. Nun fing es an, in ganz feinen Eisnadeln zu schneien, wie dies nur bei großer Kälte zu geschehen pflegt.
„Preßt die Gebunde fest an- und aufeinander!" befahl der Henker. „Wenn es so fein hineinschneit, gibt es eine Masse von Stroh und Eis, die ein paar Monate hält. Bor Frühjahr kriegen wir doch keine Arbeit."
Meister Zacharias sah Malwine von weitem kommen und richtete sein Trampeln und Stampfen so ein, daß die Jungfrau, wenn sie nicht umkehren wollte, dicht an ihm vorbei mußte. „Diese männerfreundliche, heirathstolle alte Jungfrau muß ein bischen geärgert werden," sprach der boshafte Henker, welcher es liebte, den Leuten einen Schabernack zu spielen.
„Euer gehorsamster Diener und ehrerbietigen Gruß zuvor, wohledle Jungfrau!" sprach Meister Zacharias, indem er sich bis auf wenige Schritte an Malwinen heranzupürschen wußte.
„Richt mein Diener!" rief Malwine, indem sie von einem heimlichen Schauder geschüttelt wurde. „Weg da von der Straße, hier hat Er nichts zu thun."
Zacharias machte eine tiefe Verbeugung, verzog das Gesicht zu einer häßlichen Fratze, was er meisterhaft verstand, und schob sich über Seite. Malwine eilte, so schnell es ihre Körperfülle gestattete, an dem Henker vorüber. Zwanzig Schritte weiter war die Straße etwas lückenhaft; es. hatten fich kleine Eisflächen gebildet Darauf war ein wenig Schnee gefallen. Malwine schritt darüber hin, ohne die Gefahr zu ahnen, glitt ab und stürzte, einen heftigen Schrei ausstoßend, zu Boden.
„Soll ich Euch aufhelfen, Jungfrau Malwine?" fragte der Henker.
Die Hexe von Bingenheim
Von Gg. Schäfer.
in Thränen । und rief: 1er geliebt!" s, braunes dann aber luten ?" " schluchzte
nein Vater. ! Taille -
acter aus," >ch so gütig
sprach mein ; Kleide ver«
iner Brust, sie an sich, u gewinnen, einen zärt-
feit längerer iller gehabt
1894.
§--w—---+----6—---- ®----uzd-e.---•+•---»S—*e----
Anrerhaltnngsblatt jum Gietzener Anzeiger (General-Anzeiger)
Dienstag, den 3. Juli.


