320

ff

,®U(

Student B:Ja, ein wahres

, - Druck und Verlag der Brühl'schcn Druckerei (Fr. Ehr. Pietsch) in Gießen.

Redaction: A. Scheyda.

Saxifraga (Judenbart), Jsolepis, Elematrs (Waldrebe), Passi­flora (Passionsblume), Hoya (Wachsblume). Lauberde oder bessere Moorerde mit Sand, Sphagnum (Sumpfmoos), Wurzel- fa ern, Holzkohlenstückchen und Ziegelstückchen vermischt, ist die passende Erde für Orchideen, Bromeliaceen, fremde Aroideen und fleischfressende Pflanzen (Jnsectivoren).

v______Kellner!" -

Das Menu und ein französisch'

In einem unserer Restaurants. Sie befehlen, mein Herr?" - Manu ur deutsches Wörterbuch I"

Fleischwaaren schnell mittelst Wasser abwaschen. Geräucherte Würste bewahrt man im Sommer am besten in nicht gehetzten Oefen auf, doch muß man Ar Luftzug sorgen. Etwa bei feuchter Witterung entstehender Schimmel kann leicht durch Ab­bürsten von den Würsten entfernt werden.

NuMqueur. Man zerquetscht 30 Stück Wallnüffe, die Ende Juni bis Mitte Juli gepflückt sein muffen, gibt 30 Stück Gewürznelken, 2 Gramm guten Zunmt hinzu, thut Alles in eine Flasche und gießt ein Liter Cognac darauf. Die Flasche bleibt an warmem Orte einige Wochen stehen und wird häufig geschüttelt. Nach dieser Zeit gießt man die Flüssigkeit möglichst klar ab, filtrirt sie und versüßt mit klar gekochtem Syrup (1 Kilogr. Zucker und Vs Liter Wasser). Nußltqueure werden grün gefärbt. (Nicht unerwähnt mag hier bleiben, daß zur Herstellung von feinen Liqueuren nur ganz fuselfreier Alkohol gewählt werden darf. In Ermangelung von Cognac ist wirklich reiner Kornfchnaps gut zu benutzen. Das Filtnren geschieht durch weißes Filtrirpapier oder auch durch Filz oder Flanell. Der Liqueur muß ganz klar werden. Setzt er beim Stehen dennoch etwas Bodensatz ab, so muß er behutsam in andere Flaschen gegossen werden.)

*

Das Eidotter läßt sich längere Zeit aufbewahren, wenn man es 24 Stunden in gesalzenes Wasser legt und dann trocknen läßt. Eier aufzubewahren ist nur zu empfehlen, wenn es sich um März- oder Septembereier handelt. Für kürzere Zeit, etwa 6-8 Wochen, bewährt es sich stets, wenn man sie in einen großen Topf schichtweise in Salz oder Asche legt, so daß sie sich nicht berühren- Lange Zeit halten sie sich, wem man etwas vorgewärmte Eier, je 56 in einemNetze suns Secunden in kochendes Wasser taucht, das in reichlicher Menge vorhanden sein muß, damit es nicht leicht aus dem Kochen kommt. Dann verpackt man sie lagenweise in Häcksel oder Heu und bewahrt sie auf. * ,

«

Ocksenschwanzsuppe. Das dicke Ende von zwei Ochsenschwänzen wird in kochendem Wasser 10 Minuten auf- gewallt, in kaltem Wasser abgekühlt und in Portlonsstucke ge­hauen, mit kochendem Wasser und */* Liter Sherry bedeckt, wieder auf das Feuer gestellt, mit Suppenwurzeln und einer Zwiebel langsam weich gekocht. Zu gleicher Zeit dämpft nian einige Dutzend weiße Perlzwiebeln und Vi Liter in Scheibm geschnittene Karotten in Butter mit guter Bouillon weich, garnirt die Fleischstücke in einer Schüssel damit und stellt sie warm. Die Bouillon wird, 2 Liter betragens mt einem Eßlöffel in Butter hellbraun gebratenem feinem Mehl verkocht, Jähen, das Fett aber abgefüllt. Die Ochsenschwanzsuppe wird über in Butter gebratenen Semmelscheiben angerichtet, das Fleisch nebenher gereicht. *

Blumenerden. In sandiger Compost- oder Mistbeet- erde wachsen die meisten krautartigen Topfgewächse, wie Fuch- sien, Pelargonien (Geranien), Heliotrop, Primeln, Zmeranen, Petunien, ferner alle Blumenzwiebeln, wie Hyazinthen, Tulpen, Narcissen, Crocus, alle Treibsträucher, wie Syringen, Spiraeen, Deutzien Reine: sandige Heideerde verlangen Azalien, Camelien, cKftrttead Moose (Sellaginella, Lycopochum). Lauberde, der auch etwas leichte, kräftige Mistbeeterde zugesetzt, werden kann, eignet sich besonders sür Alpenveilchen, Gl^mren und andere Gesneriaceen, Blüthenbegonien, Gardenien, Bouvardien, Clivien, Blattbegonien, Zierspargel (Aspangus), Cacteen,Laub erde, Composterde, leichter Lehm und Sand, zu gleichen!Lheilen gemischt, ergeben die Erde für Palmen, Araucanen, Myrthen, Oleander. In fandiger Lauberde und Compost- oder Mistbeet, erde, zu gleichen Theilen gemischt, wachsen Gummlbäume, Dra» caenen, Aralien, Coleus, Pandanus, Philodendron, sowie unsere meisten Ampel- und Schlinggewächse, als TradescanUa, Panicum,

Vevinischtes.

Classisch. Ein Bräutigam schickt seiner Braut am Vor- mittaa ihres Wiegenfestes eine Torte, auf welcher in Zucker- guß die^ WorteEwige Treue" stehen Die Braut mu von dieser Torte aar zu viel genoffen haben, so daß ihr immer übel wurde, denn als am Nachmittag der Bräutigam selbstkam und sich beim Vater nach dem Befinden der Braut erkundigte, erwiderte dieser:Wie's ihr geht? Wie der schönen Müllerin im Lied: DieTreu" hat sie gebrochen-

Das billigste Costüm.Papa, ich brauche Geld, ich will mir ein Costüm zum Maskenball machen lasten. ,So? Als was willst Du denn gehen?Als Schwalbe. Das ist eine kostspielige Idee! Weißt Du was: stopf Dir Watte in die Ohren und geh' lieber als Taube.

Ein Mißverständnis Ein bayerisches Regiment lag in einer kleinen Stadt Norddeutschlands in Quartier, so- fott nach Ablegung der Waffen machten sich »wer durstige Seelen auf die Suche nach enter Bierquelle. Gleich in der ersten Straße bemerkten sie ein Schild, aus besten Inschrift sie herausbuchstabirten:Friedrich Wilhelm Schulze, Lohgerber Du," sagte der Eine,da ganget m r nein, da schenket s Logerbeerl" * ,

Angewandte Geographie. Asteffor:Sehen Sie dort die Geheimrathstochter! Das wäre eme Parthte ur Sie, Serr Professor! ... Sie ist zwar nicht allzu Mg und ihre Schlankheit läßt zu wünschen übrig, aber sie hat hohe weib- Ucke Tugenden und 40,000 Mark Aussteuer!" - Proftsior der Geographie (nach einem prüfenden Blick auf die Dame, die einen Höcker und einen Kropf hat und noch dazu em Touruüre trägt):Danke sehr die Dame ist mir zu ge birgig!" , ,

Ganz neu. ber einen

Treiber angeschosten, welcher nun fürchterlich schreit.Ich hatt nie gedacht, daß eine Hase so brüllen kann!

BerechtigterStolz. Der Kammerdiener einer Durch' laucht geht mit erhabener Miene und gerötheter Wange durch- Vorzimmer. Da begegnete ihm ein College und Aagt.Nun, Johann, wie siehst Du aus?" - Stolz erwidert Johmm- Habe soeben eine höchsteigenhändige Ohrfeige erhalte

Verlockend. A-:Schön ist's dott, sag' ich» Dir, M> Meine Frau war ganz sprachlos!' B-:Sprachlos sühr' ich die meinige auch hin!' ....

Tröstlich. Student A. (aus dem Heimwege): wie die Häuser wackeln!" - Student B :Ja "« Glück daß wir unser Geld nicht auf Hypotheken gestellt haben ' * *