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ein Gedanke verbrecherisch und schwarz wie die Nacht, die ihn umgab.

Wer kann seinen Platz besser ausfüllen, als ich?" flüsterte er in unheimlichem Tone.Hat uns nicht die Natur wie Ebenbilder geschaffen? Gleichen mir uns nickt an Gestalt, an den Augen und den Haaren bis m's Kleinste hinein, so daß man uns im Leben ost verwechselte?"

Wiederum bückte er sich nieder zu dem Regung?, losen und sühlie und betastete ihn, bis er plötzlch triuNphirmd emrorfchnellt?. ;

,.Er ist tobt, er hat eine schreckliche Wunde am ; Kopfi offenbar von einem Stoß an die Felsen Ich kenne von ihm selbst alle häuslichen Angelegen- Helten, kenne seine Vergangenheit und die ihm vom Vater bestimmte Zukunft. Was mir fehlt in der Kette seiner Erlebnisse, das werde ich erfahren aus den vielen Briefen von feinem Vater und seiner Braut, die er stets bei sich führte und die mir in Verbindung mit der ausgesprochensten Familienähn- lichkeit die beste Legitimation sein werden. Nun bin ich Lord Tressilian, ich kehre zurück zu meinem Vater und meiner Braut, die mich sehnsüchtig erwartet!"

Laut und hohnvoll lachte er auf.

Vom Himmel herab züngelte ein Blitz.--

Eine kleine Weile kauerte Lowder auf dem naffen Gestein, vielleicht im Kampfe mit dm besseren und edleren Regungen seiner Natur. Aber das böse Prive-p siegte in ihm; gierig griffen seine Hände nach der Brusttasche Lord Tresfiliün's und zogen dchm Notizbuch, ein Packet Briese und einige Schmuckstücke hervor, die er zwischen seinen eigenen nassen Kleidern verbarg, dann leerte er den Inhalt oller Taichm des Leblosen, steckte ihn zu sich und nahm dann ein seltsames Manöver vor. Sein eige­nes Notizbuch, seine Börse, seine Briese steckte er in die Tasch'.n des Lords und dann schnellte er empor vom Boden, das Gesicht verzerrt von triumphiren-

Hierher!" rief Jasper Lowder, als er mensch- liche Gestalten mit Lichtern näher kommen sah. Hierher um Gotteewillen eilt, wir haben Schiff, bruch gelitten!"

Der Laterneniräger und noch rin Mann liefen auf ihn zu und waren bald an seiner Seite. Die beiden Männer waren offenbar Sicilianer und waren voll Aufregung, Ueberraschung und Theilnahme.

yn so wenigen Worten als möglich erzählte Low­der die Geschichte ihres Schiffbruches, und machte auf dm Zustand seines edlen jungen Freundes aufmerksam.

Ich glaube, er ist todt", sagte er mit erstickter Stimme,tragt ihn in Eure Hütte. AllrS soll ge­schehen, was man thun k»nn, um ihn zu retten. Ich will Euch für jede Freundlichkeit, die Ihr mir erweist, reichlich bezahlen. Armer Bursche I Er war mein Reisebegleiter. Ich liebte ihn wie einen Bru- der und nicht wie einen bezahlten Diener! Armer Jasper!"

Dis beiden Sicilianer' hoben den hilflosen Körper des armen jungen Tressilian auf und trugen ihn nach der Hütte. Jasper Lowder folgte ihnen, laut feinen Verlust beklagend.

(Fortsetzung folgt.)

Wunderöares aus dem! Manzenleöerr.

(Nachdruck verboten.)

Wenn wir das Innere eines Blumen- und Blü- thenkelches betrachten, so erblicken wir in demselben eine Anzahl feiner Fädchen, deren jedes in eine Anschwellung nach oben, in ein Köpfchen endet, in der Mitte dieses Kreises aber ragt ein stärkerer Stamm, der das Ansehen eines Stengels besitzt, empor, welcher ebenfalls einen Kopf trägt. Jene Fäden heißen Staubfäden und in ihren Köpfchen enthalten sie einen feinen Staub, den Blüthenstaub; dies ist der männliche Thell der Blüthe, während der in der Mitte der Staubfäden ausragende stärkere Stamm, Stempel genannt, den weiblichen Theil der Blüthe repräsentirt und dementsprechend sind die Functionen beider Theile: Die Staubbehälter der Staubfäden zerspringen zur bestimmten Zeit und senken ihren Inhalt, eben den Blüthenstaub, auf den Kopf des weiblichen Blüthentheiles, des Stempels, herab. Vom Kopf oder der Narbe des Stempels wird der Blüthenstaub aufgenommen und durch das hohle Innere des Stempels nimmt dann der Blüthen­staub feinen Weg zum Grund des Stempels, zum Fruchtknoten, um hier zu verbleiben und die Frucht hei vorzurufen. Bei sehr vielen Blüthen nun stehen Stempel und Staubfäden so nahe bei einander und befinden sich meist in so gleicher Höhe, daß die Blü- thenstäubchen ohne sonderliche Mühe auf die Narbe des Stempels gelangen, es giebt aber auch Blüthen, bei denen der die Befruchtung empfangende Stempel

dem Hohne. v _ \

Ich werde reich sein, geehrt, gefürchtet, ein Ge- z bieter über meine Unterthanen", ries er für sich. Endlich lächelt mir die Sonne des Glückes, endlich ex ist todt und ich habe nicht Hand an ihn ge- legt! Er hat mir seinen Platz eingeräumt und ich werde diesen Platz behaupten, mc* es kommen, wie es will. Von nun an bin ich Lord Hugh von Tressi­lian und et- ist an der >-i, daß ich für meinen armen schiffbrüchigen Freund Lotvder, der todt mit einer schrecklichen Stirnwunde zu meinen Füßen liegt, Menschen herbeirufe, die ihn unterbringen."

Den Vorsatz mit den Worten verbindend, schrie er in der Richtung nach der Fifcherhütte, deffen Licht man schon vom Schiffe aus bemerkte, laut und mit gellender Stimme:Hilfe, Hilfe, um Gottes- willen Hilfe!" t f

Der Sturm hatte sich gelegt, das Tosen der Ele- msntr sein Ende erreicht und lauthin schallte seine Stimme durch dir Stille der Nacht und rüttelte die Bewohner der Fifcherhütte auf, welche heraus stürzten, d«r Richtung zu, woher der Hilferuf erklungen.