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ftotbtn war; und wie er dann seine Reise nach England fortgesetzt hatte, nachdem er seinen, durch den Schiffbruch blödsinnig gewordenen Reisebegleiter in Sicilien zmückgelaflen hatte.
Theilnahmsvolle Bemerkungen folgten seiner Erzählung.
„Ihr müßt diesen Sch ffbruch zu vergessen trach. ten, Guy", sagte Oberst Egerton. „Aber wir, mein guter Junge, können nicht vergessen, daß Ihr in derselben Gefahr wäret, als dieser arm- Lowder, dessen Leben so grausam zerstört ist. Wie, wenn da» Opfer dieser Katastrophe Euer Sohn gewesen wäre, Sir Arthur?"
Lowder senkte bescheiden Kopf.
„Wie glücklich Du sein muht, liebe Blanche!" flüsterte Mary Egerton. „Gr-y ist so hübsch, so tapfer und so edel, und er hat so viel gelitten. Seine Micke wenden sich beständig zu Dir. Ach, Du stehst so schuldbewußt au», Du kleine Schelmin."
Blanche lächelte. Sie war stolz auf den Eindringling und die Lobererhelungen, die ihm von den Gästen gezollt wurden, schmeichelten ihr.
Er ist überflüssig, die Einzelheiten dieser Besucher zu beschreiben. Er genügt, |« sagen, daß Lowder sich so benahm, daß in seinen Gästen nicht der geringste Zweifel aussteigen konnte, daß er nicht der sei, für den er sich ausgab.
Rach einer Stunde erhoben sie sich, baten um baldige Erwiderung ihrer Besuche» und Sir Arthur geleitete sie zum Wagen.
„Ihr seid der glücklichste Mann in der Welt, mein Freund", sagte der Oberst, die Hand der Baronet» drückend. „Euer Soh» ist ein prächtiger Mensch, Ihr habt Rkcht gethan, daß Ihr ihn nach Deutschland zur weiteren Ausbildung schicktet. Er ist ein Mann au» ihm geworden. Aber welch' ein Wunder ,st seine Rückkehr. Die Vorsehung war sehr gnädig gegen Euch, daß sie von Allen, die auf dem unglückseligen Schiffe waren, gerade ihn erholten hat."
Sir Arthur drückte seinem Freunde die Hand und erwiderte mit fröhlicher Herzlichkeit dessen beglückwünschende Worte. Cs war leicht zu sehen, daß er mit seinem vermeintlichen Sohne vollkommen zufrieden war.
Die Gäste stiegen endlich in den Wagen und fuhren fort.
Sir Arthur kehrte in die Bibliothek zurück.
Lowder und Blanche nahmen wieder ihre Sitze in der Nische de» Bogenfenster» ein und setzten ihr Geplauder fort.
Achtzehntes Kapitel. Verlobung.
Die Tage verschwanden Jarper Lowder rasch in Tresfilian-Hof. Kein Zweifel und kein Argwohn, daß er nicht der echte Gry wäre, tauchte in den Ge- müthern Sir Arthur'« oder Blanche'» auf. Der Eindringling benahm sich gegen sie und gegen Alle, mit denen er in Berührung kam, mit glelch-r
L ebenrwürdi^keit und Freundliäkllt, die ihn bald zum allgemeinen Liebling machte. Sir Arthur betrachtete ihn mit väterlichem Stolze und vieler Zärt- llchkeit, Blanche er.öthete unter seinen Bl'cken und war scheu, wenn sie mit ihm allein war, sich seinen Liebkosungen entziehend, al» ob sie ihr zuwider wären.
Aber Lowder hatte Erfahrung im Umgang mit Frauen und er deutete die Schüchternheit de» jungen Mädchens ganz richtig, al« seiner Bewerbung günstig. Ec hatte noch nicht förmlich um ihre Hand angehalten, aber er plauderte ihr süße Richtigkeiten vor, sagte ihr, wie sehr er sie liebte und war schon einige Male daran gewesen, seine Bewerbung zu einer Entscheidung zu bringen, aber die Furcht, daß Voreiligkeit den Argwohn de» Baronets erwecken konnte, hatte ihn noch immer zurückgehalten.
Nichtsdestoweniger wurden die jungen Leute als ein Liebespaar betrachtet.
(Fortsetzung folgt.)
Tarn, Ham!!
Etwas von der transatfantischen Reklame, von Hugo von Kupffer.
Wohin schwinden alle unsere bescheidenen Reklameversuche gegenüber der Reklame in der neuen Welt, die sich auf allen, ich sage mit gutem Gewissen auf allen Gebieten breit macht und an Originalität und Produktivität Alles weit hinter sich zurückläßt.
Der amerikanische Geschäftsmann spitzt ein jedes Ding aufs Praktische zu und wird sich selten dainit zufrieden geben, durch theoretische Gründe in langaht- migen simplen Zeitungsinseraten das Publikum von dem Werthe und der Brauchbarkeit seiner Artikel zu überzeugen. Soweit Zeitungsreklamen in Betracht kommen, verfolgt der Amerikaner vor Allem die Prin- cipien: Kürze, Originalität des Gedankens, Originalität der Form und — Varietät. Jedes jener riesenhaften Tagesblätter ä la „New-York Herald“ strotzt natürlich von Annoncen aller Art. Dort ein Inserat hiueinzubringen, dessen mehr und minder auffällige Natur reichlich ihren Zweck erfüllte, ist wahrlich keine leichte Sache. Nun hilft sich der Deutsche durch Artikelchen, welche dicht hinter dem redaktionellen Text erscheinen oder macht anziehende Berschen wie
Gottlieb Knöfel in Stadt Prag Meißner Straße zwanzig viere, Hat für Jeden, der sie mag Gottlieb Knöfels Lederschmiere!
Der Amerikaner hingegen druckt seine Reklamen- Anpreisung, in Prosa und Poesie, gar unverfroren mitten in den redaktionellen Text hinein. Das ist ja Täuschung des Publikums seitens der Redaktion! Bewahre! Hinten nach steht mit winzigen Diamantlettern gedruckt: Adv. d. h. Advertised.
Wer das nicht sieht, und es wirklich für eine- ' redaktionelle Notiz ansieht, nun — der ist eben selber i schuld. Selbstverständlich ist das inserirende Publikum der Neuen Welt auch erfindungsreich genug in


