61ö
unvcrsc daß er sah, dc und d Sinnet plötzlich Da lie von de und nc ich doc
«E meine nicht n
Er rasch i den B daß b<
in- er zu sich n später
O!
zu geb „2 Zu seit ist mii „G - Si Eiland „5 vergni manch c HX, Papa! derlei wenn vergeb
«X aus, Uebrij die F genug kinde niedri. Nun! vergeb eigene muß
iX Rache aus Z bis G getisch sehr, i s rr bemer Gesch und s Liren.
s ir
k„Sie haben recht, Herr Gotthard! — und auch ich bin den Herren dankbar, daß sie uns in dieser schwierigen Lage ihren unschätzbaren Beistand angeboten. Gegen den Vorwurf der Feigheit schützen uns die Waffen und unser bereits dort anwesender Arzt."
„Nun, dann rasch vorwärts!" rief Reimann, sichtlich erleichtert, „damit die Herren Gegner nicht zu lange auf uns warten."
Der Staatsanwalt war in eineribesonders guten Laune, er witterte, wie Henning bei sich selber trlumphirend meinte, Morgenlust und dieser letztere fühlte einen ganz unbändigen Stolz, daß der große Criminalist auf seinen Scharfblick etwas gab. Da er, seiner unruhigen und neugierigen Natur nachgebend, überall herumspionirte, so war es ihm auch nicht entgangen, daß Dr. Hklmuth, nachdem er in fliegender Eile ein wenig dinirt, sich zum Gouverneur begeben hatte und von diesem schon nach einer Viertelstunde ganz vergnügt zurückgekehrt war, um die beiden Amerikaner und den Banquier abzuholen. Als Henning dann herausgebracht, daß sich sämmt- liche Herren nach dem Nordhorn begaben, hatte er sich ihnen ganz listig angeschloffen, weil er, wie Helmuth meinte, zu dieser Expedition allerdings un- streMg gehöre.
Es konnte in diesem Augenblick sicherlich keinen glücklicheren Menschen auf der Insel geben, als den braven Hutmacher Henning, wenn nicht vielleicht der Hamburger Staatsanwalt mit ihm concurriren durfte, weil dieser mit stiller Zärtlichkeit zuweilen an seine Brusttasche griff, wo der verhängnißvolle Brief und das Bild einer Längstverstorbenen ganz friedlich neben dem von dem Gouverneur ausgestellten Haftbefehl steckten, von welchem er natürlich nichts sehnlicher wünschte, als ihn gebrauchen zu können.
So erreichte die kleine Gesellschaft, welche tüchtig ausschritt, in weniger als einer halben Stunde das Nordhorn, wo die Engländer, welche sich Zeit ge- laffcn, soeben auch erst angekommen waren, während der Hamburger Arzt bereits ungeduldig umherwanderte.
Die Gegner waren durch die Anzahl der Deutschen sichtlich frappirt und warfen sich höhnisch- bedeutsame Blicke zu, während Mylord Archibald mit gelangweilter Miene, beide Hände in den Taschen versenkt, der ganzen Gesellschaft den Rücken zuwandte und auf die See hinausschaute. Ob der Blick hinter der blauen Brille vielleicht ein sehnsüchtig in die Ferne schweifender war, ließ sich nicht ergründen.
Plötzlich wandte er sich langsam um und betrachtete gleichgiltig die Seme; ein leichtes Erblassen, sowie ein blitzartiges Zusammenzucken seiner hohen, eleganten Gestalt schien Niemand bemerkt zu haben als vielleicht der Staatsanwalt, welcher sich im Hintergründe aufhielt und nur allein den für ihn äußerst intereffanten Mylord beobachtete.
„All right!“ sagte dieser, zu seinen Landsleuten tretend und mit ihnen einige leise Worte wechselnd.
„Sie sehen, daß auch wir die Oeffentlichkeit dieses Zweikampfes nicht scheuen", nahm Reimann jetzt das Wort, „wenn's beliebt, Mr. Archibald! — ich überlaffe ihnen die Auswahl der Waffen. Habe außer diesen Pistolen auch zwei Stoßdegen in netto, wählen Sie!"
„Bah, Sir!" lächelte Mylord verächtlich, „wir boxen, — das giebt kein Aufsehen und bringt uns auch mit dem Gesetz nicht in Conflict."
„Ich bin kein Faustkämpfer", rief Reimann zornig, „gleiche Sonne, gleiche Waffen, meine Herren 1"
„Unsinn! — wer schießt und sticht sich hier auf der Klippe? —" erwiderte Mylord, ein Gähnen unterdrückend, „ich fürchte Ihr Kinder-Spielzeug nicht, Sir! meffe aber lieber die eigene Kraft."
Er warf den Rock ab und streifte gleichmüthig die Aermel des feinen Battisthemdes auf, um seine museulösen Arme zu zeigen unb,ein; elegante Boxer- Stellung anzunehmen.
Die beiden Amerikaner hatten kein Auge von Mr. Archibald verwandt, jetzt blickten sie sich gleick- zeitig an und nickten sich bedeutungsvoll zu, worauf Felix rasch zu dem Staatsanwalt'trat, um diesem einige Worte zuzuraunen.
„Ah, famos!" flüsterte dieser, sich vergnügt dis Hände reibend, „lüften Sie ihm die blaue Brille, lieber Felix!"
„Na, hören Sie mal", rief'ber Ranqaier jetzt, dicht vor Mylord sich hinpflanzeud, „ein Ochse möchte doch noch kräftiger sein als Sie, wenn's allein darauf ankäme, in dieser Weise seine Ehre zu restaurireu und eine Beleidigung zu rächen. Sie haben es gewagt, meine Tochter öffentlich zu beleidigen, wehrlose Damen zu beschimpfen und nennen sich einen Gentleman. Nun gut, ich nehme als Vater Ihre brutale Herausforderung zum Zweikampf an und übertrage das Rächeramt einem werthen Freunde, der sich darauf versteht, — können sich dann immer noch mit dem Kinderspielzeug Ihres anderen Gegners vertraut machen, mein werther Sir!"
Er wandte sich jetzt zu Felix, welcher ebenfalls seinen Rock abwarf und sich dem sichtlich unangenehm überraschten Mylord Archibald ruhig als Gegner prüsentirte.
„All right!“ murmelte er wieder, sich im selben Augenblick auf Felix stürzend, um diesen durch einen Faustschlag nieder zu werfen. Doch der Schlag ging fehl, Felix war demselben gewandt ausgewichen und hatte in der nächsten Seeunde den Gegner mit Riesenkraft umschlungen und auf die Kniee niedergedrückt, während die Brille fortgeschleudert wurde.
„Heureka!" schrie Felix in diesem Augenblick mit einer fast jubelnden Stimme, und mit wuthverzerrten Zügen blickte Mr. Archibald in die funkelnden Augen des Polen, der auf Felix Ausruf hinzugesprungen war, um den mit übermenschlicher Kraft sich wehrenden Mylord zu bändigen. (Forts, folgt).
Redaction: R. Scheyda, ™ Druck und Verlag der Brühl'scheu Druckerei (Fr, Ehr, Pietsch) in Gießen,


