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"b W Ar'ch mit, Mntr Wm- Wfrunte* b«r-
Des alten Wandsbecker Voten Haiti), dlauöius Brief an feinen
Sohn Johannes.'
Golk» und Silber habe id) nidjt; wa- ich aber habe gebe ich dir.
Lieber Johannes!
Die <Jeit kommt allgemach heran, daß ich den gehen muh. öen man nicht wiederkommt. xti kann Dich nicht mitnehmen und laffe Dich r dner Welt allein »urfid. wo guter Rat, nicht cetflüffig ist. '
Niemand ist weife von Mutterleibe an; j‘i‘ und Erfahrung lehren hier und fegen die Irr ne.
Ich habe die Well langer gesehen als Du.
ist nicht alles Gold, lieber Sohn, was gldrut; frb ich habe manchen Stern vom Himmel fallen irb manchen Stab, auf den man sich verlieh. Krchen sehen. Darum will ich Dir einigen Rat gmn und Dir sagen, was ich gesunden habe rd was die Zeit mich gelehret hat Es ist rchs groh. was nicht gut ist. und nichts wahr. »6 nicht bestehet.
Der Mensch ist hier nicht zu Hause, und er tfrl hier nicht von ungefähr in dem schlechten tod umher.
Alle Dinge mit und neben ihm gehen dahin, tir fremben Willkür und Macht unlerootfen; < i't sich selbst anvertraut und trägt sein Leben i Feiner Hand
*) •ine neue, ausgezeichnete Llaudius-Aus» »be erschien in 3 Bünden. von Dr. B. Adler 6'»:gt, im Lichtenstein-Der sag. Weimar.
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Dirtichasismclbun" WtM brr 3n- Sranfiurt a. M «
III. Mtocttunfl n Dr. fcim. t» i LiLdigelMdhrut' Vortrag von Siabi. 8 bis 830 Uh,- Ilpirle mit WW Schachvrrrin ..2«' tlnfängerunbSctt- ; Mannheimer. BJ n Nachtigall, -m»
- Anschließend ung.SPodsunldm»
Redaktion.
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vom studentischen Staat,
fflüdblid auf den 8. Deutschen Stubententag.
Son Friedrich Ä r u f p L
äht die sechs knien Deutschen Stuben len tage n »o damit die (fntroidhing der Deutschen Stuben- I «ischaft miterieble, wird sagen müssen, das, die t hpc der Entwidlungsmöglichkeuen des großdeitt- den akademischen Bunde» mit der Tagung in ■#rlin, d«e mit der Fahrt nach Potedam und der -Kinlonbfunbgfbuny auf geweihtem Boden einen •jtbigen Abschluß iand. wieder eine Wendung «ch eben zu steilem Ausstieg nahm. Bon der ldcundung m Würzburg 1919 führten der Ausbau ter Organisation und die Bemühungen um den wellen Ausgabenkreis zu dem bisher nicht wieder fleichten gelingen Höhepunkt aus dem Deutschen . tudenlentag 1921 zu Erlangen. Dort entwickel- n die Reden der Marholz. Roseier, Bergsirässer, : Dietrich und Gerber die Ideologie der Deutschen : tudentenschast als stiilturerscheinung, und der nrtschasllicheii Selbsthilfe deutscher Studenten .rde mit ihrem Kernstück. dem Werkst üben- en tu in, ihr Ethos gegeben. E, folgten die Ser» Lssungskämpse um die Synthese zwischen )e r Zielsetzung und der Formel der Mitgliedschait. ' e ost in wenig schonen Formen gejührt wurden, rü das Ansätzen der Deutschen Studentenschaft in ii: Oefienilichkeit stark herabminderten. Der Torso re» Studei'tentaues in Honnef 1922 versam» nur die Halste aller Studentenschaften, ein iib der Zerrisfenheit. Roch im gleichen Jahre zu . ü r z b u r g, an der Statte der Gründung, stieg I Phöni; au der Asche, und wiederum zu urzburg. 1923. erlebte die Deutsche Stuben- lichait Anbruch und Festigung einer neuen ziel- wußten Zutunst. Sie wurde unterbrochen durch e Augenblidskrise personeller Natur auf dem tubenteniag in Innsbrud im vergangenen brc.
Nur aus dieser Vergangenheit der Deutschen uüentenschoft heraus kann der 8. Deutsche Stu-
•ntentag in Berlin kritisch gewürdigt werden. • brachte die Wendung von der bloßen Drganifa- ne zu bemühten Streben nach Inhalt. Diese iisache, die vorbildliche Initiative der Leitung, Disziplin der Sertreter, die selbst in der neun- inbigcn Nachtsitzung nahezu vollzählig bis gegen Uhr morgen5 den Berhandlungen mit Aufmerk- •rfeit folgten, und allenthalben erkennbare straffe ilnung in der Organifation berechtigen dazu, eine rtrtf de» Studeiitentoges mit der Feststellung zu fltnnen, dast wieder von einem deutschen „Stu- i enftaat" gesprochen werden darf und seine Zu»
. n;t gesichert ist. Seinen sichtbaren Ausdrud fand s „Siaatsgefühl" in den Beratungen einer jiU- uHieinverbindlichen Ehrenordnung, die Fin» t und Äorporierte, Waffenstudenten und Kotho» en einem einheitlichen Siandesbewusttsein unter- rbnet. Was dos heiht, kann nur ermessen, wer o Vielgestaltigkeit deutschen Studentenleben» out. Auch die Geiallenen-Gedenkstif- l n g, die durch Selbstbesteuerung aller deutschen iubenten die Mittel aufbringen will, um den rften das Studium im Ausland zu ermöglichen,
id fo deutschen Geist an die ausländischen Hoch- jltn zu trogen, zeugt in schöner Weise für den iveinschastsaeist, der den Stubentenitig beseelte. Die Verhandlungen ergeben die klare Gliederung ' „Staatspolitik". Die Innenpolitik umfaßt die rqe für dos geistige, körperliche und soziale Wohl Staatsbürger, mit der sich die Beratungen des lubementagee, die Verhandlungen über die wirt- Mlithen Fragen befchöskigten. Die Außenpolitik liegen bezieht sich auf die Vertretung der deut- Inn Interessen in den internationalen studentischen rbaniwn und auf die Unterhaltung von Se- »hingen zu den ausländischen Studentenschaften.
3ip Innenpolitik nahm naturgemäß den Echtesten Raum ein. Allein den kulturellen Fragen ren die zwei Tage des Studientages ein- mt, der dem Stubenlentag noranging. Diese ?gung der Fachschaften der deutschen Studenten- ist mar freilich noch allzusehr auf Kleinarbeit sgestellt, auf Fragen des inneren Lehr- triebe», der Seminare, der Prüfungen usw- - war psnchologllch interessant, daß die innere desriedigtheit in Berlin noch stärker al» in Inns- i<f im vorigen Jahre geäußert wurde. Das wird Mi zwingen, die Arbeit des nächsten Jahres dem unbproblem zu widmen, nämlich der Lösung !S Gegensatzes zwischen Berufsvor- Bereitung und B i l d u n g »ft r e be n auf ben frlid)ul<n. Die Spezialisierung der Wissenschaften hu gi einem Lehrbetrieb geführt, der die Bezogen- b: des cmzelnen Fachstudiums auf den Urgrund tl i Wissenschaft verloren gehen ließ, der auf die trpr gerichtet dem Suchen nach Totalität, da» jeder ifrrübung um wahre Bildung eigen sein muß. verspricht. Allein die Erkenntnis diele» inneren oMerfpruchs der modernen Hochschule ist ein wert-
Jugend und Hochschule
volle» Ergebnis de» ^tudententages, weil sie vom Formali»rnu» der reinen Organisation auf den geistigen Inhalt des „Staate»' lenkt. Wenn einem gegebenen versprechen gemäß die Deutsche Studentenschaft in Verbindung mit den Hochschullehrern diesen Fragenkompler in tlngnii nimmt, wird sie fich ein Äulturoerbienfi allerersten Banges sichern.
Im Hinbiid auf die deutsche Zutunst nicht min- der wichtig ist die immer mehr sich durchsetzende Eitenntni», daß auch ein gei'inder (Heilt nicht m einem verkümmerten Körper wohnen kann Um so erfreulicher ist die staustilche Feststellung, dost 70 v. H. der Besucher des Siudententages regelmäßig 12eibe»übunaen treiben, und daß sich mehr als 11 o. H. bereits das Hochschul. Turn- und Sportabzeichen ernxirben. Das beweist, daß die pflichunäßige Pflege der Leibesübungen an Deutschlands hohen Schulen im letzten Jahre weiter große Fortschritte gemacht hat. Es ist auch viel in dieser Beziehung nach, zuholen, roefl uns dos Ausland in der sportlichen Betätigung der Studenten bedeutend über ist. Mit den Forderungen des Studententages, an allen Hochschulen Institute für Leibesübungen einzurichten und Sportlehrer und Sportärzte hauptamtlich anzuftellen, ist ein weiterer Schritt auf dem Wege zu einem körperlich gut durchgebildeten akademischen Geschlecht gemacht.
Zwischen Pslege von Geist und Körper bildet die wirtschaftliche Fürsorge das Binde glied. Wie nötig noch immer die Arbeiten der Wirt- fchaftshilte (Wihi) der deutschen Studentenschaft sind, beweisen die Angaben, daß 20 OOO Studenten nicht in der Lage sind, sich die nötigen Studienmittel zu beschossen, und baß weitere 30 UO mit harter täglicher Not kämpsen. Mehr als 10 000 beutscher Stubenten verdienten sich im letzten Jahre ihren Unterhalt als Werkstudenten, mehr als 5000 konnten ihre Abschlußprüfung nur mit Hilfe der von der Darlehnskasse der Wihi gewährten Mittel ablegen. Es können also die Wirtschasts- einrichtungen, wie Speisungen, Wohnunasnoch- wrise, Arbeitsvermittlungen usw. noch nicht abgebaut werden. Vielmehr wendet sich die Wihi mit dem Bau von S t u d e n t e n h ä u s e r n, die einen Mittelpunkt studentischen Gemeinschaftslebens bilden sollen, und mit der Einrichtung studentischer Produktivbetriebe sozialen Problemen allgemeiner Natur zu.
In außenpolitischer Richtung war der Studententag zweifellos ein großer Erfolg. Die Vertreter von 14 Nationen hatten Gelegenheit, die Arbeit der deutschen Sludentensrhasl aus eigener Anschauung kennen zu lernen. Außerdem war die Eoni^däration Internationale des sludioncs (C.I.D.) durch zwei ihrer Vorstandsmitglieder vertreten. Dos A u »l a n d d e u t s ch t u m war durch die Dele- Gierten der deutschen Studenten in Riga und Dorpat vertreten. Welch guten Eindrud diese ausländischen Gäste vom Studententog mit heim- aenommen haben, geht aus den Worten mehrerer Ausländer hervor, die dem Ausland die deutsche Studentenschaft als leuchtendes Beispiel hinstcllten. Es waren erhebende Augenblide, als der Holländer und der 2. Vorsitzende der C. I. D., ein Däne, in diesem Sinne den Studententag begrüßten, als der Ungar von der alten Waffenbrüderschaft zu uns deutschen Studenten sprach. Sie waren überall dabei, selbst in der nächtlichen Sitzung hielten sie bis lange nach Mitternacht aus. Es war für uns Deutsche eine Genugtuung, als die Ausländer den Leiter des Auslandamtes der Deutschen Studentenschaft, Walter Zimmermann, der entgegen dem Widerstand der Deutschen Studentenschaften Frankreichs, Belgiens, Polens, Rumäniens und der Tschechei die Deutsche Studentenschaft ohne Aufgabe des deutschen Standpunktes in die C. I. D. hineingesührt hat, nm Schlüsse seiner Rede begeistert feierten. Daß die Ausländer biefen Deutschen Stubenteiitag erlebten, war nicht ohne Einfluß auf bie Verhandlungen des Kongresses der C. I. E. Mitte August in Kopenhagen, wo zum ersten Male die in Warschau im vorigen Jahre abgeschlossene Arbeitsgemeinschaft zwischen der Deutschen Studentenschaft und der C. I. E. praktisch wirksam wurde.
Die äußere Aufmachung des Studententages und feine Durchführung waren vorzüglich. Der Nebenzwed, die Bedeutung der Deutschen Studentenschaft in der Reichshauptstadt zu demonstrieren, ist voll erreicht. Vertreier der Rcichsregte rung, der preußischen Regierung und der städtischen Behörden konnten sich von dem Willen der akademischen Jugend überzeugen, in ernster Arbeit für den deutschen Wiederausbau au wirken. Die gesellschaftlichen Veranstaltungen, bie ben Gang ber Verhanblungen in angenehmer Abwechslung unterbrachen, bienten ber Fühlungnahme ber 146 Vertreter, bie von 74 Hochschulen bes beutschen Sprachgebietes mit 111000 bcutschen
Laß Dir nichts weismachen. daß er sich raten könne und selbst seinen Weg wisse.
Diese Welt ist für ihn zu wenig und die unsichtbare liehet er nicht und kennet sie nicht.
Halt« Dich zu gut, DöseS zu tun.
Hänge Dein Herz an kein vergängliches Ding.
Die Wahrheit richtet lich nicht nach uns, lieber Sofm, sondern wir muffen uns nach ihv richten.
Was Du sehen kannst, das liehe, und brauche Deine Äugens und über das Unsichtbare und Swiae halte Dicd an Gottes Wort.
Bleibe dem Glauben ber Bäter getreu, und hasse, die darüber nur leer Geschwätz treiben.
Scheue niemand so viel als Dich selbst. Inwendig in uns wohnet der Richter, der nicht trügt, und an dessen Stimm« uns mehr gelegen ist als an dem Beifall der ganzen Welt und an ihrer Weisheit nimm es- Dik vor, Sohn, nicht wider feine Stimme zu tun; und was Du sinnest und vorhaft. schlage zuvor an Deine Stirn und frage ihn um Rai. Er spricht anfangs nur leifc und stammelt mit ein unschuldig Kind; doch wenn Du feine Unschuld ehrest, Ißfct er gemach feine Zunge und wird vernehmlich sprechen.
Lerne gern von anderen, und wo von Weisheit. Menfchenglüd, Licht, Frecheit. Tugend usw. geredet wird, da höre sleihia zu, doch traue nicht flugs und allerdings denn die Dollen haben nicht all« Walser, und eS gibt mancherlei Weise. Sie meinen auch, daß fie die Sache hätten, wenn fi« davon reden können und davon reden. Das ist aber nicht Sohn Man hat darum die Sache nicht, daß man davon reden kann «nd davon redet. Worte find nur Worte; und wo, fie gar leicht und behende dahinfahren, da
Studenten abgejanbt waren, mit ihren Gasten und Gastgebern.
Diese Gefchlostenheit innerer Arbeit unb äußeren Glanzes konnte nicht gehört werben von ben Versuchen einer Opposition seitens ber Minderheit der sich sichtbar nur zwei von 146 Vertretern zu rechneten. Ihnen war der Fall des Proiesiors Lessing em gefundenes Fressen zur Polemik. Aber oud) bei biefer Materie war die Haltung des Stu- bententages musterhaft, benn er befaßte sich mit ber Angelegenheit mW insoweit, als bie Sludentenschait ber Technischen Hochschule Hannover an der Wahrnehmung ber Rechte ber stubentischcn Selbstverwaltung gehindert war. Die zu Beginn des Stu- bententages vom „Deutschen Stubentenbunb", ber Organisation der Minderheit, abgegebene Erklä- Hing, ben Shibententag nicht als Vertretung aller deutschen Studenten anfehen zu können, kann nur al» ein Sturm im Wa sserglas ungesprochen iDerben. Sie fußt auf ber Tatsache, baß bie Stu- bemenschatten Deutsch Oesterreichs unb Sudeten- Deutschlands nach dem völkischen Prinzip orientiert sind, während im Reich bas Staatsbürgerprinzip gilt Es kann nicht Sache der Deutschen Stubentenschast fein, ben Hochschulen außerhalb bes Reiches den Modus der Mitglied- schast vorzuschreiben.
Weit nach Mitternacht würbe 'm ber Schlußsitzung canb. jur. Bauer, der schon seit Innsbrud ben Vorsitz in ber Deutschen Studentenschaft führt, zum Vorsitzenden für bas kommende Amts- fahr wikbergewählt. Er unb feine, zum Vorstand ber Deutschen Stubentenschast hinzugcwählten Mitarbeiter. canb. ing. St eiter von ber Techn. Hochschule in Berlin unb canb. ing. Thon von der Techn. Hochschule in Brünn verbürgen dafür, daß bie Deutsche Stubentenschast im nächsten Jahr von einem „Kabinett ber Arbeit" regiert werben wird. Bauer hat sich bereits große Verdienste, die allenthalben anerkannt finb, erworben unb wirb in ber Zukunft nach seiner eigenen Erklärung ber Führer ber kulturellen Arbeit her Deutschen Stubentenschast sein. Daß erstmalig eine Hochlchuie außerhalb bes Reichs im Vorstanb der Deutschen Studentenschaft vertreten ist, erneuert spontan den großbeutschen B ii n b aller deutschen Stubenten im geschlossenen beutschen Sprachgebiet, ein nationalpoli- tisches Ziel, bas aus ben Zeiten ber Verfassung»- kämpie herübergerettet werben konnte. Mit bieser Tat bekundete ber 8. Deutsche Stubententag, baß Deutschlands akademische Jugend gewillt ist, sich mit der Ausbildung von Geist unb Körper und einem gesunden nationalen Wollen auf die Mission vorzubereiteu, die sie einst an Volk und Nation zu erfüllen haben wird.
Die Neuordnung der Dolfs- schullchrerbildung in Preußen.
Heber bie Neuordnung der BollSfchullehrer- bildung bot das preußische Kultusministerium eine Denkschrift versaßt, die zunächst als Richtlinie für eine entwicklnngSsährae Gestaltung des Reuen dienen soll. Das 3icL Der Lehrerbildung wird durch die Bedürfnisse der Volksschule bestimmt. Daher sollen die einzurichtenden neuen Akademien Pfleaestatten der theoretischen und praktischen Pädagogik fein. Aus der Eigenart der volksbildnerischen Arbeit ergibt sich, daß sie zu Pflege st äiten heimatlicher Kultur und Ratur unb heimatlichen DolkStumS werben müssen. Ihre" Aufgabe liegt in ber Heranbildung von Lehrerpersönlichkeiten, die zum Dienst an der Gemeinschaft geeignet unb bereit find. Die wissenschaftliche Ausbildung der Akademiebefucher erfolgt In Vor- lefungen unb Hebungen, bie praktische Ausbildung in Unterrichtsbesuchen unb eigener Unter- richtserteilung sowie in anschließenden Besprechungen. Geleaentliche Vorträge auswärtiger Dozenten, Besichtigungen usw. dienen zur Vertiefung ber Ausbildung Für alle Arbeit gilt der Grundsatz: Stoffbeschränkung zugunsten der Entfaltung ber Eigentätigkeit. Der Lebrplan sieht Behandlung von historischer unb systematischer Pädagogik philosophischen Hilfs- wissenschasten. Voltswirtschastslebre. Soziologie, Gesundheit-lehre und Wohlfabrt-pflege vor. Ein großer Raum ist ferner ben Leibesübungen, ber Musik unb dem Zeichnen eingeräumt. Die Versuchsanstalten werden nur je 50 Besucher aufr.ebmen. Der Lehrkörper seht sich zusammen aus bem Direktor. 5 Dozenten unb 6 ©tubien- räten. Wo außer Lehrern auch Lehrerinnen ausgebildet werben, rt-erden die Dozenten- und Stu- dienratsstellen teilweise mit Frauen beseht sein. Männliche und weibliche 'Besucher werden Die Vorlesungen teilweise gemeinsam hören, in manchen aber auch nach Geschlechtern getrennt fein, fo baß auch die Eigenart der Lehrerinnen- bilbung genügenb zur Geltung kommt. In manchen
fei auf Deiner Hut; denn bie Pferde, die den Wagen mit Gütern hinter fich haben, gehen langsamen Schrittes.
Wo Geräusch ans der Gaste ist, da gehe fürbaß.
Wenn Dich jemand mit Weisheit will lehren, fo siehe in fein Angesicht. Dünket er sich noch, unb sei er noch lo berühmt, laß ihn und gehe feiner Kundschaft müßig. Was einer, nicht hat. das lann er auch nicht geben. Unb ber ist nicht frei, der da will tun können, was er will; sondern der ist frei, der da wollen kann, was er tun soll. Und der ist nicht weise, der sich dünket. daß er wisse, sondern der ist weis«, der seiner Unwissenheit inne geworden und durch die Sache des Dünkels genesen ist.
Wenn es Dir um Weisheit zu tun ist. so suche sie und nicht daS Deine; brich Deinen Willen, und erwarte geduldig die Folgen.
Leyre nicht andere, bis Du selbst gelehrt bist.
Himm Dich der Wahrheit an, wenn Du kannst, und laß Dich gern ihretwegen hassen; doch wiste, daß Deine Sache nicht die Sach« der Wahrheit ist. und hüte, daß sie nicht in- cinanixrHieben; sonst hast Du Deinen Lohn dahin.
Tue daS Gute vor Dich hin und bekümmere Dich nicht, was daraus werden wird.
Sorge für Deinen Leib, doch nicht fo, als wenn er Deine Seele wäre.
Gehorche der Obrigkeit unb laß bie an bereu über sie streiten
Sei rechtlchassen aegenjebermann; doch vertraue Dich schwerlich. Milche Dich nicht in fremte Dinge. aber die Deiniyen tue mit Fleiß. Schmeichle niemand und last Dir nicht schmeicheln.
Ghre einen jeden nach feinem Stande unb laß ihn sich schämen, wenn er'S nicht verbient
Orten wirb fich die Gninbung besonderer 2Ka» Dcnucn lür Vcbrcr.iiuen zweckmäßig erweisen Die Denkschrift iiiHütl an daß die Kosten der neuen Akademien einschließlich der Kosten von 100 Aufbauschulen den Auswand der bei Wetter* bestehen der sechsklalsigen Seminare notwendig sein würde nicht uberfteigen. Ostern 1926 sollen versuchsweise drei pädagogische Akademien eröffnet werden, je eine in ber Mitte und im Osten des Staates für evangelische Lehrer, eine im Westen für katholische Lehrer Ihr Zwed l cstehr zunächst nicht darin, eine große Zahl von Ledrern auszudilden. sondern in erster Linie in der Erprobung der Durchführbarkeit der neuen Pläne
Deutsche Hochschule ' für Leibesübungen.
Die Deutsche Hochschule für Leibesübungen versendet das Vorlesung»- und Uebungsverzeich- nie für ihr 12. Semester. daS Winlerfemefter 1925 26. das vom 2. Rovember 1925 biS zum 27. Februar 1926 dauert, alfo insgesamt 14 Un- terrichtswochen ^abzüglich der Ferien! umfaßt. Ein akademischer Lehrgang zur Ausbildung von Turn- unb Sportlehrern unb -Lehrerinnen «zweites AusbilbungSsemester) wird im Auftrag« de» Preußischen Ministeriums für Wiffenschast, Kunst- und VoUsbilbung gemeinschastlich mit Der Preußischen Hochschule für Leibesübungen «LandesturnanstaU) und der Deutschen Hochschule für Leibesübungen im Deutschen Stadion durch- gesührt. Beginn ist der 3. Rovember. Die Ausbildung dauert, wie üblich. 4 Semester und umfaßt im Sommer rund 100, im Winter 130 Stunden. Zugelaslen werden an der Universität ober Technischen Hochschule orbnungsgemäß eingeschriebene männliche und weibliche Studierende, die vom Arzt gesund erklärt werden und eine genügende turnerische Fertigkeit in einer Qluf- naymeprüsung nachweisen Die Lehrgänge schließen mit der staatlichen Turn- und Sport- lehrerlLehrerinnens-Prüsung ab. Das Dollstudium gliedert sich in Ueoungslchre (praktischer Unterricht und Vorlesungen). GesundheitSlehre. Erziehungslehre und VerwaltungSlehre, die einzelnen Uebungäleiter finb: Dr. Klinge bzw. Prof. Dr. Rubner. Dr Häußler unb Dr. Diem.
Immatrikulationsgebuhr (einmal für 6 Semester) einfchl. SsinatrikulationSgebühr 20 Mk.. Vorlefungsgcbühr für eine Wochenftunbe 2 Mk. einstündig. 1.50 Mk. pro Wochenstunde mehrstündig. für Gastvorlesungen 3 Mk für experimentelle Vorlesungen 2.50 Mk. bzw. 2 DU, Semestergebühr für zwei praktische Fächer 15 Mk., für mehr als zwei 30 Mk. Die Seminare find gebührenfrei, für Schwimmhalle Entleihung von Boxhandschuhen, Speeren, Tennisbällen usw. werden vondergebühren erhoben.
Assenheim.
Bon Professor Dr. Margarctte Bieber.
In der fruchtbaren Wetterau zwischen Frankfurt und Gießen, in der Rähe von Rauheim, zwischen Taunus und Vogelsberg, hat Gras Mar von SolmS-Röbelhetm einen Teil eines schönen, in einem alten Park gelegenen Schlosse» zum Forscherheim eingerichtet Es hat bereits eine gröbere Anzahl von teils überarbeiteten, teils durch beschränkte Derhältnisf« bedrückten Geistesarbeitern Erholung und Muße und Kraft zu neuer Arbeit geschenkt. Zugelassen sind Sozial- unb Kultursorscher jeher Richtung, jeden Alters, jeder Partei, jeder Konfession. Wie liberal der Gras denkt, zeigt die Tatsache, daß unter den ersten Gästen gleich 2 Frauen waren, eine Rationalökonomin und eine Archäologin. Da der Graf selbst aus dem Gebiet der Soziologie arbeitet, so Hat er naturgemäß viel Beziehungen zu Rationalökonomen, aber neben diesen waren auch Kunsthistoriker, Historiker, Literaturhistoriker und Schriftsteller ein* geladen. Man bezahlt einen geringen Pensionspreis. damit daS Gefühl. Almofen zu erhalten, nicht aufkommen kann. Dafür bekommt man kräftige Verpflegung und ein großes oder auch zwei Zkrnrner mit bequemem Hchreibtifch, wie et her Geistesarbeiter braucht. Es herrscht absolute Freiheit, nur hält man selbstverstänblich öie Mahlzeiten pünktlich ein. Das Heim wird von einer feingebildeten Dame geleitet. Jeder Einzelne wird mit Güte und Freundlichkeit über« schüttet. Cs sind gewöhnlich ca. 6—8 Gäste anwesend. Angehörige de- Forschers sind nicht zugelassen — ein ausgezeichnetes SanatoriurnS- prinzip. In unserem armen Vaterland« ist seit dem verlorenen Krieg wohl kaum eine zweite Stiftung aus fo edler Gesinnung heraus und mit so reichem, produktivem Gewinn gemacht worden.
Werde niemand nichts schuldig; doch sei zuvorkommend, als ob alle Deine Gläubige« wären.
Wolle nicht immer großmütig fein; aber gerecht fei immer.
Mache niemand graue Haare; doch wenn Du recht tust, hast Du um die Haare nicht z», sorgen
Hilf und gib gern, wenn Du hast, und dünke Dir darum nicht mehr; und wenn Du nichts hast, so habe den Trunk kalten WaslerS zur Hand, und dünke Dir darum nicht weniger.
Sage nicht alles, was Du weiht; aber wisse immer, was Du sagest.
Sitze nicht, wo die Spötter sitzen; denn (n sind die elendesten unter allen Kreaturen.
Richt bie frbmmelnben, aber bie frommen Menschen achte unb gehe ihnen nach. Gin Mensch, der wahre Gottesfurcht im Herzen hat, ist tote die Sonne, die da scheinet unb wärmt, toeim sie auch nicht rebet.
Tue, was des Lohnes wert ist, und begehre keinen.
Wenn Du Rot hast, fo klage sie Dir unb keinem andern. Habe immer etwas Gutes im Sinn.
Wenn ich gestorben bin, so brücke mit bi« Augen zu. aber beweine mich nicht.
Stehe Deiner Mutter bei unb ehre sie, fo lange fie lebt, unb begrabe sie neben mir.
Unb sinne täglich nach über Tod unb Leben, ob Du «S finden möchtest, unb hab« einen*. freubigen Wut; unb gehe nicht aus ber Welt, ohne Deine Liebe unb Ehrfurcht für ben Stifter deS Christentum» durch irgend etwas dfsvrtÜch bezeugt zu haben. ®etw ttee<t OBatet,


