den kann, sondern auch auS Der nahen und weiten ümgegeni) Anfragen und Aufforderungen zum Striefen tn großer Zahl eintreffen. — Der äußere ^dou des im Frühjahr begonnenen Schulhauses st bis auf die inneren Einrichtungen vollständig fertiMeftellt. Mit letzteren hofft man bis zum Spätherbst soweit fertig zu sein, fo daß im Frühjahr oder Frühsommer das Schulhaus seiner Bestimmung übergeben werden kann. Die schöne Lage sowie die freie Umgebung ermöglichen es. Spielplätze für die Kinder anzulegen. Der Geldbedarf ist bis jetzt auf dem Verkauf von Holz aus dem Gemeindewold beftritter worden, und man hofft auch die noch entstehenden Kosten auf diesem Wege zu decken.
Starkenburg un Rheinhessen.
*!• Offenbach, 30. Aug. Man merkt im öffentlichen kommunalen Leben, daß die Stadtverordnetenwahlen vor der Tür stehen. Die Kommunisten treten mit allerlei Propagandaanträgen hervor Auch auf der sogenannten bürgerlichen Seite ist man tätig! Man verlangt von der gegenwärtigen Mehrheit, daß sie das in dem städtischen Haushalt bestehende D e- f i z i t noch vor der Wahl beseitigt. 3m übrigen sind lebhafte 'Bestrebungen im Gang, alle Rechtsparteien zu vereinigen. Es ist auch gelungen eine gemeinschaftliche Liste der Deutschnationalen, Hausbesitzer. Volksparteiler, der industriellen Verbände, des Handwerlerkartells und verschiedener Personen des Kleinhandels zusammenzubringen, deren Vertreter nach der Wahl eine einheitliche Fraktion bilden werden.
Hessen-Nassau,
fpd. Frankfurt a. M.. 30. Aug. Bürgermeister A s ch in Höchst a. M. ist als Rach - jo t g e r von Pros. Dr. Bleicher für den Stadtkä m-m ererposten in Aussicht genommen bzw. vorgeschlagen worden. In der Höchster Stadtrerordneie roersammlung wurde er von der großen Mehrheit gebeten, seine Kräfte weiterhin in den Dienst der Stadt Höchst zu , stellen. Bürgermeister Asch dankte für das Ver- »trauen und erklärte, daß er sich seine endgültige Stellungnahme Vorbehalte. Soweit wir unterrichtet sind, wird in Den Frankfurter maßgebenden Kreisen die Entscheidung darüber, ob Asch der Frankfurter Stadtverordnetenversammlung als Kämmerer zur Wahzl vorgeschlagen werden soll oder nicht, erst am nächsten Dienstag gefällt. Die Wahl ist unseres Wissens noch nicht ganz bestimmt. — Ein Kohlenarbeiter versuchte seine Frau mit einer Axt zu e r s ch l a g e n. Er wurde rechtzeitig daran gehindert und einer Heilanstalt zugeführt. — In der Fahrgasse wurde ein P f er d sche u und sprang in die Erkerscheibe eines Blumengekchäfter. Mitten im Erker v-ieb das Tier unverletzt stehen, mußte aber von e nem Glaser, nachdem dieser sämtliches Glas aus dem Ramen entfernt hatte, aus dem Fenster geholt werden. - In einem hiesigen Gasthaus gab es Samstag abend inmitten des größten Trubels und Verlehrs eine recht unangenehme Überraschung insosorn, als Kriminalbeamte sämtliche Kellner verhafte- t e n und dem Gerichtsgefängnis zuführten. Die Kellner hatten einen Einbrecher unterstützt, indem sie die gestohlenen Zigarren in der Wirtschaft verkauft chatten.
Der Mädcherrmord in Darmstadt.
fpd. Frankfurt a. M.. 30. Aug. Wie wir hören, verfolgt die Kriminalpolizei in der Mäb- chenmordangelegenheit jetzt eine ganz bestimmte Spur, die nach Frankfurt zu führen scheint. Man glaubt, daß man in einigen Tagen das Geheimnis, das über der Ermordeten lastete, lüften kann. üebrigens fand man in dem Zimmer des ' flüchtigen Studenten M e o n außer den frischen Blutspuren auch noch solche, die der Gerichts- chemiier Dr. Popp auf ein Alter von etwa y einem Jahr schätzt. Von dem Mörder fehlt noch jede Spur.
Evangelischer Volkstag für Grosr-Frankfurt.
Am 6. September soll in Frankfurt a. M. ein großer evangelischer Volkstag abgehalten werden, der alle Evangelischen in Frankfurt, ebenso die evangelischen Gemeinden der näheren und weiteren Umgebung, ckus Nassau, Hessen " und KstrHessen zu Massenversammlungen zusammenführen will. Der Vormittag ist mit Festgottes- diensten ausgefüllt, die in allen Kirchen Groß- Frankfurts stattfinden. Daran schließt sich eine von allen evangelischen Vereinen Groß-Frankfuns veranstaltete Versammlung im Freien auf dem R ö m e r b e r g an, in der Pfarrer Karl D e i d t, früher Frankfurt, jetzt Professor am Predigersemi- mar in Herborn spricht. Die Nachmittagsoeranstaltungen sind in die Festhalle verlegt. Das reichhaltige Programm weist Freilichtaufführungen, Massenfreiübungen und sportliche Wettkämpfe aus. Posaunen und Kirchenchöre sind hier, wie bei allen Veranstaltungen, herangezogen. Für den Abend ist eine Festversammlung in der Festhalle vorgesehen, in der Professor Senior D. Bornemann, Pfarrer Niemöller- Elberfeld und Arbeitersekretär Springer-Stuttgart sprechen werden. Die Vorbereitungen zu dem Fest sind in vollem Gange.
Wirtschaft.
Neichsbankgirokouten wieder gebührenfrei.
Don der Reichsbank wird mitgeteilt: 3m Interesse einer weiteren Verbilligung der Zinsen- und Gebührensätze im Bankverkehr und besonders der Befreiung des Zahlungsverkehrs von allen vermeidbaren Spesen hat die Reichsbank sich entschlossen, mit Rückwirkung ab 1. August 1925 die bisher verrechneten Giroumfätze und Pauschgebühren fallen zu lassen und die Girokonten wieder völlig gebührenfrei zu führen. — Die Mindeftguthaben bleiben unver- ändert Die Reichsbank hofft mit ihrem Vorgehen, das ihr erhebliche Opfer auferlegt, auch den anderen Banken eine erneute üeDerprüfung der Konditionen im Sinne einer Verbilligung zu ermöglichen. Eine weitere Erleichterung für die Dankwelt hat die Reichsbank dadurch getroffen, daß sie die bisher für Lombarddarlehensentnahmen der Reichs- und Geldinstitute auf ein bis längstens drei Tage festgesetzte Laufzeit versuchsweise auf fünf Tage verlängert hat. Hierdurch werden die genannten Institute der Rot- wendigkeit enthoben, für kürzeren Bedarf erforderliche Gelder durch Diskontierung von längeren Fristwechseln beschaffen zu müssen, wodurch die Koste,! der Geldentnahme verschärft, ferner aber auch die Inanspruchnahme der Reichsbank unnötig verlängert wurde.
Verbot des ZeitungSverkaufes auf der Leipziger Me^fse.
Das Leipziger Meßamt hat sich dazu veranlaßt gesehen, die Verbreitung von Druckwerken aller Art in den ovm Hesseamt verwalteten Meßplätzen sowie in dem gesamten Gelände der Technischen Messe als unzulässig zu erftären. Die Messebesucher und Aussteller werden auf die „Meßamtliche Wirtschafts- und Exportzeitung" verwiesen, die für Messeintereslenten täglich zur Verfügung gestellt wird. Dieses Verbot stellt praktisch eine Verhinderung des Verkaufs sämtlicher Zeitungen und Zeitschriften auf der Seidiger Mustermesse dar und hat, wie dem DHD. aus Ausstellerkreisen geschrieben wird, allgemeines Befremden hervor- gerufen. Man hat den Eindruck, als wenn daß Meßamt sämtlichen Meßinteressenten die offizielle Zeitung der Leipziger Messe unter Ausschluß aller übrigen Blätter nahebringen will. Wenn man bedenkt, welchen großen Wtteil gerade die Tagespreise an der Förderung Der Leipziger Mustermesse hat, so erscheint dieses Vorgehen des Meßamtes schon in dessen eigenem Interesse merkwürdig, denn es erscheint selbstverständlich, daß für den Fall der Durchführung des erlassenen Verbotes die Presse zu Schritten greifen müßte, die den Messeveranstaltungea Leipzigs hinderlich werden könnten. Der Deutsche Buchdruckerverein hat bereits, wie in der »Zeitschrift für Deutschlands Buchdrucker und verwandte Gewerbe" mitgeteilt wird, zusammen mit dem Verein Leipziger Buchdruckereibesitzer und Dem Verband Der Fachpresse die Aufhebung dieses gänzlich unberechtigten Verbotes gefördert. Er hat Darauf hingewiesen, daß geraDe die Presse es ist. Die das Hauptverdienst an dem Anwachsen Der Leipziger Messe hat.
* Siegerländer E i s e n st e i n v e.r e i n. Der Verein hat seine Verkaufstätigkeit für September zu unveränderten Preisen aufgenommen. Die Lage des Siegerländer Bergbaues ver- schlechter'te sich im August noch mehr, so daß wieder eine Grube sich gezwungen sah, Den Betrieb zu schließen.
Berliner Produktvnöörfe.
Berlin, 29. Aug. Der Produktenmarkt hatte ruhiges Geschäft. Das Angebot des Inlandes war nicht groß und bei geringer ilntetnefjmungö- lust wurden Die Preise schwächer Gerste reichlich angeboten, Hafer war still und Mehl wurde wenig umgeseht. Es kosteten 1000 Kilo: Weizen märt 217 bis 222, Dto. Sept. 238, Oft. 246,5, Dez 254, Roggen, märt 166 bis 173, dto. September 184, Oft. 194, Dez. 199,5, 199, 199.5, Gerste, mär' 225 bis 254, Futtergerste 180 bis 185. Hafer, märf. 173 bis 181. Dto. Dez. 190, Mais (lofo Berlin) 217 bis 218, Raps 355 bis 360. Es kosteten 100 Kilo: Weizenmehl 31,25 bis 34,25, Roggenmehl 24,25 bis 26,25 Weizen- kleie 12,60, Roggenkleie 12,30. Viktoriaerbsen 26 bis 32, Futtererbsen 21 und 23, Wicken 26 unD 29, Lupinen (blau) 12i5 bis 14, Rapskuchen 15,80 bis 16, Leinkuchen 22,60 bis 22,80, Trocken- schnitzel 12, Torfmelasse 9 bis 9,20, Kartoffelflocken 19,60 bis 19,75, Zucker 21,25 bis 21.
Buntes Allerlei.
DerTaktstock und feine Geschichte
3m Rigaer Deutschen Männergesangverein befindet sich ein Taktstock, Der eine eigenartige Geschichte hat. Es handelt sich nämlich um einen Taktstock Richard Wagners, der lange Zeit spurlos verschwunden war und ganz zufällig vor mehreren 3ahren wieder aufgefunden wurde. Wagner war bekanntlich von 1837—1839 Kapellmeister des Theaters tn Riga. Eine ungemütliche Zeit für Den Metster, Der in Riga meist erbitterte Kämpfe mit seinen Gläubigern aus Königsberg und Magdeburg auszufechten hatte. Wie man weiß, wurde er eines Tages des unbe- friedlgenden Daseins in Riga überdrüssig und suchte eine Besserung seiner Verhältnisse in der französischen Hauptstadt, wo ihm sein Schwager Eduard Avenarius, seiner Stiefschwester Cäcilie Mann, hilfreich zur Seite stand. Ss war für Richard Wagner nicht ganz einfach, aus Rußland zu flüchten, hatten doch seine Gläubiger auf seinen Pah Beschlag gelegt. Das fluchtartige Verlassen des russischen Bodens erforderte daher eine üeberstürzung, in Der vieles im Stich gelassen werden mußte. Als Theaterkapellmeister in Riga hatte der Kontponist von Freunden feiner Kunst als Geschenk einen zierlichen Taftstock erhalten, der ein kleines Kunstwerk war. Dieser Dirigentenstab bestand aus gedrehtem Fischbein und war mit einer feinen Elfenbeinschnitzerei, die eine Hand Darstellte. verziert. Ob Wagner nun seine Miete bezahlen konnte oder nicht, jedenfalls war er gezwungen, Den Taktstock seinen Wirtsleuten zu Überlassen. Dieser Taftstock hat sich Dann durch Generationen weiter vererbt und ist später in Der Familie eines angesehenen Rigaer Burgers namens Paul Strauß wieder aufgetaucht. Herr Strauß hat ihn seinerzeit Dem Rigaer Männergesangverein zum Geschenk gemacht mit der Bestimmung, daß Der jeweilige Chorleiter in allen Konzerten Den Taktstock des großen Meisters zu benutzen habe.
Deutscher Universitätsbesuch nach dem Kriege.
Der Besuch der deutschen Universitäten hat nach dem Kriege bedeutend ^genommen. Wie wir einer neuen Statistik entnehmen, war die Zahl der Studierenden, die im Wintersemester 1913/14 59 263 betrug, im Sommer 1923 auf 85 394 gestiegen. Damit war die höchste Zahl der Nachkriegszeit erreicht. Mit dem Wintersemester 1923/24 trat ein Rückgang auf 76 859 Studierende ein, der sich in den beiden folgenden Semestern fortsetzte. Vergleicht man die Zahl der Studierenden in Den Jahren 1923/24, so kann man eine besonders starke Zunahme der Studenten der Volkswirtschaft und der C h e ° m i e feststellen. Während 1914 2316 Studenten der Volkswirtschaft immatrikuliert waren, waren es 1924 12167. Chemie studierten 1914 889, 1924 3671. Bedeutend zugenommen hat auch die Zahl der Juristen: sie stieg von 9373 auf 22 232. Dagegen zeigen die theologische, medizinische und philologische Fakultät eine mäßige Abnahme. Statt der 14 884 Mediziner im Jahre 1914 gab es 1924 nur noch 10 7.38, statt der 12 228 Philologen 10 047, die Zahl der evangelischen Theologen ging von 3774 auf 2098, Die der katholischen von 1735 auf 1588 zurück. Bedeutend zugenommen hat dagegen das Studium der Landwirtschaft und Der Zahnheilkunde: das erstere Fach studierten 1914 1420, 1924 3576, Zahnheilkunde 1914 761, 1924 1625.
Die Weltmacht bet Anzeige.
Die Auflösung der über 150 Jahre alten Schuhpuhftrma Day L Martin, Die einst welt
berühmt war und infolge Der Vernachlässigung Der Reklame immer mehr zurückging, gibt Dem hervorragendsten Londoner Reflarnefachmann Sir Charles H i g h a m Anlaß, auf „Die Weltmacht Der Reklame" hinzuweisen. „Day & Martin," sagte er, „verfertigten eine so gute Schuhputz- reeme wie nur irgendeine andere Firma. Aber sie sagten sich: „ünser Schuhputz ist Der beste; jedermann kennt ihn und benutzt ihn. Deshalb brauchen wir nicht zu annoncieren." Als aber andere Firmen Durch Anzeigen auf ihre Fabrikate hinwiesen, Do trat der Schuh putz Der historischen Firma immer mehr in den Hintergrund und wurde allmählich vergessen. Was nutzte Day & Martin Die Güte ihres Mittels, wenn die Welt nichts mehr Davon w u ß t e? Es gibt viele Beispiele von alt- eingeführten Häusern, die langsam absterben, nur weil sie Die Weltmacht der Anzeige nicht erkennen. Andere, die ihren' Fehler rechtzeitig einsehen, wissen sich zu halten. Das bezeichnendste Beispiel Dafür sind die Gummireifen von Dunlop. Der Absatz Der Firma ging immer mehr zurück, bis sie schließlich einen großen Anzeigen- seldzug eröffnete und damit ihren Absatz auf die alte Höhe brachte. Ein anderer Fall ist die altbekannte „Wolsey-Ünterwäsche". Wolseys hatten eine Ware zustande gebracht. Die beim Waschen nicht einläuft; sie vertrauten auf Die Güte dieser Wäsche, die jede Konkurrenz übertraf. Aber sie annoncierten nicht, und bald wußte niemand mehr, welche Vorteile die Wolsey-Ünterwäsche besaß. Ihr Geschäft ging immer mehr zurück, bis sie auf meinen Rat Anzeigen in großem Stil aufgaben und sich damit retteten. Die Ware muß gut sein; sie kann aber nur eine weite Verbreitung erlangen, wenn sie bekannt ist. Es wäre der größte Fehler, schlechte Waren in großem Stil zu annoncieren, Denn dies Geschäft lohnt sich nicht. Daher kann das Publikum sicher fein, daß es, wenn es angezeigte Waren kauft, Die bestmöglichen Artikel erhält, und zwar zu einem möglichst niedrigen Preise."
Paderewski und der Elefant.
Einen amüsanten Beitrag zur „Völkerpsychologie" gab Der polnische Klaviervirtuose und Politiker Paderewski in einer Rede, die er in einem Londoner Klub gehalten hat. Er erzählte eine Geschichte von einem Engländer, einem Franzosen, einem Deutschen, einem Russen und einem Polen, von denen jedem Die Aufgabe gestellt wird, eine Abhandlung über Den Elefanten zu schreiben. Der Engländer kauft sich zunächst eine vollständige Iagdausrüstung, reift nach Indien, Hehl auf die Elefantenjagd und schreibt nach einem Jahr ein mit zahlreichen Photographien ausgestattetes Buch mit dem Titel „Der Elefant, und wie ich ihn schoß". Der Franzose geht nach dem Pariser Zoologischen Garten, sieht sich dort den (Stefanien an, befreundet sich mit dem Wärter, fragt diesen bei einer Flasche Wein aus und schreibt nach 6 Wochen ein Buch: '„'Sie Liebschaften der Elefanten". Der Deutsche studiert sämtliche Bücher und Abhairdlungen durch, die über den Elefanten geschrieben worden sind; dann schreibt er ein Werk in Drei dicken Bänden mit Dem Titel „Vorläufige Einleitung in das Studium des Elefanten". Der Russe geht in seine Dachstube, trinkt Dort große Mengen Wutki, läßt auch Den Samowar nicht ausgehen und konsumiert unaufhörlich Tee. Dann bringt er ein lletneS Büchlein zustande mit Dem Titel „Der Elefant — existiert er?“ Der Pole aber macht sich an Die Arbeit, und nach sechs Wochen hat er eine Streitschrift fertig mit Dem Titel „Der Elefant und die polnische Frage".
Vüchertisch.
— Ernährung und Pflege des älte- t e n Kindes (nach Dem Säuglingsalter). Ein LeitfaDen für Mütter und Pflegerinnen von üniversitätsprosessor Dr. Leo Längstem. Dritte, erweiterte und veränderte Auflage. Max Hesses Verlag, Berlin W. 15. — Während das Kind im ersten Jahr, als Säugling gehegt und gepflegt wird, liegt die Behütung des Kleinkindes und des Schulkindes noch im Argen. Langstein behandelt erschöpfend alle einschlägigen Fragen, wie Entwickelung des Kindes, verschiedenartige Veranlagung desselben, Zeichen von Gesundheit und Krankheit, besonders ausführlich wird auf dies so wichtige Kapitel der richtigen Ernährung und den Schutz der Kinder vor ansteckenden Krankheiten eingegangen. 495
— Der Deutsche Meister-Bund bringt in seiner Zeitschrift „Sie Meiste r“ viel entfallenes oder nicht gekanntes Gut unserer älteren Schriftsteller und Dichter zutage, in kurzweiliger Abwechslung und ohne lehrhaftes Drein- reden. Das soeben erschienene Augustheft ist dem Vorarlberger Franz Michael Felder, Der Bauer und Dichter war, gewidmet. Er lebte 1839 bis 1869 und wurde zu Unrecht vergessen. Felder ist der berufene Gestalter seines Volkstumes. Wer Mitglied des Deutschen Meister-Bundes wird, erhält „Die Meister". (Hauptgeschäftsstelle München, Residenzstr. 10 II.)
— Sie neuen Steuergesetze 1925, Einführung und Steuerführer mit sämtlichen Ge- setzesterten. Herausgegeben von Rechtsanwalt Sr. Fritz Koppe. Geheftet 3,00 Mark. Industrieverlag Spaeth & Linde, Berlin W. 10. Sie Ausgabe hat alle Vorzüge einer Handausgabe, vollständige Gesetzestexte, guten Druck, dauerhaften Einband, handliches Formal und vor allem eine ausgezeichnete gemeinverständliche Sarstellung der vielen Neuerungen, das alles auf engstem Raume und zu wohlfeilem Preise.
- Dr. C. Pröbster. Konsul a. D.. „Sie Franzosen in Marokk o". Ring Verlag, Berlin W 30. Wohl zum ersten Male erhält hier die deutsche Oeffentlichkeit in den marokkanischen Hexenkefsel einen Einblick. Der unbeeinflußt ist von Der Hochflut frisierter Pariser Darstellungen. Dargestellt von einem Verfasser, Der Land und Leute Rordafrikas genau kennt. 494
— „S er Sklave bei Kleopatra" von Else Marquardsen, Kamphövener-Spahin-Verlag, Darmstadt. Ein Buch voll glutheißer Sinnlichkeit. Es hält, was sein Titel verspricht.
— Rodert Walser, „Die Rose" (Ernst Rowohlt-Verlag, Berlin). Blätter voll Weisheit und Reife, kühl und klar. „Dich binden, Macht des Geistes, wem gelänge das?" 136
— „W a s sagt Voltaire?" Eine Auswahl aus feinen Werken, herausgegeben, übersetzt und eingeleitet von Sr. Paul S a k m a n n. 1925. Alfred Kröner-Verlag in Leipzig. Voltaire ist ein Geist von so unverwüstlichem Leben, daß man ihn heute auch lesen und genießen kann, ohne den Apparat geschichtlicher Kommentare zu Rgte zu ziehen. Und doch wird man ein volles und gerechtes Verständnis seiner Leistung erst dann erreichen, wenn man ihn,
Ihren Fragen folgendes zu und Base. Base und Base)
tenlinie miteinander verschwägert sein.
Hiernach ist zu sagen:
1. Vettern (Vetter
Briefkasten der Redaktion.
(Rechtsa.itachten sind ohne Verbindlichkeit d« Redaktion.)
6. T. II. in L. Ser Verwandtschaftsund Sch Wäger schastsbegri ff des Bür- gerlichen Gesetzbuchs (B. G. B.) gilt auch
Rundfunk-Programm
des frankfurter Senders.
(Aus der „Radio-Ümschau".)
Dienstag, 1. September.
3Uhr: Wirtschaftsmeldungen. 4Uhr: Wetterbericht Der Gießener WetterDienststelle. 4 Uhr: Wirtschaftsmeldungen. 4.15 Uhr: Rachrichten« Dienst Der Industrie- und Handelskammer Frankfurt a. M.-Hanau. 4.20 Ähr: Rachrichtendienst. 4.25 Uhr: Wirtschaftsmeldungen. 4.30 bis 6 übt: Rachmittagskonzert des Hausorchesters: Die deutsche Oper nach Wagner. 6 ühr: Wirtschaftsmeldungen. 6 bis 6.30 ühr: Die Lesestunda (Meisterwerke der Weltliteratur): Aus „Don Quichote" von Cervantes. 6 30 bis 7 ühr: „Rostbildung und Rostentfernung." Vortrag von H. Frensch, Chemiker. 7 ühr: Wirtschaftsmeldungen. 7 bis 7.30 ühr: Vortragszyklus der Industrie- und Handelskammer Frankfurt a. M- Hanau: „Die Aufwertungsgesetze III, Aufwertung der Pfandbriefe", Vortrag von Dr. Keim. 7.30 bis 8 ühr: Vortragszyklus des Stadtgesundheits- amtes: „Oertliche Erholung". Vortrag von Stadt- medizinalrat Dr. Oxenius. 8 bis 8.30 ühr: Schachstunde (deutsche Rormalspiele mit Bezeichnungen), veranstaltet vom Schachverein ..An- derssen" — Schachkurs für Anfänger und Fortgeschrittene von Prof. Dr. R. Mannheimer. 8.30 bis 10 ühr: Im Cafe zur Rachtigall, eine coffeinöfe Studie nebst Musik.. — Anschließend: Rachrichtendienst. Wettermeldung, Sportfunkdienst.
wie es in diesem Buche geschieht, aus seiner Zeit mit ihren Spannungen und Kämpfen, de n Jahrhundert der Kritik, der Aufklärung und der Reformen heraus begreift 284
— Klabund, „B racke", ein E 'enspiegel- roman. (Verlag: Deutsche Buchgeineinschait, Berlin.) Der Prosaist Klabund erscheint mir fast größer als der Lyriker. Sein „Bracke" ist gewidmet dem Gedächtnis des nwrkischen Schalkes Hans Glauent, von Dem viele Geschichten in Der Mark noch umgehen; auch finden sich darin manch andere Märchen und Legenden des Landes. Mit seltener Bewußtheit der Sprache fliegt das Leben des Menschen Bracke in tausend kurzen Bildern vorbei, bis der Sohn des Trebbiner Physitus Bracke, als Seele im Brote des (fljaron stehend, hineinspringt in die schwarzen Flu- ten des Flusses, und nicht in diesem noch in jenem Leben se gesehen ward. Ein gutes und ein kluges Buch, dieses Eulen-Spiegel-Buch! 141
— Giorgiones Geheimnis, von G.
F. Hartlaub (Allgem. Verlags-Anstalt. München). Der Mannheimer Kunsthistoriker Hartlaub versucht in diesem vor kurzem erschienenen Buche eine Lösung^ der Rätsel, die um den uns so wenig bekannten Lehrer des Tizian noch immer schweben. Eine ganze Anzahl von Gemälden, die bisher Dem Gegenstand nach wenig oder gar nicht befriedigen konnten, wirD-hier unter neuem Gesichtswinkel geschaut und gedeutet. Vor allem ist ein Fingerzeig wertvoll: Giorgiones Zusammenhang mit gewissen / alchimistisch unD neuplatonisch eingestellten Geheimgesellschaften der Renaissance, aus dem sich manche Bilder spielend leicht deuten lassen: So die „Drei Philosophen" (Wien, Staatsgalerie), Der „Sturm" unD andere. 316
— „D i e Ergebnisse der Reichs- Präsidentenwahl im Volks st aat H e s s e n am 29. März und 26. April 1925“ (Hess. Staatsverlag 1925) ist das neueste Hest in Der von Der Zentralstelle für Die Landesstatistik in Darmstadt veröffentlichten Sammlung über Die Wahlen in Hessen. Es enthält in einer übersichtlichen Gegenüberstellung beider Wahlgänge für jede Gemeinde Die auf Die einzelnen Kandidaten entfallenden Stimmen. — Im einleitenden Text sind auch Vergleiche mit der vorausgegangensn Reichstagswahl gezogen, ferner sind die Wahlergebnisse für Hessen-Rassau unD Das Reich mit* geteilt, außerdem ist das ausgedehnte Zahlenmaterial nach verschiedenen Gesichtspunkten bearbeitet.
für andere Gesetze, z. B. das Gereichtsverfassungs- gesetz, die Strafprozeßordnung und für Die nach dem Jnkraftttreten des B. G. B. erlassenen Reichsoder Landesgesetze, also auch für die Hessische Landgemeindeordnung. Wegen des Ser- wandtschafts- und Schwägerschaftsbegrisfes siehe §§ 1589, 1590 B. G. B. Ser Art. 41 Abs. 1 der Landgemeindeordnung lautet: Gcmeinderatsmit« glieder dürfen weder in gerader Linie verwandt oder verschwägert noch im zweiten Grade der Sei- verwandt noch miteinander
sowie alle Arten v. Hautunreinigkeiten, Haute Umschlägen, wie BlüUhen, Mitesser, etc. verschwind.d. tägl. Gebrauch <f.echte» Ätdeenpftrid-3eer$diroefeL-^eife von Bergmann * Co., Bmdebeul. Überall zu haben.
Kress-Drog. August Noll, Neustadt-Drog. Bans Noll, P. J. Böbs, Seifenfabrik, Gerwenia-Drog. C. Seibel, Adler-Drogerie W. Waldschmldt, Drogerie Georg Wallenfels, Drogerie Otto WinterholL 46c
haben einen gemeinsamen Großvater, sind im vierten Grade in der Seitenlinie verwandt und können gleichzeitig Mitglieder des Gemeinde- rats sein.
2. Ehemänner von Schwestern sind nicht verschwägert im Sinne des Gesetzes.
3. Der Ehemann einer Frau ist mit dem Bruder im zweiten Grade verschwägert; hiernach ist die gleichzeitige Mitgliedschaft ebenfalls, wie.bei 2^t^^ausgeschlossen.
dem tt.
** Das ArntsverkünDigungsblatt Ur. 68 vom 28. August enthält. Erhebung einer Ümlage zur HanDwerkskammer. - Prüfungskommissionen zur Abnahme Der Meisterprüfungen. — Die Septembermiete — Maßregeln gegen Die Verbreitung von Seuchen Durch Wander- SchafherDen. — Bekämpfung Des Kartoffelkäfers. — Das Reichs-Fleischbeschaugeseh Tagung füe Die Körpererziehung. Bezüge Der Lehrer und Lehrerinnen. Straßensperre. Rachtrag zu Der FrieDhofsorDnung Der GemeinDen Rödgen unD Langsdorf. — Dienstnachrichten.
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Sie gnnenpoli Leitch» 9hm ein. ! oarm die zwei tage IWä/mf, der dem A der Hachjchas, : '"uu war irtilld) no schellt °ns dage I bttriebts, der
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