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Beratung des bschaftSslrutrgtsthti.

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Wettervoraussage.

Bei wechselnder Bewölkung südliche bis west­liche Winde, wenig Temperaturveränderung, zeit­weise Regen.

Die Wetterlage wird auch morgen bedingt von einem kräftigen skandinavischen Wirbel, der sich seit gestern nur wenig ostwärts verlagert hat. Seine Randbildungen reichen bis zur BiS- caha. Der über Südeuropa lagernde höheve Druck kann sich deshalb nicht nordwärts aus­breiten. so daß der unbeständige Witteruygs- charakter bei vorwiegend ozeanischer Luftströ­mung zunächst fortdauert.

Gestrige Tages-Temperaturen: Maximum 22,8 Grad C.. Minimum 12,8 Grad C. Rieder­schlagsmenge: 5,2 Mm.

Die französisch-spanischen Beziehungen.

Madrid, 30.Juli. (WTB.) Die Blätter bringen lange Berichte über den herzlichen Empfang Pt tains in Tetuan, wo er im Namen der französischen Negierung P r i mo de Rivera das Grohkrcu; der Ehrenlegion über- reichte. P i t a i n erhielt das Großkreuz des spa­nischen Militär- und Verdienstordens. Im könig­lichen Palast zu Santander hat zu Ehren des französischen Geschwaders ein offizielles F e st - essen, ein Empfang und ein Boll ftattgefunben. Auf einem der von der Stadtbehürde für die fron- zösischen Marineoffiziere veranstalteten Landaus- flug hielt der französische Botschafter eine Ansprache, in der er erklärte, daß die alte französisch-spanische Freundschaft heute, wo die beiden Nationen ge- meinfam für einen Dauerfrieden in M a - r o k k o arbeiteten, fester sei als jemals. Er schloß mit einem Hoch auf den König von Spanien. Der Botschafter erhielt das Großkreuz des spanischen Militärverdienstordens.

Ueberwad)ung der Gewässer von Tanger.

Paris, 31. Juli. (TU.) Nach einem Bericht des Generals Iordana haben französische Kanonenboote die Uebermachung der Ge­wässer der internationalen Zone von Tanger übernommen Auch englische Schiffe werden sich beteiligen.

Todesurteil wegen Gattenmordes.

Das Schwurgericht in Frankenthal ver­handelte gegen den 28 Jahre allen Fabrikarbeiter Friedrich Biehl aus Neuhofen wegen Mordes an feiner Frau. Der Angeklagte, ein heruntergekom­mener, brutaler Mensch, vertrank feinen ganzen Lohn und mißhandelte die Frau aufs schmählichste durch Prügel, und Stocks chläge. so dost sie eines Tages, des Martyriums müde, bei ihren Eltern in Waldfee Schutz suchte. Der Angeklagte holte sie am 16. April wieder zurück. Am nächsten Mor­gen fiel das völlig verstörte Wesen _bcs Biehl den Mitbewohnern auf, und als die Frau bis zum Abend noch nicht zu sehen mar, erstattete man An zeige. Beim Deffnen der 'Wohnung fand man die Frau mit ein geschlagenem Schädel und einem Strick um den Hals tot im Bette vor. Der Täter war mittlerweile nach Mann­heim geflohen, wo es der Polizei gelang, ihn zu verhaften. Er hate sich angeblich im Neckar erträn­ken wollen. Die Verhandlung entrollte ein erschüt- tembes Bild von bem unsäglichen Martyrium der Flau. Nach breioiertelftünbiger Beratung verkün- bete bas Gericht das Todesurteil unter Ab- erfennung der bürgerlichen Ehrenrechte.

Das Ende eines Mandolinenständchens.

In BuenoS-Airos ereignete sich vor

mnu>n nach Einholung neuer Instruktionen t> i c Des prechun gen bald wieder aufneh­men würde. Der Korrespondent des .Temps" glaubt yu wissen, das britische Schahamt hätte vorgeschlagen, ein vorläufiges A b kom - men für die Dauer von drei bis vier Jahren ab» zuschließen unb zwar auf der Basis von 3af>- reSzahlungen in Höhe von vier biS fünf Millionen Pfund Sterling. Eail- lauf habe aber ein vorläufiges Abkommen ent­schieden abgelehnt. .Matin" schreibt, eS scheiue, bah der Dorsitzende der französischen De-

Der Sturz des polnischen Zloty.

In den letzten Tagen hat sich an den ausländi­schen Devisenmärkten eine starke Bewegung gegen Den polnischen Zloty bemerkbar gemacht, der in- solgebessen außerordentlich scharf im Kurse nachgab unb auf der anderen Seite in Warschau selbst den amerikanischen Dollar in die Höhe schießen ließ. Die polnische Presse versucht, wie nicht anders zu er­warten ist, Deutschland für diesen Vorgang verantwortlich zu machen. Sie übersieht aber dabei, baß einmal bie polnischen Devisenbestimmungen selbst zu einem großen Bedarf der dorti­gen Industrie an ausländischen Zah­lungsmitteln geführt haben. Zum anderen kann das Ausland nicht verstehen, daß Polen fein Heftes Industrierevier, nämlich Over schlesien. einfach bem Verfall ausliefert unb baburch ber polnischen Währung eine der stärk- ften Stützen entzieht. Gerade in wirtschaftlichen Dingen ist die internationale Finanzwelt ganz be­sonders empfindlich. Wir haben seinerzeit erleben müssen, daß einzig und allein wegen der Unterbin­dung ber Produktion im rheinisch-westfälischen In- buftriegebiet burch die französische Besatzung b i e Mark ins Bodenlose stürzte. Heute befindet sich Polen in einer ähnlichen Situation, nur mit bem Unterschieb, baß es bie Wirtschafts- kalastrophe in Oberschlesien selb st oerschulbet hat unb immer noch keinerlei Anstalten trifft, durch ine Verständigung mit Deutschland dem Chaos Einhalt zu gebieten.

Aus aller Welt.

Der 8. deutsche Studenlentag.

Berlin, 30. Juli. (SU.) Der 8. Deutsche Studententag begann heute im Herrenhaus mit der Tagung der Fachgruppen der Deutschen Studentenschaft (Studien- tag), nachdem in den Tagen zuvor bereits meh­rere Fachgruppen- und Hauptausschuß-Sitzungen stattgefunden hatten. Der Studientag wurde durch den Vorsitzenden der Deutschen Studenten­schaft, Walter Zimmermann, mit einem Hin­weis auf die Bedeutung der Kleinarbeit der Fachgruppen eröffnet. Der Vorsitzende des Stu­dientages, Diplom-Kaufmann Böhme, begrüßte die Vertreter des preußischen Kultusministeriums, Vertreter des Verbandes deutscher Diplom-Kauf­leute und Abordnungen der Studentenschaft aus Riga und Dorpat und erteilte Herrn Dr.-

Die weiße Kohle.

Deutschland aus der Internationalen Ausstellung in (Ärenoble.

Grenoble, 30. Juli. (WTD. Havas- Heute vormittag hat Handels Minister Ehaurnct, der den verhinderten Minister des Acußern, Briand, vertritt, die ausländischen Ab­teilungen der Internationalen Ausstellung für elektrische Triebkraft (Weiße Kohle) feierlich er­öffnet. Außer Schweden und Italien, die eigene Pavillons haben, sind alle anderen frem­den Staaten in einer gemeinsamen Halle untergebracht. 3n dieser Halle haben neben Deutschland ausgestellt: Die Vereinig­ten Staaten, Spanien, Rorwegen, die Schweiz, Südslawien und Polen. Auch das Saargebiet ist mit einer kleinen Ausstellung vertreten.

Der Erössnungsje.er wohnten Vertreter aller ausländischen Länder bei. 3n der deutschen Ab­teilung, die vorn Zentralverban.d der deutschen elektrotechnischen Indu­strie organisiert wurde, wurde Handelsminister Chaumet von Kommissar Alzhösser empfangen, der bis in alle Einzelheiten gehende Erläute­rungen über Diapositive und die verschiedenen hydroelektrischen Anlagen gab, die durch Ab­bildungen ihrer Einrichtungen vorgesührt wurden. Die deutsche Abteilung zeigt die Anlagen mit allen technischen Einzelheiten in übersichtlicher Weise in einem vornehmen, einfachen Rahmen.

Am stärksten ist auf ber Ausstellung Italien vertreten, bas im ganzen drei Hallen erbaut hat unb barin viele Maschinen in Betrieb vorführt. Auherbem hat Italien auch elektrische Lokomotiven unb elektrische Zentralen für Stromversorgung von Bergbahnen ausgestellt.

Nach bem offiziellen Besuche dankte namens bes Derwaltungsrates ber Ausstellung ber sozialistische Abgeordnete unb Oberbürgermeister von Grenoble Mistral den Vertretern ber ausländischen Länder. Ohne Deutschland zu erwähnen, nannte er bie Ab­teilung eines ehemals feinblichen Lanbes, bas an diesem Friebenswerke mitarbeite. Er sprach bie Hoff­nung aus, baß bie Erwartungen, bie bie Veranstalter dieser Ausstellung hegten, sich erfüllen möchten, unb daß ber sriebliche Wettbewerb in Grenoble mit zur Dölkerversöhnung beitragen möge. In Grenoble könne man erkennen, baß alle Kulturvölker einem gleichen Ideal zustreben.

Die englisch-französischen Schuldenverhanblungen abgebrochen.

Paris, 31. Juli, lWolff. Funkspruch) Die französische Delegation für bie Schuldenregelung wird heute aus London zurückerwartet. Die Ver­handlungen sind vorläufig abgebrochen wor­den, da es nicht gelungen ist, die Gegensätze zu überbrücken.Petit Parisien" ist bemüht, den ungünstigen Eindruck des Mißerfolges mit dem Hinweis zu verwischen, daß die französische Dele­

einigen Tagen ein tragischer Vorfall, der trotz seines blutigen Ausganges eines komischen Bei­geschmackes nicht entbehrte. Zwei junge Leute brachten einer 22jährigen Argentinierin ein Ständchen. Diese aber, eine temperamentvolle Südamerikanerin, nahm kurzerhand einen Re­volver und schoß mehrmals vom Fenster aus auf die Musikanten. Beide wurden

verletzt. Der eine durch Kopfschuß so schwer, daß er in hoffnungslosem Zustande in daS nächste Hospital gebracht werden mußte. Die Revolver- schühin wurde verhaftet.

Schwarze Pocken in Ruhrort.

Der praktische Arzt Dr. Ragel ist an den schwarzen Pocken erkrankt und in eine Isolier­baracke verbracht worden. Dr. Ragel hat sich wahrscheinlich bei einem Krankenbesuch die Krankheit zugezogen. Rachforschungen nach dem Krankheitsherd sind im Gange. Rach den Feststellungen des Kreisarztes handelt es sich um einen Fall von echten Pocken.

Eine Million Besucher bet Iahrtausend-AuSstellung.

Am Donnerstag gegen Mittag betrat der millionste Besucher die Jahrtausend-Ausstellung der Rheinlande in Köln. Es ist Frau Della Wecska aus Deutz. 3hr wurde eine mit Brillan­ten besetzte goldene Ayr überreicht.

gezogen würden, stehe die deutsche Erbschafts­steuer eigentlich nur aus dem Papcer.

Staatssekretär P o p i tz bezeichnet die vom Abg. Ströbel angestellten Vergleiche zwischen der englischen und ber deutschen Besihbesteuerung als nicht zutressend. Praktisch liege eS trotz ber verschiedenartigen Steuersysteme so. bah ber deutsche Besitz steuerlich stärker be­lastet sei als ber englische. Der Ver­gleich der absoluten Zablen beS Steueraufkom­mens unb beS Volkseinkommens zweier so ver­schieden gestellten ßänber führe zu falschen Schlüssen. Wir wären glücklich, wenn Deullch- lanb wirklich so reich wäre, wie ber Abg. Ströbel annehme Abg. Ströbel, bet sicherlich m gutem Glauben gehandelt habe, habe Deutschland mit ber Mitteilung seiner Zahlen kaum einen guten Dienst erwiesen Die Dawessach- verstänbigen hätten ja selbst bie Unmöglich­keit berartiger schematischer Vergleiche aner­kannt. Der Besitz sei in Deutfchlanb wirklich stark genug belastet GS sei richtig, baß m ber In­flationszeit nicht nur die allgemeine, sondern auch die Steuermoral gesunken fei. Mit der Gteuer- novelle wolle man gerade der deutschen Wirt- schast bie Möglichkeit geben, mit einem festen Steuersystem zu rechnen. (Deifatt bei der Mehr-

ttog. Dr. Dornburg (Dem.) hebt die un­geheure Belastung Deutschlands durch die Repa­rationen hervor. Die deutsche Wirtschaft schmachte unter einem Zinsfuß von 18 Prozent. Daß Deutschland heute ein ganz anderes System haben müsse als z. B. England, verstehe sich von selbst. Man vergesse immer, daß die deutsche Wirtschaft in erheblichem Maße vorbelastet sei, ehe man überhaupt an ihren Besitz herankomme. ES käme nicht auf die wenigen großen Kapitalien an; sie würden nicht ausschlaggebend sein. Es handele sich um die große Masse der mitt­leren Kapitalien. Gerade auS der Denkschrift der Regierung über die Inslcrtioirsgewurnbesteuernng könne man ersehen, daß die mittleren Be­triebe im Erliegen seien. (Zustimmung bei den Demokraten.)

Damit schließt die Aussprache. Rach Ableh­nung der ÄenderungSantrage werden die § 1 bis 5 in der Ausschuhfassung angenommen.

Am 9 Ahr beantragte Dr. Hertz (Soz.) Vertagung.

Während der GeschästSordnungSdebatte kommt es zwischen Kommunisten und Zentrums­mitgliedern in dem Saale zu lebhaften Au s- einandersetzungen. Bei den Kommunisten fällt der Ruf. Das war wieder der Pfaffe, der das angerichtet hat!

Abg. Leicht (BcU)er. Dpt.) protestiert gegen diese Bemerkung.

Abg. Bayersdörsser (Bahr. Dpt.) schlügt entrüstet auf den Tisch des Hauses und wendet sich gegen die Kommunisten.

Abg. Hör nie (Komm.) geht gleichfalls erregt auf ihn zu. 3n einem dichten Knäuel drängen sich d.e Abgeordneten zusammen. Durch das Dazwischentreten verschiedener Mitglieder wird ein Handgemenge verhindert. 3n bem all­gemeinen Lärm unterbricht Präsident Löbe um 9' , Ahr die Sitzung und beruft sofort den Ael- testenrat ein. 3m Saale geht während ber Pause ber Wort streit zwischen rechts unb links noch geraume Zeit weiter.

Am 10 . Ahr eröffnet Präfibent Lobe die Sitzung w.cder. Er erteilt den kommunistischen Abgg. Florin und Oben di eck Ordnungs­rufe wegen ber von ihnen gegen den Abg. Leicht iBayr. Dpt.) gerichteten beleibigcnben Zurufe.

Der Präfibent teilt weiter mit, daß nach bem Beschluß beS AeltestenrateS die Dermögenssteuer heute noch erledigt werben müsse, da bie Mehr­heit sich Szenen, wie sie sich vorhin abgespielt haben, nicht gefallen lassen könne. (Der Abg. Florin (Komm.) ruft: Dann sollen bie da drüben (rechts) nicht so viel laufen! Sie sind ja bcfoHenl) Der Präsident erteilt dem Abg. Florin einen Ordnungsruf unb teilt mit, daß der vorliegende Stoff heute nicht mehr ver­arbeitet werben könne unb am Freitag vor­mittag erledigt werben soll. Auf der Tagesord­nung steht außerdem der R o t e t a t.

Aus den Reichstags- ausschüsien.

Der Handelspolitische Ausschuß des Reichstages verabschiedete heute endgültig bie Zollvorlage. Die Anträge der Linken mür­ben zugunsten ber Kompromißvorschläae abge­lehnt. Angenommen wurde ein von den Re­gierungsparteien unterstützter demokratischer An­trag. ber der Reichsregierung die Ermächtigung entzieht, bisher zollfreie Waren mit Zöllen zu belegen. Zu den Paragraphen, bie das Gefrier­fleisch betrifft, gelangte mit den Stimmen ber Linken, des Zentrums und eines Volkspartei- liehen Abgeordneten em sozialdemokratischer An­trag zur Annahme, ber die ursprünglich vorge­nommene Ermächtigung der Regierung zu der be­kannten Verteilung des Gefrierfleisches in eine Verpflichtung umtoanöelt. ___________________

scher baS Wort zu keinem Referat:Hochschuk- ziele und Berufsbildung". 3n Leitsätzen stellte er bie Forderung auf: Abkehr von bet Mechani­sierung, Betonung des Perföniichkeitswertes. Ent­wickelung der schöpferischen Eigenart unb Wetter­führung ber Ausbildung aut der Grundlage beS SpezialiSmuS zur Aniverfaiität.

Der zum Deutschen Studententag erscheinen­den Festnummer der Berliner Hochschul,tach- richten hat

btt preußische Ministerpräsident Braun daS Geleitwort zum Gruß an den Studententag geschrieben,

in dem eS u. a. heißt. Dem Deutschen Studenten- lag gelten bie aufrichtigen Wünsche der preußi­schen Staatsregierung. Ter Tagung harren in heutiger Zett viele Ausgaben von großer Trag- iveite, von deren richtiger Lösung mehr ibhängt, al» nur das Gesch'ck deS Srubententages 1L a. werden bie wirtschaftlichen Röte unb Schwierigkeiten im Vordergrund der Be­ratung st ehern. An sich ist der neue Typus der Werkstudenten, fo sehr dabei auch das Stu­dium ersch>wert wird, nur au begrüßen, weil er die Studenten nut vielen schaffenden BerusSstän- den in enge Berührung bringt, und ihn dem gesamten DolkSorganismuS ein glie­dern wird. Möge der Geist der StaatS- bürgerlichkeit in dem besten Sinne der Wille zum 'Aufbari des solidarischen Dolksemp- findens und zum Abbau des gegenseitigen Hasses und Verkennens in Zukunft unsere ganze aka­demische Jugend beseelen.

Zugestimmt wurde danach einigen SntschUeßun- gen, in denen die Regierung ersucht wird, den Gesetzentwurf eineS ZolltarifeS nach dem neuen Zollfchema noch in diesem 3 a h r « dem Reichstag vorzulegen und wegen Hinzuziehung von ReichStagSmitgliedem zu den Arbeiten deS ReichSwirtlchaftSrateS mit diesen in Verbindung zu treten. Sobald die Arbeiten hin­reichend fortgeschritten sind, wird der Reichstag einen Ausschuß einsetzen, der eine Prüfung der Grundlagen der deutschen Gefamttvirtschast vor- zunehmen hat. Der Ausschuß wird sich in den nächsten Tagen noch mit einigen Handelsverträ­gen befassen.

Im Haushaltsausschust

wurden heute Anträge der Sozialdemokraten und Demokraten über die Entschädigung der im Dienst der Regie verbliebenenDe- amten. Angestellten, Arbeiter usw. behandett. Die Regierung wandte sich gegen bie Schaffung eineS Gesetzes, das Rechtsansprüche schafft. Anter Ablehirung ber Anträge wurde eine Entschließung des Zentrums auf Bildung eines Härtef onds in Höhe von 5 Millio­nen Mark angenommen, ferner ein deutschnatio- naler Zufahantrag, der Erhebungen über die Zahl der in Betracht kommenden Personen sor­dert. Ferner wurde eine Entschließung des Zen­trums angenommen, den DerwaltungSrat der Reichspost so zusammenzusetzen, daß auS jeder Fraktion ein Mitglied entnommen werden kann. Dann wurde ber Rotetat verabschiedet, mit der Aenderung, dah er biß 30. Rovernber dieses 3ahres gelten soll. Ein sozialdemokratischer Antrag auf Erhöhung der Grundgehälter für die unteren Reichsbcantten wurde abgelebt, an­genommen dagegen ein deutschnationaler An­trag, ber die Reichsregierung ermächtigt, den 10-Prezent-Satz des Wohnungsgeld-Zu­schusses nötigenfalls übet 100 Prozent zu erhöhen.

Icgation einige Vorbehalte bezüglich der Ge­samtziffer der britischen Guthaben gemacht habe, indem er darauf hin gewiesen habe, daß die eng­lischen Dienste und besonders bic Frachtkosten während deS Krieges in hohem Grade über­zahlt worden seien. Die Fraitzosen hätten so­dann Zahlungen in Mark und in Papierfranken angeregt, bie, wie man erklärt, 6 Millionen Pfunb jährlich nicht übersteigen sollen Der englische DelegationSsührer habe jedoch dieses Anerbieten ungenügend betrachtet.

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Für den KreiSamtSneubau zu Tü­bingen werden auf Grund deS Ministe- rialerlafles vorn 16. Juni 1893 und de en Ergänzungen die Schreinerarbeilen in 3 Losen und Pslasterarbeiten öffentlich ausgeschrieben. Zeichnungen und Be­dingungen sind während der Dienststunden auf unserem Aml einzusehen. Angebots- Vordrucke daselbst, so lange der Vorrat reicht, zum Selbstkostenpreis erhältlich. Die Angebote sind verschloßen, portofrei unb mit entfprechenber Auffchrift versehen zum Sröffnungstermin am Dienstag, ber 18. August 1925, vormittags 11 Ahr einzureichen. Zuschlagsfrist 4 Wochen.

Bübingen, ben 28. Zuli 1925.

Hessisches Hochbauamt. 7280l)

Bekanntmachung.

DienStag, ben 4. August, vormit­tags 11 Ahr, wirb ein altes SchuthauS (eichen Holzbau), auf ben Abbruch ver­steigert. Der Dau ist 12,5 Mtr. lang, 5,5 Mtr. breit, zweistöckig unb noch gut erhalten.

Die Debingungen werben vor Deginn ber Dersteigerung bekanntgegeben.

Queckbvrn, ben 27. Zull 1925.

Hefsifche Bürgermeisterei.

Albert. 7297D

- Dr. Kipper

von der Reise zurück

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LMMM Am Samstag, dem 1. August, bleibt die Badeanstalt wegen der Schwimmwettkämpfe geschlossen, so­wie am Sonntag, d. 2. August, ab 1 Uhr nachmitts^s.

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