Ausgabe 
31.1.1925
 
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I.2.

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di« Frage, in welcher Art die Arbeiten auS- gefüfrrt werden sollen, d. h. ob als Notstands- arbeiten oder gegen tarifliche Bezahlung. Sin sozialdemokratischer Antrag verlangt, 20000 Mk. zu bewilligen, die für diese Arbeiten von der Allgemeinheit aufgebracht werden sollen, da ja die Sportplatzanlage auch im Interesse der All­gemeinheit gelegen sei, und unter Benutzung dieses Kredits die Arbeiten tariflich zu ent­lohnen. Bon den bürgerlichen Rednern wird dieser Antrag bekämpft, da die städtischen Fi­nanzen diese Ausgaben jetzt nicht zuliehen, die interessierten Beveine deshalb auch Geld­opfer bringen wollen und die Stadt nur einen Zuschuh von 3500 Mk. zur Aufbesserung der Grwerbslosen-Llnterstühung für die betr. Ar­beiter leisten solle. Als Rotstandsarbeit könne di« Anlage von der Stadt aus unterstützt wer­den, als tarifliche Arbeit sei sie zur Zeit nicht tragbar, als solche müss« sie vertagt werden auf eine günstigere Zeit. Jetzt sei zu beachten, dah die bei dieser Arbeit beschäftigten Erwerbs­losen nicht nur ihre Erwerbslosenunterstühurrg 10,40 Mk. in der Woche hätten, sondern durch die Ausführung dieser Arbeit noch 9 Mk. mehr pro Woche, alfo insgesamt 19,40 Mk. bekämen. Die sozialdemokratische Fraktion werde diese Besserstellung der Leute aber verhindern, wenn sie auf der tariflichen Ausführung der Arbeit bestehe. Wenn man die beteiligten Erwerbs­losen fragen wolle, so würden sie sicherlich für die Rotstandsarbeit sein, weil sie dann doch etwas mehr Geld in die Hand bekämen, äleb- rigens lasse das Reich ähnliche Arbeiten auch als Rotstandsarbeit ausfübven. Bon sozialdemo­kratischer Seite wird noch hervorgehoben, man müsse doch erstreben, durch die tarifliche Aus­führung der Arbeit auch den ausgesteuerten, jetzt vom Wohlfahrtsamt unterstützten 120 Er­werbslosen Arbeitsgelegenheit zu bieten. Die bürgerliche Seite erwidert, dah dieses Ziel na­türlich erstrebenswert fei: wenn man es aber hierbei verwirklichen wolle, dann bleibe wegen der starken finanziellen Auswirkungen eben auch nur der Weg übrig, diese Arbeit, die nicht derart sei, dah sie von der Stadt jetzt aus­geführt werden müsse, auf eine günstigere Zeit zu verschieben, wo die Stadt die Last überneh­men könne.

Rach langer Aussprache, die auf keiner Seite eine Aenderung des Standpunktes ergibt, kommt man zur A b st i m m u n g. Der sozialdemokra­tische Antrag, Mk. 20 000 zu bewilligen und die Arbeit nach tariflichen Lohnsätzen ausführen zu lassen, wird gegen die Stimmen der Sozialdemo­kraten und Kommunisten abgelehnt. Bei Stimmenthaltung der Sozialdemokraten wird beschlossen, die A beiten als Rotstandsarbeit an­zusehen. den ausführenden Bereinen Mk. 3 500 Z schuh zur Aufbesserung dr Löhne d r b schä'- ti ten Erwerb l sen z i g währen und lie Stadt- re waltuni zum Abschluß bei Verträge mit den betr. Bereinen zu ermächtigen.

Ausbau der Höheren Mädchenschule durch Errichtung einer Studien­anstalt.

Der Referent, Stadtv. Prof. Dr. KrauS- müller, weist einleitend auf ein« Denkschrift aus den Kreisen der Elternschaft hin, in dec die ^dringende Notwendigkeit dieses Ausbaues be­tont wird und die großen Nachteile aufgezählt Werden, wenn man sich nicht au diesem Schritt entschliehen würde. GS wird Dort, wie wir es am Donnerstag in unserem Artikel auch schon taten, daran erinnert, dah den Mädchen bei dem Mangel einer abgeschlossenen Bildung später aussichtsreiche Berufe verschlofsen blerven, sie also schwer geschädigt werden, dah der auS- i wärtige Besuch einer Studienanstalt den meisten Kindern nicht möglich sein wird, weil die Eltern y Mc Kosten nicht erschwingen können und daS Kind auherdem 4 oder 5 Jahre auS dem Eltern- » Haus gehen muh, und schließlich wird hervor­gehoben, d?.h Darmstadt und Mainz, Offenbach und Worms mit ihren Bildungsmöglichkeiten nach dieser Richtung hin Giehen und der Provinz Oberhessen weit voraus sind. Geleitet von her Studienanstalt erst dann durchzuführen, wenn der Berechtigung der Klagen und Forderungen der Elternschaft hat das Kuratorium einen Antrag vorgelegt, nach dem der Ausbau der Anstalt von der Stadt vorgenommen werden soll, wobei es ferner als durchaus geboten bezeichnet wird, dah sich auch der Staat an den Kosten beteiligt, da et ja auch zu den Studienanstalten in den beiden anderen Provinzen, nämlich den An- Jlallen in Mainz und Darmstadt, Zuschüsse eistet. Der Finanzausschuß hat diesen Antrag mit einer Mehrheit abgelehnt, während eine Minderheit dafür war. Mit Mehrheit hat der Finanzausschuß beschlossen, zur Beschlußfassung zu beantragen,die Höhere Mädchenschule durch Errichtung einer Studienanstalt unter der Be­dingung auszubauen, dah der Hessische Staat sich an den Kosten in gleicher Weise wie bei der Höheren Mädchenschule beteiligt." Dieser Antrag ist identisch mit dem Hauptteil eines Antrages der Stadtverwaltung, die ferner noch verlangt, den Beschluh über die Errichtung der Studienanstalt ist dann durchzuführen, wenn der Boranschlag 1925 vorliegt.

In der Aussprache treten die Stadtv. Prof. Dr. Krausmüller, Goerz, Frau Nau­mann und Frau Kramer für die Deschluh- fassung im Sinne des Kuratoriums (d. h. Zustim­mung zum sofortigen Ausbau mit gleich­zeitigem Appell an den Staat zur finanziellen Beteiligung) nachdrücklich ein, wobei Professor Dr. Krausmüller betont, wenn der Ausbau

jetzt nicht komme, werde er überhaupt wohl be­graben werden, und di« Berantwortung hierfür sei doch außerordentlich schwer. Die Stakftv. Winn, Löber. Kirchner und Horn be- antvagen, die Entscheidung zurückzustellen bis der neue Boranschlag für 1925 vorliege, wobei sie in der Aussprache zum Teil selbst für Abwarten ein­treten und ebenso die Stadtv. Fischer, Schmidt und Mann der Meinung Ausdruck geben, der Staat müsse unbedingt an den Kosten mittragen und deshalb sei der Antrag deS Fi­nanzausschusses nur für sie annehmbar. Ober­bürgermeister Keller erklärt, er habe bereits im Januar 1919 im Kuratorium der Höheren Mädchenschule die Errichtung einer Studien­anstalt beantragt. Das Kuratorium habe jedoch diesen Antrag durch Beschluh vom 15. Januar 1919 abgelehnt. Darauf habe er im Frühjahr 1920 im Kuratorium die Errichtung der Studien­anstalt erneut beantragt, das Kuratorium habe aber durch Beschluß vom 12. April 1920 die Sache vertagt. Darauf habe er im Frühjahr 1921 zum dritten Male im Kuratorium die Errichtung einer Studienanstalt beantragt, indessen habe das Kuratorium durch Beschluß vom 7. April 1921 den Antrag wiederholt abgelehnt. Er stehe auch heute noch selbstverständlich auf dem Standpunkt, dah die Höhere Mädchenschule durch eine Stu- dienaarstalt ausgebaut werden sollt«, müsse aber vom Staate Der langen, daß er zu den Kosten der Studiencmstalt in gleichem Umfange Beiträge, wie zu den Kosten der Höheren Mädchenschule leistet, da das Dlldungswesen eine staatliche Aufgabe sei. Gr sei weiter der Meinung, daß es zweckmäßig sei, den Beschluß über die Studienanstalt erst durchzuführen, wenn der Voranschlag für das Rechnungsjahr 1925 vorliege und dabei di« fi­nanziellen Verhältnisse klar zu übersehen seien. Der Finanzausgleich zwischen Reich, Ländern und Gemeinden werde in allernächster Zeit neu ge­regelt, und nach allem, was man höre, sei Anlaß zu Optimismus in dieser Beziehung für di« Ge­meinden nicht gegeben. Frau Stadtv. Kramer erwidert, damals habe sich das Kuratorium nur deshalb nicht zum Ausbau entschließen können, weil die Frage einer Frauenschule hineingespielt habe und deshalb die Dinge nicht reif waren. Stadt. Prof. Dr. Krausmüller hebt hervor, die Verhältnisse seien doch mittlerweile ganz anders geworden.

Hierauf kommt man zur Abstimmung. Für den Antrag deS Kuratoriums stimmen mit den obengenannten Befürwortern noch verschie­dene Mitglieder der Deutschen Dolkspartei und der Freien Vereinigung, im ganzen 8 Stimmbe­rechtigte : dieser Antrag ist also cvbgelshnt. Mit großer Mehrheit wird sodann der oben zitierte Antrag des Finanzausschusses an­genommen. Die übrigen Anträge sind durch diese Entscheidung erledigt.

Das Schulgeld an der Höheren und Erweiterten Mädchenschule

wird im Einklang mit der Erhöhung der staat­lichen Schulgeldsätze mit Wirkung vom 1. Januar ab neu festgesetzt. Zu dieser Angleichung dev Sätze ist die Stadt durch staatliche Vorschrift verpflichtet. Die neuen Schulgeldsätze sind den Zahlungspflichtigen mittlerweile wohl schon all- lemetn bekannt geworden. GS wird bei dieser Vorlage gerügt, daß die Ausländsdeutschen nicht die gleichen günstigen Sätze genießen, wie die Ein­heimischen. Beigeordneter Dr. Selb betont, dafür sei die staatliche Regelung verantwortlich, die auch nach dieser Richtung hin die Stadt binde. Es sollen nach dem Dillen des Hauses deswegen in Darmstadt Vorstellungen erhoben werden.

Verschiedenes.

Der Gewerkschaft der Hess. Gemeindebeamten wird ein Darlehen von 2000 Mark als Anteil zum Erwerb eines Hotelanwesens .in Baden- Baden zwecks Weiterbetrieb als Erholungsheim für erkrankte Gemeindebeamte gegen 6 Prozent jährliche Zinsen gewährt.

Dem Gießener Lesehalleverein wird für das Rechnungsjahr 1924 zur Aufrechterhaltung der Dücherhalle einschließlich der bereit- von der Stadtverwaltung gewährten Beträge ein barer Zuschuß von 1400 Mark bewilligt.

Mit dem Beitritt zu dem Verein zur Er­haltung der staatlich anerkannten Wohlfahrts­schule von Hessen-Rassau und Hessen ist man ein­verstanden. Beitragshöhe 150 Mk.

Derschiedene Dausachen werden antrags­gemäß glatt erledigt.

Zur Errichtung eines städtischen Lager- gebäudes auf der Margaretenhütte wird ein früher bewilligter Kredit von 13 000 auf 17 000 Mark erweitert.

Dem Berkaus eines städtischen Lagerschup­pens an der Margarethenhütte an die Deutsche Raiffeisenbank zum Preise von 8000 Mark wird zugestimmt.

Zur Beschaffung einer Rangiermaschine auf dem Anschlußgleis Margaretenhütte wird ein Kredit von 22 000 Mk. bewilligt.

Die Kosten der Reichs- und Landtagswahl in Höhe von 1200 Mk. werden genehmigt.

Für Erhöhung der Löhne der städtischen Arbeiter bis zum Schluß des Rechnungsjahres 1924 wird ein Kredit von 6150 Mark bereit­gestellt.

Die Rechnungsablagen deS städt. Elektrizi­tätswerks und der städt. Straßenbahn für 1922 werden glatt erledigt. Bei dieser Gelegenheit bringt Stadtv. Loh die Strahenbahnwünsche der Anlieger der Bahnhofstraße zur Sprache, die er befürwortet.

Misfionskursus des Allgemeinen Gvang. Protest. Misfionsvereins

-t. Dieser Tage versammelten sich tm Lanbes- kirchentagsgebäude in D a r m st a d t etwa 100 Personen zu einem Missionskursus, den

Für die Anschaffung eine« Doegen-Vprech- apparates für die Höhere Mädchenschule werden 350 Mk. bewilligt.

Ein Kredit für Dädergewährung deS Volks- bades an Schüler und Schülerinnen der VoüS- schule wird von 600 Mk. auf 1800 Mk. erweitert.

Zum Schluß beantwortet der Oberbürger­meister noch verschiedene Anfragen und bringt Stadtv. Haupt einige Wünsche an die Verwal­tung vor.

Grotzfeuer in Lollar.

ll. Lollar, 31. Ian. Vergangene nacht i/32 Uhr brach aus bisher unbekannten Ursachen im Sägewerk der Firma B. A u h n , QI.-®., ein großesSchadenfeuer au«. Den Ausgangs­punkt nahm es in den Baulichkeiten am Fried- hofsweg und wurde, durch die Windverhältnisse begünstigt, der Verderb de- größten und wert­vollsten Teils der gesamten Anlage. In ganz kurzer Zeit stand das ausgedehnte Werk in einem mächtigen Flammenmeer, dem die ausgestapelten Bretter immer neue Nah­rung boten. Gegen diese Gewalt war das Wasser fast machtlos, und es gatt, hauptsächlich 6aß Augenmerk auf den Schutz der in nächster Nähe befindlichen Wohnhäuser zu richten. Eines davon war denn auch sehr stark bedroht, doch gelang es der Feuerwehr, zu der sich inzwischen die Gie­ßener Motorspritze gesellte, dort dem Feuer Einhalt zu bieten. Ununterbrochen ar­beiteten nun die Feuerwehren bis zum Qlbgang dieses Berichts. Die Gefahr der Ausbreitung ist soweit gebannt, daß bereits heute morgen bei Tagesanbruch die geräumten Wohnungen wieder bezogen werden konnten. Zerstört sind die maschinellen Anlagen und das ge­samte bearbeitete Material, empfind­lich tn Mitleidenschaft gezogen erhebliche Teile des Rohstofflagers. Gin trübe« Bild des Platzes zeugt nur noch von der Macht, die hier gewütet und in wenigen Stunden einen blühenden, emsigen Betrieb in Asche legte. Wie weit der große Schaden durch Versicherung ge­deckt ist, entzieht sich unserer Kenntnis. Das Mißgeschick aller dabei Betroffenen ruft all­gemeine Teilnahme bei der gesamten Bevölkerung hervor. Ganz besonders schwer trifft es den alten Begründer der Firma, Herrn D. Nuhn, der an seinem Lebensabend das Werk jahre­langen Fleißes als einen Raub der Flammen sehen muhte.

Der Skandal im Frankfurter Wohnungsamt.

fpd. Frankfurt a. M, 31. Ian Zu dem gestern schon kurz berichteten Wohnungs­schiebungsskandal im hiesigen Woh­nungsamt ist weiter zu berichten: Aus 'Ver­anlassung der Staatsanwaltschaft wurden der Direktor des städtischen Wohnungsamtes Gre- tz er, der Leiter der hblösungsstelle des Woh­nungsamtes Könemund, der Bankbeamte Ho sch, der Schwiegersohn des Greher ist, der Architekt Willi Lutz und der Häirsermakler Martin L e v i g a r d unter der Anschuldigung der Wohnungsschiebereien. Bestechung, Meineids unb Verleitung zum Meineid von der Kriminal­polizei verhaftet. Der amtliche Apparat ver­suchte sofort, als die Der Haftungen bekannt wur­den, die Geschichte abzuschwächen und als harm­los hinzustellen. Die Stadtverwaltung teilte den bteflgen Blattern offiziell mit, daß die genannten Persönlichkeiten lediglich zu einer Vernehmung nach dem Polizeipräsidium ge­beten worden seien. Unb dabei wurden sämt­liche Personen mit dem Schlag 7 Uhr früh aus den Betten geholt und von Kriminalbeamten dem Polizeipräsidium zugeführt! Nur einer der Festgenommenen, der Maler Levigard, wurde wieder entlassen, doch geht die Untersuchung gegen ihn weiter. Den Stein ins Rollen brachte ehroffener Brief", den der Stadtv. Bögler am Dienstag dem Dezernenten des Wohnungs- crmtes, Stadtrat Z i e l o w s k i, zustellte und in dielen Exemplaren verbreiten ließ. In dem Briefe werden gegen Direktor Gretzer die aller- schwersten Anklagen erhoben. Er habe e« ge­duldet, dah sein Schwiegersohn, der Bankbeamte Hosch, gemeinsam mit Lutz ein Wohnungsver- mittlungsbureau aufgemacht habe unb Woh­nungen nur gegen Erlegung außerordentlich hoher Gebühren vermittle. Die Liste ber freien Woh­nungen würben dem Bureau mit Wissen Greher« von dem Leiter der Ablösungsstelle Könemund zugestellt. Der Handel mitSchwarzwohnungen" blühte außerordentlich und bracht« den Schie­bern große Gewinne ein. Durch die Anzeige von Maklern, die auf ehrliche Weise Wohnungen vermitteln wollten, baer durch Lutz unb Hosch stets in ihrer äTtigkeit beeinträchtigt wurden, wurde bann der Polizei weiteres Material gegen die Beamten des Wohnungsamte« zugeführt. Wie wir von zuverlässiger Seite erfahren, ist nach dem vorliegenden Belastungsmaterial mit einem Haftbefehl gegen die Hauptbeschul­digten mit Sicherheit zu rechnen. Die Ange­legenheit gewinnt den Anschein eines Riesen­skandals, der weite Kreise ziehen dürfte. Wei­tere Verhaftungen erfolgten heute morgen.

überlassen, betätigen. Abzeichen.

sich am Berufs-Straßenrennsport zu Neu eingeführt wurde «tn Radsport-

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Mission«direkter v. Dr. Witte au« hielt.

Zunächst wurde da« Thema be£<mbelt: Reubelebuny de« asiatischen Bud«! dhi«mus, eigene Beobachtungen." Witte hat sich im vorigen Jahre 3/4 Jahve tn China und Japan aufgehalten. Die Entartung zum Polytheismus ist im DuddhiSmu« sehr schlimm, Buddha wird al« Helfer angebetet. Reliquien von ihm werden im Kull verwendet, die Tempel sind voll von Hinduhgöttern, bte Schuhgötter von Buddha sind. Der japanische Buddhismus steht am höchsten, er zählt zahlreiche Sekten, unter denen eine ethisch gestimmte Sekte den PolhtheiSmu« bekämpft. Ueberall zeigt sich großer Aberglaube und Schwäche auf sittlichem Gebiet. Eine Reubelebung wird angestrebt durch Gründung von Schulen, wozu von Amerika und Europa auS dem Buddhismus nahestehenden Kreisen die Mittel gesteuert werden. Di« Chin- kirche in Japan, die etwa 7 Millionen Anhänger zählt, sucht ihre buddhistischen Priester tn Gym­nasien und auf Universitäten auszubilden und treibt modern-wissenschaftliche Arbeit. Dem Christentum nachahmend entstehen alle möglichen Vereine: Jüngling S- und Mädchenoeretne,

Frauen- unb Männervereine. Auch zeigt sich neben Buddha bas Christus bild, well bas Wich­tigste im Christentum bte Siebe ist.

Das zweite Thema beschäftigte sich mit ber .Mission-arbeit deS All«. Svang. Protest. MissionsderetnS im Rah­men ber neuen Geiste« bewegu ng in IapanunbChina". Die Mission muh zeigen, bah sie für das Ringen ber Völker Intevefte hat. Es müssen Schulen gegründet werden, da nur 3V? Millionen tn China bi« jetzt Schulbildung genießen. Da infolge de« Lernen« ber westlichen Dinge bas alte Leben Immer mehr zerfällt, so mutz gezeigt werben, bah da« westliche Wesen das beste ist, wenn bte Freiheit im Christentum sittlich fundamentiert ist. Durch Bücher, Zeit­schriften unb Evangelisation muh den Menschen innerlich persönlich ein neuer Glauben gegeben werben. Die Tatpredigt ist bte Hauptsache, be­sonder« auch durch bte ärztliche Mission. Alkohol unb das Zigarettenrauchen, die sich in China uni Japan stark eingebürgert haben, müssen bekämpft werben.

In einer Abendversammlung tn ber Stadt- krrche behandelte I). Dr. W i t te noch da« Thema: Im Sonnenglanz O st astens, neue Erlebnisse in Japan unb China." Der Vortragende gab hier noch einmal eine Schilde­rung von allen Naturschönheiten, besonders von Japan, und ber freundlichen Aufnahme, bte er dort auch von feiten der Regierung gefunden hat.

Turnen, Sport unb Spiel.

Vom Radsport.

Die Vereinigung Deutscher Rad». sport-Derbände nahm auf ihrer Würz­burger Sitzung in der Frage des Berufsfahrer- Straßenrennsports eine Entschließung an, dah fte auf die Veranstaltung derartiger Rennen ver­zichte, da sie eine Vereinigung von Amateurver- bänden sei. Den Anschlußverbänden bleibe e«

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