Ausgabe 
30.5.1925
 
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Feuer am Nordpol,

lechmich-poluttcher Vornan au» Prr Gegraman.

Son 9 a r Ifl u g n ft von ß 0 f |e rt

54. ^onienunv (*Rüd)örud ocrOoirru

Telegram 1» bet2 0 n 0 0 n N c w »" aus Archangelsk.

ttrfabre faeben von einem AngefulUcn der ger» nitino«rulfi|cixn Rordlandkompagnte, daß ein gerade aus Tlütmta eingeloufenes Suntcmdeflrümm ben Angriff eines franzöfifchen vombengelchwaders auf das Piattnberglvc l von Nova Thule meldet. Da ?» überall telonnt Ist, daß das Ucberfliegen und Landen dort verboten ift, fo sah sich Oie Veraultung von Plaiinia veranlaßt, das franüsi'.T> Gcichwadcr durch Funkfpruch zum fofonigcn verlaßen de» Nord- landgebiete» auszufordern. Dtcstm berechtigten Ber- langen wurde von den Französin nicht entsprochen, sondern im Gegenteil die urbebinptc Kapitulation ntrkingt, ivtdrigcnfalls sofort die Feindseligkeiten er­öffnet wurden Vieser Drohung kam die Verwal­tung zuvor und befahl ihren dort zur Berteidigung der Anlagen postierten Kampffliegern, die Französin zu vertreiben. Bei Abgang des Telegramms stan- den beide Teile im heftigen sseuergeiecht. Vie Fran­zosen ließen gleichzeitig eine Anzahl schwerster Bom­ben fallen, die eines der dortigen Gebäude in Brand steckten."

Funkspruch der Moskauer Groß ft fl 11 0 n an alle

Die Regierung von !)?0Da Thule läßt uns durch ihren T'ertreicr mit dec Ditte nm allgemeine Be­kanntgabe folgendes mitteilen:

Am 15. August, 4.29 nachm. wurde von un- ftrer Deobachtungsftation in Plotinia das Heron- nahen eines auf zwölf Flugzeuge geschaßten Gc- schwaders gemeldet. Alsbald erhoben sich unsere vier Derteidigungsslugreuge, um für alle Hälse vorbe- reitet zu fein Unser Funkenanruf stellte französische ßuftstrcitkräste fest, die un» alsbald zur Kapitula- tion aufforberten. *?ßir antworteten, daß eine weitere Annäherung als feindlicher Akt aufgefaßt würde. Der Gegner drohte mit schwerem Bombardement aller unserer Anlagen, falls wir uns nicht sofort

unterwürfen. Daraus gab der gerade anwesende Pro- fitem, Herr Santa», den Befehl zum Angriff. 4.35 i-ochm fiel der tritt Schuß von unserer «eite, der zunächst absichtlich blind gefeuert wurde. Der Gegner antwortete mit einer Gefchoßgarbc au» allen Ma- schinengewchren. Die Unsrigen konzentrierten das neuer auf die beiden ersten feindlichen Flieger, die alsbald schwer befchadigt zu Boden sanken. Unser Bestreben ging dahm. den Feind vom Ueborsliegen der leicht zerstörbaren Anlagen fernzuhalten. Leider gelang da» nicht völlig, und ein Bombenwurf aus einer französischen Maschine zerstörte eine glücklicher­weise geräumte Arbeiterwohnung. Der nun solgende f.cmpi war nach kurzer Zeit entschieden. 3ebn feindliche Flugzeuge stürzten ab. drei davon bren- ncnd. Die beiden legten vermochten zu entfliehen. Aus den abgestürzten Flugzeugen retteten wir zwölf Mann unverletzt, fünf Schwer- und neun Leichtver- legte Die beiden entkommenen Flugzeuge riefen une sünszehn Minuten später durch Funkspruch an. Sic erklärten sich gcfangcngcbcn zu wollen, da ihr Denzinvorrot zum Ruckslug nicht ausreichte. Wir nahmen die bedingungslose Unterwerfung an. Die genaue Namensliste dec Toten, Verwundeten und Ueberlebenden veröffentlichen wir morgen. Alle Ge- iangenen bleiben so lange in Nova Thule, bis Frankreich sede feindliche Absicht gegen uns aufgibt. So sehr diese Zwangsmaßregel unseren Ansichten zuwiderläust, so müssen wir im Interesse der Sicher heit Nova Thules darauf bestehen, weil die Teil- nchmer an dem Luftkompfe in der Lage wären, Aussagen über die Kampfweise unserer Derteidi- gungsflugzeuge zu machen. Don unseren Leuten wurde ein einziger durch Zufallstreffer leicht verlegt.

Die Regierung von Nova Thule."

Telegramm vom Quai d'Orsay (chiffriert) an den Botschafter Frankreichs in Berlin.

Machen Sie deutsche Regierung für Schaden verantwortlich, den deutsche Untertanen durch Der- nichtung eines unserer Luftgeschwader über Nova Thule veranlaßten. Nur wenn sofortige, weitesi- gchende Genugtuung zugesagt wird, können wir von dec Verhängung schärfster Repressalien ab- sehen. Ministerium des Aeußern."

Befehl sür >ie Agentenabteilung de» engliichen Admiralstade».

..Die Berntchtung eines der besten französischen Flugzcuggeschwader m Nova Thule erfolgte dem Oerr.ebnen nach durch nur met Kampfflieger, die völlig unversehrt blieben. Er besteht das größte Inieresie, möglichst genaue Angaben über Rou- struktion, Größe, Bewaffnung und Banzerung die- fer Flugzeuge zu erfahren Ätln Geld darf eefpert werden Auch die anscheinend nebensächlichsten Angaben sind mit Gold aufzuwiegen. Englische Machtstellung zur Lust fleht auf dem Spiel.

Der Erste Lord der Admiralität'

Telegramm an Blankenburg. Kalmikowfkafa.

Bravo.' $agcn.

12.

In finsterer Nacht schritten zwei Manner durch die Lüneburger Heide. Der schwarzverhangene Hirn- mel gestattete gerade noch die wehenden Konturen der Birken zu erkennen, die mit unregelmäßigen Abständen den tief ausgefahrenen Feldweg säum­ten. Hier konnten nur Ortskundige sich zu recht - finden.

Schweigend tappten die beiden nebeneinander her. Das helle ,/tuitt" eines Käuzchens lieh sie aufhorchcn und Haltmachen. Der eine von ihnen nahm beide Hände vor den Mund und antwortete mit dem dumpfen ,Huhu" der Mooreule. Dann seßten sie vorsichtig ihren Weg fori.

Gleich daraus tauchte zur Linken eine schwarze Masse auf, der sie zustrebten. Tie umschritten einen hohen Torshaufen und befanden sich jetzt unmittel­bar vor einem niedrigen, länglichen Schuppen.

,^alt!" ertönte eine Stimme.

»Heilige Ferne!" gab einer der Männer leise zu- rück.

Losung?" fragte die erste Stimme.

Niedersachsen!" war die Antwor'.

(Eintreten!"

Eine hölzerne Tür öffnete sich zu einem schwach beleuchteten Raume. Hinter den Ankömmlingen schloß sich das Tor, während gleichzeitig der bien« dende Strahl einer elektrischen Taschenlampe über ihre Köpfe fuhr. Beide trugen schwarze Gesichts- masken.

.Ihr seid die kotzten", tagte der Tttnn mit der Blendlaterne, der ebenfalls maskiert war.Da­her kommt ihr?'

..Von Merbowicck. Dir mutzten einen Umweg machen, »eil »fr uns deobechtm eleullen.'

Es ist gut Kommt |ur Waciaweilimgl"

Die TÄr jw 8nnem be» Gchuppens öffnete sich und schieß sich feferl wieder butter ihnen Der ziemlich helerleuchtete Jlauiw, des en Fenster dicht verhängt war tu. leßte ne>e breiig Kenner, alle mit maskierten flrhrtrttm. Ehrer tvnstieen Klei- dune nach schienen die lerlnehnvT brr arnrtmen Bersammluna zu den mittleren etinben zu gehören. Die Ttfhrgr.il trug eite, lenee Äilliinnentel mit hoch rigefnipften Kregen. I» deß Ne .rrnirren wenig erkenntlich waren. Alle setzen etri cimachen ^olzsesteln. Mele reuchttn trotz der Werten ihre kurzen Pforten

.Heil Niebersechsenl" riefen die zuletzt Er­schienenen. die mit dem gleichen Rme begrüßt wurden

Einer der Männer erheb sich und sagte:

Dir sind vollzählig. Ich eröffne die hiesige Sitzung der .^eiligen Feme und f*iaac per. da es sich um eine befonter« wichsiße Angelegenheit han­delt, zunächst alle örtlichen Sachen zurückzuftellen. Seid ihr einverstanden?"

Alle stimmten zu, nur einer der zuletzt (finge» tretenen bet ums Hort.

Brüder der Feme,' begann er hastig, ,.un» droht Gefahr, vielleicht sogar schon heute. Ich weiß au» sicherer Quelle, t- mir nermten sind. Man wird un» verhaften und vor Gericht stellen."

Der Vorsitzende unterbrach ihn.

Du erzählst uns nichts Raues. Gerade dar- über wollte ich berichten. Weißt du nachher noch etwas Besondere» anzuführen, bann sage es, wenn ich fertig bin." Er richtete sich hach auf.Brüder! Leider stimmt es, man ist ber .^eiligen Ferne auf der Spur. Und heute bereit» fällten überall in Deutsch- land unsere Führer, '»weit ihre Namen den Be- Hörden verraten mürben, verhaftet werden."

Diese Worte erregten große Unruhe unter den Versammelten, und einzelne Rufe, wie .Tod den Verrätern!", wurden laut

(Fortsetzung folgt.)

Gietzener Radfahrer-Verein 1885 e°V am 6.,7. und 8. Juni 1925 40.Stiftungsfest

MUWW ie5 lMkSSMMS.MS", M Jk»lsSkk SOssSlkk

6er Kunstreigen, 1er, 2er Kunstfahren, 2er, 3er Radball

Straßenrennen: Landesverbandsmeisterschaft des LandesverbandesHessen" 186 km.

Große Sternwanderfahrt der Landesverbandsvereine.

Aufruf!

Der 116er Verband errichtet zum Gedächtnis seiner toten Kameraden

ein Ehrendenkmal aus dem Landgraf-Philipp-Platz.

Die Vollendung des Denkmals steht bevor, die Einweihung findet im September statt.

In Treue und Unvergetzlichkeit unserer Gefallenen, die ihr Bestes fürs Vaterland und für uns alle hingegeben haben, wollen wir ein bleibendes Wahrzeichen schaffen.

Jur Ehre unseres ruhmreichen Regiments und Zierde unserer alten Garnison- ftadt wird das Werk unter dem Motiv

Wiederaufrichtung

erstehen.

Unseren Helden und ihren Hinterbliebenen sind wir es schuldig, etwas Würdevolles zu schaffen

Weite Kreise der Bürgerschaft haben sich durch freiwillige Spenden für das Gelingen des Werkes eingesetzt, dafür sei herzlichst gedankt.

Größere Beträge sind noch bis zur endgültigen Fertigstellung erforderlich.

gur Beschaffung weiterer Mittel findet vom 2. bis 7. Juni durch Damen der Ilker-Vereine ein Postkartenverkauf mit der Ansicht des Denkmals statt.

Es ergeht auch diesmal an die gesamte Bürgerschaft die Bitte, durch Kauf der Karten ein kleines, leicht tragbares Opfer für unser Denkmal zu bringen.

Besonders wird gebeten, die Karten an ehemalige Angehörige oder Bekannte, die im Regiment oder einer seiner Formationen gedient haben, baldmöglichst zu versenden, um damit auf die Errichtung und Einweihung aufmerksam zu machen.

Lindenau, Major a. D.

116er-Verband

Kurt Mohr

I..R. 116

Heeresanwalt Waldeck

R.-I.-R. 116

3ng. Fr. Dunkel

I.-R 186

Amtsgerichtsrat Neuroth

Landw-Off.-Derein

Lehrer Keil

L.-I.-R. 116

Bankdirektor (Briesbauer

R.-I -R. 222

Gustav Petri

R.-I.-R. 26-f

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