Ausgabe 
29.7.1925
 
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1, große Holzvorralt, 0. mit vernichtet wat' [ keinen Schaden er« ist schr groß, da der wird, nicht verficheü ist noch unbekannt, ch es erneut als Iht« dah bei auswurtiga in hier zu schm Z t in der Stadt fdw [ft vollständig McM jer Ort und Lage der inst geben kann.

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Stcinb[ödc drohen, auf ein geringe- Maß zu beschränken, werden jetzt vielfach gröbere Sprengungen vorgenommen, so dah bas gefahrbringende Drechen der Steine ver­mieden wird. iSine gewaltige Sprengung, die groste Vorbereitungen erforderlich machte, fand am Samstag in unserem Dafallsteinbruch am Eichkoppel statt. Nachdem ein vorauSgegan- gener Sprengversuch zu dem man 5 Zentner Sprengstoff verwandle, ein nicht befriedigende- Ergebnis zeitigte, füllte man jetzt das Dohrloch mit 7 Zentner Sprengstoff. Die Detonation, die weit im Niddatal vernehmbar war. übertraf alle Erwartungen. Sie rif) ein Riefenloch m den Steinleib des Derges. warf Stein riesen von 100 bis 200 Zentner Gewicht wre einen Spielbnll au» der Liese und forderte in einem Augenblick eine ungeheure Menge von Basalt zu Tage. Der Sprengtrichter ist so grob, dast er von dem nach Schotten fahrenden Zuge gut als solcher zu erkennen ist. Gerade dieser Steinbruch, der sich durch die Qualität und vorteilhafte Lagerung der Dasaltmasse auözeich- net, soll zu einem Grobbetrieb umgewandett werden Mit dem Dau einer Schwebebahn zum Bahnhof wird in diesen Tagen begonnen. Man hofft, 200 Arbeiter darin beschäftigen zu

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Wortes:Lasset uns Gutes tun an jedermann, allermeist aber an des Glaubens Genossen!" über die hohe Bedeutung der Gufta v - Ad 0 ls- BereinS-Arbeit für die evangelische 3u- genderziehung in der Diaspora sprach. 3n dem eigentlichen Festgottesdienst am Nachmittag war die geräumige Kirche bis auf den letzten Platz ge­füllt. Trotz der ungünstigen Witterung hatten sich auch einzelne Teilnehmer aus Nachbarorten eingefunden. Festredner war auch hier wieder Pfarrer Weitz. Er, der schon 14 Jahre lang in der Diaspora wirkt, verstand es meisterhaft, in anschaulichster Weise mit zu Herzen dringenden Worten auf Grund des Petriwortes:Bauet euch auf znm geistlichen Hause!" über die Wichtig­keit und hohe Aufgabe doS Gustav-Adols-Vereins zu sprechen. Daraus erstattete Pfarrer ® ö de I, Hungen, als Schriftführer und Rechner des Zweigvereins, den Rechenschaftsbericht und die Rechnungsablage über das abgelaufene Jahr und entbot den Grutz des Hessischen Hauptvereilw. An Hauslollekten und Konfirmandengaben brach­ten die zum Verein gehörenden Gemeinden im letzten Jahr 2079,20 Mk. auf. eine Summe, die noch viel zu niedrig ist im Verhältnis zur Not­lage in der sich die meisten unserer Diaspora- aemeinden befinden. Auch dieser Redner konnte aus Erfahrung sprechen. Er hatte als Feldpre­diger Gelegenheit gehabt, zu sehen, was evan­gelische Not ist, besonders in Südrutzland. Seiner Ansprache hatte er den Psalm 84 zugrunde gelegt. Die Nachversammlung, die auf dem schonen Warthügel stattfinden sollte, muhte infolge der llngunft der Witterung ebenfalls in dem Gottes­hause abgehalten werden. Pfarrer Weitz be­richtete aus der Geschichte seiner Filialgemeinde Hälsen stamm, Pfarrer G 0 ck e l über seine Erleb­nisse als Garnison- und Feldprediger. Zur Ver­schönerung von Festgottesdienst und Nachver­sammlung trugen ganz besonders ein Hun­gener Gesangs-Quartett unter Leitung von Pfr. G 0 d e l und der hiesige Posaunen- chor bei. Die Kollekte betrug 80 W!.

?" Eichelsdorf, 28.3uli. Um die Ge­fahren, die den Arbeitern in den Basalt- steinbrüchen durch sich loslösende

können. _

lg Gedern, 26.3uli. Die letzte Fa­rn ilie der hier längere Zeit untergebracht ge­wesenen Ausgewiesenen, die größtenteils durch Entgegenkommen der fürstlichen Vertvaliung ibiterfunft im Stollbergschen Schlosse sanden, ver­lies am Freitag unseren Ort, um nach toter Heimat Höchst a. Main zurückzulehren. Wah­rend der langen Zeit ihres unfreiwilligen Exils hatten sich die Ausgewiesenen einen groben Freundes- und Dekanntenlreis erworben. Wenn sie auch naturgemäß im Heimatboden fester tour- zeln, als dies bei uns der Fall sein konnte, so darf doch wohl angenommen werden, dah sie sich jederzeit gerne des hier gefundenen <8ntgc- genkonnnenS erinnern werden.^Inserem hoch- betagten und verdienten Mitbürger Wilhelm Kirchdorfer und seiner Ehefrau geb. Nau­mann war es vergönnt, heute im Kreise ihrer Familie und zahlreicher Freunde das seltene Fest der goldenen Hochzeit in gcifuger und körperlicher Frische zu feiern. Einer schone" Sitte gemäb zog das Jubelpaar um 1 ilpr nachmittags zur Kirche, wo die Einsegnung und Lieberreichung einer Ehrenurkunde durch Hof­prediger Widmann erfolgte. Die hiesige Ge­folgschaft des Zung deutschen Ordens der Herr Kirchdorfer angehört, veranstaltete abends im Saale des Dergwirtshauses eine würdige Feier zu Ehren des Jubelpaares. Heute wurde der langjährige Rechner, Kirchenrechner und staatlicher Untcrerheber i. R. Philipp 8 r a n 8 i zu Grabe getragen. Eine Lungenentzündung, die ihn mir wenige Tage ans Krankenlager fesselte, setzte feinem nimmermüden Schaffen em Ziel. Der Verstorbene war ein Mann von seltener Arbeitssreudigkeit und Gewissenhaftigkeit, der sich der größten Wertschätzung seiner Mitbürger er­freute. Dies tarn zum Ausdruck in einem ge­waltigen Trauerzuge, wie ihn unsere Gemeinde selten sah. Don nah und fern waren Freunde und Bekannte herbeigeeilt, um dem Dahingegan- genen die letzte Ehre zu erweisen. Der Orts­geistliche, Hvfprediger Widmann, schilderte den Verstorbenen in tiefempfundenen Worten als einen Mann der Arbeit und treuesten Pflicht- erfüUung, der jederzeit gerne seine Arbeitskraft in den Dienst des Staates, der Gemeinde und der Kirche gestellt habe. Besonders letztere, der er lange Jahre als Rechner und Mitglied der Kirchenvertretung gedient habe, sei ihm zu großem Danke verpflichtet. Eine große Anzahl von Kranzspenden wurde mit ehrenden Nach­rufen seitens der Gemeinde, der Kirchenvertretung, der Freiwilligen Feuerwehr, doS Turnvereins, des Hess Rechnerverbandes, der Beamten des Finanzbezirks Nidda und des V. H. C. am Grabe ntebergdegt. Noch vor wenigen Monaten ehrte der hiesige Zweigverein des V. H. C.. dessen Mitgründer er gewesen war, den jetzt Verstor­benen in Anerkennung seiner Verdienste durch Verleihung der Ehrenmitgliedschaft.

Kreis Büdingen.

Ortenberg, 27. Juli. Unter freudigster Anteilnahme des größten Teils der Gemeinde feierte gestern der hiesige Evangelisch-kirch­liche F r a u e n ü e r e i n sein zehnjähriges Destehen. Der Festtag wurde eingeleitet durch einen erhebenden Festgottesdienst in der schön ge­schmückten Kirche, in dem der Festprediger, Pfr. Wagner (Darmstadt), im Anschluß an Evang. Markus Kap. 5, Vers 19 und 20, der das weite Gotteshaus füllenden Gemeinde, insbesondere den sehr zahlreich erschienenen Frauen die rechte Grund­lage und das wahre Ziel aller echten Frauen- vereinsarbeit und jedes christlichen Frauendienstes in geistvollen Ausführungen auszeigte. Der Got­tesdienst wurde umrahmt von einer reichen Litur­gie, schönen Chorälen und den beiden Chören in I. S. Bachs machtvoller VertonunyLobe den Herrn" undDir, dir, Fehooah will ich singen , die der Kirchengesangoerein ebenso machtvoll zu Gehör brachte. Die für die Krankenschwesternsta- tion erhobene Festkollekte erbrachte 31,60 Mk. Am

Nachmittag folgte dann die eigentliche Festversamm- liing im festlich geschmückten tzirzelschcn Saal. Der Ortsgeistliche eröffnete, begrüßte, gedachte der im legten Jahr Verstorbenen, warf einen kurzen Rück­blick auf die Vergangenheit und ermunterte zu neuen Taten in der Zukunft. Dekan Schäfer (Tü­bingen) überbrachte die Glück« und Segenswünsche des Dekanats, Pfarrer Wagner die de» Verban­des und feines Vorstandes, eine Reihe von Glück- wunschfchreiben kam zur Verlesung, ein Telegramm kam leider erst am anderen Tage an. Zur Unter­haltung trugen bei ein kleines Theaterstückchen, ferner verschiedene mundartliche Gedichte, die gro­ßen Beifall sanden, und verschiedene Lieder. Eine Tellersammlung ergab 54,90 Mk. Um 6 Uhr konnte ber Leiter die schon verlaufene Versammlung mit Worten des Dankes an alle schließen, nachdem er noch zur zahlreichen Beteiligung an der großen Gustav-Adolf.Tagung in Gießen vom 20. bi# 22. September aufgeforbert hatte.

Kreis Weimar.

nicht geschehen. Es ist daher vollkommen zwecklos, wenn sich Anleihegläubiger schon jetzt melden und Anträge auf Anerkennung als Altbesitzer stellen. Sobald die Vorbereitungen beendet sind, wird dies öffentlich bekanntgemacht. Es wird bann auch b-kanntgegeben. an welche Stellen bie Anträge zu achten sind und welche Nachweise im einzelnen torqcleqt werden müssen.

Personalien Ernannt wurden durch GnifdJiefiung des Ministers des Innern vorn -2 3uli der Referendar Dr. Ernst Leu tert kwi Sieben zum Regierungsassessor; am 23. 3uh Jet Privalbozent der Philosophie und Pädagogik Dr Paul Luchtenberg in Köln mit TDir- fjng vom l. April 1925 an zum planmäßigen cuberordentlichen Professor für Psychologie und Pädagogik an der Technischen Hochschule zu Darmstadt, Aus dem Staatsdienst entlassen vurde am 23.3uli der Polizeiwachtmeister Philipp Kuhn zu Giehen mit Wirkung vom f August 1925. 3n den Ruhestand versetzt uurbe am 24. Juli der Obcrftubicnrat an dem Realgymnasium zu Gießen Theodor Schau­mann auf sein Nachsuchen mit Wirkung vom 1 August 1925 ab.

ADV. Beschleunigung des Fracht- liüdgutvertchrs nach und von Oester­reich Zur Förderung des Verkehrs zwischen Deutschland und Oesterreich haben die beteiligten Eisenbahn- und Zollbehörden eine Einrichtung «schaffen, die den Güteraustausch bei gleich­zeitiger Entlastung der Grenzübergangsbahnhöfe teschleunigen und verbilligen soll. Bisher wurden die Stüdgutsendungen aus den teutsch-österrcichischen Grenzbahnhöfen zollamtlich Gehandelt, was vjel Zeit erforderte. Jetzt werden Sie Stückgüter auf bestimmten Bahnhöfen ge­sammelt und unmittelbar in geschlossenen Stückgutwagen über die Grenzbahnhöfe hinaus 1 ach Wien Südbahn, Matzleinsdorf, Linz, Villach chbf. und Innsbruck Hbf., sowie nach München Hbf. und Nürnberg Hbf. befördert. Beim Auf­kommen genügender Gütermengen kommt auch direkte Verladung und Beförderung nach Emp­fangsstationen mit Cisenbahnzollstellen in Frage. Bon den Sammelstellen werden die Wagen ohne Verzug den Ilmlabe- oder Empfangsstationen un­mittelbar zugesührt. Dabei ist zu beachten, daß die Güter mit direkten Frachtbriefen aufgegeben wer­den: die Grenzübergangsstation ist jedoch nach tote vor im Frachtbrief anzugeben, da sie für die Frachtberechnung matzgebend ist. Bewährt sich das Derfahren, so ist seine allgemeine Einfüh­rung im AuSlandverkehr beab­sichtigt.

"PostpaketenachKonstantinopel. Von jetzt an werden gewöhnliche Postpakete über 5 bis 10 Kilogramm nach Konstantinopel (Stam- 6ul, Pera. Oalata) zur Leitung, über Hamburg (Seeweg) angenommen. Die Beförderungsgebüh­ren für diese Pakete betragen 4,65 Reichsmark.

k. Der VereinIndischer Natio­nal f 0 n d s" veranstaltete am Sonntag vor­mittag im Lichtspielhaus, Bahnhofstraße, eine Vorführung des neuesten Palästina'ilms ..Erez 3f tae l", Bilder von der jüdischen Aufbau­arbeit in Palästina. In einem einleitenden kur­zen Referat wurde darauf hingewiefen, in welch ausgedehntem Maße seit Iahrzehnten in Pa­lästina gearbeitet wird, um aus Wüste und Sumpf wirtschaftlich und kulturell wertvolle Ob­jekte zu schaffen. Hier zeige sich, daß das jü­dische Volk nicht nur geistig, sondern auch pro­duktiv zu arbeiten verstehe. Die vorgesührtcn Filmbilder gewährten zunächst einen interessan­ten Einblick in das alte Palästina, von dem viele aus der Geschichte des Alten Testaments inanches gehört und gelernt, aber meist nicht ge­sehen haben. Seit der in 1911 erfolgten Grün­dung de« Keren Kajemeth Lejisracl ,Jüdischer Nationalfonds) erfolgte eine völlige 'Imtoanölung der wirtschaftlichen und kulturellen Verhältnisse in Palästina. Durch Abgabe von Vodengelände an die meist mittellosen Einwan- derer durch den Keren Kajemeth wurde die Grundlage für eine breite unb sozial gesunde andwirtschaftliche Kolonisation geschaffen. Auch -tc städtische Siedlung hat einen großen Fort- hritt aufzuweisen. Olbgcsehen von der völlig >euerrichteten Stadt Tel Atoito sind in (Jeru­salem, Haifa und Tiberias ganz neue und mo­derne Stadtviertel entstanden. Eine Reihe von nbuftricllen Unternehmungen, besonders der Tabak-Industrie, hat großen Aufschwung genom­men. Auch in sanitärer und kultureller Hinsicht hat Palästina in den letzten Iahren bedeutende Leistungen aufzuweisen. 'Zahlreiche Bilder zeig­ten die Neueinrichtungen von Krankenhäusern und Schulen. Erst in allerletzter Zeit wurden das Technikum in Haifa und die Hebräische Uni­versität in Jerusalem eröffnet, an deren Ein­weihung Vertreter aller Negierungen unb Par- eien teilnahmen.

Landkreis Gießen.

a Krofdorf, 27. Iuli. Der R a d - E l u b Teutonia" feierte gestern sein 15j ädri­ges Stiftungsfest. Dazu waren die hie­sigen Vereine unb zahlreiche auswärtige Nav- fahrvereine erfchienen. Sonntag vormittag < ilpr begann das 100 Kilometer-Stratzenrennen. Dte Fahrt ging über Rodheim a. b. D, Fellings­hausen, Frankenbach, Eiserne Hand, Hcrbvro, Wetzlar. Dutenhofen. Klein-Linden. Gief>en zurück nach Krofdorf. 2lls erster traf Irla-Her- born. in 3.12.30 Std. ein, er errang somit den Bezirksmeister 1925. Zweiter war. Siegtr. Haas-Dietzen 1885, in 315 Std. Dritter O. Heß-Gießen in 3.15.45; vierter W. FrieS jr.« Krofdorf in 3.17.40; fünfter I- Mar- Gießen in 3 17.50; sechster Ad. Feidhausen-Weilburg ut 3 23.10; siebter Alb. Stroh-Wißmar in 3.24.30; achter P Reeh-Krosdorf in 3.29; neunter Ap­pel - Gießen 85 in 3.29.10; zehnter Ad. Weber» Krofdorf in 3.34 Std. Um 2 Ubr nachmittags bewegte sich ein Festzug durch den Ort, voran die Radfahrer im Korsofahren. Die Verwertung hatte folgendes Resultat: Klasse A: 1.Preis Fortuna" Gießen mit 11,48 Punkten. 2. Preis Germania" Wißmar mit 10,96 Punkten, 3 Preis Wiefeck mit 9,96 Punkten. Klasse b: 1.PreiS Wanderer" Gießen. Klasse C: 1. Preis Giehen 1885, mit 11.90 Punkten. 2. Preis Lollar mit 9,64 Punkten. Iugend-Korso: 1. PreiS Wieseck mit 11,12 Punkten, 2. Preis .Germania Giehen mit 10,34 Punkten, 3. PreiS Krofdorf mit 8,79 Punkten. Auf dem Festplatz fand dio Begrüßung statt. Bei dem anschließenden Nei­ge,ifahren errangen im sechser Schulreigen 1 PreisWanderer" Gießen mit 8,61 Punkten. 2 PreisGermania" Wißmar mit 8,35 Punkten. 3 Preis Sinn mit 8.1! Punkten; im sechser äugenbretgen 1 Preis .Wanderer" Gießen 1 Mannschaft 9,08 Punkten, 2. Preis Wieseck 2 Mannschaft 8.48 Punkten. 3. Preis Giehen 2 Mannschaft 8,36 Punkten; 2er Mannschaft Kl A: 1. Preis .Germania" Gießen l.Nkann- schäft Kl b: 1. PreisGermania" Gießen 1. Mannschaft, 2. Preis Krofdorf 2. Mannschaft. 3 Preis Krofdorf 1. Mannschaft. Im weiteren Verlause des Nachmittags wurden noch Kunst­fahren und Radballspiele vorgeführt. Um 7 Uhr abends wurde die Preisverteilung vorgenommen.

Starkenburg und Nhcinhc^en.

-!- Of f en bad), 28. Iuli. Die städtische Sparkasse, die zu Anfang 1924 nur 24 Spar­bücher mit Goldmarkeinlagen aufwies, konnte Ende des genannten Jahres bereits 4032 auftoeifen mit durchschnittlichen Einlagen von 236 Mk. Der Einstigen bestand wuchs von 4577 Wk. aus 943 096 Mark und bis März 1925 um eine weitere Million. Die Bücher mit Einlagen bis zu 102 Mk, machten 64 Proz., diejenigen bis 500 Mk. 30 Proz. und die höheren nur 6 Proz. ber gesamten Ein­lagen aus. ein Beweis, dah die kleinen Sparer am eifrigsten waren, eine Folge der Spar­prämienverlosung.

Hessen-Nassau.

bl. Dillenburg, 28. Iuli. Der Krei« erwarb von bem Staat einen Lichtbilder- a pparat, ber zur Vorführung eine« guten Lichtbildes in den Gemeinden Verwendung fin­den soll.

bl. Dillenburg, 27. Juli. Die günstige Lage der B a s a l t st e i n i n d u st r i e des Kreises halt an. Seither verfügte der Dillkreis schon über eine große Anzahl von Steinbrüchen, die sich neuerdings bedeu­tend vermehrte. Wo nur eben ein einigermaßen günstiges Steinfeld ist. wird ein Bruch erschlossen. Die Preise des Bodens steigen naturgemäß ins Schwindelhafte. Von dem Westerwald kommen tagtäglich ganze Züge hochbeloden mit Basaltftein. Gerade hier liegt der Basalt in Mengen, so daß seine Erschließung sich rentabel gestaltet. Nach einem Beschluß der städtischen Körperschaften wird die Höhere Mädchenschule ab 1. April 1926 in eine sechsklassigeMittelfchulefur Schüler beiderlei Geschlechts eingerichtet.

bl. A u S b e m D i l l t a l. 28. Iuli. Die G c- treibeerntc verspricht hier biejemge de« Vorjahres erheblich zu übertreffen. Soweit bis jetzt geerntet werden konnte, war bet Ertrag ein recht guter.

'! ßid), 27. Juli. Die Landwirtfchasts- f ammer veranstaltete dieser Tage in Lich eine Schafbockauktion von der Stammherde der iiirftlidjen Gutsverwaltung. Es standen vorzügliche »uchttiere zur Verfügung, die Preise waren sehr hoch. 3n Götzen wird am 29. Iuli eine mel­iere Schafbockauktion durch den Landwirtfchasts-

tammerausschuß für Oberhessen abgehalten. Es handelt sich hier um das veredelte oberhefsifche Landschaf.

Mrcie Alsfeld.

m. Mücke, 26. Iuli. Auch hier macht bie Bautätigkeit gute Fortschritte. 3m Roh­bau steht bas Wohnhaus eines Bahnbeamten aus Stockhausen. Lehrer Gemme r-Merlau be­ginnt mit bemfetben. 2 Bahn- und 2 Post­beamten von hier, die bereits Bauplätze auf der Mücke erworben haben, werden demnächst folgen. So ist unsere noch vor 50 Iahren nur aus bem Mückewirtshaus bestehenbe Mücke bereits zu einem Elefanten angewachfen. bet fast bie 2 Kilometer lange Lücke zwischen Flensungen unb Merlau aus füllt unb noch immer nicht aus­gewachsen ist. Obgleich bie Mücke bereits über 250 Einwohner zählt, so existiert sie bis bahin nut geographisch, nicht aber politisch, ba sie teils zu Flensungen, teils zu Merlau gehört, was besonders für unsere Schuljugend wegen des weiten Schulweges sehr unangenehm ist. Man trägt sich deshalb hier mit dem Gedanken, bei dem Hess. Ministerium die politische Selb­ständigkeit ber Mücke zu beantragen. Es bürste wohl bie Zeit nicht mehr allzusetn sein, bah auch unsere Mücke eigene Verwaltung unb eine eigene Schule bekäme, ihr vielleicht noch mit ber Zeit bie Gemeinben Merlau unb Flen­sungen eingeglicbert würben unb Mücke bann noch als Station an ben Dahnen Gießen Fulba unb MückeHungen Marktrecht bekäme, was im Interesse ber zahlreichen Geschäfts- unb Kaufleute auf der Mücke sehr zu begrüßen wäre, zumal bie Mücke ben Hauptverkehrs- punlt für ben Vogelsberg bildet.

*!* Merlau. 27. Juli. Der hiesige ® e - meinderat hatte beschlossen, den seither von der Gemeinde an die Kirche gezahlten Zuschuß zur Bestreitung der kirchlichen Ausgaben vom Rech­nungsjahr 1926 an abzulehnen, weil bei den gegen« wärtigen Steuerverhältnissen die Grundbesitzer und Gewerbetreibenden dadurch stärker belastet würden als die Lohn- und Gehaltsempfänger. An Stelle des Beitrags der Gemeinde wünscht der Gemeinderat die Einführung von Ortskirchen ft euer n. Diese wurde auch vom Kreisamt empfohlen. Kirchen- Vorstand und Gemeindevertretung beschlossen ein­stimmig, dem Wunsch des Gemeinderats zu willfah­ren, da sie sich davon überzeugten, daß dadurch in der Tat die kirchlichen Umlagen gerechter verteilt werden und die Erhebung der Ortskirchensteuer keine allzugrohen Schwierigkeiten und Kosten verursacht. Die Steuer wird durch das Finanzamt gegen eine Gebühr von 5 Proz. der Umlage mit den Landes- kirchenfteuern zusammen ausgefchlagen, erhoben und dann an die Kirchenkaffe abgeführt.

Kreis Schotten.

)( Ruppertsburg, 27. Iuli Gestern feierte dahier ber Zweigverein Hungen- Solms des Hess. Gustav-Adolf- Vereins sein Iahressest. Vormittags sand ein Iugendgottesbienst statt, in bem Pfarrer Weitz, Bieber bei Offenbach, unter Zugrundelegung des