Ausgabe 
29.6.1925
 
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Fräulein Fob.

Roman von Anders Ejc.

7. Fortsetzung. (Nachdruck verboten.)

..Rot."

ÄKMorp nicke Run gab es keinen Zweifel mehr. War ihm nicht zuerst die rote Farbe des PapierzettelK ausgefallen und dann bi: Ziffern auf ihm? Rot und neunzehn. Dies Zusammen­treffen war kein Zufall, Horace Milltorp hatte eine neue Chance bekommen er wollte sie nicht unbenützt lassen.

550 auf neunzehn", sagte er. Wimmer mdte.

Gut-

Ritt verhehlte nicht seine Unzufriedenheit.

Auf eine einzige Rümmer?" sagte er miß- billigend.

Aber Carlton war entzück.

Das ist recht", lallte er,so so - soll es gemacht werden. Mädchen und Fe Fortuna sollen im Sturm genommen werden, an - anders geht es nicht. Also los, Wimmer."

Die Elsenbeinkugel stieß gegen die Metall- scheibe mit einem Laut, als ob der Hahn eines Revolvers gespannt würde. Aber Horace hörte es nicht. Er pachte einen raschen Heberschlag seines Gewinstes der Gewinn auf eine einzige Rümmer macht den fünfunddreißigfachen Einsatz aus, erinnerte er sich . . . sünfunddreißig mal fünfhundertfünfzig, das sind ja beinahe zwanzigtausend . . Was bedeuten nicht diese zwanzigtausend für ihn! Er war gerettet, ganz einfach in elfter Stunde vor dem Ertrinken ge­rettet . .

Das Roulettcrad verlangsamte seine Fahrt. Wimmer folgte den Bewegungen der hüpfenden

Äugel mit kühlen Blicken. Ritt runzelte die Augenbrauen. Carlton äußerte seine Aufregung, indem er wie blödsinnig an einer längst er­loschenen Zigarre sog. Rur Horace Milltorp war ruhig. Er sah lächelnd vom einen zum anderen, feines Gewinnes ganz gewiß, von einer Last befreit, die ihn monatelang gedrückt hatte.

Eine Sekunde darauf hatte die Kugel ihren Platz gewählt. Wimmer teilte das Resultat in seiner sicheren Weise mit.

..Bier, noir, pair. manque, Premier."

Darauf strich er seine Gewinne ein Mit Ausnahme einiger auf schwarz gesetzten Bank­noten, die Ritt gehörten, strömte alles in Wim­mers Dank, wo die Flut des Gewinnes einen Berg von Banknoten in allen Farben und Größen angehäuft hatte. Milltorp sah sein Geld ver­schwinden und machte große Augen wie ein Kind, er hatte das gleiche Gefühl wie vor vielen Jahren, zur Weihnachtszeit, als er vor den Schaufenstern stand und sah, wie eine mechanische Puppe kleine vergoldete, mit Weihnachtsmännern bemalte Karten fortzauberte. Es erschien ihm das Ganze unwirklich wie das verrückte Gaukelspiel unruhiger Träume.

Wimmer ordnete seinen Danknotenbecg Das Spiel geht weiter", sagte er.

Eine halbe Stunde später war es zu Ende. Wimmer half dem torkelirden, fast bewußtlosen Leutnant. Ritt und Milltorp sahen allein am Tisch.

Milltorp drehte seine Laschen um.

Wenn ich nur ein einziges Kupferstück übrig hätte, vielleicht ..."

Denk jetzt nicht daran," bat Ritt,müde und heruntergekommen, wie Du heute abends bist, nach diesem blödsinnigen Hasard, wird Dir

nicht einfallen, wie Du bevie Finanzen reparieren sollst."

Milltorp streckte s.ine Hand nach der Wh .s!h° flasche aus.

Laß den Alkohol," fuhr Ritt fort,trink heute nichts mehr. Da wird es nur schlimmer mit Dir, heute und morgen auch noch."

Danke," sagte Milltorp mit einem Lächeln, das seine ziemlich harten und groben Züge ver­schönte,danke, lieber Freund. Aber Du irrst Dich, wenn Du glaubst, daß ich meinen Mut für irgendwelche Dummheiten anfeuern wollte. So schlimm steht es nicht."

Du wälzest mir einen Stein . . .

Paß aus, Ritt. Dor einer Weile noch glaubte ich, daß es für mich nur noch zwei Wege gebe: mich entweder zu erschießen oder den alten Fuchs Andersen hier im Hotel um zehntausend gegen Wucherzinfen und einen Passierschein in die Hölle anzupumpen. Jetzt kommt mir aber vor, daß ich eine Chance vergessen habe."

Deines Onkels Dankkonto?"

Milltorp schlug die Hände zusammen

Woran denkst Du? Onkels Gelder ... Da wäre es noch besser, mit einem Anlehen aus der Privatschatulle des Königs zu rechnen. Ach nein."

Also?"

Fellips' Dank. Ja lache nicht, lieber Ritt, ich meine es ganz erirst. Fellips hat seine Sei­ten, die Leute mögen sagen, was sie wollen. Es gilt nur, ihn bei der rechten zu packen."

Lind das kannst Du?"

Ich kann mich mindestens bemühen. Laß die Whiskhflasche aus, alter Freund, und laß mich jetzt eine halbe Stunde nachdenken. Hast Du einen Dleistift? Danke. Zum Teufel, Du wirst sehen, es wird noch alles gut. Hätte ich nur

nicht diesem Spuck mit der Karle aus Madrid gefolgt. älebrigens: Schwamm drüber 08 Hegt nur beim Schicksal oder beim Teufel, wiedeH ordentlich hochzukvmmen. Gute Rächt, öltet Junge."

*

Herr Fellips stockte plötzlich mitten in einem Gespräch über populärphilosvphische Degen­stände. War dies nicht bis zur Blödsinnigkeit einfältig? Gr vernahm seine eigenen Wwrte plötzlich, als ob er Zuhörer in einer Vorlesung wäre, und merkte, wie wenig sie in diese Um­gebung paßten. Zum Kuckuck, er war auf dem besten Wege, sich lächerlich zu machen. Saß er nicht hier und sprach über Moral und Ethik mit einer kleine Mamsell aus dem C<rfe Imperial, kritisierte Gesichtspunkte und begegnete ihren ©intoenbimgen mit einem Ernst, als ob es gelte, in einer Verwaltungsratssitzung die Mehrheit Herumzukriegen? Aber die Schuld hatte die Kleine! Sie hatte ihn auf das intellettuelle Ge­biet gelock, aber das sollte sie auch büßen. Richt, um sich in diesem Sport zu üben hatte er Herrn Mumm Blankovollmacht in afiem ge­geben, was Essen und Trinken betraf.

Das Mädchen sperrte die Augen auf. Die plötzliche Sinnesänderung ihres Kavaliers äußerte sich so plump und grotesk, daß sie lachen muhte.

Worüber lachen Sie?" fragte Fellips brutal.

Fräulein Lisa antwortete mit einer Gegen­frage.

Warum wechseln Sie das Gesprächsthema so plötzlich?", fragte sie. Aber in ihr begann sich eine unangenehme Ahnung zu rühren: ge­hörte Herr Fellips zu jenen, bei denen die Trunkenheit wie ein Donnerwetter und Hagel­schauer auSbrach? In diesem Fall . . .

(Fortsetzung folgt.)

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