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(Nachdruck verboten.)
28. Sortierung
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Am 18. Juli morgens war alles zum Aufstie«
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Deutscher EvangeLischer Gemeindetag.
Feuer am Nordpol.
Technisch-politischer Roman aus der Gegenwart. Bon Karl-August von Laffert.
decken, da sic im gegenwärtigen Augenblick den gesamten S ommer reiseverkehr trifft, der uatür- unter der Fahrpreiserhohung auf das stärkste
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„Wie gedachten Sie denn jetzt von hier fortzukommen?" fragte Sanders.
„Die Strömung treibt uns weiter nach Spitzbergen, das wir im nächsten Jahre zu erreichen hoffen. Lebensmittel haben wir noch genug, die „Bradley" ist unversehrt, und wir sind guten Mutes."
„Kommen Sie mit uns," sagte Nagel, „dann werden Sie binnen 24 Stunden wissen, ob Ihre Annahme richtig ist. Ihr Schiff kann ohne Sie zurückkehren, und da Sie voraussichtlich in wenigen Wochen in Mexiko sind, können Sie von dort eine Hilfsexpedition ausrüsten und selber der „Bradley" entgegenfahren. Uns dagegen vermögen Sie als genauer Kenner aller arktischen Verhältnisse nützlich zu werden."
Auch Linda unterstützte eifrig diese Bitte, und als ebenfalls alle Mannschaften der „Bradley" ihn dranaten, sich den Luftfahrern anzuschließen, weil er ihnen auf diese Weise am schnellsten Hilfe zu bringen vermöchte, gab er nach. Nur bat er, die Abfahrt auf den nächsten Morgen zu verschieben, da er noch Verschiedenes zu erledigen hätte.
„Wird uns die Zeit nicht zu knapp?" fragte Sanders.
„Wir haben noch zwei volle Tage vor uns", sagte Nagel. „Aber wird das ruhige Wetter sich halten?"
„Dafür bürge ich", erklärte Cook. „Sobald hier Windstille eintritt, pflegt sie mehrere Tage zu dauern. Außerdem würde uns das Barometer rechtzeitig warnen, falls Sturmgefahr vorliegt."
3.
Nagel war es ganz recht, feinen Leuten eine völlige Ruhe von 12 Stunden gewähren zu können. Der bei weitem schwierigste Teil der Reise lag noch vor ihnen, und man mußte damit rechnen, wahrend der nächsten 24 Stunden ununterbrochen tätig zu
hin folgendes mitzuteilen:
Der CRad)niittag des Montag brachte in der mit Blattgrün geschmückten Turnhalle des Gymnasiums die C r ö f f n u u g s v e r s a m m lung unter Leitung des Vorsitzenden, des General- hiperintenhentcn D. Dr. Schian - Breslau, früher in Gießen Es grüßten Prälat I). Dr. D i ch l namens des L a n d e s l i rchenamts and der K i r ch c n r eg i er u n g. dankend für die seit der Gründung des Gemeindetags 1910 Hessen gegebenen Ideen und Persönlichkeiten, diese namentlich auch unter den Laien; Freiherr von Hey, zu H e r r n s b c i m namens des Lande s l i r ch e n t a g s , der in der neuen Verfassung den Gemeindegedanlen verankert, Kreis- direktor Werner- Offenbach für das Kreisamt und Kreisschulamt betonte angesichts der Iugend- not die Anentbehrlichkeit der Kirchengemetnde. Pfarrer Lehn-Offenbach erwartet neue Anregungen für die heimische Gemein bearbeit Dankend widmete D. Dr. Schian dem vollendeten Begründer, I). Stock, einen ehrenden Rachruf, gipfelnd in dem Gelöbnis oer Weiterarbeit in seinem Sinn. Aach Betonung des vielen schon Erreichten setzt er sich mit den Gegnern auseinander unter den Gesichtspunkten' Volkslirche — Missionskirche, Organisation — Evangelium, Zerstreuende Dielgeschäftigkeit Gesammelte religiöse Arbeit, Pfarrer Gemeinde, wehrend der Konstruktion künstlicher Gegensätze. Ein geselliges Zusammensein im Gesellschaftshaus „Großes Kolleg" am Abend ermöglichte ein weiteres Sichkennenlernen der Teilnehmer und wurde veifchönt durch die Anwesenheit freundlich Freiguartier gewahrender Gastgeber und gesangliche wie deklamatorische Darbietungen kirnst begabter Damen.
Die eigentlichen Verhandlungen am Dienstag wurden eröffnet nach dem Morgenlied „Morgen-- glanz der Ewigkeit", durch eine religiöse Ansprache von D. Dr. S ch i an über das „Dienet einander" aus dem 1. Petrusbries. Aach nochmaligen Grüßen an die erst heute zahlreich ein- getroffenen, auch von verschiedenen Kirchenregierungen und verhinderten Mitgliedern des Haupt- Vorstandes, erfolgen geschäftliche Mitteilungen. A. a. sollen die Verhandlungen der Tagung wie früher int Druck erscheinen. Dem Vortrag von Pfarrer Zuckschwerdt -Magdeburg über „Die Bedeutung des Religionsunterrichts in der Schule für den Aufbau der Gemeinde" lagen folgende Leitsätze zugrunde:
1. Auf allgemein-geistigem Gebiet wie im. kirchlichen Leben und in der pädagogischen Arbeit ringt in der Gegenwart ein vertiefter Gemein« schaftsgedanke übt Geltung. Gleichzeitig vollzieht sich eine Wendung vom rnlellektualistischen Individualismus zu einer den Willen fordernden Wertphilosophie.
2. Diese Wendung bedeutet den Beginn einer ilebertoinDung der bisherigen Fremdheit zwischen dem Religionsunterricht der Staatsschuld und der inneren Aufbauarbeit der Kirchenge- meinde. Die bisherige Fremdheit hatte ihren Grunde 'n dem Fehlen des Gemrinschaftsge- dankens in fast allen Lehrplänen für den Religionsunterricht', in dem Mangel innerer Fühlungnahme und verständnisvoller, gegenseitiger Wertschätzung zwischen Religionslehrer und Gemeinde.
3. Ein Religionsunterricht im Sinne evangelischer Pädagogik dient dem inneren Aufbau der Kirchengemeinde: er erzieht zum Verständnis des Wertes religiöser Gemeinschaft; er arbeitet mit an der Weckung kirchlichen Selbst- bewuhtseins; er erleichtert den Gewissensdruck der kirchlichen \lcberlieferung durch die Anbahnung freier Aussprache in gegenseitigem Ver-
in Mitleidenschaft gezogen wird.
Aufgabe der Rcichsregierung muß e» sein, rechtzeitig aufzupassen, damit nicht aus dem Versagen der Verwaltung schwere Schädigungen für das Reichs ganze entstehen, die unvermeidlich sind, wenn das Reich den Aus- sall aus den Einnahmen der Reichsbahn
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Nagel und (Soct die notwendigen Untersuchungen des Neulandes »omeymen rooute.
Man verabschiedete sich von den zurückbleibenden Nordpolfahrern, deren Vorräte aus dem Ueberfluß der Flugzeuge mit einigen längst entbehrten Genuß- Mitteln ergänzt waren. Bei strahlender Sonne ft an telen die Flugzeuge gegen den leichten Wind, geleitet von brausenden Hochs der „Bradley'^Besatzung.
„Stößer" übernahm die Führung in genauer Richtung auf Kap Barrow, das noch fast 2000 Kilometer entfernt lag. Bald befanden sie sich über einem Gebiet, das weit und breit noch keines Menschen Fuß berührt hatte.
Sanders, Nagel und Cook standen in Gerlings Führerkabine. Nagel prüfte die Registrierapparate, Cook musterte den Horizont mit einem Fernglase, während Sanders ununterbrochen feine Wünschelrute in der Hand hielt.
„Wir müssen bereits in der Nähe des seinerzeit von mir aus der Ferne erblickten Landes fein", jagte Cook.
„Das Waffer wird flacher, ich schätze auf kaum noch 150 Meter Tiefe", erklärte Sanders.
Sie flogen in 3000 Meter Höhe, um einen möglichst weiten UeberblicE zu haben.
„Festes Land unter uns", meldete Sanders lakonisch.
„Ich sehe nichts als Schnee und Eisberge wie bisher", meinte Nagel.
„Dort ein Gebirge", rief Cook und deutete nach eüben.
„Wir müssen möglichst tief fliegen, wenn ich einwandfreie Beobachtungen machen soll", erklärte Zanders.
„Auf 200 Meter heruntergehen", befahl Nagel. „Solange wir noch weit von größeren Erhebungen entfernt sind, haben wir keine unangenehmen Bo- henböen zu befürchten."
Im steilen Gleitfluge schoß „Stößer" herab. „Schwalbe" folgte in einiger Entfernung.
Die Rute schlug aus.
„Urgestein. Darüber Oelschiefer", murmelte Sanders. Er schien in tiefe Träumereien versunken.
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Offenbach, 26. April. Anschließend ..... Bericht über den Deutschen E v a n g e 1i- f d) c n Gemein detag in unserer Stadt weiter-
trauen, er erzieht zu kirchlichem Pflichtgefühl.
4 Etne Gemeinde, die dem Idealbild -evange- Üfd.. ;. (SemeiniDclcbcne nachstrebt, bietet dem Religionsunterricht und dem Religionstehrer tmi?-- ren Rückhalt: fie stärkt feine Gewißheit und hilft damit durch religiöse Energie die Spannung überwinden, in die ihn 'ein Fach und die Ausgabe der religiösen Erziehung mit der Kulturerziehung der Schme hineinführt: sie bietet dem Zögling eine Stätte lebensvoller Gemeinschaft, auf der ihm der radikale Iugendwillc vertieft zum Ringen um Gott und er ihn verbinden lernt mit her dankbaren Pietät gegen das Erbe der Väter: fie behütet durch lebensvolle Darbietung des Evangeliums den Religionsunterricht vor rationalistischer Verkürzung der ent- scheidenderi Grtmdwahrheiten: sie bietet dem um Gestaltung des religiösen Erlebnisses ringenden Lehrer und "Zögling „die im Leben der Gemeinde bewährte Form".
An der lebhaften Aussprache beteiligten sich Schulrat i. P, Scherer- Offenbach, Prof. D. Matthes- Darmstadt, Prof. D. Meyer- Göttingen. Pfarrer Lic. K o ch - Berlin-Lichterfelde, Pf ar i e r M a h r - Gießen. Studienrat Laux- B e : a t h. Pfarrer Heyen - Lennep, Rektor R o g a.h ° Berlin-Lichterfelde, ® encrnlf über inten- deut D. Dr. Schian - Breslau.
Die Arbeit des Dienstagnachmitlag begann mit einem Vortrag von Pfarrer I). ^11rich - Berlin: „Kirchliche Wohlfahrtspflege, Grundsätzliches und Praktisches". Dem Vortrag lagen folgende Leitsätze zugrunde:
1. Kirche und Wohlfahrtspflege gehören geschichtlich und begrifflich zusammeir. Die Kirche des Urchristentums ist im weitesten Sinne des Wortes eine Kirche nicht nur des Glaubens, sondeM auch der Liebe und der Tat gewesen. Der genuin-reformatorische. auf das Urchristentum zurückgehende Kirchenbegriff, wie die neuere soziologische Auffassung vom Wesen bei Gemeinschaft führt über die Anstaltskirche hinaus zu der mehr individualistisch gearteten Auffassung von Kirche und Gemeinde. Im Unterschied von dem altlutherischen Kirchenbegriff ist der kalvinistische Typ der aktiven Kirche zu betonen, der den Gedanken der Wirkung auf die Welt und die missionarische Aufgabe der Kirche stärker vertritt. Die Gegenwart fordert die Lebendig- machnng der Gedanken Wicherns. die noch immer nicht Gemeingut der Kirche geworden sind.
2. Die neuzeitliche Wohlfahrtspflege, deren Aamcn und Begriff dem Rationalismus rind der Philantropie entstammt, ist im evangelischen Sinn als Auswirkung der bewahrenden und rettenden Liebe Christi zu verstehen. Die Quellen der neuzeitlichen Wvhlfahrispfkege liegen in der sozialen Verpflichtung, die der Staat fühlt. Der Staat weiß, daß er bei Erfüllung seiner sozialen Pflichten die freier Wohlfahrtspflege braucht, und versteht darunter die Summe aller auf das Wohl der Gesamtheit in wirtschaftlicher, gesundheitlicher, sittlicher Hinsicht gerichteten Bestrebungen, soweit sie nicht als Maßnahmen rein gesetzlichen Charakters in das Gebiet der Sozialpolitik fallen. Das Evangelium fordert die Girrbeziehung der Gesamtheit des Lebens einschließlich der- Politik in die Sphäre der sozialen Verpflichtung rmd erstrebt die Durchdringung der Oeffentlichkeit mit den SebenSfräften Christi, beten Träger die Kirche rmd die innere Mission sein sollen.
3. Die Abgrenzung zwischen Kirche rind innerer Mission auf dem Gebiet der Wohlfahrtspflege hat so zu geschehen, daß alle 2iebeS- tätigfeit der Kirche als 3itnere Missionsarbeit zu gelten hat, und mit den ©ebanfen der Inneren Mission erfüllt werden muß, und daß umgekehrt alle Arbeit der Inneren Mission als kirchlich angesehen werden muß, ohne daß dabei die Wegfreiheit und Beweglichkeit ihres Handelns leiben darf. Alle Duplizität ist zu vermeiden Die evangelischen Wohlfahrtsämter und W ohlfahrtSdienste sind als Bindeglieder zwischen Kirche und Innerer Mission einzurichten.
4. Die Ausbildung zur Wohlfahrtsarbeit hat auf den Universitäten zu beginnen, ist in Anstalten der Inneren Mission und Liebeswerken der Kirche sorizusehen und hat in ähnlichen Formen zu geschehen, wie sie bei den sozialen Arbeitsgemeinschaften vor sich geht. Die Kirche muh in wachsendem Maße zur Einstellung evangelischer' Wohlfahrispflegerinnen kommen, die aus ihren Schulen sozialen Geist, lebendiges Christentum und sachliche Ausbildung mitbringen, und deren Arbeit als hoffnungsvolles Zeichen der
Schöffengericht Gießen.
* Gießen, 27. April. Zwei noch verhältnismäßig junge Leute aus Ilbenstadt erhielten wegen gemeinschaftlichen Cinbruchsdicbstahls j c drei Monate Gefängnis« Die Tat liegt weit zurück, sie wurde 1920 begangen; die Täter biteben damals unentdeckt und konnten erst jetzt überführt werden. Während der eine Wache stand, stieg der andere über die Mauer in eint Hosreite ein und stahl einen Geldbetrag von 36 bis 38 Mk. Beide waren in der Hauptsache geständig. Da sie sich in der Zwischenzeit gut geführt haben und der Beweggrund zur Tat mehr Leichtsinn als Verdorbenheit war, wurde auf die geringste Strafe erkannt.
Wegen eines Sittlichkeitsverbrechens an einem Kind erhielt der Schäfer K. P., bedienstet auf einem Gut in Lippc-Detmold, sechs Monate Gefängnis. Die Verhandlung sand unter Ausschluß der Oeffentlichkeit statt.
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Turnen, Sport und Spiel,
Motorrad-Renneu im Taunus.
Frankfurt a. M, 27. April. lWTD.) Die vom Gau Illa Hessen und Hessen-Rassau-Süd des Allgemeinen Deutschen Automobil-Klubs (A.D. A. C.) geplante Geschwindigkeitsprüfung „Rund um Königstein im Taunus" für Motorräder findet am 24. Mai statt. Die 16 043 Kilometer lange Rundstrecke führt von Königstein über Heilanstalt RupperisHain - Schlohborn—Limburgcr Chaussee zurück nach Königstern und berührt nur die Ortschaft Schlvßborn und einen ft einen Teil von Königstein. Meldeschluß ist am 15. Mai 1925, nachmittags 6 Uhr.
lebendig werdenden Kirche anzusehen tfll Dtzr Ausbildung der Diakonen und Diakonissen durch Fach kenn tnisse auf dem Wohlfahrtspflege« rischen Gebiet zu ergänzen. Kirchliche Mittel ftnS in höherem Maße als bisher für Einrichtung, von Anstalten und Liebeswerien zur Verfügung zu stellen, freiwillige Kräfte sind zur Mitarbeit aufzurufeir und kirchliche Körperschaften - Synoden und Vertretrmgen — in stärkerem Umfang zur Liebes arbeit der Kirche heranzuziehen. Die Eigenlebigkeil der Gemeinden in wohlfahrtspflegerischer Beziehung ist zu ftärfen rmd au-zu- bauen!
5. Das alleinige Ziel der Wohlfahrtsarbeit der Kirche ist der Bau des Reiches Gottes durch persönliche seelsorgerische Arbeit. Die Kirche ist nie Selbstzweck, sondern immer nur Mittel zum Zweck für die Erfüllung des Willens Gottes. Seine Ehre gilt es zu suchen und für ihn Menschen zu gewinnen.
Die auf reicher praktischer Erfahrung -ruhenden Ausführungen fanden ein lebhaftes Echo in der folgenden Aussprache, die Superintendent D a n n e i [ - Magdeburg begann. ES" 1 v rachen noch Pfarrer Dr. Iu st -Breslau, P a rr er Heym - Lennep, Professor D. MatiyeS - Darmstadt, Pfarrer Lic. Koch-Berlin-Lichterfelde. Geireralsuperintendent D. Dr. Schian - Breslau. Bürgermeister i R. P o r t 6 = Offenbach. Pf a ' .-r Dr. Engelhardt- Köln- Lin-
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, Kohle", sagte Sanders. „Mehrere Schichten übereinander. Flöze nicht sehr mächtig. Lohnt nicht den Abbau."
„Soll ich das Gebirge überfliegen9" fragte Gerling, als die ersten Hügel sich antürmten.
„Besser umgehen wir es nach Osten", meinte Dlagel.
„Nein, direkt hinüber", sagte Sanders tonlos.
„Stößer" stieg aufwärts. Nun schwebten sie über den Bergen, deren höchste Spitzen auf 2000 Meter geschätzt wurden. Plötzlich umfing sie dichter Nebel. Nagel befahl der Nachrichtenzentrale, ständige Sprechverbindung mit „Schwalbe ‘ zu halten und sofort zu melden, falls diese sich entferne. _
„Der Nebel ist recht störend", sagte er zu Sanders. „Ich fürchte, wir können überraschend gegen einen hohen Berg stoßen."
„Ich passe auf und werde beständig die Entfernung vom Boden angeben", beruhigte dieser.
Eine halbe Stunde lang ging cs dahin. Die Tiefenmessungen der Rute w< chselten rasch. Einmal mußten sie auf 3000 Meter steigen, um aufreizenden Bergen zu entgehen. Alle Beobachtungen wurden sofort der „Schwalbe" milgeteilt, die trotz des Nebels nicht die Verbindung verlor.
Plötzlich fuhr Sanders auf. Die Rute zuckte krampfhaft.
„Tiefer gehen!" schrie er.
Gehorsam schoß der „Stößer" nach unten. Es wurde lichter, ganz hell. Dann prallte strahlende Sonne hervor.
„Was ist das?" schrie Cook eregt. „Der Schnee ist verschwunden."
Sie blickten nach unten. Eine lichte, grüne Ebene weitete sich, mit einigen Schneestreifen dazwischen, durchstossen von Dachen und einem größeren Fluß.
„Sollen wir landen?" fragte Nagel.
„Nein. Noch einmal zurückfahren", befahl Sanders. „Ich muß die Stelle des Rutenausfchlages wiederfinden."
Sic wandten und fuhren wenige hundert Meter über Öen Boden dahin.
„Mofchusochfen!" rief Cook. „Hier scheint ein nordisches Paradies inmitten der schützenden Berge zu liegen."
Erne große Herde der schwarzen, wild blickenden Gesellen schaute aufgeregt nach oben und stob dann in tollem Wirbel davon.
Jetzt fuhr Sanders aufs neue hoch.
„Landen!" schrie er erregt.
Gerling fand eine sanfte Wiefenhalde, wo er fast ohne Erschütterung aufsetzte. Auch die „Schwalbe" stand nach wenigen Minuten leben ihnen. Die Landungsbrücken wurden ausgelegt, und Sanders stürzte ins Freie ohne sich vorher eine wärmende Hülle anzuziehen.
Mit fast geschloffenen Augen gmg er vorwärts. Bereits nach wenigen Minuten riß die Rute feine Arme hoch, als wenn ein «schlag ihn berührt hätte. Er ließ das Instrument fallen und faßte sich an die Schläfen.
„Um Gottes willen, wo bleibt mein Gedächtnis?" rief er. „Mich treffen unerhört starke Ausschläge eines Metalles, dessen Namen ich nicht kenne. Und doch habe ich die gleichen Ausschläge bereits einmal im Leben gespürt."
Wieder ergriff er die Rute, die sofort heftig zuckte. Unterbeffen waren auch Linda und Stratoff berangetommen.
„Was gibt es?" flüsterte Linda leise.
„Iwan Kermaloff", sagte Sanders wie geistes- abwesend.
„Der Name' jenes Kirgisen, der meinen Schmuck stahl!" rief Linda rasch.
Da ließ Sanders erleichtert die Rute sinken, und sein krampfhaft verzerrtes Gesicht nahm den ge- wohnlichen Ausdruck an.
„Ich danke Ihnen, Fürstin," sagte er ruhig, „Sie gaben mir mein Gedächtnis wieder. Wir be finden uns hier über einer unerhört mächtigen Ader von Platin."
„Unmöglich!" rief Stratoff erregt. „Platin findet man nicht in Muttergefteinen. Es wird aus Schwemmsand gewaschen.
„Hier liegt mir zehn Meler unter der Erdoberfläche im Granit cingefchloffen ^ine lange Platinader von mehreren Zentimeter Stärke", sagte Sanders ruhig.
„Sann müssen wir sofort nachgraben!" rief Stratoff. „Wäre Ihre Behauptung wahr, so ist damit allein unser Unternehmen gesichert."
„Meine Behauptung stimmt, aber wir haben keine Zeit übrig, sonst können wir hier den Winter verbringen."
(Fortsetzung folgt.)
da irgend etwas nicht fhnunt. daß zum mindest cn (Eingriffe vorgenommen sind, Die mit dem normalen Verlaut der Dinge nicht in Einklang zu bringen sind. -UnD wenn man nun den Gründen nachgeht, öle dafür ausschlaggebend sein könnten, bann findet vch allerdings in der finanziellen Lage der Eisenbahn Anlaß genug zur Sorge.
Die alter, preußischen Eisenbahnen waren daS Rückgrat des ganzen Staatshausl>alles. In den Zeilen des seligen Miq ucl konnte der Finanzminister gar nicht Spartöpse genug finden, wo er die Tleberschüsse aus den Bahnen vor den bewilligungssreudipen Händen der Dolis- öertretcr in Sicherheit zu bringen imstande war ES war deshalb verständlich, daß die DawcS- Kommission bei der Aufstellung ihres Re- parationsplanes die Eisenbahnen. |o stark sie auch durch die Inflation heruntergewirischaftet sein mochten, zum Rückgrat bei gangen Kriegsentschädigung machte und ihr den wesentlichsten Teil der jährlichen Zahlungen auf- bürden wollte. Man hat damals auch geglaubt, eine steigende Rente herauszuwirtschaften, daß es möglich fein würde, aus den Eisenbahnen nach dem Verstreichen der Atempause auf über achthundert Millionen jährlich angesetzt war. Das war nicht einmal ganz das. was Preußen früher aus ieinen Bahnen herausholtc.
Aber die ersten Zwischenbilanzen haben durch diese Rechnung einen Strich gemacht Es ist zwar möglich gewesen, die erste Rate der Kriegsentschädigung die im März fällig war. in Höhe von hundert Millionen abgufui)' <>i. damit sind jedoch die Reserven der Eisen da m schon erschöpft. Sie ersten fünf Monate haben wenn man sehr gut rechnet, mit einem Hederich uh von 116 Millionen geschlossen, ein Ergebnis, das sich aber nur her ausrechn en lieh, wenn viele dringende Bedürfnisse unerledigt blieben Und die Eisenbahnen lagen doch zum Teil im Zeichen wirtschaftlicher Hochkonjunktur, heute stehen Zehntau- sende von Waggons und Tausende von Lokomotiven unbeschäftigt, weil iu dem Sinken der Wirtschaftskurve auch Die Beschäftigung Der Eisenbahnen nachgelassen . Hal. Die persönlichen Ausgaben aber sind durch Die Erhöhung Der Gehälter gestiegen, so Daß die 11 c b c f f d> uß - wirtschaft einigermaßen in F rage g e ° stellt ist. llnb dabei handelt es sich in Diesem Iahr lediglich um zweihundert Millionen. Die abzuliefern sind, eine Summe, Die im nä ch- ft e n I a b r verdreifacht werden soll. Wie die Direktion aut Diese Weise ihre Verpflichtungen erfüllen will, ist einigermaßen rätselhaft. Es ist also schon begreiflich. Daß sie an das Reichskanibnett herantrat und für eine Erh öhung Der Tarife plädierte, obwohl Diese Tarife heute fo hoch liegen, daß sie zum Teil mitverantwortlich für unsere Konkurrenzunfähigkeit aus Dem Weltmarkt sind. Eine Erhöhung Der P c r s o n e n t a r i f e aber wird vermutlich nicht annähernd das erbringen, was notwendig ist. um Den Haushalt wieder ' ins Gleichgewicht zu bringen.
Die Reichsbahn A.-G. versucht nun in längerer Ausführung die zehnprozentigc Erhöhung ihrer Fahrpreise m erster Linie mit Den hohen Personalausgaben zu begründen. Bis zu einem gewissen Grade muß man die angeführten Griinde gelten lassen. Die zu einem guten Teil noch in Der sozialistischen Mißwirtschaft Der letzten Iahre wurzeln. Dagegen farm sich Die Reichsbahn A.-G. .von Dem durchaus berechtigten Vorwurf nicht rein waschen, daß sie. Die aus den deutschen l Eisenbahnen ein rein privates Unter- ■ ne hmen machen und nach rein privatwirtschaft- 7 liehen Grundsätzen verwalten sollte, mit aller- ; höchsten Gehältern für die höheren Ver- r toaltungSbeamten nur so um sich warf. Dann aber enthüllt der von Der Reichsbahn ausgegebene Bericht Doch Das ganze Elend, in Das unsere Eisenbahnen Durch Die lediglich auf Einnahmen. nicht aber aus Die Beachtung volkswirtschaftlich wichtiger Gesichtspunfte eingestellte aus- länDischc Verwaltung in Den letzten Monaten hineinmcmöveriert worden ist. Statt durch Senkung Der Eisenbahntarife auf Die Vorkriegssätze unserer Wirtschaft Die Möglichkeit Der Verbilligung ihrer ProDuktion zu geben unD Dadurch einen erhöhten Güterumlauf mit größeren Einnahmen zu erzielen, glaubte man von Den zur Zeit geltenden Frachten nicht ab- gehen zu dürfen. Die jetzige Erhöhung, die die fehlenden achtzig Millionen Mark erbringen soll. Dürfte schwerlich geeignet sein. Das Defizit zu
n 18. Juli morgens war alles zum Aufjticg Die Berge wuchfen schnell heran. Zackige, rooU Sanders hatte Linda gebeten. Stratoff zu sich irnoerhcmgene Spitzen, ungeheure Gleicher, da- „Schwalbe" zu nehmen, da er zusammen mit I zwischen dunkelfchwarzes Gestein der Steilabfälle.
6&eben. In ci NMjdlt in tawt titt sft 'Ntri im' unb sm toi deren TeG mengen gebt tracht die 1 ttäfle und i der ßffenba brauchet; <n Höhe von ei int Kohlende Jcien, die ge. AmMen -Stiltonen AM von !924 (allo ni warnen hat Nsfa/lor ’i Aö'e fortsc aus den Gebr lracht, ein
Wend
Don ®
Rundfunk-Programm
des frankfurter Senders.
(Aus Der Radio-Umschau-.) <
Donnerstag, 30. April:
12 41hr: Rachrichtendienst. 3 und 4 ^Ihr. Wirtschastsmeldungen 4.20 Tlhr: TDachrichten- dienst. 4.30 bis 6 Dlhr: Rachmittagskonzert des Hausorchestcr-s: Lieder. 6 Uhr: Wirtschaftsmeldungen. 6 bis 6.30 Ahr: Die Leseslunde (Aus fernen Ländern). „Die Eroberung von Mexiko. Bericht des Ferdinand Cortez an Kaiser Karl V."
Bei Rheumatismus und Gicht soll man zu einem Mittel greifen, welches nicht nur Die Schmerzen lindert, sondern auch Die abgelagerten harnsauren Salze aus Dem Körper schasst. Wir raten Ihnen, 60 Gramm echten LIroga-Exttakt zu taufen unD mehrmals täglich 3 Kaffeelöffel voll zu nehmen. Sicher erhältlich: Universitäts - Apotheke ,Zum goldenen Engel". Die Bestandteile find auf Der Packung angegeben.


