Montag, 28. September 1925
(75. Jahrgang
Blatt (D
Der Londoner paktentwurs
Annahme von Lnzelaev für die Inges nummeibis zum Nachmittag vorher ol)nejebeDcrbtnblid)hrit
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Deutschenvsrfolgung in Böhmen.
*■ Eroppau. 26. Sept. (£11) Die Verhaf- jung Prof. Rohners- Jägerndorf. des Krcis- E'chäftsführers der National-Partei. zieht toet- e Kreise. Nun schielten drei Herren aus grrndors Vorladungen als Mitbefchuldlgte,
folgungen ist Kar: Man will jetzt vor den Wahlen die sudetendeutfche Bevölkerung ein« schüchtern und sie der bewährten Dor - käinpser berauben. Durch polizeistaatliche Maßnahmen wird das Zusammengchörigkeits- gellihl der Deutschen diesseits und jenseits der Grenzen nicht unterdrückt werden.
Der Rückzug der Drusen.
Beirut. 26. Sept. (Havas.) 2luf _ ihrem Marsche auf Sueida konnten die französischen Ableitungen seststellen. dah sämtliche Dörier des Dschcoel Lrus verlasse n und in Brand gc-
nt. 227 Erster
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und zwar Kaufmann Münster. Oberstleutnant a D Strauß und Oberamtsrat Dr. Koberg der sudentendeutsche Führer, angeblich wegen ihrer Beziehungen zu relchsdeutschen Stellen und Vereinen. die von der tschechischen Staatspolizei als irredcn- tistisch" bezeichnet werden. Es sind dies jene größeren Körperschaften, die die Pflege der npiftiaen und kulturellen ®cmemfamleir aller Volksdeutschen als vornehmste Pllicht und Ausgabe bezeichnen. Der mit dresen Korperschallen verkehrt wird in der demokratischen Tschechoslowakei mit Defängnis bis zu zwei Iahren bestraft. Der Zweck dieser Der-
Paris und die deutsche Antwort.
Mündliche Erläuterungen zur Note: Kriegsschuldlüge und Kölner gone.
steckt sind. Frauen und Kinder haben sich unter Mitnahme Der Herden zurückgezogen. Die Drusen haben zudem sämtliche Wasserstellen zerstört, so daß vollständiger Mangel cn Wasser festgestellt werden muhte.
füllt hat. Nach anderen Meldungen scheint cs allerdings, dah Frankreich Zugeständnisse in der Näumung des Kölner Gebiets durch Deutschlands Entgegenkommen bei den Schicdsvcrträgen mit den Oststaaten sich ablaufen lasse. Diese Ansicht, die in Gegenwart unterrichteter Persönlichkeiten gestern geäußert wurde, blieb unwiderspochen. Gegenüber
deutlich kundgegeben, daß die Stellungnahme der Alliierten zu der Frage der Näumung Der Kölner Zone von notwendiger Bedeutung für die Verhandlungen sein wird. Die mündlichen Verhandlungen der Botschafter wurden beim Abschluß der Unterredungen in der Form einer Verbalnote auch schriftlich in London. Paris und in Brüssel übergeben.
Botschafter v o n H ö f ch wird sich heute mittag wiederum zum Quai d'Orsay begeben, da der inzwischen eingctrofsene Außenminister Br i and Ujr.i <ine Reihe ergänzender Auskünfte über die deutsche Antwort zu erteilen wünsch' Die Fragen, die Gegenstand der Besprechung bilden, werden, wie von französischer Seite verlautet, hauptsächlich die französische Garantierung der deutschen Schiedsgerichts- oerträge mit Polen und der Tschechoslowakei sowie die Räumung der Kölner Zone angehen. Man sieht in Paris voraus, daß die deutsche Regierung die letztere Frage sowie die der Kriegsschuld auf der bevorstehenden Ministerbegegnung zur Sprache bringen wird.
Die Stellungnahme der französischen Regierung zu diesen beiden Problemen faßt ber „T e m p =>*" folgendermaßen zusammen: Das Kabinett Luther werde sich natürlich bemühen, Versicherungen zu erlangen, die den unmitelbaren Besorgnissen, nicht nur der Nationalisten, sondern aller deutschen politischen Parteien entsprechen. Man wisse, daß alle Deutschen barin einig seien, vor der Unterzeichnung bes Sicherheitspaktes unb vor bem Eintritt in den Völkerbunb einen Wibcrruf ber Verantwortung Deutschlanbs für ben Krieg unb bas Versprechen einer beschleunigten Räumung ber Kölner Zone zu forbern. Es sei möglich, baß Berlin ganz besonbers auf biesen beiben Fragen bestehen werbe, selbst wenn es keine Aussicht habe, bie Versicherungen zu erlangen, bie es glaube, forbern zu müssen. Man verlange von Deutschlanb nicht ein I neues Zugeständnis seiner Verantwortung für ben Krieg als Bedingung für feinen Eintritt in den Völkerbund, aber diese Verantwortung sei in Art. 231 des Friebensvertrages f e ft a e ft e I ft, unb fein Wiberruf könne bie Wirkung bieses von Deutschland gemachten Schuldbekenntnisses verringert.
Keine Macht sei in der Lage, diesen Artikel 231 aufzuheben, der vollkommen recht- fertige, von den für den Krieg Verantwortlichen Nationen die Reparationen zu erlangen, die ihnen von den Alliierten auferlegt worden seien.
Was Die Räumung der Kölner Zone anbetreffe, so sehe man nicht, welche Versicherungen Deutschland gegeben werden könnten, da es allein von i h m abhänge, daß die erste rheinische Besatzungszone von den Alliierten verlassen werde. Die Räumung der Kölner Zone und der Abschluß eines rheinischen Sicherheitspakts seien zwei voneinander unabhängige Probleme, und die Deutschen selbst hätten immer betont, dah man die Lösung der einen Frage nicht von der anderen Frage ab- I hängig machen könne. Die Räumung des Kölner Gebiets könne gelegentlich der Unterzeichnung des Sicherheitsdaktes nur dann erfolgen, wenn Deutschland bie N b r ü st u n g s k l a u l e i c r -
Zurückhaltung zu begegnen unb in dies schicksalsschweren Stunde Ernst unb Würde zu b wahren.
(Sine beutfd)Hrtttonak (5'Ulschlietzunr
Der in Mannheim zusammengetretene badisck Landesparteitag der D^utschnationalen beschloß, b Reichstagssraklion zu ersuchen, nachstehenbe Fo> berungen sich zum Programm zu machen:
1. Dor allen etwaigen Verhandlungen übe einen S i ch e r h e i tspa k t und Eintritt in bei Völkerbund hat bie amtliche Notifizier un des Widerrufs ber Kriegsfchulblüg zu erfolgen, muß bie Räumung der e r ft e n Zone vollzogen unb bie Beseitigung ber Unroür bigkeiten des Besatzungsregimes im Rheinlanb unb im Saargebiet sichergestellt sein. Außcrbem müssen Entwaffn ungs- unb öuftnote unb 3 n vestigationsbeschlüffe sistiert, über den Schutz der deutschen Minderheiten in fremden Ländern unb bie Rückgabe bet Kolonien aussichtsreiche Zusagen gegeben fein
2. Ein etwaiger Sicherheit-Pakt darf sich nur auf die West grenze beziehen und niemals einen Verzicht auf deutsches Land enthalten.
3. Ein Eintritt in den Völkerbunb. der sich auf die Paragraphen 10 bis 16 des Versailler Vertrags und der Schuldlüge auf baut, ist von vornherein abzulehnen.
4. Der Abschluß endgültiger Verträge ist davon abhängig zu machen, daß über die frühere Räumung der zweiten und dritten Zone und die frühere Abstimmung im Saargebiet biridende Abmachungen getrosten merber., und daß über die Durchführung einer allgemeinen Abrüstung enjsprvcvend dem Versailler Vertrag und der Völkerbundsidee bindende Zusagen gegeben werden.
5. Diese Forderungen sind als Mindestforderungen zu b^eichnen. von denen unter keinen Umständen abgegangen werden darf auf die Gefahr hin, sich in Zukunft nicht mehr an der Regierung zu beteiligen.
Die Stellungnahme der Demokraten.
In Pforzheim, faßte nach einer Rede de- Reich^ministers a. D. Koch über die politische RLage, die Deutsch-Demokratisch? Partei Badens eine Entschließung, in der es heißt: Die Partei begrüßt grundsätzlich alle Bestrebungen, die einer ehrlichen Verständigung und einem auf Recht gegründeten Frieden zwischen den beiden großen Nachbarvölkern bienen. Sie stimmt aber den Ausführungen Kochs in vollem Umfange darin zu, daß mit einer Politik der Verständi- I gung Maßnahmen des Mißtrauens unverständlich erscheinen, und daß deshalb die bevorstehenden Paktverhandlungen nicht zu einem Abschluß gebracht werden, wenn nicht eine g r u n t> f ä h - liche Aenderung in den Verhältnissen des besetzten Gebietes eintritt. Sie hofft, dah mit dem Abschluß des Sicherheitspaktes die mllitärische Besetzung deutschen Bodens den Sinn der Daseinsberechtigung verllert. insbesondere mühten in dem besetzten Gebiet nach dem Abschluh eines Sicherheitspaktes die S)o- heitsrechte des Reichs und der Länder am Rhein und die staatsbürgerlichen Grundrechte, die entgegen dem Rheinlandabkommen unüversehbaren Beschränkungen der Besatzungsmacht untertieaen, in ihrem vollen Umfange wieder HergestellI | werden. /
Paris. 26. Sept. (WTD.) Der deutsche Botschafter v. Hösch hat Samstag vormittag in Abwesenheit von Außen.ninister Br fand dem Generalsekretär im Ministerium für Auswärtiges, D e r 1 h e l o t. die Antwort der deutschen Regierung auf die Einladung der alliierten Regierungen zu einer Minillerbegegnung 'Wecks Ab- schluffes eines Sicherheitspaltes überbracht. Die Antwort stellt eine Annahme der Einladung dar. 3m Anschluß an die Ueberreichung der Antwort kamen verschiedene mit der Ministerkonserenz zusammenhängende Fragen zur Sprache. In London hat der deutsche Botschafter Stha- mer den britischen Außenminister Eh am ber- l a i n im auswärtigen Amt besucht, um ihm die Antwort auf die Einladung der Derbündeten zur Ministerkonserenz zu überreichen.
Nach Ueberreichung der Note.
Berlin, 28. Sept. (XU.) Der Qluftraa der deutschen Vertreter in London, Paris und Brüssel hat sich nicht darauf beschränkt, die schriftliche Antwort der Reichsregierung au überreichen, sondern anschließend daran mündliche Mitteilungen und Erläuterungen zu geben, die sich auf zwei Punkte bezogen: 1. auf die Ätjiegö- fchuldfrage, 2. auf die Räumung der Kölner Zone. Die Räumung der Kölner Zone wird zwar nicht als Voraussetzung für die Paktverhandlungen bezeichnet. Es wird aber
Eine Konferenz russischer Botschafter.
M o s k a u , 28. Sept. (T. U.) Wie hier verlautet, wird am Mittwochabend in Berit n eine Konferenz ber russischen Botschafter im Auslcmb unter bem Vorsitz Tschitscherins ftattfinben. Die Konferenz wirb bie Reorganisation bes russischen 'Jufoenbicnftes erwägen. Der'Botschafter in Berlin. Kresttnsk,, wirb seinen Urlaub abbrechen unb am Dienstag in Berlin eintreffen. Der Londoner Botschafter Ra- kowski wird am Mittwoch in Berlin ,em Der Pariser Botschafter Krassin, der augenblicklich tn Moskau weilt, wird ebenfalls am Mittwoch mit cm Flugzeug in Berlin eintreffen.
Mongolen-Aufstand am Baikalsee.
" MvSkau, 28. Sept. (TU.) In der Pro- vknz Eelenga an den Ufern des Backal ift ein Aufstand der Mongolen und ‘Sunaten aus- gebrochen. Die zwei Stämme sind niemals, auch nicht zur Zarenzeit, zum Militärdienst heran- gezogen worden. Die Somietregierung hat letzt filr sie die M i l i t ä r p s l i ch t e_i n g e f u I) r L Die Stämme, die sich aus religiösen Gründen weigern, Dienst zu leisten, haben einen Protest iherausgegeben und als bie Militärpflichtigen letzt zwangsweise ausgehoben werden sollten, haben sie sich gegen Sowjetrußland empört. Es find Truppen herbeigerufen worden. Die Lage ist ernst.
Tschitscherin in Warschau.
Der Auhemninister der Sowjetregierung j Tschitscherin ist in Begleitung eines großen Stabes von Mitarbeitern am Sonntag zu dem schon lange angekündigten Besuche in Warschau eingetroffen, Don der polnischen Regierung waren zu diesem Zwecke große Vorbereitungen getroffen worden. Tschitscherin ist mit beinahe fürstlichen Ehren empfangen worden, wie das Staatsober- I Haupt eines befreundeten Lanbes. nicht wie der Bertreter einer Arbeiterregierung und eines Landes, mit dem Polen bis in die letzte Zeit hinein auf Kriegsfuß stand, dessen Vorhandensein schon Anlaß genug war, mit als Grund für die gewaltigen Rüstungen Polens unb die Bündnisverträge mit Frankreich angeführt zu werden.
Diese ganze Empsangskomödie in Warschau hat deshalb wohl auch einen ganz anderen Hintergrund, was allein schon aus der Tatsache hervorgeht, daß die Ankündigung des Warschauer Besuches gerüchtweise in der Presse zeitlich ungefähr mit dem Beginn des Notenwechsels über die Sicherheitspaktfrage zusammen- sällt und daß die Ankündigung dann greifbarere Formen annahm als Skrzynski, Polens Außenminister. in Gens und in Paris bie Erfahrung machen mußte, daß eine Beteiligung Polen- an den Verhandlungen über den Sicherheitspakt für die Westgrenzen Deutschlands nichtin Fragekomme, weil Deutschland mit aller Energie eine Verknüpfung eines West- und OstpakteS ablchnt.
Tschitscherin fand von dieser Zeit an in der polnischen Regierung günstige Aufnahme für ben Versuch. Deutschland von dem Abschluß eines Sicherheitspaltes unb einer Annäherung an die ehemaligen (Sntentelänber abzuschrecken, in dem er einen engen Zusammenschluß SowjetruhlandS mit Polen in greif- ] bare Nähe zu rücken versucht. Gerade auch feine mit viel Getöse verkündete Absicht, mit polnischen Wirtschaftskreifen bei feinem Besuche in engere Fühlung zu treten, zeigt, daß sein ganzer Besuch rein aus eine Demonstration zu- geschnitten ist. Dabei ist ganz unerfindlich, wie die Sowjetregierung in dem Versuch Deutschlands. mit seinen westlichen Nachbarn endlich in ein fri-bliche Dm-Hältnis zu kommen, irgend- wie einen D r u ch d e s D e r t r a g e s vonRa - pallo. wie eS die Sowjetpresse teilweise hinzu- stellen versucht, erblicken kann. Die Sowjetregierung kann doch über diesen Schritt Deutschlands um so weniger enttäuscht sein, als sie selbst dauernd den Versuch macht, ihr Ver- hältnis zu Frankreich auf eine ganz neue Basis zu stellen. k .
Diese Drohungen mit einem Bündnis mit Polen können keineswegs schrecken, ebensowenig eventuelle Bestellungen für die polnische In- buftrte. Deutschland hat bisher neidlos die Vergebung russischer Bestellungen nach Frankreich, England und Italien mit angesehen, trotz des Vertrages von Rapollo, der die Russen bisher noch nicht einmal dazu veranlaßt hat. für eine rasche Erledigung des deutsch-russischen Handelsabkommens zu sorgen. So viel mußte aber auch Tschitscherin bis jetzt aus allen Verhandlungen Deutschlands mit den Weltmächten gemerkt haben, daß weder in dem Abschluß eines Sicherheitsvertrages noch in dem möglichen Eintritt Deutschlands in den Völkerbund irgendwie eine Spitze gegen Rußland liegt Darüber mußte sich Tschitscherin schon durch die Tatsache belehren lassen, dah Deutschland bei den ganzen Verhandlungen den größten Wert darauf legt, daß es nicht zum Aufmarschgebiet für einen Krieg gegen Rußland gemacht wird
mals die Kriegsfchuldlüge anerken n e n. ferner müsse her besonderen Lage Deut lands Rechnung getrogen werden, solange nicht b allgemeine Abrüstung ersolyt sei. Darüber herrsi im Reichskabinett völlige Einmütigkeit. Der Rcdn. schloß mit der Mahnung an das deutsche Volk, d.
Baden-Baden,27. Sept. Bei einer offen!» lichen Kundgebung zur Einleitung des Landes- Parteitages der Deutschen Dalkspartei im dichtbefeg. ten Kurhaussaal sprach an Stelle des in letzter Stunde verhinderten Reichsaußenministers Dr. Stresemann der badische Reichstagsabgeordnete Dr. Curtius über die Probleme der deutschen Außenpolitik. Er betonte die Wichtigkeit der Teilnahme Deutschlands an der Sicherheitspaktkonferenz. Der Pakt soll nicht Selbstzweck sein, sondern dazu dienen, die europäische Wirtschast zu beruhigen und in Ordnung zu bringen. Auf der Londoner Iuristenkonfe- renz habe man den wefentlichen Fortschritt erzielt, daß alle Streitigkeiten zwischen Deutschland und Frankreich aus dem Versailler Vertrag kun'lig u n - ter das Schiedsverfahren fallen sollen. Nach langwierigem Notenwechsel sei die Zeit zur mündlichen Aussprache gekommen. Der Redner unterstrich unter Ablehnung des Gedankens einer machtpvlitischcn Angliederung Elsah-Lothringens,
London. 27. Sept. (WTB.) Nach dem diplomatischen Korrespondenten der ,.S u n d a h Times" ist der von den Iuristen in London vorbereitete Paktentwurs ein kurzes Dokument. Seine Einleitung sei in weitem Maße von der Form der belgischen und luxemburgischen 2I-utr°lilSlsv°rIräg« Don 1889 unb 1867 D„ „„„„„„„ „„ „ ---------
beeinflußt. Die wesentlichsten Klauseln bezogen I rg^Qnnern foje Herkulcsarbcit verrichten solle sich auf den Fall eines sogen, flagranten I ^rimdlage für den künftigen Frieden zu schaffe Angriffes. Diese flaue seien. I m, f Vertrauen ober wenigstens taktvoll,
1. Eine in großem Umfange etfolgenbe Der - I letzung ber Grenzen einer ber Sig - natar ft alten burch bie Streitkräfte einer anderen
2. Eine militärische Massenkon- zent rativn in der entmilitarisierten Rheinzone mit der offenbaren Absicht des Angreifens.
Andere Klauseln bezögen sich auf Deutschlands Eintritt in den Völkerbund unb aus dieVesristun g. In beiden erwähnten Fällen würde Großbritannien, wie jede andere Garantiewacht, fick das Recht Vorbehalten, mit bewaffneter Macht einzugreife n , um die nichtfchuldige Partei zu verteidigen, ohne zu warten, daß der Völlerbund eine Partei für ben Schuldigen bezeichnet. Mit anderen Worte.: Großbritannien werde selbst die Tatsachen beurteilen, ob der Angriss unprovoziert ist unb würde feine Handlungswei-e entsprechend wählen, wole in zweifelhaften Fällen bie Entscheidung des Völkerbundes abgewartet werden würde.
Die Beratungen des Auswärtigen Ausschusses
Berlin. 26. Sept. (TU.) Der Auswär- tige Ausschuß des Reichstages ist Samstag unter außerordentlich starker Beteiligung zusammen» getreten. Auch die Vertreter der Länder waren fast vollständig anwesend, ebenso nahmen teil: Reichskanzler Dr. Luther und fast sämtliche Reichsminister. Dor Eintritt in die Tagesordnung gedachte der Vorsitzende Abg. Hergt (Dntl.) in einem Warrn empfundenen Nachruf des Ablebens des Zentrumsabgeordneten Spahn. Dann nahm Reichsautzenminister Dr. Stresemann das Wort zur Paktfrage. 2ln der Aussprache beteiligten sich bie Qlbgcorbneten Saud) (D. Dp.), Frau Gohlke (K.). Dr Brebl (Wirtsch. Vereinigung). Graf Bernstorfs (Dem.), Graf C. Reventlow (Völk.), Graf Lerchenfeld (Bahr. Vpt.), Dr. Rosenberg (K.) und von Lindeiner-Wildau (Dntl.).
Die badischen Parteien zum Sicherheitspakt.
Die Haltung der Deutschen Volkspartei
daß man nicht verzichten könne auf den kultu reden Zusammenhang des Deutschtums in der ganzen Welt mit dem Mut terlande. Die Räumung der Kölner Zone sei eine Selbstverständlichkeit. Redner glaubt, dah rtn fester Raumungstermm Vevorstehi. Für die zweite und dritte Zank fordert er im Einklang mit allen Parteien non den Sozialdemokraten bis zu den ber" Behauptung' eines Teils der deutschen^Presse. | Deutschnationalen eine Aenderu ng de s Be daß Die minifterbegegnung nur den Auftakt setzungsregimes, desien Notwendigkeit nm einer späteren Konferenz bilde, legen die (ran- dem Abschluh eines Sicherheitspaktes uberhmip- zöfischen Blätter erneut Wert auf die Fest- entfalle. Eine französische Garantie für Stellung, dah die Konferenz zu entfcheibcn- östliche S ch i e d s v e r t r a g e lei a b a u l e h ben Beschlüssen führen müsse, wozu die neu. Bezüglich des Eintritts Deutschlands in bei Ratifikation ber Parlamente ein- Völkerbund werde die denliche Regierung an dem acfiolt werden müßte. Memorandum vom September vorigen Jahres fest
• halten. Es sei selbstverständlich, das wir einen Rat: si;; bekommen. In dem 'Augenblick, da mir in 93er Handlungen eintreten, sei es auch nötig, offen unb klar noch einmal zu wiederholen, daß wir nie
djlag. - Verantwortlich ür Politik il Feuilleton: )r. Friede. Wist) Lange; ür ben übrigen Teil: Emst Blumsche'n; für den Anzeigenteil: Hans Beck.
(ämtlid) in Gießen.
Tagung der deutschen Landwittschastrgesellschast. Königsberg, 26. Sept. (£11.) In 103. Versammlung der Tierzuchtabteilung berichtete der Dorsitzende über „Die Beurteilung
GiehenerAnzeiger
General-Anzeiger für Oderhessen
vnick und Verlag: vrühl'jche Univerfitälr-Vuch- und Steinöruderei H. Lange in Sieben. Schriftlettilng und Seschäftrftelle: Zchulftrabe 7.


