Ausgabe 
27.8.1925
 
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Aus Stadt und Land.

Sichen, den 27. August 1925

Fürsorgeerziehung und öffentliche Meinung.

z*on den in der Fürsorgeerziehung tätigen Kreisen wird öfters Klage darüber geführt, daß d,e Arbeit der Fürsorgeerziehungsanstolten nicht unwesentlich durch die Vorurteile erschwert werde, die vielfach noch in der Oeffentlichkeit mit dem Dort ..Fürforgezogling" verbunden sind. So falle es gerade aus diesem Grund« mit­unter nicht leicht, auch einen in der Anstalt zu einem tüchtigen, brauchbaren Menschen herangebil- deten Fürsorgezögling in eine Arbeits oder Lehr­stelle unterzubringen.

Zum Teil trägt hieran die Tatsache schuld, dost in der Oesfentlichkeit der BegriffFürforge^ög- ling" häufig in Verbindung mit einem ftrafgeridjt- lichen Verfahren gebracht wird, so daß die Mei­nung auflommen muh. ein Fürsorgezögling sei in der Regel ein minderwertiger Mensch, der eine Reihe Straftaten begangen habe. Dah etwa 30 "/ de r Zöglinge völlig einwandfrei sind und die Ueberweisung häufig aus ungünstigen häuslichen Verhältnissen beruht, erfährt die Def- fentlichkeit oftmals nicht.

Zn einem in der ..Wohlfahrtspflege in der Rheinprovinz" veröffentlichten Aufsatz ist daher kürzlich die Bitte ausgesprochen worden, bei Straf, verfahren das WortFürsorgezögling" unter allen Umständen zu vermeiden, weil da- mit die Fürsorgeerziehung allgemein diskreditiert werde und die einwandfreien und gebesserten Für- forgezöglinge mit darunter leiden mühten, dah einzelne auch noch später bestraft werden. Dem gleichen Ziele soll auch ein Erlaß des Preußischen Stootsministeriums vom 18. Mai 1925 dienen, der u. n. für die staatlichen Erziehungsanstalten die BezeichnungStaatliches Erziehungsheim" ein- führt. Dah das bereits durch das Reichsgeseh für Iugendwohlfahrt beseitigte WortZwangszögling" in der Praxis nicht mehr verwendet wird, darf als selbftverstandllch angenommen werden.

(HescllschaftSsonderzügc.

3n den nächsten Tagen verkehren folgende GesellschastSfonderzügc

Am 29. August 1925 Sonderzug der Oberreal- schule von Vieh en bis Mainz-Ra st el und zurück vierter Klasse. Gießen ab 7 Uhr vorm. Rückfahrt Gießen an 9.33 Uhr nachm.

Am 29 August 1925 Messesonderzug Mainz- Koblenz nach Leipzig über Dietzen Mar­burg. 3n Dietzen ab 12,29 Uhr nachm. 2. und 3 Klasse.

Am 30 August 1925 Sonderzug deS Hess. LandjugendbundcS Oberhessen von G i e h e n Mainz Hauptbahnhof. Dietzen ab 2 Uhr form. Rückfahrt von Koblenz nach Dietzen. Dietzen an 9 29 Uhr nachm 4. Klasse.

2tme31. August und 1. September 1925: 3c ein Sondcrzug der Gietzener Volksschule nach Mainz-Kastel und zurück Dietzen ab an beiden Tagen um 6,46 Uhr vorm Rückfahrt Dietzen cm 9 40 Uhr nachm 4 Klasse.

(tziestener Wochenmarktpreise.

am 27. August sHänblerpreise).

ES kosteten auf dem heutigen Wochenmarkt faA Pfund Butter 210 bis 230 Pfennig. Matte 35 bis 40, Käse 70. Wirsing 20, Weißkraut 15, Rotkraut 20, rote Ruben 10, Spinat 25 biS 30, Römifchkohl 10, Bohnen 35 bis 40, Mischgemüfe 15, Tomaten 30, Zwiebeln 20, Rhabarber 20, KürbiS 10, Pilze 40, Kartoffeln 5 bis 6, Früh­äpfel 15 bis 25, Falläpfel 5 bis 8, Birnen 40 bi- 50, Zwetschen 30, Mirabellen 50, Reine­clauden 30, Weintrauben 50, Brombeeren 40 bis 50; das Stück: Suppenhühner 90, junge Hahnen 100, Sier 15 bis 16. Blumenkohl 60 bis 140, Salat 10 bis 20, Solalgurkcn 30 bis 60, Einmachgurlen 3 bis 4, Endivien 20, Obeclohlrabi 5 bis 15, Rettich 15 bis 20; das Bund: Ra­dieschen 20, gelbe Rüben 15 Pfennig.

«

Jahrplanänderuna Ab Dienstag, 1. September, halten auf Bahnhof Merten wie­der folgende Personenzüge. Pz. 1603 (werktags) 5.32' , bis 33* . vormittags. Pz. 1607 (werktags) 7.16'/, bis 17' , vormittags. Pz. 1637 3.17'/, bis 3.18 nachmittags. Pz. 1640 6,08> ? bis 6,09 nach­mittags.

Allgemeine Ortskran kenkasse Dießen-Stadt. Die rückständigen Beiträge zur Krankenkasse. 3nvaliden- und Ertrcrbslo'cn- versicherung für den Monat 3uli 1925 können noch bis zum 1. September d. 3. ohne Kosten bezahlt werden. (Siehe Anzeige.)

XX ®in Wespenjayr! Zu den vielen Schädigungen, die Frühjahr und Sommer den Obstzüchtern ohnehin schon gebracht haben, sind nun noch die Wespen gekommen. Sic treten in solcher Wenge auf. daß sie eine wahre Plage bilden Sie höhlen die Früchte so gründlich auS. daß nichts anderes als die Schalen mehr übrig

bleiben. Die Züchter sind oft gezwungen, das Obst halb reif abzunehmen, um wenigstens etwas zu retten. Seit dem Jahre 1918 war die Wespenplage nicht mehr so groß, wie in diesem Sommer.

" Fahrraddiebstahl. Am Sonntag, dem 25. August 1925, wurde in Dorlar Kr Weylar) ein Fahrrad 'Mark.? Torpedo. Mo­dell 41. Fobrik-Rummer 316 298) gestohlen. DaS Rod ist mit einer elektrischen Laterne versehen. ES wird vermutet, daß der Täter versuchen wird, das Rad in Dietzen oder in Wetzlar zu verkaufen. Sachdienliche Mitteilungen nimmt die Kriminal-Abteilung. Weidengasse 5. entgegen.

R. D. D. Mahnung an ungeduldige Reisende. Klagen über Unzuträglichkeiten beim 'S e ft eigen und Verlassen der O-Zug- wagen werden namentlich jetzt in Zeiten gröbe­ren Reiseverkehrs erhoben. Diesen Beschwerden gegenüber muh daraus hingewiesen werden, daß zunächst die aussteigenden Reisenden den Wagen verlassen, bevor die neu hinzukommenden einsteigen. Gleichwohl versucht regelmäßig ein gro- feer Teil der Abreisenden, in dem Bestreben, sich einen möglichst guten Platz zu sichern, in den Seitengang der l>Zugwagcn einzudringen, bevor die ausfteigenben Reisenden ihn verlassen haben. Da oft und zudem unzulässigerweise größere Gepäckstücke mitgeführl werden, ah in dem Raum über ober unter dem bezahlten Sitzplatze untergebracht werden können, entsteht auf den Gängen ein Gedränge, das die Verteilung der Reisenden noch mehr verlangsamt. Das Sta- tions- und Zugbegleitungspersonal ist bei starkem Verkehr nicht immer in der Lage, überall die Un­geduldigen zurückzuhalten, vielmehr muß darauf gerechnet werden, daß das Publikum auch selbst die nötige Ruhe und Zurückhaltung übt. zumal die Schaffner nach Möglichkeit dafür zu sorgen haben, daß die Reisenden, die keinen Platz gesunden haben, einen solchen erholten.

Landkreis (ließen.

Annero d, 26. Aug. Am vergangenen Sonntag fand die diesjährige Inspektion der Feuerwehr durch KreiSfeuerwehr-In- spektor Dickorö statt, wobei den Mitgliedern der Freiwilligen Feuerwehr Ludwig Becker III., Philipp Brück, Philipp Dörr und Heinrich Fenster II. die von der Regierung verliehe­nen Ehrenzeichen für 25jährige Dienstzeit durch den Kreisfeuerwehrinspektor überreicht wurden.

zS Trais-Horloff, 26. Aug. Bei der Deigeordnetenwohl siegte der Mrtzger- meister Otto Raab II. mit 109 Stimmen, der seit­herige Beigeordnete Gustav Hublitz erhielt 92 Stimmen.

Kreis Aricdbcrg.

!'! Friedberg, 25. Aug. Große Schwie­rigkeiten lind bei dem im Bau begriffenen rö­mischen W a r t t u r m auf dem Gaulskopf entstanden. Die Arbeiten muhten schon im Früh- lahr vorigen Jahre- eingestellt werden, do die vorhandenen Geldmittel aufgebraucht waren. 3n der Inflationszeit hatte ein Deutsch-Amerikaner Geld zum Bau des Turmes gestiftet, und der Bau wurde biS zu einer Höhe von 12 Meter bei einer Dosis von 9x9 Meter gebaut. Do die Geld­mittel leitens des ersten Spenders ausblieben, nahm sich der hessische Staat der Sache an und trat an die Städte Friedberg und Dad-Rouheim zwecks Bewilligung der zur Bollendung nötigen Mittel heran. Mit Rücksicht auf ihre schlechte Finanzlage lehnten die Städte die Zuschüsse ab.

2. Dad-Rouheim, 24. August Der Kriegerverein 1870 7 1. der neben dem Krieger- und Militärverein ..Hafsia" feit Jahr­zehnten im Dienste der KomerodschaftSpflege stond, hat sich am 5. August d. IS. aufgelöst, da er sich nicht mehr für lebensfähig hielt. Die Gewehre deS DereinS und feine wertvolle Fahne, die feit 1874 in Freud und Leid den Kampfgenoffen von 1870/71 vorangetragen wor­den ist, gingen in den Delitz der Bereini­gung ehemaliger 116er über, die sich als neuer Militärverein nach dem Weltkriege gebildet bat und unter rühriger Leitung eine aufblühende Pflegestätte des kameradschaftlichen Geistes geworden ist. In feierlicher Handlung fand dieser Tage die Uebergabe der Fahne an die 116er statt, deren Borfitzender. Studien­rat Dr. Äni erlern, die gebanfentiefe Weihe­rede hielt. Die anderen militärischen Dereine liehen durch Abordnungen Glückwünsche über­bringen. Für den Krieger- und Militärverein Hossio" sprach Stadtverordneter Thr. Schäfer, für die Bereinigung ehemaliger 61er Artilleristen Gewerbelehrer Welkoborfvfki, für de An­gehörigen des ehemaligen Landsturm-Dataillons Friedberg Amtsgerichtsdirektor Dr. Fuhr. Die dem aufgelösten Kriegerverein 1870/71 zuletzt noch angehörenden Beteranen, 9 an der Zahl, wurden der älebergabesatzung gemäß zu Ehren­mitgliedern der Vereinigung ehemaliger 116er ernannt. Der sehr erhebend verlaufene Fest­abend wurde durch musikalische und deklama­torische Darbietungen verschönt, besonders ein­drucksvoll war der Weihespruch, den Oberst

a. D. Ä o c 11 i <x> a u für die Ucbergobe der Fahne gedichtet hatte Lebhaften Beifall löste auch die Mitteilung auS. dah die hiesige 116er-Derrinigung an der Gießener Feier mit rund 100 Kameraden teilnehmen werde.

* Münster, 26. Lug. Großen Schaden rich­tete gestern abend 6f Uhr ein starker Wirbel­wind in unserer Gemarkung an. Er regle etwa in Breite von 100 Meter am Oftranö unseres Dor­fes entlang und verwandelte die reiditragcnhcn Obstgarten innerhalb fünf Minuten m eine Wüstenei. Dutzende von Bäumen find ent- wurzelt, Aeste mehrere Hunden Meter wen in eine Wiese geschleudert worden. Man schätzt nicht zu hoch, wenn man sogt, daß heute morgen über 100 Zentner heruntergesollene Aevjel von den Leuten aufgelesen worden sind. Am schlimmsten aber wurde ein einzelstehendes, voriges Jahr neu erbautes Haus betroffen. Dos Dach wurde fast vollständig a b g e b e tf t. und die Ziegel flogen weit weg. Auch einige andere Dächer wurden noch beschädigt. Hilfsbereite Leute waren trotz wollen- bruchartigen Regens sofort zur Stelle und deckten, so gut es ging, das Haus mit den übriggeblicbenen Ziegeln, mit Stroh und Tüchern wieder zu. Es war noch ein Glück, daß der Wirbel nicht über das ganze Dorf fegte, sonst wäre manches Haupt ob- dachlos geworden Der äußersten Rot der am stärksten betroffenen Familie sali durch eine G e - meinbefammlung gesteuert werden.

Hrcis Birdinarn.

!! Büdingen, 26. Aug. Am letzten Sonntag sanden in verschiedenen Gemeinden die Bei­geordnetenwahlen statt. In B i n d s a ch - sen waren der Landwirt Wilhelm Ganz II. und Moschinenbesitzer Heinrich Maul als Äanbibafcn ausgestellt. Wilhelm Gan; erhielt 143 Stimemn und Heinrich Maul 141 Stimmen. Ein Stimmzettel war ungültig. In Rahrbach bei Büdingen war außer dem alten Beigeordneten Jäger noch Land- wirt Adam filepenfteuber ausgestellt. Kleyen- fteuber konnte 127 Stimmen auf sich vereinigen, während Jäger nur 115 Stimmen erhielt. Selters hatte eine ruhige Wahl. Bon 141 abgegebenen Stimmen entfielen 132 Stirnen auf Wilhelm A11. Wahlberechtigt waren 250, so daß die Wahlbeteili­gung sehr gering war. Eine größere Anzahl Stim­men fielen vereinzelt auf Einwohner der Gemeinde Selters, die jedoch nicht kandidiert hatten. In Haingründau hatte sich der seitherige Bei- geordnete Friedrich Roß nicht wieder auffteUen lassen. Auch hier war die Wahlbeteiligung sehr ge­ring. Don 476 Stimmberechtigten wählten 162. Beigeordneter wurde das Gemeinderatsmitglied Schreinermeister Peter Dönges IV. mit 83 Stim­men. Der Gegenkandidat Heinrich Rage! erhielt nur 78 Stimmen. Ein harter Wahlkampf hatte in Rodenbach getobt. Der alte Beigeordnete lehnte aus Gesundheitsrücksichten eine Wiederwahl ab. Ausgestellt waren der Landwirt Friedrich Karl Borst und Karl Otto Lotz. Der erstere konnte 107 Stimmen auf sich vereinigen, während Loh nur 42 Stimmen erhielt. Eine Stimme fiel auf Johann Heinrich Loh.

!! Büdingen, 26. Aug. Am Sonntagabend wurde die hiesige Feuerwehr plötzlich durch Feueralarm zusammengerufen. Es handelte sich jedoch nur um einen von der Bürgermeisterei an- gesetzten Probealarm. Der Hebung war ein größerer ausgebrochener Brand im EasS Hell zu­grunde gelegt. Die Feuerlöschgeräte waren schnell zur Stelle, wie überhaupt die Hebung zur größten Zufriedenheit der Leitung verlief. Störend machte sich die ungleichmäßige Verteilung der Hornisten in der Stabt bemerkbar. Aus diesem Grunde beab­sichtigt man der Anschaffung von Sirenen, wie sie jetzt überall eingesührt werden, näherzutreten. Auch die Anschaffung von Feuermeldern soll bei dieser Gelegenheit erwogen werden. Das Schwimm- f e st am vergangenen Sonntag hier in Büdingen nahm bei großer Beteiligung auswärtiger Vereine einen sehr schönen Verlauf und kann dem feftgeben- den Verein nur zum Nutzen sein. Die angefagten Veranstaltungen auf der Ronneburg verliefen alle programmäßig und ohne Störung. Don ungefähr 1500 Menschen aus der ganzen Umgebung war der Fliegertag Lieblos-Gelnhausen be- sucht. Die verschiedenen Flüge, Absprünge und Sturzflüge fanden ungeteilten Beifall. Auch zwei Fallschirmabsprünge fanden statt.

.1. Aus dem Kreise Büdingen, 26. Aug. Deigeordnetenwahlen. In Ro­denbach wurde nach heftigem Wahlkampfe der Landwirt Friedrich Karl D o r st mit 107 Stimmen gewählt. Sein Gegner Karl Otto Loh erhielt 42 Stimmen. Der seitherige Beigeordnete Hammel hatte eine Wiederwahl abgelehnt. In R o h r - bad) siegte Adam Kleyen st euber mit 127 Stimmen, der seitherige Beigeordnete Jäger er­hielt 115 Stimmen. In Din dsachsen siegte Wilhelm Ganz II. mit 143, sein Gegner Maschi­nenbesitzer Heinrich Maul erhielt 141 Stimmen. In Bad-Selters wurde Wilhelm A11 mit 132 Stimmen gewählt. Bon 250 Wahlberechtigten machten 141 von ihrem Wahlrechte Gebrauch. In Hain-Gründau wurde der Schreiner- meister Peter Dönges IV. mit 83 Stimmen ge­

wählt. Sein Gegner Heinrich Ragel erhielt 78 Stimmen Der kitbertge Beigeordnete Friedrich Roß hatte eine Wiederwahl abgelehnt. In Sch- zell wurde der seitherige Beigeordnete Philipp Stoll II. zum brüten Male mit 584 Stimmen wiederacwüblt. 3m nahen DisseS siegte Land­wirt Adolf Greif mit 129 Stimmen In Wal - lernhauken wurde Landwtrt Robert Bach mit 200 Stimmen gewählt, sein Gegner, der feit- benge Beigeordnete Karl Ries III erhielt 158 Stimmen. 3n Gettenau wurde der feitbenge Beigeordnete Hermann Ostheim II. mit 228 Stimmen cinfhmmig wieder-gewählt. In Ober- WidderSheim siegte Beigeordneter Karl Giser mit 177 Stimmen, der Gegenkandidat Friedrich Schneider erhielt 135 Stimmen. In Schwickartshausen wurde der seitherige Beigeordnete Ries wiedergewählt.

Rohrbach. 26. Aug Hier starb der KriegSveteran von 1866 und 1870 71 Peter 3a - kobt im Alter von 80 Jahren

Mreiä Alsfeld.

Kirtorf, 26. Aug Am 29 August wer­den die K r a f t p o st l i n i e n Kirchhain «Bezirk Kassel)Ktrlors lOberhessen) und Ktrchhain ,Be­zirk KasselWittelsberg (Kreis Marburg) eröff­net werden. Auf Zuganschlüsse von und nach Kastel ist dabei Rücklicht genommen.

Atme Lauterbach.

!*! Lauterbach. 24. Aug. Die Fahnen­weihe deS Soldatenvereins ehemal. 116er und seiner Kriegsforma­tionen (Garnison Gießen) auS Lauterbach und Umgegenb fand im Saale zum Johannisberg unter sehr starker Beteiligung statt; u. a. war der Verein ehemaliger 116er aus Gießen durch eine Fahnenabteilung vertreten. Der Vor­sitzende D ö l l - Lauterbach begrüßte die Gäste. Fräulein Hart überreichte die neue Fahne, die von Dekan Müller eingeweiht und dem Vorsitzenden übergeben wurde. Die schlichte Feier endete mit einem Festgedicht und dem Deutsch­landlied.

Hcsicn-Nasfau.

spd. Franks urt a M, 26. Aug. Am Schauspielhause kam eS Dienstagabend zwischen Mitgliedern der K. P. D. imb der natio­nalsozialistischen deutschen Arbeiterpartei zu schweren Schlägereien, die schließlich in Schieße­reien ü6 ergingen. Hierbei wurden zwei Passanten, die an den Auseinandersetzungen unbeteiligt waren, durch Schüsse verletzt. Auch ein Polizeibeamter trug einen Handschuh davon. Die Polizei zerstreute schließlich die Kampfhähne, nachdem sie eine Anzahl Sistierun­gen vorgenommen hatte.

fpd. Frankfurt a. M. 26. Aug Zwei Kartosfelfuhrwerke aus Langenselbold veranstalteten auf der Heimfahrt in der Hanauer Landstraße eine Wettfahrt. Als das eine Fuhrwerk das andere überholen wollte, gerieten die beiden Wagen aneinander, wobei der eine rechts und der andere links in den Graben geworfen wurde. Beide Wagenführer kamen schwerverletzt in daS Krankenhaus. Die beiden Wagen wurden fast vollständig zertrümmert.

Turnen, Sport und Spiel.

Tamsou, Breitenfträter oder Diener!

Der Titelkampf um die deutsche Schwcrgewichtsmei st erschuft zwischen Samson-Körner und Breitenfträter findet bekannt­lich endlich am 11. September in Berlin statt. Wer nun neuer Meister sein wird, er kann sich dieses Titels nicht lange unbestritten erfreuen. In­nerhalb von drei Monaten muh der Meister zum Titelkampf gegen Franz Diener antreten, fo hat der Verband Deutscher Faustkämpfer beschlossen. Bekanntlich soll in der Zeit bis zum 10. Oktober als dem äußersten Termin der Kampf um den Titel eines deutschen Schwergewichtsmeisters im Box- sport zwischen Paul Samson-Körner und Hans Breitenfträter ausgetragen werden . . . Seinerzeit hatte der Titelanwärter Franz Diener auf seinen Ausscheidungskampf mit Hans Breitenfträter ver­zichtet, diese Ansprüche aber indessen neu aufleben lassen. Ungeadjtct dessen, daß der D. D. F. die sport- lichen Ansprüche Franz Dieners voll und ganz an- erkennt, würdigt er dennoch auf der anderen Seite die hervorragenderen sportlichen Momente eines Meisterschaftskampfes zwischen Samfon-flörner und Breitenfträter und das hohe Publikumsinter- effe, das dieser Kampf findet. Er hat deshalb den Beschluß gesaßt, vor allem die Austragung dieses Meifterschaftskampfes zur Durchführung bringen au lassen, jedoch für diesen besonderen Einzelfall die bindende Bestimmung getroffen, daß der Sieger aus diesem Meisterschaftskampf die Pflicht habe, ohne jede weitere Entscheidung innerhalb der Frist von drei Monaten nach Ausschei­dung des Meifterschaftskampfes mit Franz Diener anzutreten und in einem Kampf mit diesem aufs neue feinen Titel zu verteidigen.

Cafe Amend

Samstag, den 29. August, abends 8 Uhr

Ehren- u. Abschieds* Abend des Kapellm. Herrn Curt Scharf mit auserwähltem Programm I

Hierdurch die Httteilung, daß die Sprech- stände für

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Freitag, 28. August, nachm. von 3-6 Uhr

Samstag, 29. August, vorm. von 8-12 Uhr Bahnhofs-Hotel 7892D

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Th. Kranefuss,

Castel 49.

Bekanntmachung.

In unser Handelsregister Abt. B wurde am 19. Februar 1925 bei der Firma Darm­städter und Ralivnalbank Kornmanditge- fellfchafi auf Aktien, Zweigniederlassung Dießen, folgendes eingetragen: Durch Beschluß der Generalversammlung vom 9. Dezember 1924 sind die §§ 5, 13, 34 des GesellfchastSverlrages geändert. Die Aenderungen betreffen die Höhe und Gin­teilung des Grundkapitals 5) die Streichung der Ramen von 4 auSge- fchiedenen persönlich hastenden Gesell­schaftern (§ 13) daS Stimmrecht der Aftien (§ 34). Jean Andreae, Emil Wittenberg und Paul Bernhard sind als persönlich hastende Gesellschafter auSgeschieden. Durch Beschluß der Ocncraleerlammlung vom 9. Dezember 1924 ist das Grundkapital auf 60000000 Reichsmark umgestellt.

Gießen, den 24. August 1925. 8008c Hessische' Amtsgericht.

Bekanntmachung.

In unser Handelsregister Abt. B wurde heute bei der Firma Eugen Kauffmann Gelellschast mit beschränster Haftung, Gießen folgendes eingetragen: Durch De fchluh der Gefellschasterversammluug vom 2. Januar 1925 ist daS Eigenkapital auf 500 Reichsmark uwgestelll worden. § 4 des GesellfchastsVertrags ist geändert.

Gießen, den 19. August 1925. 8007c Hessische Amtsgericht.

Allgem. Ortskrankenkasse Gietzen-Stadt.

Die rückständigen Beiträge zurKranken- tafle, Invaliden- und Erwerbslofenver- sicherung für den Monat Juli 1925 können noch biS zum 1. September d. I. ohne Kosten bezahlt werden.

Rach Ablaus dieser Frist erfolgt Kostenberechnung u. evtl. Beitreibung. Die Einzahlung kann DienStags von 8 biS 1 Uhr bet unserer Kaffe oder auf unser Postscheckkonto, Amt Frankfurt a. Main Ar. 10833 erfolgen.

Gießen, den 26. August 1925.

Hinkler, Rechner. 8010c

holzversteigerung.

Montag, den 31. August lfd. IS., nachmittags 2'/, Llhr, soll im hiesigen Gemeindewald nachstehendes Ruhholz ver- steigert werden.

10,28 Fstm. Fichten-Stämme

10,83 Derbstangen

22,- Am. Autzknüppel.

Sämtliches Holz ist entrindet und ohne Rinde gemeßen. Zusammenkunft im Distritt See am Kreuzpuntt der Tal- und Hang- fchneise.

Großen»Linden, den 26. August 1925.

Hessische Bürgermeisterei.

Lang. 8O3OD

| Bekanntmachung.

In unserem Handelsregister Abt. B wurde heute bezüglich der Firma PaScoe Aktiengeselllchaft in Gießen eingetragen: Durch Beschluß der Generalversammlung vom 18. August 1924 ist daS Grundkapital auf 50000 Reichsmark umgestellt. Die Umstellung ist burchgeführt. § 3 des Ge- fellschaftSvertragS ist geändert.

Gießen, den 19. August 1925. 8009c

Hessisches Amtsgericht.________

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