Ausgabe 
27.7.1925
 
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Iliontog, 27. Juli 1925

Giehener Anzeiger (General-Anzeiger fürOberhesfen)

Nr. (75 Zweitez Blatt

Die Arbeiter-Olympiade in Frankfurt

Die Bedeutung des 31

beide Finnland.

Drei

(Nachdruck verboten.)

30. Fortsetzung.

mir

der

von

e. denen sonstigen Geschäfte

vor.

Daß die Frankfurter Geschäftsleute das Feilbieten von xZcbrndmittcln und Bedarfsart ik.ln gestattet tp.ir. glänzende machten, bedarf nicht der Erwähnung.

obendrein noch so entgegenkommend, das) er fein Gespräch selbst gerade zu jenem Punkt führte, zu dem Gabby sonst vielleicht erst auf vielen Umwegen gelangt wäre.

2a. ich weih natürlich, dah Frau Fellips hier sehr einsam lebt, und ich habe mich über die Ursache gewiß viel mehr gewundert, als Sie. Ich kann Ihnen ja anvertrauen, daß ich eine alte Freundin der Frau Fellips bin, ich darf wohl sagen, ihre beste. Wir haben uns seit der Zeit, bevor sie sich verheiratete, nicht mehr gesehen, und jetzt sehe ich zu meinem Erstaunen, daß sich seither, ganz abgesehen von der Heirat, so ungeheuer viel verändert hat."

Horace nickte, ohne zu antworten.

Sie verstehen," fuhr Gabby fort,man will nicht den Leuten, nicht einmal seinen Freunden mit Fragen kommen, die an Saiten rühren, die

.... Sie wissen ja, was ich meine."

Sehr gut," sagte Horace lächelnd,und jetzt möchten Sie wissen, ob ich nicht .....

3a, danke, daß Sie mich so gut ver­stehen, klar herausgesagt: ob Sie nicht als Nachbar das eine oder das andere über Frau Fellips gehört haben?"

Aufrichtig gesagt, Fräulein Dulcroft, das habe ich wohl. Ich habe verschiedenes gehört, feit ich hierher gekommen. Es muh ja unvermeidlich auffallen, daß eine jungverheiratete, vermögende Frau hier so abgeschlossen auf einem entlegenen Schloß sitzt, ohne Verkehr und fast ohne jede Berührung mit der Außenwelt."

Horace schwieg einen Augenblick, so als ob er überlegte, wie weit er in seinen Mitteilungen geben solle. Aber Gabby ließ ihm keine Ruhe. Sie zerplatzte fast vor Ungeduld.

Erzählen Sie weiter, erzählen Sie alles!" sagte sie, nahezu atemlos vor Spannung, was für Enthüllungen nun kommen würden.

Erwarten Sie nicht zu viel, ich bin nicht allwissend. Aber mit dem wenigen, was ich weih, werde ich Ihnen dienen. Das erste Selt­same war der plötzliche Bruch mit der Exzellenz, Frau Fellips Vater. Meines Wilsens hat sie jede Verbindung mit ihm verloren. Den Grund konnte ich nie recht erfahren. Aber der Post­meister hat sich einmal eines Abends, als er etwas angeheitert war, verraten, und machte

für die Einkommensteuer 1924.

Der Hansa-Bund für Gewerbe, Handel und Industrie teilt mit

3n § 5 des SteucrüberlcitungsgcsetzeS vom 29 Mai 1925 ift vorgesehen, daß die Steuer­pflichtigen in bestimmten Fällen, ig denen vor Inkrafttreten deS SteuerüberleitungsgefeheS Vor­auszahlungen für das Kalenderjahr 1924. für in das Kalenderjahr 1924 fallende mit dem Kalenderjahr nicht übereinstimmende Wirtschafts­jahre oder für in das Kalenderjahr 1925 fallende Teile eines Wirtschaftsjahres 1923 24 geleistet worden sind, ohne daß eine Entscheidung über die Vorauszahlungen ergangen ist. innerhalb zweier Monate nach Inkrafttreten des Gesetzes. d H- bis zum 31. Juli 1925, eine anderweitige Festsetzung der Vorauszahlungen be antragen können. Die Begründung hat sich daraus zu erstrecken, daß der Steuerpflichtige ent­weder überhaupt nicht vorauSzahlungspllichtig sei. oder daß er zu hohe Vorauszahlungen bewirkt habe.

Weiterhin ist im § 9 des Steuerüberleitungs- gesches (sog. Härteparagraph) bestimmt, daß der Ablösungsbetrag für das Iahr 1924 aus Antrag herabgesetzt werden kann, wenn bei dem Steuer­pflichtigen besondere persönliche oder wirtschaftliche Verhältnisse Vorgelegen haben, die seine Eteuer- fähigkeit wesentlich beeinträchtigen. Auch dieser Antrag muß bis zum 3 1. Juli 1925 ge ft eilt werden. Die Bedeutung des 31. Iuli 1925 ist in weiten Kreisen der Steuerpflichtigen teilweise nicht genügend gewürdigt worden. Der Hansa-Bund erachtet es daher für notwendig, hiermit nochmals auf diesen Termin aufmerksam zu machen. Er hat bereits bei dem Reichsminister der Finanzen den Antrag gestellt, den Termin um mindestens einen Monat zu verlängern, um allen Steuerpflichtigen die Möglichkeit zu geben, das ihnen im Steuerüberleitungsgeseh vorgesehene Recht wahrnehmen zu können.

der Massen zu säst gigantischen Leistungen stei­gerten. Trotzdem wickelte sich der Verkehr auch hier nahezu reibungslos ab

Richt minder stark gestaltete sich der Verkehr auf dem Hauptbahnhof. Auch hi.r kamen nen- nensw.ne Unfälle und Verkehrsstockungen nicht

1. Koti

3

Juli

die preußische Staatsregierung begrüßte Geheim­rat Richter- Berlin die Versammelten. Den Gruß der Stadt Frankfurt übermittelte Bürger­meister Gräf. Treffliche Worte fanden sodann die Vertreter der einzelnen Länder für den Gedanken der Völkerversöhnung.

Wohl 30 OOO Menschen füllten in den Abendstunden in fürchterlicher Enge die Riesen- räume der Festhalle bis ins entlegenste Winkel­chen, weitere 30 OOO belebten die übrigen Hallen und die zahlreichen Plätze des Messegeländes, als ein Ehor von 1200 Sängern die Olympia offiziell eröffnete. Im Mittelpunkt dieser Feier stand die Festrede des Schriftstellers Her­mann Wendel. Während dieser Rede gab eS in der kleinen Festhalle weitere Ansprachen und Ehorgesänge. danach eine Reihe schöner sport­licher Darbietungen, die die Massen immer wie­der zu mächtiger Begeisterung entflammten und hinrisfen. Trotz der nach Zehntaufenden zählen­den Menge gab es keinen Zwifchensall.

Der dritte Tag.

Den Höhepunkt der Sonntagsveranstaltuogen bildete der

Stafette: 1. Finnland

eine Dame gerade einer nun sagen wir, einer Unannehmlichleit ausgesetzt war. ®amalS wäre eine Vorstellung ganz und gar nicht am Platze gewesen. Aber in diesem Fall hier hat sich die kleine Unannehmlichkeit so leicht und schmerzlos abgespielt, daß Sie mir vielleicht ge­statten, meinen Ramen zu nennen. Horace Mill- torp, zurückgekehrter Auswanderer aus dem wil­den Westen gekommen, behaupten die Ceute.

Danke. Gabby Dulcroft, gegenwärtig Gast auf Warminge, bei Frau Fellips. Sie sind mir übrigens nicht ganz unbekannt, Milltorp, ich hab von Ihnen schon gehört."

Soo, da kann ich mich ja vermutlich freuen, daß Sie schon im Vorhinein in der photo­graphischen Abteilung Ihres Gedächtnisses ein ganz besonders schmeichelndes Porträt von « - besitzen. Ich weih sehr gut, daß ich hier in Gegend nicht sehr beliebt bin.

Ich habe das eine und das andere Ihnen gehört. Aber ich versichere Sie, daß ich zwischen Urteil und Motiven des Urteils zu unterscheiden weih. Doch ist es ja nicht meine Absicht, Ihnen zu schmeicheln, obwohl Sie mich dazu cingclaben haben. Vor allem: Dank und Preis für Ihre Hilfe! Ich weiß, ich weiß, Gentle­man usw., aber wenn Sie in diesem sehr dramatischen Moment nicht gekommen, weih .ich

Augsburg.

Fünfkampf für Männer: valo-Finnland. 2. Dirtauen, 3. Kristoffersvn,

waltete ihres schwierigen Amtes mit Takt und Ruhe.

Gegen 1 Uhr traf der Zug im Stadion ein, dessen mächtige Räume diese Menschenmafsen nicht zu fassen vermochten. Ueberall im nahen Walde lagerten sich die Gruppen deshalb und erholten sich von dem langstündigen Marsch, der große Ansorderungen physischer Art an alle Teilnehmer stellte.

Rach längerer Pause nahmen sodann die Wettkämpfe im Stadion ihren Fortgang.

Auch der dritte Tag zeigte die finnischen Kämpfer fast auf der ganzen Linie wieder sieg­reich. die hauptsächlich bei den Kämpfen der Leichtathleten in der Hauptbahn Großes leisteten und in den Laufkonkurrenzen fast alle Plätze be­legten. Im einzelnen sind die Resultate wie folgt:

100-Meter- Lauf f ürMä nner.l.Lt tolen-Finnland 11,3 Sek.. 2. Mattia, 3. Mankki. beide Finnland.

100-Meter-Lauf für Frauen: 1. Frl. Dittmar-Hannover. 2- Frl. Hochhvlzer-Rürnberg. 3. Frl. Hippler-Magdeburg.

Gewichtswerfen für Männer. 1.

Laiho-Finnland, 2. Silius-Finnland.

5000-Meter-Lauf-Entscheidung. 1 Iokela- Finnland 15,31 Min., 2. Salmi. 3. Duo- riner, beide Finnland.

4mal-100-Meter-Staffel lür Män­ner (Entscheidung): 1. Finnland 44 Set-,, 2. Lettland. 3. Deutschland.

Kugelwerfen: 1. Lindborg-Finnland. 2. Laiko-Finnland. 3 Darthel-Iena.

Dreisprung für Männer: 1. Dirta- nen-Finnland 14,28 Meter, 2. Takkinen-Finnland. 3. Hauerstein-Rürnberg.

100 00 - Meter - S t ra ße n g e b e n: 1. Durchhardt-Derlin 48,38 Win.. 2. Wolff-Rons- dorf. 3. Bohner-Rüderoth.

Hammerwerfen: 1. Raiho- Finnland 43.29 Meter, 2. Silius-Finnland. 3. Hofele-

O lympische ----

3.43.2 Min.. 2. Deutschland. 3. Oesterreich.

Speerwerfen für Männer:

Andeutungen von einer Menge von Briefen, die niemals ihren Bestimmungsort erreicht hätten. Als ich nach deren Verschwinden fragte, hörte er plötzlich auf, weiterzureden. Vielleicht waren feine eigenen Finger dabei nicht ganz rein.

Ein wenig später aber begann er von einem Mann zu reden, einem mächtigen und reichen Schurken, den man bei lebendigem Leibe schinden und in seinem eigenen Garten aushängen solle.. Sie geben zu, daß es nicht fo leicht ist, sich aus diesen Bruchstücken klar zu werden."

Rein, vielleicht nicht, aber wer weih dies mit den Briesen ist vielleicht gerade daS Ende des Garnes, nach dem ich suche, um den Knäuel aufzuwickeln.

Ich glaube, dies Ende werden Die in der Hand haben, wenn Sie die Ursache des Bruches mit der Cxze lenz kennen. Aber jetzt find wir in die Rähe Ihres Hauses gekommen und da begleite ich Sie nicht weiter. Ich halte es nicht für wünschenswert, daß wir ohne zwingenden Grund mitsammen gesehen werden. Denken Sie an mich, trenn ich Ihnen irgendwie behilflich fein kann."

Horace kehrte in den Wald zurück, und Gabby ging langsam der breiten Straße zu. Sie hatte jetzt an fo vieles zu denken, und in ihrem Kopf begann eine Unzahl von Möglich­keiten herumzuschwirren. Aber sie beschloß, vor­läufig einmal sich zur Ruhe zu begeben und für heute der Vorsehung für den gelungenen Anfang in ihrem neuen Metier zu danken.

Das hier geschilderte Gespräch zwischen Gabby und Horace wurde am Rande einer Waldlichtung geführt. Aks die beiden sich trenn­ten, tauchte der Waldhüter auf, der sym­pathische Gentleman, dessen sich der Leser auS einer früheren Begegnung mit Horace erinnert, er hatte den ganzen letzten Teil des Gespräches belauscht. Jetzt zog er fein Rad aus dem Ge­büsch hervor, schob es auf Die Straße und raste im Exprehtempo zum Postamt, um an feinen Herrn und Meister ein Ciltekegramm aufzugeben.

Dann bestieg er wieder fein Hab und mur­melte schadenfroh vor sich hin:

Da wird der Herr Bankdirektor einen an­ständigen Wechsel diskontieren müssen." . .

(Fortsetzung folgt)

Horace Milltorp tauchte auf. Er war auf der Hühnerjagd und kam gerade des Weges daher die Doppelbüchse über der Schulter. Wenn nichts anderes, so sagten ihm die wohlbekannten Züge des männlichen Teilnehmers an diesem eigentümlichen Tete-ä-tetc, daß dieses auf der anderen Seite vielleicht nicht ganz freiwillig war. In dieser Annahme wurde er weiters durch Die deutliche Absicht des mehrerwahnten Herrn bestärkt, einen ebenso unzeremoniosen, tote raschen Rückzug anzutreten. Was aber wiederum Mill­torp solange zu verhindern veranlaßte bis er erfahren hatte, unter welchen Umstanden Die junge Dame in Die Gesellschaft seines alten Defannten geraten war.

Ach nein, wart noch ein wenig, mein Junge, sagte er, und nahm scineü Freund beim fragen,erst möchte ich hören, was du der Dame hier eigentlich zu sagen hast.

Daraus mit einem chevaleresken Gruß zu Gabby:

Verzeihen Sie, Fräulein, daß ich mich hier einmenge. Aber aus gewissen Ursachen mochte :ch annehmen, daß diese Einmengung vielleicht nicht ganz unwillkommen ist. Was wollte der Kerl von Ihnen?"

Er schien sich sehr für mein goldenes Arm­band zu interessieren," antwortete Gabby lächelnd.

So. Run, das hätte ich ja ahnen können. Und jetzt, mein Freund, kannst du deinem himm- lischen Vater danken, daß wir zwei nicht unter unS sind. In Anwesenheit von Damen mache ich nicht gerne Skandal. Aber sei sicher, daß ich dich einmal noch besser erwischen werde, als das letztemal. Ich werde dir die Flügel noch ordent­lich beschneiden. Und jetzt verschwind!"

Horace und Gabby sahen sich einen Augen­blick an. Dann lachten sie beide

In Situationen solcher Art, sagte Milltorp, ift " nicht immer fo leicht zu wissen, ob man sich vorstellen soll oder nicht. Ich habe einmal das Vergnügen gehabt, dazwischenzutreten, als

Festzuq.

Er war Ereignis und Erlebnis zugleich. Dah diesem gewaltigen Zuge Wohl eine halbe Million Menschen als Zuschauer beiwohnten, ist eine sicher nicht zu niedrig gegriffene Zahl. Mele Sonder- züge führten noch in der Frühe tausende toei- terer Gäste aus Hessen und Nassau und Den Rheinlanden in die Stadt. Schon um 7 Uhr früh begann der Aufmarsch der Zuschauer nach den Feststraßen. Gegen 9 Uhr setzten sich von den einzelnen Quartieren die Turner nach den Sam- melplätzen für den Festzug in Bewegung. Und als sich um 10 Uhr vorn Zoologischen Garten aus der Riefenzug in Bewegung fetzte, umsäumte Die Straßen eine in Frankfurt noch nicht erlebte Zufchauermenge. In Reihen bis zu zwanzig Glie­dern standen in drangvoller Enge zu beiden Seiten der abgesperrten Fahrbahn die Menfchen- mauern. Aus den Fenstern schauten die Leute, von den Dächern, von den Bäumen, von Den Hausgesimsen, überall Gesicht neben Gesicht. Mustergültig hatte der Ordnungsdienst sür alles vorgcsvrgt. Alle zwanzig Meter standen Sani­tätsmannschaften, überall hatte man Unfall­stationen eingerichtet.

Den Zug eröffneten etwa 4000 Rad­fahrer in ihren malerischen Kostümen. Als der Riesenzug am Kaiserplah eintraf, gabelte er sich hier. Die bis hier in Reihen zu 16 Per­sonen marschierenden bzw. fahrenden Gruppen teilten sich in solche zu je acht Gliedern. Der rechte Flügel marschierte über Die Kaiserstrahe, Den Bahnhofsplah und die Wilhelmsbrücke nach der Forsthausstraße. Bon hier aus marschierte die Friedensstrahe und die Untermainbrücke nach der Forsthausstraße. Bon hier aus marschierete man dann wieder in Reihen zu je 16 Personen gemeinsam nach dem Stadion.

Den Radfahrern folgte der Bundesvor­stand, dann die ungezählten Tausende von Tur­nern und Turnerinnen, begleitet von einem Wald von Fahnen und mehr als hundert Musik- korps und eigenen Trommlern und Pfeifern. Das Auge vermochte die Fülle der Eindrücke, die in dieser Stunde auf es einstürmten, nicht zu fas­sen. Stürmisch begrüßt wurden die Ausländer, die Tschechoslowaken (etwa 400 Mann), Die Finnländer, die Belgier, die Franzosen, die Schweizer, die Oesterreicher, dann die Danziger mit besonderem Jubel. Und nun folgten in buntem Durcheinander die Schwimmer, die Ru­derer, die Stemmer, die Ringer, die Wanderer.

Fast alle deutschen Volksstämme waren in diesem Aufmarsch vertreten, die blonden Friesen und Holsteiner und Pommern, die Sachsen, die Schlesier, die Bayern in ihren Gebirgstrachten, die luftigen Rheinländer, die Düsseldorfer .,Rad­schlager, die Schwarzwälder, Pfälzer, die Ber­liner, die Harzer usw. usw.

Nahezu eineinhalb Stunden währte der Vor­beimarsch an dem Zuschauer. Die Regie klappte ausgezeichnet. Alles vollzog sich in größter Ord­nung und wickelte sich wie ein Uhrwerk ab. Kein Mißklang störte die Stunde. Die Polizei

Finnen.

Speerwerfen für Frauen: 1. Frl. Drivin-Lettland. 2. Frl. Iäskoläinen-Finnland, 3. Frl. Inbersans-Lettlanb.

400-Meter - Freistilschwimmen für Männer: 1. Götke-Deutschland in 5,59,3 Min

Freistilftafettenschwimmen für Frauen 4x100 Meter: 1. Deutschland mit 20 Meter Vorsprung, 2. Finnland.

Faustballme ister fchaf t: Verein Sand­hofen gegen WilhelmSberg.

Raffballmeisterschaft: Zeih gegen Barmen 11:2. , ,

Schlagball - Du n de s me i st e r s ch a f t (Endspiel). Meister wurde Teutonia-Hamburg gegen Magdeburg mit 75:37.

Länderschlagball - Wettkampf: Sieger Deutschland gegen Tschechoslowakei mit 89:57 Punkten.

Begleiterscheinungen.

Die SanitätSmannfchaften hatten während des Festzuges alle Hände voll zu tun. Diele Personen waren den stundenlangen Strapazen in Den Straßen nicht gewachsen, wurden ohn- rnächttg und mußten in den zahlreichenfliegen­den Unfallstationen betreut werden. Ernstere Unfälle kamen trotz der Riesenmengen nicht vor.

Im Stadion kam man an Den Kassen um­fangreichen Betrügereien auf die Spur In der Stadt auf den Straßen verkauften bis­her nicht ermittelte Personen Eintrittskar­ten für das Stadion, die nicht nur gefälscht waren, sondern auch keinen Stempel der Steuer­behörden trugen. An den Kassen wurden die Schwindeleien sofort festgestellt. Die Besitzer sol­cher Karten muhten neue Eintrittskar- te n nachlösen. Die gerissenen Schwindler haben jedenfalls ein ausgezeichnetes Geschäft gemacht.

Außerordentlich schwierigen Dienst hatte die Straßenbahn, die fast sämtliche Linien in Cinminutenabständen nach dem Stadion durch­führen lieh. Der Strahenbahnbetrieb nahm Rie­fenformen an, die sich abends beim Abtransport

nicht.....

Wie cs geendet hätte. Also Fräulein Dul­croft find Gast bei Frau Fellips. Ich muh ge­stehen, daß dies etwas fehr Merkwürdiges ist. Denn soviel ich weiß, und der Tratsch zeichnet sich hier auf dem Lande durch die gleiche Schnelligkeit aus wie in der Stadt, hat Frau Fellips früher keinen einzigen Gast empfangen. Höchst merkwürdig!"

Gabby und Milltorp gingen nebeneinander her und Gabby dachte sich, daß sie jetzt eine Chance gewonnen habe, gerade jene, mit dev sie wenn auch ganz unbestimmt, gerechnet hatte. Sie hatte Willtorps Gesicht in den wenigen Minuten ihres Gesprächs eindringlich studiert, und es war ihr vom ersten Augenblick an sym­pathisch. Das scharfumrissene. etwas schroffe ®e- sicht, ferne aller Modeblattschönheit, verriet ent­schlossenen Willen, Kraft und Verläßlichkeit. Und jetzt erwies er sich vielleicht unbewußt

Rundfunk-Programm

des frankfurter Senders.

(Aus derRadio-Umschau".)

Dienstag, 28. Juli.

12 Uhr: Nachrichtendienst. 3 Uhr: Wirt­schaftsmeldungen. 4 Uhr: Wetterbericht bei Gie­ßener Wetterdienststelle. 4 Uhr: Wirtschafts- melbimgcn. 4,20 Uhr: Nachrichtendienst. 4.30 bis 6 Uhr: Nachmittagskonzert des HausorchefterS Aus Wald imd Heide. 6 bis 6.30 Uhr: D.e Lesestunde (Meisterwerke der Weltliteratur): Aus Soll und Haben" von Gustav Freytag (Fort­setzung). 6,30 biS 7,30 Uhr: Übertragung von Kassel: Kasseler Vortragsabend Hanö Dohma spricht Lyrik, Balladen und Novellen. 7,30 bis 8: Funkhochschule, Vertrag von Prof. Küntzel:AuS der Geschichte des deutschen Unternehmertums (2. Abt., neunter Vortrag). 8 bis 8,30 Uhr: Die Büchcrstundc. 8,30 Uhr: Uebertragung von Kas­sel: Robert Kothe-München. Anschliefrend: Nach­richtendienst, Wettermeldung, Sportsunldienst.

Fräulein Fob

Roman von Anders Eje.

Der zweite Tag.

vo Die Veranstaltung der ersten Arbeiter- Olympiade in Frankfurt a. M. hatte am Samstag durch den anhaltenden Regen zu­nächst eine starke Beeinträchtigung erfahren. Der größte Teil der Kämpfe, die morgens auSgetrw- jen werden sollten, mußte unterbleiben. Denn^> traten PetruS zum Trotz immerhin ansehnliche Gruppen von Arbeitersportlern zu Spiel und Wettkampf an. Besonders die ^nglamPi« zogen das Publikum an, das die G^xmdtheit Der Kämpfer bewunderte Auch das Dera - turnen in der ausgedehnten Halle übte große Anziehungskraft aus, zumal.sehr gute Leistungen etaielt wurden. Auch am Nachmittag wollte es vorerst nicht aufhören zu regnen, wodurch der Sport sehr beeinträchtigt wurde, bis um Die fünfte Stunde sich die Wolken ein wenig lich- den. Die zweite Hälfte des Tages galt haupt­sächlich den Hauptproben für bu am Sonntag stattfindenden Massenübimgen; Schwimmen, Fuß- ball und Leichtathletik Die Kampfplätze waren sämtlich von einer -Zahlreichen Juf^uermengc umgeben, die mit großem Interesse den Spielen folgte In der Leichtathletik wurde eine ne ue W e 11 r ek o r d z e i t aufgestellt. Die 4 mal 100-Meter Damenstaffel brachte Deutschland in 51,3 an sich (alter Rekord 51,8 Sek.) vor Finnland in 56,36. Auherordent- jch spannend war am Abend das Fußball- Länderspiel zwischen Deutschl and und ter Tschechoslowakei, das Deutschland mit 6:1 gewann Aus dem Massenübungsplatz ter sich übrigens infolge seines sandigen Bodens alS ziemlich widerstandsfähig erwies, sammelten sich in großer Zahl Turner aller Lander zu einer großen Probe der Masfendarbietungen. Im ein­zelnen wurden folgende Ergebnisse erzielt:

1 0 000-Meter-Lauf (Entscheidung): 1. Iokela-Finnland 32:51,5 (der bisherige Dun- Desrekord von 34:07 geschlagen: der Weltrekord 32: 14; 2. Kailar-Finnland 33:02.

4xl00-Meter-Staffel s. Sport­lerinnen: 1. Deutschland 51,3 (Weltrekord. 51,8). 2 Finnland 58:56.

Dreikampf für Sportlerinnen. Jääskeläinen - Finnland 284 P. 2. Hvchholzer- Hürnberg 268 P.

4x400-Meter-Staffel: 1. Finnland 3:34. 2. Deutschland 3:37,5.

Schwimmen: Frauenrucken 100 Meter: 1 Hutsch-Deutschland 1:43,4. 2. Henriksen-Finn­land 1:46,2. Brust 100 Meter: 1. Schleiernick- Deutschland 1:25,4 (distanziert). 2. Iaskulski- Deutschland 1:28,1. 4xl00-Meter-Bruststafsel: 1. Deutschland 6:45. 2. Finnland 6:45,1. 4>< 100-Meter-Lagenstaffel: 1. Deutschland 5:25,2. 2 Oesterreich 5 47. Frauenbrust 200 Meter: 1. Boer-Deutschland 3:42.1. 2. Henriksen-Finn­land 3: 45,2.

Radrennen: 50 Kilometer Internationa­ler Strahenwett bewerb: 1. Pirson-Belgien 1 23:01; 2. May-England (Radlänge). .6^X1000 Meter Straßenwettbewerb: 1. Oesterreich; 2. England. Einer-Kunstfahren: Leonhard-DreSden 1815 P. Zwier-Kunstsahren: Gebr. Leonhard- Dresden 20,45 P Gruppen-Kunstfahren: Fa­lte Schieritz-Freithal 21,35 P ^eier-Rad- bafl: Deutschland-Oesterreich 4:2. Dreier-Rad­ball: DeutschlandOesterreich 2,0. Gesellschafts­spiel Zweier-Radballpolo: 3:3.

Im G ewichtswerf en (12-/- {tdo) ftegte im EntscheiDungskam.ps Laihe-Finnland mit 15,59 Meter, 2. SilluS-Finnland 15,11 Meter.

Kugelstoßen für Damen (5 Kilo): 1. Drivin-Lettland 8,07--, 2. Matt Ne-Finnland 7,79 Meter. _ ,

Kugelstoßen für Manner (7VS Kilo): 1. Kotivilo-Finnland 12,98 Meter, 2. Lcnho- Ftnnland 12,72 Meter. . ..,

Die Arbeitersanitätskolvnne hatte ziemlich zu hm. Sie wurde fortgesetzt in Anspruch genommen. Wie festgestellt wurde, ereigneten sich am Tage im Stadion über 100 Unfälle, bei denen die Sa- inariter eingreisen mußten, wenn die Unfälle auch sämtlich leichter Art waren.

Samstag nachmittag versammelten sich die Abgeordneten der einzelnen Länder im Palmen­garten zu einer akademischen Feier. Für

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