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niers."
Wimmer war ost genug in Monte Tarlo ge* wesen, wo er ein« gewisse Routine als Lrou- bter erworben batte. Seine Entscheidungen sielen für) und knapp Gan; anders alS der Leutnant erhob er seine Stimme nickt über den trockenen Bescheid . .
manncs, und die Regelung von Gewinn und Verlust geschah mit der Virtuosität eines Klavierspielers. der seine Hände leicht über bie
Montag, den 29. Juni, abends 8 Uhr pricht im Saale des Schipkapasses, hier, Bahnhofstraße Herr O. Kurpat aus Leipzig über
Beamtenrecht, Besoldungsfragen und die neuen Gehaltsforderungen Herr Kurpat ist ein genauer Kenner der Beamtenfragen und Leiter der Beamtensektion.
Zu dieser Versammlung laden wir alle Beamten und Armeswlllen. welche bei Reichs-,Staats-und Gemeindebetrieben beschäftigt sind, besonders dringend ein.
Bemntenfetlion des ©emeinöe- und StcfllsotdeltEtoertonds ungemeiner Deutfdiet Beamtenüand. sWv
Tasten gleiten läßt
Horace MMtorp lieh seine zwei Zehner aus rot stehen. Jetzt hatte er den Zettel zwischen den Fingern Siehe da. — es war kein Geld. Eine so arellrotc Farbe hatte keine Banknote. E mindesten nicht in Europa. <3r glättete den icrjettcl aus seinem Knie. Was stand denn yf? Tran . . tranvia . . Wahrhaftia! <?• war ein Straftenbahnbillet von der Reis«, die er im porigen Sommer nach Madrid gemacht hatte. Gr hatte also auf dieser Reise gerade diese Weste angehabt . . ach ja. er hatte sie doch erst in Madrid gekauft, in einem kleinen Geschäft, das dem Hotel in der Galle del Arenal gerade gegenüberlag, gleich nach einem Zeitungs» kiv-k, dort . .
„Rimm Deinen Gewinnst und wach aus, Horace", hörte er Wimmers Stimme.
.Trink einen Absinth." rief Earlton. .bet pflegt einen aufzurütteln.
Milltorp lächelte, er genierte sich ein wenig. Die Sorgen der letzten Wochen hatten seine Rerven geschwächt. Er war schlapp geuwrden. fiel wegen der geringsten Ursachen in Rach- denklichkeit, sann sentimental vergangenen Dingen nach und tat sich immer schwerer, seine Gedanken zu konzentrieren DaS ging so nicht weiter. Ritt hatte recht, man muftte sich auf raff en.
Er nahm seinen Gewinnst und wollte gerabe das spanische Tramwaybillett unter den Tisch werfen, da fiel sein Auge auf dessen Dummer« 191919 stand darauf. Mechanisch teilte Horace die Ziffern, neunzehn, neunzehn, neunzehn las ec .Wimmer," sagte er mit einer Stimme, di« ganz gleichgültig sein sollte, .willst Du mit nicht sagen, was Rümmer neunzehn für eure Farbe hat?“ (Fortsetzung folgt.)
Ich sitze jetzt mitten drinnen im Glück, nur ich und kein anderer, dachte er, und diese Ge- wiftheit belebte ihn wie ein wvhllüstiger Verven» kitzel.
Mit der kleinen Slfenbeinkugel zwischen Daumen und Zeigefinger hob er seine Hand zu einer imperator.schen Geste.
.Sind schon alle Sätze gemacht?" rief er, .Zwei 3 cheval, aber keine colonne? Fünf Sekunden sind noch übrig. Alles klar. Aber wo, zum TeufeL ist Milltorps Einsatz? Horace Milltorp, mein Junge, wo hast Du gesetzt?"
.Hier", antwortete der Gefragte und zeigte auf einige Silbermünzen unten in der rechten Ecke. . v
„Ha, ha!' schrie Carlton .Das Sch.r.Um der Witwe auf schwarz Milltorp bildet sich ein, daft er mit Gouvernannten spielt. Ah nein, mein Freund, nur auch mit den Banknoten auf den Tisch Es ist -Wölf vorüber."
„Keine Dummheiten," sagte Wimmer arger- lich. „jeder setzt, was er will. Setz' das Rad in Gang, damit wir sehen, was daraus wird."
Rien ne va plus," schrie der Leutnant, der großen Respekt vor dem älteren Wimmer hatte, .Hände weg, Jungens!"
DaS Rouletterad war stehen geblieben Der Leutnant, der etwas kurzsichtig war, steckte seine Rase über die Scheibe.
.Einundzwanzig", trompete er Und dann gab er, während seine gewinngierigen Augen auf den Gekdhäuschen lagen, mit donnernder Stimme, als ob nicht drei, sondern hundert Spieler anwesend wären, dii: gemachten Gewinne an.
„Rouge, impair, passe. Milieu."
Earlton strich das mciste von dem ein, was auf dem Tisch lag Horace Milltorp sand, daft er mit seinem Geld fertig geworden
„Die nächste Runde.
Ritt sah, wie es mit dem armen Horace stand.
„Dimm von mir", schlug er ihm vor und nahm eine Handvoll Banknoten aus der Westentasche.
Milltorp zögerte. Als er dem Wunsche der anderen naebgeben und sich am Spiel beteiligt hatte, gelobte er sich, nicht einen Deut mehr zu riskieren, alS er bei sich hatte. „Das war übrigens
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bereit Zahl gleichmäßig auf die 3 Plätze verteilt wird.
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nicht wenig gewesen Aber da fiel ihm eine Geschichte ein. die ihm Wimmer während des Soupers erzählt batte. — eine Geschichte von einer Poker Partie, die eine ganz unerwartete Wendung genommen, als einer der Spieler mit entliehenem Velde zu spielen begonnen hatte.
.Hier hast Du fünfhundert", sagte Rttt leichthin. ___
„Rein," wehrte Horace Milltorp erschrocken ab, .zweihundert genügen. Richt mehr alS zweihundert." , ,
Carlton schöpfte Atem und sog an feinem Grog Cr ahnte, woher Milltorps neue Gelder kamen, und rüstete sich zur Gegenwehr.
Der erste Versuch mit Ritts Banknoten gelang. Horace setzte einige Zehner auf eine dec einfachsten Chancen und gewann.
Es lag vielleicht doch ein Sinn in WimmerS Geschichte vom Hasardspiel und den ausgeborgten Banknoten Aus alle Fälle gab es doch eine gewisse Konsequenz in Frau Fortunas Launen.
Die Dank ging an Wimmer über.
Dreimal nacheinander hatte Milltorp gewonnen. und er rechnete schon auS. daft er bei dem gleichen vorsichtigen Spiel nach einer weiteren Runde die zweihundert werde zurückzahlen können. Die Hauptsache war, den Kopf kühl zu halten und nicht waghalsig zu werden. Biele Bäche machen einen groben . .
,WaS war das?" Horace hatte zwei Fing« gedankenlos in der Westentasche stecken, und jefot fühlte er zwischen Futter und Tasche ein Papier knittern Wahrhaftig, da war ein Loch in der Tasche. Horace konnte den ganzen Zeigefinger durchstecken ... , , „ , ,
.Milltorp hat noch nicht gesetzt . sagte Wimm«. . _ ,
Horace setzte geistesabwesend einen Zehner auf rot Was konnte dies nur für ein alteS Papier sein, das feine Zuflucht im Westenfutter gesucht hatte? Vielleicht war es ein Geld. Warum nicht? Seinerzeit hatte er ja genug. Wenn es eine Banknote war. war es natürlich eine von den kleineren, die er ganz vergessen hatte. Daft es ein Liebesbillett sein könnte, daran dachte er gar nicht —. nein, es war sicher Qklb, ein Glücksgeld, das sich im rechten Augenblick bemerkbar machte. ___
des
Flughafens Metzen auf dem „AM Bloteen“, nahe dtt lödgtnn staffle und die
Taufe des 6fitz. Junkers- Verkehrsflugzeuges statt.
Das Smotorige Iunkers-Grohverkehrsflugzeug
für 12 Personen wird mit Herrn Professor Junkers zur Einweihung nach Bietzen kommen.
Don 5 Uhr ab:
Fräulein Fob.
Roman von Anders Eje.
6. Fortsetzung. («achdruck verboten.)
Herr Mumm wuftte, was er sagte, denn es waren noch nicht fünf Minuten vergangen daft er selbst daS grüne Brett mit den goldenen Ziffern und Buchstaben auf den groften Maha- gonitisch in Rümmer sechs gelegt und an dessen oberes Ende die Schale mit Dem Rad und der Slfenbeinkugel gestellt halte. Jetzt stand Leut- nant Earlton in Hemdarmeln, hochrot im Gesicht vom Alkohol und der Aufregung, dort und forderte die Herren schreiend auf, daft sie setzen sollten wie er es wollte. Der Leutnant hielt die Bank und schien sich einzubilden, daft für dieses Amt gerade jene schreiende Kommandostimme notwendig sei, die ihn auf dem Srerzier- Vlatz so unbeliebt machte.
»Zum Teufel, meine Herren, saites vos jeujr! ileberlegt nicht so lang! Zeit ist Geld, laft das Kleingeld in der Tasche. Wimmer. Sollen wir nach einer Kinderfrau schicken? Da schaut, Ritt zieht einen Hunderter hervor Bravo, mein Zunge Hab ich nicht immer gesagt, Ritt hat Talt. Ritt ist feinfühlig Ein Hoch dem ersten Hunderter, Jungens! Er soll zwanzig Zunge gebären, ich habe Platz für alle."
Der Leutnant, dessen Budget an gewöhnlichen Sagen sich um weitaus bescheidenere Ziffern drehte, schien plötzlich in einer herbstlichen Pappelallee zu wandeln, in der ihm statt der Blätter sachte Banknoten über die Schultern rieselten Mit einem im Bridge gemachten Gewinn hatte er Blut geleckt Zum Teufel, wie das einfach war, im Handumdrehen reich zu werden! Roulette hatte er seit seiner Kadettenzei nicht mehr gespielt, und damals mit dm be^chftdensten insätzen Ein paar spätere Versuche warm am gemeinsten Pech gescheitert, das ihm, fast noch bevor daS Spiel ordentlich in Gang gekommen, schon sein Bargeld geraubt und ihn zur fläg- lichen Rolle des Zuschauers gezwungen hatte. Aber jetzt, - jetzt endlich war seine Ehance gekommen, Fortuna überschattete seinen Scheitel, da» Spielglück hatte an seiner Seite Platz genommen. _____________________,
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