Ausgabe 
27.6.1925
 
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Aus Stadt und Land.

Gießen, den 27. Juni 1925.

Sommerfrische.

Wer dieses Wort liest ober hört, denkt Viel- leicht an ein Sommeridhll in den Bergen, im Walde an der See oder irgendwo, nur nicht daran, bah wir die ersten Sommertage haben unb daß diese programmwidrig frisch sind. Ich habe dieser Tage abends an die Hände gefroren und muhte mir erst nachdrücklich einreden. dah wir in den letzten Junitagen sind, um mich davon zu überzeugen, dah eS kein Aprillüftchen wäre.

Mari hat uns des langen unb breiten eine neue Hitzwelle prophezeit, unb viele schwitzten idoon bei dem Gedanken, daß es nun wieder eine endloS lange Reihe von Tagen geben würde, too man den Kops hangen läßt, weil man nicht tveih an welchem (üblen Ort man fein Haupt zur Ruhe betten soll. Es läßt sich ja auch so schwer schlafen in den heißen Abendstunden, und die Mücken zeigen bann eine besondere Borliebe für allerlei Belustigungen ihrerseits, bie recht verdrießlich werden, bis man so wach ist. bau man sich h-rumquält unb ben Schlaf vertreibt.

Diese Sorge war also nutzlos: es ist recht kühl am Abenb. Manchs Frauen machen dann sogar Feuer an und fühlen sich sehr be­haglich. wenn sie mit einem angewärmten Zimmer aufwarten können. Der Umschlag kam zu plötzlich unb zu kräftig: er Pahl einem nun hoch nicht, trotzdem man noch vor etlichen Tagen gern ettoad von der Kühle gehabt hätte.

Wer aus dieser Sommerfrische in ble Sommerfrische" flieht, wirb dort wohl kaum finden, was er suchte, denn man hat es ja in vergangenen Sommern genugsam erlebt, daß eS bei solcher Temperatur am besten zu Hause ist. unb es gehört wirklich eine starke Portion von Urlaubsfteude dazu, um dann den Kopf nicht hängen zu lassen. H 1

Wenn man nervös ist.

Ich ging dieser Tage durch die Straße so für mich hin und da lies nur mein Freund Max in die Quere. ..Hallo, aller Junge, Ma?, wie geht cs Dir?" Max sah mich betrübt an.TBic es mir gebt? Frag mich nicht, ich bin am Lieber­schnappen."Ueberschnappen? Wieso denn. Teuerster?" .Mensch, Iah mich zufrieden, meine Aervenstrange reihen nächstens. Ich halte das nicht mehr aus. Der Hund, der Hund macht mich noch tot." Besonders geistreich mag ich nicht gerade ausgesehen haben, denn ich blickte beim besten Willen durch diesen Ausspruch Marens nicht durch. War er etwa in die Klauen einer Derbrecherbande gefallen?Der Hund. Max?..Ja doch, der Hund macht mich tot. das Hundevieh." ..Aha," bei mir däm­merte es.

.Denke dir." erzählte Max. und er erzählte viel lebhafter und mit bildhafteren Worten, als ich sie hier wieder geben kann,denke dir, mein Hausnachbar hat einen Hund, der die Aachteile aller Rassen und Züchtungsarten auf sich ver­einigt. Wenn meine Frau Wäsche im Garten aufhängen läßt, bellt er. kriecht durch ben Zaun, hopst nach ben Wäschestücken und amüsiert sich da­mit solange, bis die Objekte seiner Niederträch­tigkeit bloh noch zum Fensterpuhen zu gebrauchen sind. Wenn bei uns die Haustür aufsteht, schleppt er uns den Flur voll Knochen unb zerfressene Lumpen, für bie er eine besondere Dorliebe hat. unb macht einen Heidenspektakel. Wenn ich Flöte übe (Max nennt die Flöte ein königliches In­strument. blafft bet Hund unb heult wie ein Zauberpriester der Fidschi-Insulaner. Wenn ich mittags schlafen will, kläfft das Diech. wenn ich abends schlafen will, kläfft das Diech: wenn ich morgens aufstehe, kläfft das Diech Ich habe eine Preisrätfelfrage bov:Wann bellt der Köter von nebenan nicht?" Ich befürchte nur, dah sich bei mir sämtliche Gedankenfaden durch das Ge­jaule versitzt haben werden, bevor ich die rich­tige Antwort gefunden habe. Was soll ich machen? Reulich wollte ich den Köter mit dem Pusterohr eins aufbrennen, da ging das Ding nicht, und als ich nachher probierte, schoh ich im Rachbarhaus die Fensterscheibe ein. Zu packen kriegt man den Hund nicht, dah man ihn ver­prügeln könnte. Unb ich glaube, er ist auf ben Mann dressiert. Rein, weiht du. ich verzweifele. Was soll ich tun, um nicht noch ganz verrückt zu werden?"

Ser Klügere gibt nach, Max. Verkaufe dein Sjau« und ziehe in die Einöde," riet ich ihm. Doch da sah er mich wütend an unb lieh mich kurzweg ohne Gruh stehen. Ich kann es ihm nicht übelnehmen. Ohm hat er mich also auch noch im Magen.2k.

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Die Juli-Miete in Hessen. Das Ministerium für Arbeit unb Wirtschaft macht be­kannt: Der für den Monat Juni festgesetzte Miet­latz von 80 v. H. der Friedensmiete bleibt auch für ben Monat Juli bestehen.

Zur Beratung bes stäbtischen Haushaltsvoranschlags für 1925 ist bie Stabtverorbneten-Dersammlung auf Donners­tag, 2. Juli, nachmitags 4 Uhr, in ben Stabtocr- orbnetensitzungssaal einberufen worben. Eine wei­tere bemerkenswerte Borlage betrifft die Beschaf­fung eines Mittels zur Staubbekämpfung in ben Straßen. Schließlich wirb bas Stadl - Parlament u. a. noch über bie E r richtung eines Anbaues an bie Bezirksschule in bcr Westanlage zu beschließen haben.

** Das vorläufige (Ergebnis bet Volkszählung in Gießen. Bei ber Volks-, Berufs- unb Betriebszählung am 16. Juni wurden in unserer Stabt, nach der vorläufigen Feststellung, gezählt: Männliche Personen 15 732, weibliche Per­sonen 17 560, Militär 561, insgesamt also 33 853 Einwohner. Die Volkszählung vorn 8. Oktober 1919, bie hier vergleichsweise zu betrachten ist. hatte fol­gende Einwohnerzahlen sestgestellt: Männliche Per­sonen, einschließlich Militär, 16 776, weibliche Per­sonen 16 646, insgesamt also 33 422. Das Ergebnis der Berufs- unb Betriebszählung vom 16. Juni liegt noch nicht vor.

** Vermeidung von Staubentwick­lung bet Bauten. Das Polizeiamt Gießen er­innert im neuesten AmtsoerkhirbigungsblaU baran, baß biejenigen Bestrafung zu gewärtigen haben, welche es unterlassen, be iDauten, namentlich beim Abbruch von Gebäuden und bei ber Erneuerung bcs Verputzes, alle Vorkehrungen zu treffen, bie ge­eignet sinb. Gefahren für Vorübergehende unb eine beläftigenbe Staubentwicklung zu verhinbern. 5ns- befonbere ist dafür Sorge zu tragen, baß 1. ber Verputz unb bas Mauerwerk vor bem Abschlagen unb währenb dieser Arbeiten ausreichend benäht wird, 2. Bauschutt nicht auf die Erbe abgeworfen, sondern abgetragen ober in Gefäßen abgelaffen unb hierbei ebenso wie beim Auflaben auf Wagen unb Abfahren ausreichenb benäht wirb, 3. berartige Bau­arbeiten, bei benen eine Staubentwicklung nicht ganz zu oermeiben ist, nur in den frühen Morgenstunden vorgenommen werden dürfen. Die Polizeibeamten sind mit ber Ueberwachung beauftragt

**2lufgehobeneStraßensperre. Vom Polizeiamt Gießen wirb uns mitgeteilt: Die von uns unterm 24. April angeordnete Sperrun bes Wiesen- wcgs nach dem Philosophenwald zwecks Erneue­rung bes Wiesecksstegs würbe aufgehoben. Ebenso würbe bie wegen Weißbinberarbeiten am Hause Kaplansgasse Nr. 3 aegeorbnete Sperrung ber Kap- lansgaffe aufgehoben.

Gesperrt. Dom Polizeiamt wird uns mitgeteilt: Wegen Vornahme von Instand- setzungsarbeiten wird die Brücke zwischen Klinik- strahe undAn den Bahnhöfen" von heute ab bis auf weiteres für jeglichen Verkehr aus­genommen den von Fußgängern gesperrt.

* Dom Dersorgungsamt wirb uns mitgeteilt: Die ben aktiven Offizieren unb Beamten der früheren Wehrmacht unb beren Hinterbliebenen für den Monat Juli zustehenben Ruhegehalts- usw. Bezüge werben am Dienstag, 30. Juni, vormittags

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Aus dem Stabltheaterbureau wirb uns geschrieben: Das Gastspiel bcr Frankfurter Oper am Freitag, 3. Iult, mit BizetsCarmen" bürste bas theatralische Ereignis des laufenben^Som- mers werden. Auch einem Institut wie dem Frank­furter Opernhaus, das über einen sehr großen Per- fonalförper verfügt, ist ein Gastspiel mitCarmen" hier nur dadurch möglich geworden, daß in Frank­furt jetzt die Theaterferien einsetzen unb ein Teil der Mitglieder den Antritt der Erholungsreise bis nach Absolvierung dieses Gastspieles verschoben hat. Die Aufführung französischer Opern, die nach bem Ruhreinbruch der Franzosen längere Zeit unmög­lich war, ist jetzt wieder zulässig, unb so dürfte diese Aufführung von Bizets Meisterwerk, das ja der ge­tarnten musikalischen Welt gehört, doppeltes Inter­esse erwecken.

Ium Mittelrheinischen Kreisturnfest.

Dor einigen Tagen nahmen der ShrenauS- schuß und der Zestaus'chuh für das 3 2. Mitte I- rheinische Kreisturnfest in Gießen Gelegenheit, die bis jetzt errichteten Festbauten eingehend zu besichtigen und im Anschluß daran einen erschöpfenden Bericht über die bis heute geleisteten Vorarbeiten anzuhören. Die Ange­hörigen der beiden Ausschüsse und die Mit- glieber des Geschäftsführenden Ausschusses hatten sich recht zahlreich eingefunden.

Zunächst wurde ein Rundgang durch den Dolkshallebau unternommen und hierbei festgestellt, dah die Bauarbeiten in erfreulicher Weise voranschreiten. Der Bau wird bekanntlich runb 3000 Menschen Daum bieten, mit einer großen Bühne ausgestattet sein, wie sie in gleichen Ausmaßen weit und breit nicht au finden ist. und eine ganze Anzahl Duffetstände haben, die eine schnelle Bedienung der Gäste ermöglichen. DaS neue Bauwerk wird bestimmt bis zum Kreisturnfest fertig sein, die Turner werden eS als erste in Benutzung nehmen. Auch auf den neuen großen Turn- und Sportplätzen ist mittlerweile noch viel Ar­beit geleistet worden. Das geräumige Festpodium hat einen schlichten, aber würdigen Schmuck be- kommen, in dem es sich trefflich präsentiert. Am Eingang zu den Turnplätzen von dem Fest­platz her ersteht eine große Ehrenpforte, die sich gut in den Rahmen des Ganzen einfügt. Tlebrigens sind die Plätze durch Hinzunehmen eines weiteren Gelände ftückes für die Turn fest- zwecke noch wesentlich erweitert und in ihrer Be­schaffenheit recht vorteilhaft verbessert worden

Im Anschluß an die Besichtigung, bei der man zahlreiche Aeuherungen der Zufriedenheit über die geleistete Bauarbeit hören konnte, fand auf der Liebigshöhe eine gemeinschaftliche Sit­zung statt, in der der Vorsitzende des Geschäfts­führenden Ausschusses Gg. Kling Bericht über die bisherige Arbeit der Ausschüsse erstattete. Daraus ist hervorzuheben, daß alle Vorbereitungen planmäßig und tatkräftig im Gange sind. Die Lösung der Quartierfrage be­darf auch weiterhin die weitgehendste Unter­stützung der gesamten Bürgerschaft, damit allen Gästen eine befriedigende Unterkunft geboten werden kann: recht weitgehende Ergebnisse sind bislang erfreulicherweise schon zu ver­zeichnen. Mr die musikalische und gesellige Ausstattung des Festes hat der Musik- und Der- gnügungsauSschuh in bester Weise vorgesorgt, um das leibliche Wohl der Gäste ist der Wirt­schaftsausschuß in sehr umsichtiger Weise bemüht: auch nach dieser Richtung hin ist damit zu rechnen, dah alle Wünsche Erfüllung finden. Die Eintritts­preise sind recht bescheiden bemessen, man hat daraus gesehen, jedermann den Zutritt zu er­möglichen. In dankenswerter Weise werden die Giehener Gesangvereine und die Radfahrer das Unterhaltungsprogramm mit ihren Darbietungen bereichern. Für den Festzug find die umfassend­sten Vorbereitungen im Gange, er dürste aller Voraussicht nach ein Glanzpunkt in der Geschichte unserer Stadt werden und Sehenswertes bieten, bas weit über Gießens Mauern hinaus Interesse finden wird. Der Presseausschuh bringt in diesen Tagen im ganzen Mittelrheinkreis das beim Plakatwettbewerb mit dem ersten Preis gekrönte Werbeplakat heraus, bald darauf erscheint das Festbuch zugleich mit dem Festabzeichen. Eine Festpostkarte soll mit einer Rheinland-Gedenk­marke versehen werden. Alles in allem ist zu sagen, daß mit einem in allen Teilen befriedi­genden Verlaus des Festes gerechnet werden kann. Die Herren des Ehren- und des Festausschusses erklärten sich in allen Teilen als sehr zufrieden- gestellt und hoffnungsfroh, wenn unsere Ein­wohnerschaft auch weiterhin kräftig mithilft.

Das neueste Junkers-Großflug­zeug in Giesten.

Die Einweihung bes Gießener Flug­platzes am 5. Juli wirb unserer Stabt eine ganz befonbere Flug-Denkwürdigkeit bringen. Der Leitung ber Luftverkehrs -A.-G. Oberhes - sen-Lahngau ist nämlich bestimmt zugesagt worben, baß bei biesem bebeutfamen Gießener Er­eignis bas neueste Junkers-Großver« kehrsflugzeug zugegen fein soll. Diese Flug- maschine, bereu Type jetzt auch zu bem bekannten Siebenstaatenflug ber Presse benutzt würbe, wirb von brei Motoren getrieben, sie saßt 12 Per­sonen unb bietet allen Reisekomfort ber Neuzeit. Prof. Junkers, ber geniale Erbauer dieser Flug­maschinen, wirb mit bem Großflugzeug in direktem Flug von Dessau nach Gießen kommen, um selbst bei ber Feier zugegen zu sein. Voraussicht-

bung unb Sonnen wendscier findet mor­gen bei Ober-Hörgesn bzw. auf Burg Münzen- berg start. Näheres im heutigen Anzeigenteil.

' Einziehung von Freimarken. Die seit bem 25. jebruar 1924 zugunsten ber Deutschen Nothilfe vertriebenen besonderen Wohlfahrtsmar­ken zu 5, 10, 20 unb 50 Pf. mit Bildern aus bcr Reihe bcr sieben Bilbwerke ber Barmherzigkeit in bcr Elisabechgalerie auf ber Wartburg verlieren mit Ablaus bcs Monats Juni 1925 ihre Gültigkeit zum Freimachen von Postsenbungen.

* Die Ehescheidungen in Hessen nehmen an Zahl zu. Nach ben ..Mitteilungen ber Hessischen Zentralstelle für die Landesstatistik" fielen auf bas Jahr 1922 457 Ehescheidungen. 1923 403, 1924 49tz. Die meisten Ehescheidungen entfaUcn aus Stadtbewohner, die meisten bcr Ehen wurden nach 2- bis lOjährigcr Dauer geschieden. In der Mehr- zahl bcr Fälle handelt es sich um kinderlose Ehen. In 228 Fällen wurde ber Mann, in 141 Fällen bie Frau und in 127 Fällen beide Teile für schul- big gesprochen. Die meisten bcr Geschiebenen fton- ben im Alter von 25 bis zu 30 Jahren.

" Die Fleischbeschau in Hessen. Im Jahre 1924 wurden ber Schlachtvieh- unb Fleisch­beschau in Hessen unterzogen: 2415 (3389) Pferbe unb onbere Einhufer. 9701 (4422) Ochsen, 2603 (1796) Bullen, 37 174 (28 039) Kühe, 32 549 (18 897) Junarinber, 68 942 (44 821) Kälber (bis 3 Monate alt)/ 185 588 (71 967) Schweine, 20 265 (11528) Schafe, 10 260 (10 693) Ziegen unb 1 (0) Hund. Die Zahlen in Klammern sind bie von 1923.

Die Kapelle Topp ocranftaltete am Donnerstag abend auf bcrLiebigshöhe" ihr zweites Äbonncmmlslcnzc.t Der Besuch war wieder recht gut. Em gut zusammengestellte« Programm, das flott abgewickelt wurde, brachte der Kapelle reichen Beifall ein und bereitete den Besuchern einige Stunden angenehmer Unter­haltung. e

Wettervoraussage.

Heiter bis wollig, nördliche bis westllch« Winde wenig Temperatur-Aenderung, stellen­weise Riederschläge.

Während die Lage des Hochs und deS öst­lichen Tiefs sich nur wenig geändert hak zeigt sich heute über Island ein neue« Fallgebiet, das zunächst noch keinen Einfluß auf unsere Wetterlage hat. Die Temperaturen sind In Mittel­europa auf S bis 11 Grad gefallen. Beim ©In- strömen westlicher Winde sind daher vorüber­gehende Riederschläge wahrscheinlich

Spielp'der Frankfurter Theater.

Opernhaus. Sonntag. 28. Juni: Eröff­nung der Sommerspielzeit. Zum erften Male- Die große Unbekannte, Operette in 3 Akten von Franz v. Supps. Montag, 29. Juni bis Sonntag. 5. Juli täglich: Die große Unbekannte. Schauspielhaus. Sonntag. 28. Juni: Emer von unsere Leut. Montag, 29.: Einer von unsere Leut. Dienstag. 30.: Der goldene Schnitt. Mitt­woch, 1. Juli: Einer von unsere Leut. Donners­tag. 2. Juli: Die drei Zwillinge. Freitag, 3.: Louis Ferdinand, Prinz von Preußen Sams­tag, 4.: Die drei Zwillinge. Sonntag 5. Bummel st uden t en.

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