Ausgabe 
27.2.1925
 
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seinös Dirigenten Xatfen von Diehen brachte Ser Verein eine grobe Zahl Chore in vorzüg­licher Weise zu Gehör. Auch die Quartette fan­den reichen Beifall. Dem Konzert schloß sich ein Tanz an.

Londv rf. 26. Febr. Bei der heutigen Ho Izversteigerung des Forstamts Raben­au wurden folgende Durchschnittspreise erzielt: Buchenscheit 12,80 Mk., Eichenscheit 11.20 Mk., Buchenknüppel 8,90 Ä. EichenknüppÄ 4 Mk., Lärchenknüppel 3 Mk., Kiefernknüppel 4,50 Mk., Fichtenknüppel 2 Mk., Duchenreisig 1,30 Mk.. Eichenreisig 0;50 Mk., Buchenstöcke 5,20 Mk., Eichenstöcke 2,60 Mk., Kiefernstöcke 0,80 Mk.» Fich­tenstöcke 0,40 Mk. je Dm.

t Grünberg, 26. Febr. Aus der jüngsten GemeinderatSsihung ist zu berichten: Die von Dauinspektor Seim p'-oi^kt'erte Straße zwischen Franffurter und Schul'trahe Atsch!. Bismarck- bzw. Bahnhofstraße wurde gut- geheißen und soll zur Genehmigung emgereicht werden. Auch d s seinerzeit zurückqestellte Bau­gesuch von Jäger wurde genehmigt mit dem Anfügen, daß sich der Dau der neuen Projektie­rung anpassen muß und daß die Stadt für Wasser, Licht u. a. m. nicht <rufkommt. Es wurde weiter beschlossen, zu der Erbauung zweier Familienhäuser zu je vier Woh­nungen die 3nonspru«Aiahme der von dem Staat in Aussicht gestellten Mittel anzurnelten. Den Privatleuten, die bauen wollen, soll demnächst Gelegenheit gegeben werden, ihre Darlehens- anfprüche der Bürgermeisterei bekanntzugeben. Das Gesuch der Bäcker um Herabsetzung des Preises für das ihnen seinerzeit überwiesene Holz wurde abgelehnt und beschlossen, daß diese Beträge binnen 14 Tagen zu zahlen seien. Der dienstlich anwesende Förster Ritter be­richtete dann über die notwendigen Kultur­arbeiten im Wald und deren Kosten, über denRückenlohn, der 1924 eine große Höhe erreichte, für dieses (Zahr aber wegfällt, weil das Holz nicht mehr getragen, sondern mittels Pferden an Ort und Stelle geschleift wird, was eine Ersparnis von ungefähr 700 Mk. bedeutet. Die beantragte Herabsetzung der Vergnügungs­steuer anläßlich der Fastnacht für den Turn­verein wurde abgelehnt, ebenso wurde das Gesuch einer auswärtigen Firma abgelehnt, eine VerkehrStafel (Plan mit Geschäftsanzeige) in der Stadt anzubringen. Pfarrer G r a u l i n g wird am nächsten Sonntag, dem Volkstrauer-, tag, am Denkmal nach dem Gottesdienste eine Ansprache halten. Der Stadtrat und die sonstigen Vereinigungen werden beiwohnen und Kränzeniederlegen. Strats- und statische Gebäude flaggen Halbmast, Lustbarkeiten fen nicht ftattfind n. Das Kreisamt teilt mit, dah der Quadratmeter Land am Gendarmerie­haus auf 3 Mk. festzusehen wäre, andernfalls diese Angelegenheit dem Kreisausschuh über» wi fen werden würde. Diese Angelegenheit wurde zurückgestellt. Da auch Grünberger Eigentum in der Gemarkung Beltershain liegt, wurde die Gelandetommission beauftragt, den F e l d b e - reinigungsplan in Beltersheim ein­zusehen. Da der Führer des Leichen­wagens von jetzt ab für jede Fahrt 10Mk. verlangt, diese Forderung aber zu hoch erscheint, soll mit dem Manne erst noch verhandelt werden.

= Hungen, 26. Febr. In der Pfarr­vereinsversammlung, die (wie schon kurz

u erteilet j unter oem Vorsitz von Pfarrer D. Fritsch- Ruppertsburg im ..Solmser Hof" dahier stattfand, beschäftigte man .sich in der Aussprache u. a. auch mit der ^Evangeli­schen Vvlksgemeinschaft". Die Mehrzahl der anwesenden Pfarrer lehnte eine neue Partei, die zur weiteren Zersplitterung füh­ren würde, a b. Dagegen bleibt es nach wie vor das Gebot der Stunoe, dah alle evangelischen Christen von den evangelischen Abgeordneten aller Parteien energisch die Vertretung der Be­lange der evangelischen Kirche verlangen. Die völlig ungerechtfertigten Angriffe verschiedener Blätter und Politiker gegen den Evangeli­schen Bund fanden einmütige Zurückweisung,

Kreis Friedberg.

sf. Friedberg, 26. Febr. An dem hiesigen Gymnasium und der Oberrealfchule fanden heute die mündlichen Reifeprüfun­gen statt, an denen als Vorsitzender und Ver­treter der Regierung Ministerialrat G l ü ck e r t teilnahm. Sämtliche Prüflinge bestanden das Examen: von den elf Abiturienten des Gymna­siums konnten auf Grund ihrer schriftlichen Lei­stungen vier, von den 9 Abiturienten der Ober­realschule ebenfalls vier von dec mündlichen Prüfung befreit werden. Unter Leitung des Oberstudiendirektors Pfaff- Giehen findet hier ein Einführungslehrgang in die Ein­heitskurzschrist statt, an welchem sich un­gefähr fünfzig Teilnehmer aus der Wetterau beteiligen. Die Uebungsstunden finden jeden Donnerstag in dem groben Hörsaale des Poly­technikums statt: die Teilnehmer sind zum grob» ten Teile Lehrer und Beamte.

Kreis Büdingen.

? Didda, 26. Febr. Die Erven des vor kurzem verstorbenen Konsuls Engler in Bad- Salzhausen beabsichtigen, ihre Villa da­selbst aufzugeben und anderweilig Aufent­halt zu nehmen. Dem Vernehmen nach soll es an Kaufliebhabern für den reizend gelegenen und schönen Herrschaftssitz nicht fehlen, ohne dah es bis jetzt zu bindenden Abmachungen kam. Unter anderen bewirbt sich auch eine ober- hessische Missionsgesellschaft um den Kauf der geräumigen Villa. Diese soll dann ge­gebenenfalls in ein Heim um gewandelt werden.

Z\ Vleichenbach, 26. Mbr. Bei der öffentlichen Versteigerung von Masse» gelände aus der F e l d b e re in i g u n g wurden hohe Preise erzielt. Der Geviertmeter kam durchschnittlich je nach Botenqualität auf 1. 1.50 und 2 Mk. 3m ganzen wurden gegen 92 000 Mk. erlöst. Es standen ca. 42 Rorrnal-- morgen zum Verkauf.

Kreis Spotten.

§ Ulrichstein, 26. Febr. Hinter den gröbe­ren Orten unserer Provinz wollte unser Ort in einer Beziehwrg nicht zurückstehen, nämlich in bezug auf den Bethel-Film, und so kam es, daß dieser am Mittwoch gezeigt wurde: nach­mittags war im Grohschen Saale eine Vorfüh­rung für Kinder und Auswärtige. Gegen 200 waren, zum Teil zwei und mehr Stunden weit, herbeigeeilt. Abends wurde der Film in feinen fünf Teilen in der Kirche gezeigt, auch hier war guter Besuch zu verzeichnen. Der Film zeichnet sich durch feine Lebenswahrheit aus und ver­

mittelt ein erschütterndes Bild von der Rot, von Leid und Elend dort, aber et ist auch ein! unübertreffliches Zeugnis von helfender Liebe und dienender Barmherzigkeit im Rarnen 3efu. Die Kollekte ergab über 90 Mk.: möge der Tag bleibenden Segen bringen I

§ Wohnfeld, 26. Febr. Am Dienstag abend hielt uns Pfarrer Kornmann von Ulrichstein auf einem Frauenabend einen Lichtbildervortrag über den Gustav-Adolf» Verein und seine Arbeit in Oesterreich. Pfarrer Driegleb schloß ten, Abend mit Dankesworten und Gebet ab.

-5- Aus dem Vogelsberg. 25. Febr. ^Fastnacht" bedeutet im Leben ter dörflichen Spinn st ube ten letzten Höhepunkt gesollt-, gen, nergüngten Treibens, das letzte Auf- flackern vor gänzlichem Erlöschen. Man tollt, tanzt,verkleidet sich", singt, trinkt, lärmt bis zur Grenze der Wohlanständigkeit, und Los­gelassenheit zerrt an ten Schranken ter Sitte und Zucht. 3n manchen Gemeinden ergötzt man sich tagelang an wildem, ruhlofem Treiben, Zieh­harmonika und Grammophon spielen auf, Kaffee, Kuchen, Bier und Schnaps erfreuen sich einer besonderen Anzichungsl'raft. AmAschermit- w o ch" werden in ten AbendstundenTöpfe" ge­worfen. Die 3ugend sammelt defekt gewordene Stücke des elterlichen Haushalts, zieht mit ihnen durch die Dorfstraßen, wo sie klatschend und klirrend bald an dieser, bald an jener Haustüre zertrümmert und die davon Betroffenen in Schrek- ken, Aerger und Zorn versetzt werden. Daß man an diesem TageA s ch e" streut und die ge­worfenen Töpfe damit füllt, ist wohl auf den katholischen Brauch zurückzuführen, am Ascher­mittwoch, dem ersten Tag ter 40tägigen Fasten vor Ostern, die Versammelten mit geweihter Asche zu bekreuzen. 3n der Rachzeit flaut das spinnstübliche Leben immer mehr ab, bis die länger wertenden Tage und die höher steigende Sonne die Spinnstuben ganz auflösen.

Kreis Lauterbach.

hrnl. Lauterbach. 26. Febr. Um ihre Rotwendigkeit, ihre Ausgaben und Ziele auch im Kreise Lauterbach bekannt zu machen, hatte die Evangelische Volksgemeinschaft in Hessen zu Mittwoch vormittag zu einer Versammlung im Gasthof Schmidt dahier ein» geladen. Pfarrer Weidner- Ober-Lais leitete die Versammlung und sprach in eingehender und fesselnder Weise über die politischen Verhält­nisse und Parteien in Hessen und im Reiche, sowie die Stellung der Parteien bei Fragen, die für die evangelische Kirche von besonderer Be­deutung und Wichtigkeit waren und sind. Die Erfahrungen ter letzten 3ahre lassen die Rot­wendigkeit ter Sammlung aller bewußt evan­gelischen Kreise erkennen, wenn der evangelischen Kirche nicht noch weiterer und größerer Schaden drohen soll. Der Redner hat es verstanden, mit klaren und überzeugenden Worten die Rotwen­digkeit der Vertretung ter evangelischen 3nter= essen auch im politischen Leben zu betonen und 3nteresse für die Arbeit ter Evangelischen Volks­gemeinschaft zu wecken. Eine weitere Versamm­lung soll für die nächste Zeit vorgesehen werden.

Starkenburg uns Nheinhessen.

* Darmstadt, 26. Febr. Der Wieder­aufbau des gesprengten Bergfrieds der Starkenburg bei Heppenheim, der noch

in diesem Frühjahr erfolgen soll, unter Dem Wendung des alten Steinmaterials, wird vor­aussichtlich beträchtliche Geldmittel erfordern. Für die Maurerarbeiten sind bereits drei An­gebote eingegangen; eine Darmstädter Firma verlangt 80 000 Mk., die Vereinigung der Hep< penheimer Maurermeister 60 000 Mk. und eine Weinheimer Firma 35 000 Mk.

J Darmstadt, V. Febr. (Eig. Drahtbe- richt.) 3n ter vergangenen Rächt wurde im Stadthause zu Darmstadt eingebrochen und ca. 8000 Mark gestohlen. Gestern abend entftanb in der in Arheilgen bei Darmstadt gelegenen Mvdellschreinevei ter Mw schinenfabrik Schenck u. C o. ein Brand, bei große Holzvorräte und wertv lle Maschinen ver­nichtete und die Gebäude bis auf die Grund­mauern zerstörte. Das stürmische Wetter be­günstigte das Feuer, so daß die Darmstädter und die anderen Feuerwehren sich nur daraus beschränken konnten, das Feuer auf seinen Herd zu beschränken. Es herrschte auch Wassermangel.

Kreis Wetzlar.

* Wetzlar, 2?. Febr. Wie aus dem heu- tigen Anzeigenteil ersichtlich, bringt der Weh - lar er Kriegerv erein in ter Zeit vom 1. bis 8. März im Schützengarten zu Wetzlar das vaterländische Fe st spiel aurog - g e n. das Drama Bocks und seiner Offiziere, ein Schauspiel aus Preubens Rot und Erhebung, von Maximilian Böttcher zur Aufführung. Dis Anfang Februar d. 3s. wurde das Schauspiel bereits von nahezu 1000 Vereinen mit grobem Erftüge vor stets ausverkauften Häusern auf­geführt. 3n Berlin kam es in Berufstheaterri allein zu 150 Wiederholungen. Wer einige Stun­den vaterländische Erhebung erleben will, ver­säume nicht, die Vorstellungen in Wetzlar zu be­suchen. Die Musik wird ausgeführt von ter Knappenkapelle der Stahlwerke Röchling-Buderus in Wetzlar unter persönlicher Leitung des Kapell­meisters A. Rothe. Der Reinertrag aus den Ausführungen ist für wohltätige Zwecke bestimmt.

Hessen Nassau.

bl. Haiger, 26. Febr. Die seff Oktober 1923 stilliegendeSaigerer Hütte" hat ten Betrieb wieder ausgenommen. Siner großen Anzahl von Arbei ern wird damit Ge­legenheit zur lohnenden Beschäftig ng gegeben.

fpd. Frankfurt a. M, 26 Febr. Die Kriminalpolizei nahm ten jugendlichen Kauf­mannslehrling Meller fest, der bei seiner Firma mehrere Kassetten erbrochen und den erheblichen 3nhalt zum Ankauf von Fahrrädern für sich und seine Freunde verwendet hatte. Zwei jugendliche Schlosser­gehilfen hatten auf dem Maskenball das ganze Geld ausgegeben. Um für weitere Masken­bälle sich Mittel zu verschaffen, erbrachen sie mehrere Wasserhäuschen und einen Bäckerladen. Sie wurden überrascht und fefb genommen. Der Bäckermeister hatte ten Vorfall bemerkt und ließ die beiden Burschen ruhig in ten Laden kommen. Hier hielt er ihnen einen Revolver vor die Rase und damit auch solange in Schach, bis die Familienangehörigen die Poli­zei herbeigerufen hatten. 3n Mainz wurden jugendliche Ladendiebe feft genommen, die in Frankfurt a. M zahlreiche Herren- stoffe gestohlen hatten.

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Arbeitsgemeinschaft der Militär-u.Regiinentrvereine

Bietzen.

Am 7. März, abends 8 Uhr, findet im Saalbau Sauer em Lichtbilderoortrag von Herrn Kamerad Bankdirektor (Brieftbauer 222er überDie Luftfahrt im Krieg und Frieden" für die Mitglieder der unterzeichneten Vereine statt, zu dem hiermit alle Kameraden mit ihren Angehörigen herzlich eingeladen werden. Eintritt frei. Beitrag für Unkosten, Musik usw. pro Person 50 Pf. Etwaiger Ueberichuft dient wohltätigem Zweck. Karten sind bei den Vorsitzenden der unterzeichneten Vereine bis spätestens 2. März abzuholen.

Arbeitsgemeinschaft der Militär- u. Regimentsvereine in Bietzen: Verein ehem. 115er, 116er, 116er Landw., Off.-Verein ehem. 116er, Off.-Verein ehem. 116er ' Landw., Verein ehem 118er, 168er, Off-Verein 1914, I Artillerie-, Garde-, Pionier-, Marine-, Kriegerverein, Deutsch. Off.-Bund, Verein ehem. 222er, Reichsbund I j. Frontsoldaten, Öff.-Vereinigung Res.-Jns.-Rgt. 254, ! Leibdragoner 24, Kavallerie-Verein und Verein

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in der Zeit vom 1. bis S. Marz, täglich abends 8 Uhr, am Sonntag, dem 8. Marz, nachmittags 3 Uhr und abends 8 Uhr: ferner 2 Schülervor- stellungen am 1. und 4. März, nachm. 3 Uhr.

Mirwirkende: ca. 70 Personen, Mitalieder und Freunde des Wetzlarer KriegeroereinS. Gute Miluarmufik. 2V71D

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