Ausgabe 
27.1.1925
 
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Der Mandarin fragte .Die sind im Schneesturm erwiderte Gert. .Daß (arm

Die Hinterbliebenen:

Marie Boeckner geb. Eckstein Stadtpfarrer Boeckner mit Familie Dr. jur. Otto Boeckner und Frau.

Gießen, Schlitz, Oberstdorf, den 24. Januar 1925.

Die Beisetzung findet Mittwoch, den 28. Januar, nachmittags 3 Uhr, auf dem Neuen Friedhof statt. Blumen spenden sind nicht im Sinne des Entschlafenen. Wir bitten herzlichst, von Beileidsbesuchen abzusehen.

Herrn Ludwig Rohrbach sagen wir innigsten Dank.

Die trauernden Hinterbliebenen.

Buddhistischem und ®rtc

islamitischen und lutherischen Elementen, auß Glauben und Aberglauben. Doch genügt nicht, datz daß christliche Fühlen dieser Leute von der reinen Sittlichkeit ihrer Ratur getragen toitb? Ich schliche meine Missionstatigkeit also viel­leicht nicht ganz aut Zufriedenheit des Episko­pats ab. aber mit innerlicher Zufriedenheit. Was

Der Voranschlag für 1925 liegt vom Mittwoch, dem 26. ds. MtS., an eine Woche auf dem Amtszimmer des Bürger- meisters zur Einsicht offen. Einwendungen können während dieser Zeit schri'tlich oder mündlich vorgebracht werden. ES ist die Erhebung einer Umlage beschlossen, zu der auch die Ausmärker betzutragen haben

Treis a. ö. Lda., den 26. Januar 1925. Bürgermeisterei Treis a. b. Lda.

Will. 877D

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Für die bewiesene Teilnahme bei dem Hinscheiden unseres lieben Vaters und Großvaters

eingetroffen.

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Neidern, roten Schuhen und roten Wafsenröcken, die mit schwarzen Schriftzeichen bestickt waren. Sie hatten Schwerter an der Seite und trugen langschäftige Flinten. Es sah feierlich aus.

Alle Tiere waren von den Weiden geholt und in die Gehege getrieben worden. Sie sollten gezählt werden. Togol hatte die ganze Gemeinde um sich geschart und empfing die Abgesandten mit einer demütigen Ansprache. Der Mandarin stieg ab, ein Teppich wurde ausgebreitet. er nahm auf einem Feldstuhl Platz, hinter ihm

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standen Dolmetsch und Schreiber Dann begann die Auszahlung des Tributs in Lammt eilen, Teppichen, getnüpften Decken und ähnlichen Ge­weben der Weiber. Dem Mandarin gefiel nichts, er schimpfte unaufhörlich mit hoher Fistelstimme, und Togo! wimmerte dazwischen, hierauf wurde das D-eh vorübergetrieben und notiert. Die Paks brüllten und schlugen hinten aus, die Gäule drängten sich verängstigt zusammen, die Schafe blökten, die langhaarigen Ziegen mecker­ten. unaufhörlich kläfften die Hunde. Es war ein grober Spektakel. Der Mandarin blieb tod­ernst und schirnvste weiter, hob wohl auch einmal den rechten Fust unb gab einem vorwitzigen Köter, der ihn beschnupperte, einen Tritt. Die Sonne brannte. Glut füllte den Talkessel, aber man hielt aus. Die acht chinesischen Reiter, im Halbkreis um den Teppich, aus dem ihr hoher Vorgesetzter sah. klebten wie matte Fliegen auf ihren Schimmeln. Dem Schreiber rann der Schweih über das Gesicht, er hatte das Tinten- fähchen in der linken Hnnd und malte mit der rechten unaufhörlich seine Rotizen auf Rollen­papier, daß schon bis zum Doden reichte. Gr war sehr gewissenhaft.

Als daß Geschäftliche beendet war. lieh Togol dem Mandarin das übliche Frühstück vorsetzen, eine Masse Poreffan- und Holzschuffelchen mit gekochtem und gebratenem Lammfleisch. Reis und einer Art Hirse, dazu in kupfernen Kannen Tee und gekühlte saure Bakmilch. Aber der Mandarin naschte nur mit seinen Ehstäbchen von dem Reis, überliest die Mahlzeit seinerBegleitung und befahl, ihm feine Wasserpfeife zu bringen, die mit großer Umständlichkeit In Brand gesetzt wurde. Ohm hielten die beiden Europäer es an der Zeit, vorzutreten, um ihre Wunsche anzu­bringen.

.Wer sind diese Fremder.?" fragte der Man- darin. Gr sprach nui Chinesisch, der Dolmetsch übersetzte ihm d?.ß Kalmückische und später das Russische des Miss'v'.arß.

Bruder Dom»heuß legte seine Pässe und Epfehlungßb"i«fr vor. und nun erinnerte sich der Mandarin M Mannes.

stellen 'Lber ist dte Frage, oo ich das recht machte. Denn das Unmittelbare war mir gewöhnlich der Benutz, durchaus nicht immer in feiner brutalsten Form, auch rein ästhetisch Gs ist möglich."

..Air. es ist sicher. Sie sprachen mir auch einmal, wenn ich recht gehört habe, von Ihrem ..verbummelten Herzen" Ich versteche daß so daß Sie sich gern in Stimmungen des Augen­blicks einlebten und von ihnen abhängig machten. Der Augenblick beherrschte Ihr Wesen, da konnten Sie sich vielleicht auch einmal sentimental ver­lieben. um einen Augenblick später darüber zu lächeln unb eine praktischere Wahl zu treffen."

Gert nickte.Sie find ein Menschenkenner, lieber Gras. Aber Ihre Menschenkenntnis Hilst mir nicht weiter. Ich frage mit einem wenig veränderten Bibelwort: Was soll ich tun, dast ich glücklich werde?"

Lernen Sie lieben, aber über den Augenblick hinaus und In Ehrfurcht vor dem Weibe."

Ich lieh mich Verkäufern Graf Austin und auch sie tat. Wo soll da die Ghrfurcht Herkommen?"

Ein Kaufgeschäft laßt sich rückgängig machen, wenn beide Teile damit einverstanden sind."

Gert neigte den Kops und schwieg.

Mitte Juli trafen die Ehinefen

Unb ziehen den Bruberrock aus," sagte Gert, unb werden der Graf Austien und heiraten Frehe und übernehmen Ihre Güter. Richt wahr?"

..Ja Unt> hoffe, noch einmal glücklich zu werden."

Ah, Graf Austien. Sie können das. weil Sie aus' der großen Feuersbrunst des Lebens sich ein Stückchen Hoffen rettetenI Ich bin ruhelos geworden, dah ich mich nicht mehr zu hoffen traue. Ich hatte wie Sie das Derlangen. mich von der Sinnlosiakeit der Dergangenheit zu trennen aber ich kehre in fle zurück! Meine Zukunft liegt wie ein leerer Raum vor mir. Was mich in ihn hineintrelbt. Ist die Konsequenz dessen, vor dem ich flüchtete."

..Flüchteten Sie nicht auch vor sich selbst, lieber Freund?" erwiderte der Missionar.Ver­gebung. wenn ich so frage. Ich glaube. Sie tennengelernt zu haben. Sie nennen sich ruhelos. Oft diese Ruhelosigkeit nicht nur ein Mangel an Gleichgewicht in der Entwicklung Ihrer Per­sönlichkeit?"

Ich wiN es nicht bestreiten, obschon ich immer sehr stolz darauf war. mein Leben auf das UrnmttelbtiTt meiner Persönlichkeit einzu-

endlosen Papier folgte.

.Man wird Erkundigungen einziehen", sagte der Mandarin

Gert versuchte es zunächst mit der Höflich feit.Teuerste Exzellenz", begann er.diese Er funbtgungen renne ich Sie tonnen Jahre bauern, ilnb ich habe es eckig. Wollen Sie nicht die Gewogenheit haben, mich mit nach Bulunkul zu nehmen, damit ich mich dort mit dem Herrn Kommandanten verständige?"

.In Zivckangelegenheitcn bin i ch massge­bend', erwiderte der Mandarin unb reckte den Oberkörper. ..Warten Sie ab.

.Das haben Sie vorhin schon gesagt. Wie lange?"

»Man wartet, so lange währt."

(Fortsetzung folgt.) _______

(Aachdruck verboten) auch, was gut und Heidentum. und traf Wilde, die sittlicher Ehristen Run hat man Dies Kalmückenvölkchen

Gegend vorkommen."

Der Dolmetsch muhte aufschreiben. Es gab ein langsames Buchstabieren unb eine noch langsamere Malerei auf dem

52 Fortsetzung.

Da schonte ich edel war in ihrem zuweilen fogenannte empfanden als manche mich hierher gesandt.

.A0-M!

Verwandten, Freunden und Bekannten hierdurch die traurige Mitteilung, daß unsere liebe herzens­gute, treubesorgte Mutter, Schwiegermutter, Groß­mutter, Urgroßmutter, Schwägerin und Tante Frau Margarethe Fay Wwe. im Alter von 78 Jahren sanft in dem Herrn ent­schlafen ist.

Die tieftrauemden Hinterbliebenen: Familie Carl Fay Familie Heinrich Heil V. Familie Eduard Pauly Familie Friedrich Fay Wwe.

Langsdorf, den 25. Januar 1925.

Die Beerdigung findet Mittwoch, 28. Januar 1925, nachmittags 3 Uhr statt.

Todesanzeige.

(Statt Jeder besonderen Mitteilung.)

Ein sanfter Tod erlöste von schwerem Leiden meinen lieben Mann, unseren treusorgenden Vater, Schwiegervater und Großvater HerrnKonrad Boeckner, Lehrer I. R. im 79. Lebensjahre.

Verwandten, Freunden und Bekannten die schmerz­liche Mitteilung, daß heute morgen 9 Uhr unsere innigstgellebte, herzensgute Tochter, Schwester, Schwä­gerin, Gote und Tante

Emina

nach kurzem, schwerem Leiden im blühenden Alter von 20 Jahren sanft entschlafen ist.

In tiefer Trauer: /

Familie Heinrich Rodenhausen V nebst allen Angehörigen.

Wieseck, Edenkoben, Frankenbach, Rödgen, 26. Jan. 1925.

Die Beerdigung findet Mittwoch, den 28. Januar, nachmittags 4 Uhr, vom Sterbehaus in Wieseck, Kirch-

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reis« ist noch nicht einaetrofsen."

.Es ist ein Jahr bet*, rief Bruder Dvrotheus .Ich werde bei meiner Regierung Beschwerde führen."

.Ihre Regierung hat hier nichts zu sagen Warten Sie ab. Wer vst der andere?"

Gert konnte nicht Ruffisch Franzöffsch und Englisch verstand man nicht Seine paar Brocken Chinesisch halsen nicht viel. Sv sprach er denn Deutsch. Bruder Dorvtheus übersetzte in da§ Russische und der Dolmetsch wieder in daß Ehinesischc. Es war eine schwierige Unterhaltung.

Gen gab kurzen Bescheid. Gr sei Sekretär bet der deutschen Gesandtschaft in "Peking gewesen, habe eine Reise durch Pamir unternommen, und dabei sei seine Karawane verunglückt und er selbst durch die Sfungaren gerettet worden. Olim wünsche er in seine Heimat zurückzutehren.

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