Ausgabe 
26.3.1925
 
Einzelbild herunterladen

1L Sporüer, 3000 »ter, 13

L Otto Bach, Heuchelheim, 11 40 ^hL, 2. Ge­org Wirte, Wetzlar, 12 Min., 3. Wilhelm Degen. Großen-LinDen, 12:15 Min. - Manns chaftslauf: Freie Turnerschaft Gießen, 27 Punkte. 3n flottem Tempo setzten sich Die 2. Wetzlarer Läu­fer an Die Spitze, Tempo bei Beginn zu scharf, etwa in Der Mitte Der Strecke lag der Heuchel- Heimer Sieger schon weit vor Dem Felo, beim Endspurt wurde der Vorsprung etwas aufgeholt.

III. Sportler. 5000 Meter, 18 Teilnehmer. 1. Otto Balser. Gießen, 17:16,2 Min., 2. Otto Rüspeler, Gießen, 17:23.3 Min., 3. Otto Mand­ler, Heuchelheim, 13 Min. Sieger int Mann­schaftslauf Freie Turnerschaft Gießen mit 17 Punkten. Das Ziel wurde von den einzelnen Läufern noch in bemerkenswerter Frische durch­laufen und Die Sieger mit stürmischem Beifall begrüßt.

3m Anschluß hieran fand ein Fußball- Wettspiel statt, zu welchem sich die Zuschauer noch zahlreicher eingefunden hatten. Es standen sich gegenüber

Fr.T. Offenbach I I. Dezirksmannschaft.

Offenbach erschien mit seiner Propagandaelf, d. h. in stärkster Aufstellung. Die Bezirtsmann- schaft spielt mit der Sonne im Rücken, fängt den Anstoß Offenbachs auf, leitet sofort einen glänzenden Angriff ein, der bis vor Die Tor­raumlinie gelangt. Offenbach ist scheinbar etwas verblüfft und ist zunächst etwas im Rachteil. Schon nach 5 Minuten erzwingt die Bezirks- mannschaft eine Ecke, 1 Minute später kann ihr Mittelstürmer das erste Tor erzielen. Offen­bachs Mannschaft gibt nun schönere Proben ihres Könnens ab, das Spiel bleibt aber offen, beide. Tore Eommen gleichmäßig in Gefahr. Das zeit­weise Drücken Offenbachs ergibt zunächst in kur­zen Zwischenräumen drei Ecken, denen in Oer 32. Minute das ausgleichende Tor folgt. Trotz der sich mehr bemerkbar machenden lieber- legenheit Offenbachs, die sich in nochmals drei Ecken ausdrückt, gelingt es bis Halbzeit nicht, einer Mannschaft nochmals die Führung zu geben. Fast schien es so, als ob sich die Be­zirksmannschaft., die aufopfernd spielte, abermals an die Spitze setzen sollte, einen scharfen Schuß in die rechte untere Ecke tonnte dex Offenbacher Tormann knapper Rot zur Ecke lenken. Halbzeit 1:1. Rach Wiederanstoß gibt Offen­bach den Ton an, nach 5 Minuten bringt ein unverhoffter scharfer Schuß in die linke obere Ecke das zweite Tor für Offenbach, die Bezirksmannschaft gibt das Spiel nicht verloren und spielt unverdrossen weiter. 10 Minuten spä­ter gleicht der Halblinke der Dezirks­mannschaft abermals aus. Von neuem seht ein scharfer Kampf um Die Führung ein, Angriff auf Angriff rollt auf die beiden Tore, Offenbach gelingt es abermals, eine Reihe Ecken zu erzielen, alle Schüsse auf das Tor werden von den Torhütern abgewehrt, wobei besonders der Tormann der Dezirksmannschaft Hervor­ragendes leistet. Trotzdem kann er nicht ver­hüten, daß er den Dali ein Drittes mal passieren lassen mutz, der prachtvoll eingelöpft wurde. Dei diesem Stande blieb es bis zum Schluß. Offenbach hat sich den knappen 3:2°2ieg redlich verdient, das Eckenverhältnis ist ein recht hohes, es betrug 11:3 für Offenbach, ein "Be­weis für diese Spielstücke und für Die schwere unD erfolgreiche Abwehrarbeit des Tormanns der Dezirksmannschaft, Der in Der Hauptsache Dafür sorgte, daß Die Riederlage nicht größer wurde. Die in Der Aufstellung Der Bezirks­mannschaft zutage getretenen Mängel dürften für das nächstemal abgestellt werden. Die Of­fenbacher Elf wies keine schwache Stelle auf, während Der Schiedsrichter sich die redlichste Mühe gab, Dem Spiel ein einwandsfreier Setter zu fein.

Den einzigen Mitzton des sehr schön ver­laufenen Rachmittags brachte der Heimmarsch der vielen Hunderten von Zuschauern und Der Sportler und Spieler nach Wieseck. Gings h i n- über einigermaßen trockenen Fußes, so stand man herüber vor der nun zum öffentlichen Skandal sich auswachsenden Tatsache, daß Der Besitzer der Gänsmühle in Der Zwischenzeit das Wasser Der Wieseck gestaut und damit Den Weg unter Wasser gesetzt hatte. Alles mußte Durch das eiskalle Wasser haben Schnupfen und Erkältungen werden hier und da unausbleib­liche Folgen sein. Sollte es nicht möglich sein, da hier scheinbar die Gewalt Der Gemeinde- Polizei nicht auSreicht, das Kreisamt, resp. die Gendarmerie Dafür zu interessieren, damit es diesen von einer großen Oeffentlichkeit benutz­ten Weg passierbar hält, wenigstens bis zum 1. April, wo Der abgeschlossene Kaufvertrag in Kraft treten soll?

Der wiestener Sebwimmverein bei den Le'vziger und Magdeburger Einladungs- Schwimmwettkämpfen vertreten.

Bei den am 4. und 5. April in Leipzig stattfindenden Wettkämpfen wird Frl. Tilly Arndt im 100-m-Damen-Rücken-Schwimmen und 200-m°Damen°Brust°Schwimmen an Den Start gehen. AnschließenD Daran wirD sie am 6. unD 7. April in WagDeburg im Damenn Drust-Schwimmen Die 100-m- unD 400-m-Strecke bestreiten. Frl. ArnDt hat in beiden Städten gegen erstklassige in- und ausländische Konkurrenz zu kämpfen.

Vom Billard-Sport in Gießen.

Am Samstag fanden entscheidende Partien bei den Club-Wettspielen des 1. Gie­ßener Billard-Clubs statt. Besonders zu erwähnen ist Die Partie Paulus-Rinn, m der Paulus em selten schönes Spiel zeigte. Die schönste, bisher im Wettkampf geleistete Par­tie lieferten Schleypen-Rinn. Die Füh­rung in Den einzelnen Klassen haben folgende Spieler: Klaffe I: Rubin, Schleppen, Paulus: Klasse II: Schäfer, ©Heber, Reih. Allendörfer;

Klaffe HI: Drescher. Muhl tun., Kneib. See Wettkampf geht täglich weiter und verspricht noch sehr schöne und spannende Partien zu liefern.

Amtsgericht Wetzlar.

£? Wetzlar. 23 März 3n Der heutigen Hauptverhandlung standen folgende Sachen an: Wegen Psandbruchs standen Die Eheleute Kauf­mann Heinrich K. von Wetzlar unter An­klage. Ihnen war zur Last gelegt, von Den städt. Mülziehungsbeamten wegen rückständiger Ab­gaben gepsändete Schuhe wissentlich beiseite geschafft und der Verstrickung entzogen zu haben. Das Gericht tarn zur Vertagung, Da noch weitere Zeugen geladen toerDen sollten. Wegen Ent­ziehung elektrischer Kraft hatten sich Der Wagner Konrad R. von Riederweh und der In­stallateur Konrad W. von W e h l a r zu ver­antworten. Ersterer hatte eine Lichtleitung auf seinem Anwesen legen lassen, die aber nicht durch Den Zähler ging, während letzterer diese Arbeit ausgeführt hatte. Beide bestreiten Die ihnen zur Last gelegte Tat. Auch hier Tarn das Gericht zur Vertagung zwecks weiterer Beweis­erhebung. Der Reisende Karl K. von Nau- b o r n, der feinem Arbeitgeber anvertraute Gel­der in Höhe von 228,13 Mk. unterschlagen hatte, erhielt für dieses Vergehen, das er eingestand, 3 00 Mark Geldstrafe, im Richtbeitrei­bungsfalle 30 Tage Gefängnis. Der Kaufmann Karl S. von Gießen, der gegen einen Straf­befehl des Amtsgerichts Wetzlar wegen Ge- werbevergehens Einspruch erhoben hatte, zog diesen Einspruch in der heutigen Hauptverhanv- lung zurück. Wegen Widerstands wurde gegen den Arbeiter 3äfob L. von Marburg vev- banbeH. Der Angeklagte war vom Erscheinen entbunden. Er hatte im September 1924 als Hauptbeteiligter bei einer Schlägerei vor dem Wetzlarer Dahnhofsplatz, bei Der er u. a. auch Leute mit Erschießen bedrohte, Den Schupo> Beamten, Die ihn nach Waffen untersuchen woll­ten, tätlichen Widerstand entgegengesetzt. Er er* hielt hierfür 3 Wochen Gefängnis. Dm Maurer Karl L. aus Münchholzhausen war wegen Hehlerei angeklagt, weil er von seinem Sohn entwendeten Draht wissentlich für sich zür Einzäunung seines Hofes usw. verwendet haben sollte. 3hm konnte heute seine Behauptung, ei habe von dem unrechtmäßigen Erwerb feine Kenntnis gehabt, nicht widerlegt werden. Er wurde daher freigesprochen.

Rundfunk-Programm

des Frankfurter Senders.

(Aus derRadio-Umschau".»

Freitag, 27. März:

10,45 Ufjr: Wirtschaftsmeldungen. 11,55 älhrt Zeitangabe 12 Uhr: Nachrichtendienst. 3 und 4 Uhr: Wirtschaftsmeldungen. 4,20 Ahr: Rach­richtendienst. 4.30 bis 6 Ahr: Hausftauen-Nach- mlttag. Vorjrag von Frl. Kaethe Reumark:Die körperliche Erziehung des Kindes bis zum Schul- aller". 6 Ahr: Wirtschaftsmeldungen. 6 bis 6.30 Ahr: 3uristenfunk (Die Reichögerichtsentscheidun- Den der letzten Woche). 6,30 bis 7 Ahr: Sie Lesestunde (Meisterwerke Der Weltliteratur): Aue Soll und Haben" von Gustav Frehtag. 7 Uhr: Wirtschaftsmeldungen. 7 bis 7,30 Ahr: Das deut­sche Handelswesen. Vortrag von Direktor Lühr. 7,30 bis 8 Ahr: Esperanto-Anterricht. 8 bis 8,30 Ahr: Die Besprechung (Theater und Kino). 8,30 bis 9,30 Ahr: Tanzmusik der Tanzkapelle Sasftz vom Tanz-Palais. 9,30 Ahr: Nachrichtendienst, Wettermeldung, Sportbericht. 10 bis 11 Ahr: Die Lokaldichtung. (Frankfurter Dichtungen crus alter und neuerer Zeit.) 14. Abend. 2Ius Stoltzes dra­matischen Werken.

Würmer sind Quälgeister

für Erwachsene, erst recht aber für Kinder- Wir raten 3hnen, 125 Gramm flüifigen Natroma-Extrakl zu kaufen, mit Dem Erwachsene und Kinder über 5 3ahre eine Kur unternehmen. Sicher erhältlich: Universitäts-ApothekeZum goldenen Engel". Die Bestandteile sind auf der Packung angegeben. .JB8A

r X

Ein Kuchen

nachDr.Oetkers Rezepten gebacken, wirdSie in jederH insichtzufriedenstellen.

Bitte versuchen Sie: Ätiria Wiebilligsich der Kuchen stellt,kann jede Hausfrau selbst sehr leicht berechnen.

Zutaten:

11 Pfd. Butter

350 « Zucker

4 Eier ,

1 Pfd. Weizenmehl

1 Päckchen Dr.Oetker'sVauiHin-Zucker

1 Päckchen Dr. OetkersBackin

3 Eßlöffel voll Kakao

1 kleine Tasse Milch oder Rahm.

7nhnrailiinH> Die Butter rühre zu Sahne, gib Z-UDereilUng . 250 Zucker, Eigelb. Vanillin. Zucker, Mehl, d-eses mit dem Backin gemischt, Milch daran und zuletzt den Schnee der ,4 Eiweiß, - Teile die Masse, menge unter die eine Hälfte den Kakao und den Rest des Zuckers, fülle den Teig abwechselnd in die gefettete Form und backe den Kuchen 1 bis 1 */. Stunden. Verlangen Sie vollständige Rezeptbücher kostenlos in den Geschäften, wenn vergriffen umsonst und portofrei von Dr- A. Oetker, Bielsfeld- 1191ss

lraste tn vem gemeinsamen Wirken zu nationaler Wohlfahrt erblickt. Und in Dem früheren Innen­minister und Bizelanzler, Oberbürgermeister Dr. Jarres- Duisburg sieht Redner die geeignetste Persönlichkeit für das hohe Amt des Reichs- präsidenten. Sein gerades, ehrliches, offenes Wesen, sein großzügiger Weitblick in Die zu- tünftige glückliche Gestaltung unserer Wirtschafts- nerhäünlss>.. sein warmherziges Empfinden für Das Wohlergehn Des gesamten Deutschen Volles ttnb die Wiedererlangung einer ehrenvollen Slcl- lung un Völterkonzern, und die Wiedergewii^ tumg alles Bodens. Der deutsch war ober Durch deuffcheS Wirken, Mühen unD Deutsche Geistes- tätigfeit Deutsch geworden ist, kaffen D r.3 a rr e s a!8 Den geeignetsten Kandidaten -u dem Amte des Reichspräsidenten erscheinen. Die lang­jährige Vorsitzende (seit 1880) des hiesigen Alice-Frauenvereins, Frau Wcick- Hardt, beging am Sonntag in staunenswerter Rüstigst und Geislesfrische ihren 8 0. Ge­burtstag. Aus diesem Anlaß hatten ihr Der- rinsvorstand und Krankenschwestern eine ebenso schöne Äs würdige Feier bereitet, an welcher oarch die Dorstandsdamen des Hauptvereins, Exz. v o n E w a l d und Fräulein vonPhlugk- Darmstadt anwohnten. und die von Pfarrer- Loos geleitet wurde, der auch die Festan­sprache hielt. Blumengrüße, Glückwünsche und Gaben überbrachten Die Vorstandsdainen von Darmstadt, die Vorstände des hiesigen Zweig- vereins, und besonders Frau Stadtv. Wieh­ler und Rektor Storch, der 2. Vorsitzende des Roten Kreuzes (der 1. Vorsitzende, Medi­zinalrat Dr. Vogt, hatte telegraphischen Glück- wirnsch von Berlin gesandt).

Kreis Büdingen.

A Blofeld, 25. März. Gestern abend fand -km hiesigen Raiffeisenvercln eine Film­vorführung durch Landwrr tschaftslehrer Schädel, Gießen, statt. Mit gespannter Auf- merffanüeit folgten die Anwesenden den Vor­führungen (Staßfurter Kalibergbau, Wirkung der Düngemittel auf Schädlinge der Pflanzenwelt, Versuchsfelder u. a.). Nach Schluß des Film- iwrtrags gab der Vortragende Auffchluß über die aus der Versammlung an ihn gerichteten An­fragen über: Wiesenpfleae, Schmetterlingsblütler als Stickstoffsanrmler, Anbau und Dung Der Hack­früchte, Anlage von ewigen Kleefeldern u. Dgl. Die Bevölkerung ist sehr dankbar für derartige Vorführungen.

Kreis ALsfeld.

er. Homberg a. d. Ohm, 25. März. 3n ihrer am Montag abend stattgefundenen Sitzung beschloß Die Baugenossenschaft, zunächst einmal Die Pläne für Die in erster Linie auSzuführenden Neubauten zeichnen zu lassen unD dann zur Besprechung vorzulegen, Damit man einen Aeberblick über deren Kosten gewinnt, so bah die Genossenschaft sinanziell nicht ins Aserlose gevät. Mit der Einzahlung der Anteil­scheine, erste Rate 200 Mk , wirb am 1. April begonnen werden. Die Erledigung weiterer ge­schäftlicher Angelegenheiten füllle die Sitzung aus.

Kreis Lauterbach.

tr. Schlitz, 24. März. In einer für den Sonntag hier vom Reichsblock einberufenen und auch von den Dörfern stark besuchten W ä h - terversammlung sprach Generalsekretär Ko Ubach (Darmstadt) über die Reichspräsi- bentenwahl. In Dr. 3 a r r es habe man eine au-geprägt führenbe Persönlichkeit gesunben, einen- Mann, der seinerzeit als Oberbürgermeister Dem Ausweisungsbefehl Der Franzosen trotzte, unD Deshalb gefesselt Durch Die Straßen seiner Stadt geschleppt wurde, um dann einige Monate un? seines Deutschtums willen im Kerker zu schmachten. Ein Dankschreiben des verstorbenen PÄsidenten erkenne die tr-ue Arbeit, die 3arres als Reichsinnenminister geleistet, rückhaltlos an. Gegenüber den Versuchen linksgerichteter Blätter, Jarres persönlich zu verunglimpsen, verwies der Redner auch auf durchaus anerkennende Aeuhe- rungen gegnerischer Zeitungen hin. Dem Vor­wurf, als ob 3arres im Ruhrkampf eineDer- sackungspolitik" getrieben habe, widerspreche schon das Urteil des sozialdemokratischen Regierungs- Säsibenten Dr. G r ü tz n e r, der in einem Ar- el »Hände weg von Dr. Jarres!" mannhaft für ihn eingetreten sei. Niemals habe Jarres das Interesse des Rheinlandes und damit des Vater­landes außer acht gelassen: er sei nicht ein Mann irgendeiner Partei, sondern wolle ein Mann des ganzen Volkes sein. Nicht der Ehrgeiz treibe ihn, sondern die Hoffnung und Der Wille, unferm "Dolle nützen zu können. Langandauernder Beifall folgte den klaren, sachlichen Ausführungen. Land- tagSabgevrdneter Bürgermeister Dr. Niepvth ichloß mit herzlichen Dankesworten an den Red- uer und mit_ der Mahnung, am Wahltag mit aller Kraft für Dr. Jarres einzutreten, die ohne Aussprache harmonisch verlaufene Versammlung.

Kreis Wetzlar.

88 Groß-Rechtenbach, 24. März. Bei der in der Gastwirtschaft Schmidt hierselbst statt­gefundenen gemeinsamen Nutzholz ver st e i - fteigerung der Gemeinden Groh-Rechtenbach, Hörnsheim, Klein-Rechtenbach. Vollnkirchen, Volpertshausen und Weidenhausen wurden durch- ichnittlich folgende Preise erzielt: Eichenstamm- ßolz 1. Kl. 180 bis 210 Mk., 2. Kl 150 bis 160 Mark, 3. Kl. 100 bis 120 Mk., 4. Kt. 50 bis 70 Mark: Kiefernnuhholz 2. und 3. Kl. 25 bis 30 Mark: Schichtholz (3 Raummeter) 30 bis 36 Mk.

88 Niederkleen, 24. März. Die durch Enllassung des Forstgehilfen Dlenk wieder frei- gewordenc H i l f s f ö r st e r st e l l c ist durch Den Forstgehilfen Schweitzer von der Dianaburg bei Wetzlar neu beseht worden. Schweitzer hat am 20. ix Mts. seinen Dienst angetreten und ist heute durch Forstmeister Reichardt zu Kros- Docf und Bürgermeister Schneider zu Groß- Rechtenbach in sein Amt eingeführt worden.

* Braunfels. 25. März. Von Sonntag, 29. März, ab sind der Rittersaal des

Schlosses mit ®eiletgalerie (IagdgtmäZDes, Der Bergfried und Die Schlvßkirche sowie vces un Spätsommer 1924 eingerichtete F a m i -- lienmufeum zur Besichtigung wieder frei-gegeben.

Hefferr-Nanair.

][ Marburg. 25 März. In einer bis in Die späten Lkbendstunden sich hinziehenden Stadtverordnetens-itzung, der als Ver­treter des Magistrats der Oberbürgermeister Dr. Voigt beiwohnte, wurde u. a. der seitherige Beigeordnete der Stadt Marburg, Bürgermeister M u c 11 c r , mit großer Stimmenmehrheit auf die Dauer von zwölf Jahren wiedergewählt. Am Die Stadtbaurat st eile bewerben sich 70 Herren, sechs sind in die engere Wahl ge° iommen. Die Gewerbesteuer für 1925 soll wieder nach Ertrag und Kapital berechnet werden, die Zuschläge zu Den Realsteuern bleiben wie seit­her. Der Abbau von drei Dolksschulstellen wurde genehmigt und die versuchsweise Einsührung gehobener Volksschultlassen abge­lehnt.

fpd Amöneburg, 26. März. Kurhessens kleinste Stadt, Amöneburg, thront auf hohem Vasallselsen, Der keinerlei Raum mehr für wei­tere Siedlungen läßt. Wie schon vor 3ahr- bunbeiten, so Eieben noch heute Die Häuser wie Die Schwalbennester an Dec Kuppe in malerischer Schönheit. Infolgedessen besteht nicht die ge­ringste Möglichkeit für eine Ausdehnung der öieblung. Neuerdings hat man einen Bebau­ungsplan an Dem am Fuße des Berges be- legenen Bahnhof ausgearbeitet, der aber nichi verwtrilicht werden kann, Da Schule und Geschäftshäuser zu weit von diesem neuen Gelände entfernt sind.

lpd. Griesheim a. M., 25. Niärz. Nach­dem die Sozialbemokraten ihre Mit­arbeit in den Kommissionen der Gemeinde­vertretung verweigert haben und Die entsprecheirden Posten nieberfeglen, zeigten jetzt auch die Kommunisten unb Die Vertreter des Zentrums ihre Mandats nieDer- t c g n n g in Der Gemeindevertretung an.

Kirche und Schule.

G»stnw2rdvifs i»«5.

Die Dekanatskonferenz des ®e« kanats Gießen, Die am 24. März im Gasthof Hindenburg fiattfanb, war diesmrl durch Hinzu- z'-hung von Gästen. Männern und Frauen unserer Gemeindevereine, sehr stark besucht: handelte es sich doch um eine ganz besond'rs wichtige Sache: die Vorbereitung zu der großen Hauptver­sammlung Des Gustav-Abols-Ver- cins, die vom 2 0. bis 2 3. September 192 5 hier in Gießen ftattftnbet. Pfarrer Wagner-BenSheirn, als Schriftführer des Hessischen Gustav-Adolf "Berc'ns, freit ein e'n- führendes Referat. Nachdem er e nle'tend einem Scheinwerfer gleich d e L-ige in Hessen gekenn­zeichnet und d's Verhältnis von katholischer zur evangelischen Kirche in Hessen gemalt hatte, ging er speziell auf das große Fest ein, das unbedingt zu einem mächtigen Erlebnis für jeden einzelnen Protestanten werden muh. Die ganze evangelische Bevölkerung in möglichst weitem Amkreis von Gießen muß von Diesem Fest ersaßt werben unb so vor Der Oeffentlichkeit ein Bekenntnis ab­legen. baß Der gute alte Luthergeist unD Der deutsche Prc testantismus noch lange nicht ge­storben sind. Die anschließende Aussprache erörterte zumeist rein praktisch Fragen, wie sich die FestgottesDienste in Den Nachbargemeinben von Gießen, auch in Preußen, gestalten werben und wie die Massen in Erscheinung treten sollen: im Festzug unb in großer Versammlung. Der Festausschuß, der eingesetzt ward, besteht aus den Herren Dekan Guhmann - Kirchberg- Lollar. Pfarrer Dörr- Heuchelheim. Pfarrer Waldeck- Lang-Göns und Pfarrer Schult­heis- Grohen-Omben-Allendors unb kann durch Zuwahl ergänzt werden. Auch die Frage der Festgabe wurde erörtert: Wenn jeder evan­gelische Hesse nur ein paar Pfennige gibt, so muh eine große Gabe von mindestens 25 000 Mr. zu­sammenkommen. Denken wir an Die polnischen Bauern, Die vertrieben sind von Haus unb Hof und dennoch zu ihrem Glauben stehen, denken wir an Siebenbürgen, wo jeder etwa das Zehnfache der Staatssteuer für seine Kirche gibt, so dürfen wir, die wir in so gutsituierten Verhältnissen leben, nicht zurückstehen und nicht mit Geld knausern und kargen. M^t ksiesem warmen Appell schloß die Sitzung. Möchte er nicht ungehört verklingen, sondern überall reichste Gebefreudig- feit für unsere bedrängten Brüder anslosen. H.

Turnen, Sport und Spiel. Vom Arbeiter-Tnrn- und Sporlbund. $ rühjahrswaldlauf.

£ Wieseck. 24. März. Am Sonntag sand der Frühjahrswaldlauf Des 3. Bezirks statt. Start und Ziel war auf dem Wiesecker Sport­platz: eine recht zahlreich? Zuschauermenge wohnte Den interessanten Wettkämpfen bei, die von acht Vereinen mit 50 Teilnehmern burchgeführt wur­den. Die Veranstaltung war vom herrlichsten Wetter begünstigt, bic voraus gegangenen Regen- unb Schneetage hatten die Wege teilweise sehr stark aufgeweicht, trotzdem sind die erzielten Re­sultate als gute zu bezeichnen. Die einzelnen Läuse wurden gleichzeitig als Einzel- und Mann- schastsläufe gewertet. Gelaufen wurde in drei Gruppen.

I. Jugendliche bis zu 18 Jahren, 1500 Me­ter, 19 Teilnehmer. Sofort beim Start zog sich das Feld auseinander. In glänzendem Endspurt ging nach 5:41 Min. Franz Krämer, Heuchel- beim, durchs Ziel. Mit 5:56 Min. folgte Karl Horn, Steinbach, und mit 5:58 Win. Berthold Krofdorf. Bei diesem Lauf sicherte sich Heuchelheim mit 17 Punkten Den ersten Platz I bei den Monnschastskämpsen.